Nur die Liebe lässt uns leben

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Gerhard Schulz
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Re:

von Gerhard Schulz (01.02.2011, 23:55)
Textauszug IX:


Liebe in den Kirchen



"Der Mensch kann nicht ohne Liebe leben. Er ist aufgerufen, Gott und den Nächsten zu lieben. Um aber wirklich zu lieben, muss er die Gewissheit haben, dass Gott ihn liebt" (Johannes Paul II.)


Da hat der polnische Papst was Wahres gesagt. Nur die Liebe lässt uns leben. Und wie viel leichter ist es, zu lieben, wenn man sich selbst geliebt weiß. Wohl dem, der diese Erfahrung als Urerfahrung in der Familie macht. Hier wird dann ein Nährboden geschaffen, in dem der Glaube an einen liebenden Gott schon leichter sprießen kann, als auf Wüstensand.
Papst Johannes Paul II. zeigte sich als ausgezeichneter Botschafter der Liebe seines Bosses. Schwer gezeichnet durch Krankheit ließ er nicht ab von seiner Mission, den Menschen nahe und liebevoll zugewandt zu sein. Als habe er sagen wollen „Gottes Liebe überwindet jede Krankheit. Und gerade als Sterbender vermag ich Euch noch zu sagen, er ist Euch ganz nah und hat Euch lieb“.

Wer an die Liebe Gottes glaubt, trägt die beständigste Liebe in seinem Herzen. Und der glaubt auch an die Großartigkeit aller Mitgeschöpfe. Und dem fällt es auch nicht schwer, den Nächsten zu lieben. Denn Gott tut es ja auch. Selbst wenn der Nächste sich dies nicht vorzustellen vermag. Und doch wird ihm Deine Freundlichkeit gut tun.

Johannes Paul II. gehörte zu Gottes Bodenpersonal. Dieses Bodenpersonal hat die Aufgabe, Gottes Liebe zu leben und zu verkünden, um damit zu einem Leben in Liebe zu ermutigen. Dieses ist beiden Kirchen in den letzten Jahrzehnten in Deutschland so wenig gelungen, dass ihnen die Gläubigen in Scharen davonrannten. Damit sagten die Menschen zu den Kirchen: „Ihr seid seelenlos, kalt und unglaubwürdig und gebt uns kein Zuhause.“ Doch statt sich zu reformieren und sich mit Lebendigkeit auszustatten, erstarrten die Kirchen und zogen sich bewusster auf traditionelle Positionen zurück. „Wir sind das Volk“, möchten die Ausgetretenen wohl rufen, doch die Antwort der Kirchen scheint nur zu lauten: „Wir halten an Macht und Wahrheit fest und lassen uns die Hosen nicht ausziehen“. Stattdessen werden massenhaft Kirchen geschlossen und Gemeinden zu Mammutgemeinden zusammengelegt. Nicht die Liebe, sondern der Mammon herrscht. Gemeindliches Leben entfernt sich radikal von der Beschaulichkeit, Familiarität, Nachbarschaftlichkeit, persönlichen Ansprache und ausgiebigen Seelsorge. Entfernt sich von der Verkündigung „Gott ist mitten unter uns. Lasst einander lieben, so wie Gott uns liebt.“ In noch nie da gewesener beschämender Peinlichkeit zieht die evangelische Kirche es vor, dem pekuniären Interesse den Vorrang zu geben, und die katholische Kirche lässt lieber ihre Priester seelisch erkranken und aussterben, als das unchristliche Zölibat endlich zu kippen.

Wir haben uns geirrt. Das ist nicht das Bodenpersonal.
Und mögen wir Menschen auch versagen, Gottes Liebe weicht keinen Zentimeter. Er liebt Dich unendlich.

Mein Freund Helmut Nieland, den man in Münster auch als den „Hellen Wahnsinn“ kannte, starb an einem der letzten heißen Tage des vergangenen Sommers beim Baden im Neckar. Er war die meiste Zeit seines Lebens ein obdachloser Wanderer gewesen, immer auf der Flucht vor sich selbst. Er war ein sehr gläubiger Mensch. Doch in seiner Kindheit war er zu kurz gekommen, so dass er eine Kleptomanie entwickelte und zum Alkoholiker wurde. Er verabscheute sich mit diesen Krankheiten und konnte sich manchmal nicht vorstellen, dass Gott ihn lieben könne. Und weinte, wenn man ihm sagte, dass es Gott gar nicht schwer falle, ihm zu vergeben. Drei Tage vor seinem Tod schrieb er: „Gottes lichte Herrlichkeit ist nicht mehr verborgen. Er ist unser Vaterhaus, unser HEIM geworden, für jeden, der an ihn glaubt. Helmut .“
"Ob Du König oder Musikgott bist, krank oder gesund, ist für deine Bilanz als Menschenkind nicht entscheidend. Diese interessiert nur die Impulse der Liebe, die du setztest, und die Barmherzigkeit, die du lebtest."

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Gerhard Schulz
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Re:

von Gerhard Schulz (26.02.2011, 12:25)
Gerhard Schulz hat geschrieben:
Aber wieso ich bei Amazon unter "über den Autor" als emeritierter Professor aus Melbourne dargestellt werde, ist mir ein Rätsel. hmm.


Um Verwechselungen zu erschweren, bin ich facebook beigetreten.

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"Ob Du König oder Musikgott bist, krank oder gesund, ist für deine Bilanz als Menschenkind nicht entscheidend. Diese interessiert nur die Impulse der Liebe, die du setztest, und die Barmherzigkeit, die du lebtest."

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