Kapitalismus oder Leistungsgesellschaft

Präsentiert euren Reiseführer, Bildband, euer Koch- oder Lehrbuch, eure Biografie oder Monografie.


DeMicco
Beiträge: 16
Registriert: 24.10.2010, 01:11
Wohnort: Monaco

Demokratie funktioniert eben nicht

von DeMicco (14.02.2011, 23:19)
... das bestätigt wieder mal meine These:

Demokratie funktioniert eben nicht.
Sie ist einfach nur das etwas kleinere der vielen Staatsformen-Übel.

Viel Erfolg mit dem Buch! Das könnte was werden!
Luigi Carlo De Micco
www.successbook.org/ge/

Benutzeravatar
wgbajohr
Beiträge: 853
Registriert: 08.04.2007, 02:50

Re: Demokratie funktioniert eben nicht

von wgbajohr (15.02.2011, 00:09)
DeMicco hat geschrieben:
... das bestätigt wieder mal meine These:

Demokratie funktioniert eben nicht.
Sie ist einfach nur das etwas kleinere der vielen Staatsformen-Übel.

Viel Erfolg mit dem Buch! Das könnte was werden!




Danke für den Kommentar!

Ich habe zwar noch etwas Hoffnung bewahrt, gebe aber zu, dass ich manchmal, wenn ich mir etliche meiner Mitmenschen anschaue, die Hoffnung zu verlieren drohe. Mit den schwachen Menschen, aus denen unsere Gesellschaft vorwiegend besteht, ist keine Demokratie aufzubauen -- oder wie es auch heißt -- ist kein Staat zu machen!

Viele Grüße
Wolf-Gero
Die Veränderung der Welt beginnt bei jedem Einzelnen
Etwas beeinflussen zu können heißt, dafür verantwortlich zu sein
http://www.leistung-und-gesellschaft.de/

Benutzeravatar
wgbajohr
Beiträge: 853
Registriert: 08.04.2007, 02:50

Re:

von wgbajohr (15.02.2011, 01:12)
Hallo in die Runde!

Wie wäre es mit einem zum Thema passenden Gedankenspiel?

In meinem 2008 erschienenen Buch
»Ein Weg in die Leistungsgesellschaft mit mehr Gerechtigkeit«
deute ich einen radikaleren Weg an.

Arbeitgeber zahlen weder Sozialabgaben noch Gehälter, sie zahlen einen einzigen von Gewinn oder Umsatz abhängigen Betrag an den Staat. Damit sind alle Abgaben abgegolten.

Für diese besondere Steuer hat der Arbeitgeber Anspruch auf eine bestimmte Anzahl von Mitarbeitern. Ob er die Anzahl ausschöpft oder nicht, der zu zahlende Betrag steht fest.

Die Arbeitnehmer erhalten ihr Gehalt vom Staat, und zwar als reines Netto.

Wichtigste Folge dieser neuen und einzigen Steuer: Dem Arbeitgeber gereicht es nicht mehr zum finanziellen Vorteil, Mitarbeiter zu entlassen. Selbstverständlich darf er Mitarbeiter entlassen, aber das wirkt sich für ihn nicht als finanzieller Vorteil aus.

Nach und nach werden alle Bereiche, die großen Einfluss auf das gesellschaftliche Leben haben, in staatliche Obhut gegeben. Genannt seien Krankenversorgung, Altersruhegeld, Krankenhäuser, Arzneimittel, Hilfsmittel für Behinderte und schließlich Banken und Sparkassen. Der gesamte Zahlungsverkehr wird überwacht. Menschen mit Vermögen müssen jederzeit in der Lage sein, genaue Auskunft über die Herkunft ihres Vermögens zu geben. Bei dieser intensiven Kontrolle gibt es keinen Grund mehr für ein Bankgeheimnis. Denn wer sein Geld rechtmäßig erworben hat, braucht die Offenlegung nicht zu fürchten.

