Meinung oder Behauptung in Rezensionen

Verträge, Rechte und Pflichten: Was man als Autor beachten sollte.


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mtg
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Re:

von mtg (26.01.2011, 11:06)
Es ist immer schwierig, etwas zu bewerten, was man nicht sehen kann.

In der Tat sind Amazon-Einträge Lesermeinungen und keine Rezensionen im klassischen Sinne. Trotzdem sind falsche und irreführende Einträge nicht prickelnd. Wenn man aber sieht, wie viele - und auch gerade on-demand-Autoren - ihre Bücher mit eigenen Rezensionen hochzujubeln versuchen (und es trotzdem nicht schaffen), muss man sich schon die Frage nach der Wichtigkeit solcher Amazon-Bewertungen stellen.

Ich denke, dass diese Meinungen dann zum Tragen kommen, wenn man überhaupt keine Vorstellung von einem Buch und seinem Inhalt hat - oder aber man ein ganz bestimmtes Genre sucht und links und rechts daneben nichts gelten lässt.

Bei Deinem Buch - ich habe gerade mal einen kurzen Blick hineingeworfen - handelt es sich definitiv um ein (trotz des französischen Titels) selbsterklärendes Genre. Du schreibst ja auch explizit am Ende, dass es sich um persönliche Eindrücke handelt. Deine Auflistung von Tourplänen, von Pass- und Bergstraßen etc. zeigt deutlich, dass Du Ahnung hast von dem, was Du da zu Papier gebracht hast. Insofern kannst Du eigentlich gelassen damit umgehen ...

Auch wenn mich eine solch falsche Bewertung, wie Du sie offensichtlich bekommen hast, sehr ärgern würde ... es wäre mir die Mühe eines Anwalts nicht wert. Im Gegenteil: Ich habe einmal gelernt, dass erst eine »schlechte« Beurteilung »gute« Beurteilungen zu »sehr guten« macht. Ich habe übrigens Kritik, die ich zu einem meiner Bücher erhielt, genutzt, um bei Lesungen, in Gesprächen oder bei Interviews genau diesen Punkt zu thematisieren. So behalte ich die Deutungshoheit. Insofern konnte ich (nicht berechtigte) Kriitk zu meinem Vorteil nutzen. Das ist sehr viel eleganter ... :-)

An Deiner Stelle würde ich einmal bei Amazon einkaufen (warum nicht Dein eigenes Buch), um die Möglichkeit zu haben, auf solcherlei Einträge zu reagieren. Dieses kann man als Kommentar hinterlassen - man kann das aber auch in einem eigenen Beitrag machen, dann wird es leichter gefunden.

MarkusT.
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Re:

von MarkusT. (26.01.2011, 11:34)
Hallo Matthias - ja, ich werde das sicher einmal umsetzten - bei Amazon einzukaufen. Und bin selbst auch kein Freund davon, eigene Bücher hochzujubeln.

Die Reaktion, einen Anwalt zu beauftragen, hat den Hintergrund, dass binnen weniger Monate ein Foto von mir unrechtmäßigerweise verwendet wurde und mir zu anderen bei einem Fotowettwerb mehr oder wenig öffentlich Manipulation unterstellt wurde. Alle Versuche, diese Vorfälle bzw. Vorwürfe privat zu klären, sind anfangs an der Ignoranz der Absender gescheitert. Mir wäre eine gerichtliche Auseinandersetzung viel zu nervig, andereseits ist auch mir irgendwann der Punkt erreicht, an dem ich nicht anders vorgehen kann.

Und eigentich möchte nicht, das jemand mein Buch deshalb kauft, weil ein Rezent schreibt, was man in diesem Buch über den Autor erfahre, sollte ihm peinlich sein...

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mtg
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Re:

von mtg (26.01.2011, 11:38)
Hi Markus,

ja ... das ist natürlich wieder eine ganz andere Geschichte. Demnach hatte die Amazon-Bewertung ja offensichlich nichts mit dem Buch an sich zu tun, sondern besaß eine persönlich-diffamierende Konnotation. Das kam in Deinem Ursprungsposting nacht so deutlich raus ... Aber: Da wäre ich wohl auch gegen vorgegangen ...

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Re:

von MarkusT. (26.01.2011, 12:16)
ja, hätte ich vielleicht erwähnen sollen ...

Ein Kollege, dem ich die Rezension gezeigt habe, konnte sich folgenden sarkastischen Kommentar anschließend nicht verkneifen: "Hast Du dem die Alte ausgespannt?"

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Re:

von Ikarus (26.01.2011, 13:38)
MarkusT. hat geschrieben:
Ein Kollege, dem ich die Rezension gezeigt habe, konnte sich folgenden sarkastischen Kommentar anschließend nicht verkneifen: "Hast Du dem die Alte ausgespannt?"


Nu ma raus damit. Haddu oder haddu nich?

Grüße
Michael (feixt)

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Re:

von MarkusT. (26.01.2011, 13:42)
weiß nicht, habe mittlerweile echt den Überblick verloren.

SCHERZ!

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