Da Eigentum an Grund und Boden ohnehin eine fragwürdige Angelegenheit ist, darf kein Grund und Boden mehr vererbt oder verkauft werden. Im Laufe der Zeit gehen Grund und Boden wieder zurück in den Besitz der Allgemeinheit, wie es ja war, bevor jemand die Allgemeinheit des Landes beraubte, oder mit einem geläufigeren Ausdruck gesagt, bevor jemand das Land privatisierte. Jedes eigene Land stellt im Grunde etwas Verbotenes dar, es ist Eigentum an einem gestohlenen Gut.

Einige Worte seien noch zu den Einkommen gesagt:
Alle Berufe werden gleich bezahlt, sodass niemand mehr einen Beruf wegen des Geldes auszuwählen braucht. In jedem Beruf gibt es eine Eingangsstufe, etliche Zwischenstufen und schließlich eine Endstufe. Ein sehr guter Kanalarbeiter könnte somit mehr Geld bekommen als ein schlechter Buchhalter.

Ein besonders wichtiger Bereich ist der Bildungsbereich. Alle Bürger haben Gelegenheit, sich fortzubilden. Dabei gibt es zwei Arten der Weiterbildungsmöglichkeit: Solange jemand nachweisen kann, dass er sich erfolgreich bildet oder weiterbildet, wird er von Arbeit freigestellt. Sobald dieser Nachweis nicht mehr gegeben ist, endet die Freistellung. Das bedeutet aber keineswegs das Aus für die Weiterbildung, sondern nur, dass er nicht mehr freigestellt wird. Wenn er jetzt nachweist, dass seine Weiterbildung wieder erfolgreich ist, wird er auch wieder freigestellt. Wer will, hat sein gesamtes Leben lang Gelegenheit zur Weiterbildung, vielleicht um qualifiziertere Tätigkeiten übernehmen zu können.

Viele Grüße
Wolf-Gero
Die Veränderung der Welt beginnt bei jedem Einzelnen

Etwas beeinflussen zu können heißt, dafür verantwortlich zu sein

http://www.leistung-und-gesellschaft.de/

Benutzeravatar
SandraR
Beiträge: 2674
Registriert: 25.11.2007, 07:17
Wohnort: Moskau

Re:

von SandraR (15.02.2011, 05:23)
Bei deinem Modell gibt es zwei Hacken: a) die Macht die du damit dem Staat gibst und die Tatsache das jeder Staat bis jetzt sobald Politik ein Beruf wurde diese Macht auch zum Nachteil der Steuerzahler früher oder später garantiert Missbraucht.
und b) die Liebe insbesondere der Deutschen alles und jedes über zu regulieren zum Wohl einer ungeheuren Bürokratisierung. Dabei vergisst der Staat dann allerdings seine Beamten entsprechend auszubilden (Siehe die ARGe und HartzIV Beamte)
Kurz gesagt, der Staat würde sich innert kürzester Zeit auf die Position "der Selbstgenügsamkeit" zurück ziehen. Er öffnet einer Staatswillkür und Diktatur Tür und Tor! Es wäre das garantierte Ende einer auch nur ansatzweisen Demokratie.
Zudem wenn ich als Arbeitgeber unfähige Mitarbeiter nicht entlassen kann, dann würde ich einfach auswandern. Damit dass man Leute mitschleppt die nicht in den Betrieb gehören straft man alle anderen Mitarbeiter ab. Vergiss nicht, in einem Unternehmen arbeitet man im Team stört nun einer das Team grundsätzlich ist es nicht im Interesse aller anderen Mitarbeiter diesen weiter zu ziehen. Es ist auch das deutsche Arbeitsgesetz das Auswüchse wie 1 Euro Jober und Zeitarbeit in diesem Umfange erst attraktiv für Arbeitgeber macht.
Deutschland hat sich damit ein ganz dickes Eigentor geschossen. Die Schweiz hat auch normale Kündigungsfristen und siehe da viel geringere Arbeitslosenzahlen. Dies schaut in den Ländern mit normalen Arbeitsgesetzen komischer weise immer so aus. Die Länder mit restriktiven Arbeitsgesetzen aber haben deutlich mehr Arbeitslose und Schwarzarbeiter.
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

Benutzeravatar
wgbajohr
Beiträge: 853
Registriert: 08.04.2007, 02:50

Re:

von wgbajohr (15.02.2011, 07:38)
SandraR hat geschrieben:
Bei deinem Modell gibt es zwei Hacken: a) die Macht die du damit dem Staat gibst und die Tatsache das jeder Staat bis jetzt sobald Politik ein Beruf wurde diese Macht auch zum Nachteil der Steuerzahler früher oder später garantiert Missbraucht.
und b) die Liebe insbesondere der Deutschen alles und jedes über zu regulieren zum Wohl einer ungeheuren Bürokratisierung. Dabei vergisst der Staat dann allerdings seine Beamten entsprechend auszubilden (Siehe die ARGe und HartzIV Beamte)
Kurz gesagt, der Staat würde sich innert kürzester Zeit auf die Position "der Selbstgenügsamkeit" zurück ziehen. Er öffnet einer Staatswillkür und Diktatur Tür und Tor! Es wäre das garantierte Ende einer auch nur ansatzweisen Demokratie.
Zudem wenn ich als Arbeitgeber unfähige Mitarbeiter nicht entlassen kann, dann würde ich einfach auswandern. Damit dass man Leute mitschleppt die nicht in den Betrieb gehören straft man alle anderen Mitarbeiter ab. Vergiss nicht, in einem Unternehmen arbeitet man im Team stört nun einer das Team grundsätzlich ist es nicht im Interesse aller anderen Mitarbeiter diesen weiter zu ziehen. Es ist auch das deutsche Arbeitsgesetz das Auswüchse wie 1 Euro Jober und Zeitarbeit in diesem Umfange erst attraktiv für Arbeitgeber macht.
Deutschland hat sich damit ein ganz dickes Eigentor geschossen. Die Schweiz hat auch normale Kündigungsfristen und siehe da viel geringere Arbeitslosenzahlen. Dies schaut in den Ländern mit normalen Arbeitsgesetzen komischer weise immer so aus. Die Länder mit restriktiven Arbeitsgesetzen aber haben deutlich mehr Arbeitslose und Schwarzarbeiter.




------------------


Hallo Sandra!


SandraR hat geschrieben:
Zudem wenn ich als Arbeitgeber unfähige Mitarbeiter nicht entlassen kann, dann würde ich einfach auswandern.


Da scheint sich ein Missverständnis eingeschlichen zu haben. Selbstverständlich kann der Arbeitgeber Mitarbeiter, mit deren Leistung er nicht zufrieden ist, entlassen und es anschließend mit einem neuen Mitarbeiter versuchen. Was er nicht kann, ist, Mitarbeiter entlassen, um Geld einzusparen. Er zahlt eine Steuer, deren Höhe von einer wirtschaftlichen Größe, wie zum Beispiel Gewinn oder Umsatz, abhängt. Dafür hat er Anspruch auf eine bestimmte Anzahl von Mitarbeitern.


Wer einem Staat zu viel anvertraut -- da hast Du völlig recht -- züchtet ein gefährliches Raubtier heran. Allerdings lassen sich durch geeignete Maßnahmen sehr wohl einige Sicherheiten einbauen.

Zunächst muss nicht jede angedachte Aufgabe von Berufspolitikern ausgeführt werden. Vielmehr werden es Fachleute sein, die die neuen Aufgaben ausführen.

Es gibt ein interessantes Kinderspiel, dessen Grundaussage viel zu wenig bekannt ist: Ich glaube es heißt Stein, Schere, Papier. Jedes Teil ist stärker als ein anderes Teil und gleichzeitig schwächer als ein anderes Teil:
Stein schärft oder bearbeitet Schere.
Schere schneidet Papier.
Papier wickelt Stein ein.

Dieses Prinzip ließe sich in die Politik einführen.
Über die Wiederwahl lässt sich einiges steuern, sodass wir nicht mehr das Kuriosum wie jetzt in der Bundesrepublik haben. Der weitgehend machtlose Bundespräsident darf nur einmal wiedergewählt werden. Der mächtige Kanzler jedoch darf beliebig oft eine neue Kanzlerschaft antreten.

Je mehr Macht jemand hat, desto mehr muss er zum gläsernen Menschen werden.

Bei geänderten Wahlgesetzen könnten Wähler durchaus manches mitbestimmen. Selbstverständlich nicht die Tagespolitik, wohl aber die Bedingungen, unter denen Politiker arbeiten sollen, wie beispielsweise Einkommen, Urlaub, Altersruhegeld, die Wahlgesetze selbst.

Selbst das Prinzip, das gern bei Kindern angewendet wird, um ihnen ein Gefühl für Gerechtigkeit zu vermitteln. Sollen sich Kinder etwas, was beide wollen, teilen, wie vielleicht das letzte Stück Kuchen, dann darf ein Kind teilen und das andere Kind zuerst wählen.

Ich meine, wir dürfen aus lauter Angst, dem Staat zu viel Macht zu geben, nicht versäumen, von ihm einiges erledigen zu lassen, statt es weiterhin privaten Einrichtungen zu überlassen, bei denen wir nicht die gleichen Kontrollmöglichkeiten haben wie bei Politikern.

Es ist selbstverständlich unmöglich, den heutigen Politikern das zu übertragen, was ich vorgeschlagen habe, Versicherungen, Banken, Arzneimittel ...

Viele Grüße
Wolf-Gero
Die Veränderung der Welt beginnt bei jedem Einzelnen

Etwas beeinflussen zu können heißt, dafür verantwortlich zu sein

http://www.leistung-und-gesellschaft.de/

Benutzeravatar
SandraR
Beiträge: 2674
Registriert: 25.11.2007, 07:17
Wohnort: Moskau

Re:

von SandraR (15.02.2011, 08:57)
Wer offiziell in die Politik geht hat ohne hin ein Prolbem mit Egomanen und Neurotikern verschiedener Couleur, wenn du dem noch den Gläsernen Politiker hinzufügst bist du aber nur noch ganz ganz tief in der Psychoabteilung!
Wem könnte es wohl gefallen Gläsern zu sein Hauptsache er darf Politiker spielen? cheezygrin
Der einzig gangbare Weg wäre eigentlich Aufklärung II! Politik auf reine Verwaltung beschränken auf Gebietsebene je nach wirtschaftlichem Stand zB. Regionalwährung um Ärmeren zusätzliche Verdienstmöglichkeiten zu eröffnen ansonsten strikte nur direkte Demokratie und die Abschaffung der Idee von Landesgrenzen in ihrer Gesamtheit. Die Welt ist erschreckend klein und es bescheuert Menschen dafür zu Benachteiligen, dass die sich nicht aussuchen wo sie geboren werden. Jeder darf überall und jederzeit Leben einzige Bedingung er fällt der Allgemeinheit nicht zur Last. Das wäre mal ein Anfang Politik als egomanisches Lustprinziep abzuschaffen, da sich die Leute ja auf das Verwalten und nicht auf rethorisches Blablabblub konzentrieren müssen. Damit würde dann auch das Kommen was Du als Fachleute bezeichnest. Die Auflösung von Regierung im eigentlichen Sinne (und damit auch als Machtanspruch) würde tatsächlich zu leitenden Beamten die Wählbar sind führen und die in ihrem Ressort Fachkenntnisse nachweisen müssen führen.
Kurz gesagt, nur die Abschaffung von Politik und Politikern und die gleichzeitige Abschaffung von Grenzen und Staatsbürgerschaften könnte dem Menschen den Stellenwert garantieren der ihm gebührt. Im Grunde leben wir nämlich im 21 Jahrhundert noch immer praktisch im Wiener Kongress mit dem denken des Wiener Kongresses. Das wäre dann tatsächlich eine neue Stufe des Verständnisses Mensch und Staat! Übrig bleiben würde der Staat nur als Verwaltungsgebilde, nicht aber als Herrschaftskonstrukt.
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

Benutzeravatar
wgbajohr
Beiträge: 853
Registriert: 08.04.2007, 02:50

Re:

von wgbajohr (15.02.2011, 09:17)
SandraR hat geschrieben:
Wer offiziell in die Politik geht hat ohne hin ein Prolbem mit Egomanen und Neurotikern verschiedener Couleur, wenn du dem noch den Gläsernen Politiker hinzufügst bist du aber nur noch ganz ganz tief in der Psychoabteilung!
Wem könnte es wohl gefallen Gläsern zu sein Hauptsache er darf Politiker spielen? cheezygrin
Der einzig gangbare Weg wäre eigentlich Aufklärung II! Politik auf reine Verwaltung beschränken auf Gebietsebene je nach wirtschaftlichem Stand zB. Regionalwährung um Ärmeren zusätzliche Verdienstmöglichkeiten zu eröffnen ansonsten strikte nur direkte Demokratie und die Abschaffung der Idee von Landesgrenzen in ihrer Gesamtheit. Die Welt ist erschreckend klein und es bescheuert Menschen dafür zu Benachteiligen, dass die sich nicht aussuchen wo sie geboren werden. Jeder darf überall und jederzeit Leben einzige Bedingung er fällt der Allgemeinheit nicht zur Last. Das wäre mal ein Anfang Politik als egomanisches Lustprinziep abzuschaffen, da sich die Leute ja auf das Verwalten und nicht auf rethorisches Blablabblub konzentrieren müssen. Damit würde dann auch das Kommen was Du als Fachleute bezeichnest. Die Auflösung von Regierung im eigentlichen Sinne (und damit auch als Machtanspruch) würde tatsächlich zu leitenden Beamten die Wählbar sind führen und die in ihrem Ressort Fachkenntnisse nachweisen müssen führen.
Kurz gesagt, nur die Abschaffung von Politik und Politikern und die gleichzeitige Abschaffung von Grenzen und Staatsbürgerschaften könnte dem Menschen den Stellenwert garantieren der ihm gebührt. Im Grunde leben wir nämlich im 21 Jahrhundert noch immer praktisch im Wiener Kongress mit dem denken des Wiener Kongresses. Das wäre dann tatsächlich eine neue Stufe des Verständnisses Mensch und Staat! Übrig bleiben würde der Staat nur als Verwaltungsgebilde, nicht aber als Herrschaftskonstrukt.



Hallo Sandra!

Es ist unverkennbar: Du machst erheblich größere Schritte als ich. Während ich mich vor allem auf unsere eigene Gesellschaft stürze, krempelst Du bereits die ganz Welt um. Vermutlich hat darauf einen Einfluss, dass Du seit etlichen Jahren auf nicht heimatlichem Boden lebst. Du hast sogar den Zusammenbruch der UdSSR miterlebt und bewegst Dich seit etlichen Jahren auf internationalem Parkett. Insofern ist es für mich äußerst interessant, Deine Ideen und Begründungen zu erfahren.

Viele Grüße
Wolf-Gero
Die Veränderung der Welt beginnt bei jedem Einzelnen

Etwas beeinflussen zu können heißt, dafür verantwortlich zu sein

http://www.leistung-und-gesellschaft.de/

HPG

Re:

von HPG (15.02.2011, 10:15)
Hallo in die Runde,

wollen sich Politiker vor notwendigen Reformen drücken, hört man nur allzu oft die Ausrede, dass alles mit allem zusammenhängen würde, und man mit aller gebotenen Vorsicht an die Sache herangehen müsse.
Die Blockade ist vorprogrammiert, das Problem wird in die Zeit nach der nächsten Wahl verschoben.

Folgt man hier aufmerksam den gewiss teils sehr fundierten Argumenten, fürchte ich fast, sie haben recht: Alles wird in einen Topf geworfen. Wer soll bei der Fülle von Vorschlägen und Hinweisen noch durchblicken? Bliebe hier im Forum der Ausweg nicht mehr mitzulesen, in der großen Politik die Flucht in die Resignation, also die absolute Verweigerung?

NEIN! Man kann den Usern hier und den Politikern nur empfehlen, sich in vielen kleinen Schritten den Lösungen zu nähern. Effektive Politik der kleinen Schritte ist angesagt. Alles andere wird (leider) nichts bringen.

Benutzeravatar
wgbajohr
Beiträge: 853
Registriert: 08.04.2007, 02:50

Re:

von wgbajohr (15.02.2011, 13:31)
HPG hat geschrieben:
Hallo in die Runde,

wollen sich Politiker vor notwendigen Reformen drücken, hört man nur allzu oft die Ausrede, dass alles mit allem zusammenhängen würde, und man mit aller gebotenen Vorsicht an die Sache herangehen müsse.
Die Blockade ist vorprogrammiert, das Problem wird in die Zeit nach der nächsten Wahl verschoben.

Folgt man hier aufmerksam den gewiss teils sehr fundierten Argumenten, fürchte ich fast, sie haben recht: Alles wird in einen Topf geworfen. Wer soll bei der Fülle von Vorschlägen und Hinweisen noch durchblicken? Bliebe hier im Forum der Ausweg nicht mehr mitzulesen, in der großen Politik die Flucht in die Resignation, also die absolute Verweigerung?

NEIN! Man kann den Usern hier und den Politikern nur empfehlen, sich in vielen kleinen Schritten den Lösungen zu nähern. Effektive Politik der kleinen Schritte ist angesagt. Alles andere wird (leider) nichts bringen.





Hallo HPG!

HPG hat geschrieben:
sich in vielen kleinen Schritten den Lösungen zu nähern.


Dem kann ich nur zustimmen. Gewaltige Umbrüche kennen wir aus der Geschichte, sie forderten meistens viel Blut, aber dauerhaft gebracht haben sie nichts Positives.

Das Einzige, was noch nicht ausprobiert wurde, weil es unter anderem zwangsweise bedeutete, dass nur kleine Schritte möglich sind, das ist der Versuch des Menschen, sich selbst zu ändern, zu einem starken Menschen zu werden.

Bleibt der Mensch so, wie er ist, wird er immer wieder Gelegenheiten nutzen, um sich selbst Vorteile zu verschaffen und damit zum Opfer der eigenen Schwächen zu werden.

Trotz kleiner Schritte sollte möglichst ein ungefährer Weg vorgezeichnet sein: Wir heutigen Menschen wurden in unsere kapitalistisch geprägte Gesellschaft hineingeboren, wurden mit ihren Regeln und Gesetzen vertraut gemacht und sind inzwischen mit ihnen so stark verbunden, dass wir uns kaum noch vorstellen können, dass es sinnvolle Ziele geben kann, die nicht mit den kapitalistischen Regeln harmonieren.

Die meisten der Menschen, die sich in unserer Gesellschaft eingerichtet haben, weil sie beispielsweise von den Regeln profitieren, werden es nicht schaffen, zu einem starken Menschen zu werden, unter anderem deshalb nicht, weil sie es gar nicht werden wollen.

Daher haben die größte Chance, starke Menschen zu werden, die Ausgegrenzten, die Zornigen und lauten Kritiker und auch Verzweifelten. Bevor sie jedoch den harten Weg beginnen können, müssen sie den Punkt erreicht haben, an dem es für sie heißt: Wie es ist, ist nicht mehr zu ertragen, jede Veränderung bedeutet deshalb eine Verbesserung.

Wie könnte der Erstarkungsprozess ablaufen?
1. Die Ausgegrenzten und Verzweifelten beginnen damit, ihren Kindern die Wertvorstellungen eines starken Menschen nahe zu bringen.
2. Die nächste Generation verstärkt die Bemühungen der Eltern und zieht Kinder groß, die bereits sehr stark sind. Sie sind immerhin schon so stark, dass sie ihre Stärke gegenüber Versuchern und Versuchungen beweisen können. Sie werden vermutlich auch die Ersten sein, die ihre deutlich vergrößerte Entscheidungsfreiheit spüren und genießen können.

Es werden zwar viele kleine Schritte erforderlich sein, aber sie werden zum Ziel führen. Doch übersehen wir nicht: Beginnen kann das alles erst, wenn der erste Schritt getan wird.

Viele Grüße
Wolf-Gero
Die Veränderung der Welt beginnt bei jedem Einzelnen

Etwas beeinflussen zu können heißt, dafür verantwortlich zu sein

http://www.leistung-und-gesellschaft.de/

Benutzeravatar
Thomas Becks
Beiträge: 2747
Registriert: 04.09.2007, 17:47
Wohnort: Ruhrgebiet

Re:

von Thomas Becks (15.02.2011, 14:01)
Hallo Wolf Gero,

wgbajohr hat geschrieben:
Arbeitgeber zahlen weder Sozialabgaben noch Gehälter, sie zahlen einen einzigen von Gewinn oder Umsatz abhängigen Betrag an den Staat. Damit sind alle Abgaben abgegolten.

Für diese besondere Steuer hat der Arbeitgeber Anspruch auf eine bestimmte Anzahl von Mitarbeitern. Ob er die Anzahl ausschöpft oder nicht, der zu zahlende Betrag steht fest.

Wenn man die Mitarbeiter, im Geiste, als Optionsscheine oder Aktien betrachtet, funktioniert dieser Teil Deines Modells mittlerweile sehr gut als Abgeltungssteuer: Der Anleger braucht sich keine Gedanken um seine von ihm zu entrichteten Steuern machen. Er bekommt so nicht mehr die Gelegenheit, ein Dieb zu werden. Und glaubt mir Leute! Man wird schnell zum Dieb. Als die Abgeltungssteuer eingeführt wurde, kam bei den Daytradern erst mal Panik vor "Dursichtigkeit" auf. Doch das Handeln ist einfacher geworden: Im Grunde kann man es seitdem viel doller treiben, ohne die Übersicht zu verlieren. cheezygrin Es ist schön, dass die Bank für mich das Rechnen übernimmt. Sehe ich schwarze Zahlen auf meinem Konto, gehört das Geld mir. Sehe ich rote Zahlen, zahle ich später weniger Abgeltungssteuer.
Ob sich das Modell auf Unternehmen ausweiten lässt, wäre vielleicht ein Versuch wert.
Gruß
Thomas

Benutzeravatar
SandraR
Beiträge: 2674
Registriert: 25.11.2007, 07:17
Wohnort: Moskau

Re:

von SandraR (15.02.2011, 15:20)
Gero einige ganz typische Probleme der kommenden 20 Jahre sind nun mal universale Probleme von Westeuropa und einige Probleme ein weltweites Problem.
Politik ist Philosophie theoretisch, den praktisch geht es in erster Linie um die eigene Karriere. Also müsste man einen Schritt vorwärts gehen und die Karrieren abschaffen einfach weil sie nicht im Allgemeininteresse sind. Worin soll den der Vorteil bestehen Gebiete in Länder einzuteilen? Früher gehörte dieses Land nicht den Bürgern sondern Königen und Kaisern, die haben wir vernünftiger weise zum Teufel geschickt. Damit hat "Staat" perse seinen Zweck erfüllt.
Weltweit leben Menschen alle mit den gleichen Problemen nur in manchen Ländern stärker in anderen weniger. Dennoch, Mensch ist Mensch egal wo auf der Erde.
Anstelle Staat setzt man dann eben professionelle Beamte ein, ein Wahlamt aber kein politisches Amt, sondern Verwaltungsfunktionen und zwar so, dass diese von allen Leuten in diesem Gebiet auch per Referendum geändert werden können. Übrig bleibt dann nur noch die Blödzeitung :) aber alles kann man nicht haben!
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

Benutzeravatar
wgbajohr
Beiträge: 853
Registriert: 08.04.2007, 02:50

Re:

von wgbajohr (15.02.2011, 15:23)
Thomas Becks hat geschrieben:
Hallo Wolf Gero,

wgbajohr hat geschrieben:
Arbeitgeber zahlen weder Sozialabgaben noch Gehälter, sie zahlen einen einzigen von Gewinn oder Umsatz abhängigen Betrag an den Staat. Damit sind alle Abgaben abgegolten.

Für diese besondere Steuer hat der Arbeitgeber Anspruch auf eine bestimmte Anzahl von Mitarbeitern. Ob er die Anzahl ausschöpft oder nicht, der zu zahlende Betrag steht fest.

Wenn man die Mitarbeiter, im Geiste, als Optionsscheine oder Aktien betrachtet, funktioniert dieser Teil Deines Modells mittlerweile sehr gut als Abgeltungssteuer: Der Anleger braucht sich keine Gedanken um seine von ihm zu entrichteten Steuern machen. Er bekommt so nicht mehr die Gelegenheit, ein Dieb zu werden. Und glaubt mir Leute! Man wird schnell zum Dieb. Als die Abgeltungssteuer eingeführt wurde, kam bei den Daytradern erst mal Panik vor "Dursichtigkeit" auf. Doch das Handeln ist einfacher geworden: Im Grunde kann man es seitdem viel doller treiben, ohne die Übersicht zu verlieren. cheezygrin Es ist schön, dass die Bank für mich das Rechnen übernimmt. Sehe ich schwarze Zahlen auf meinem Konto, gehört das Geld mir. Sehe ich rote Zahlen, zahle ich später weniger Abgeltungssteuer.
Ob sich das Modell auf Unternehmen ausweiten lässt, wäre vielleicht ein Versuch wert.
Gruß
Thomas




Hallo Thomas!

Ich sehe im Augenblick noch nicht, dass die Abgeltungssteuer mit meinem Vorschlag einhergehen könnte.

Der Hintergrund meines Vorschlags ist das heute verbreitete Verfahren von Unternehmen, Mitarbeiter zu entlassen, um Geld zu sparen. Zahlt dieses Unternehmen jedoch gar keine Gehälter mehr, sondern nur einen Betrag, der vom Umsatz oder vom Gewinn abhängt, dann haben wir die Arbeitslosigkeit, die auf die Gier einiger Unternehmer zurückzuführen ist, beseitigt.

Vielleicht kannst Du Deinen Vorschlag noch etwas erläutern?

Viele Grüße
Wolf-Gero
Die Veränderung der Welt beginnt bei jedem Einzelnen

Etwas beeinflussen zu können heißt, dafür verantwortlich zu sein

http://www.leistung-und-gesellschaft.de/

Benutzeravatar
wgbajohr
Beiträge: 853
Registriert: 08.04.2007, 02:50

Re:

von wgbajohr (15.02.2011, 15:58)
SandraR hat geschrieben:
Gero einige ganz typische Probleme der kommenden 20 Jahre sind nun mal universale Probleme von Westeuropa und einige Probleme ein weltweites Problem.
Politik ist Philosophie theoretisch, den praktisch geht es in erster Linie um die eigene Karriere. Also müsste man einen Schritt vorwärts gehen und die Karrieren abschaffen einfach weil sie nicht im Allgemeininteresse sind. Worin soll den der Vorteil bestehen Gebiete in Länder einzuteilen? Früher gehörte dieses Land nicht den Bürgern sondern Königen und Kaisern, die haben wir vernünftiger weise zum Teufel geschickt. Damit hat "Staat" perse seinen Zweck erfüllt.
Weltweit leben Menschen alle mit den gleichen Problemen nur in manchen Ländern stärker in anderen weniger. Dennoch, Mensch ist Mensch egal wo auf der Erde.
Anstelle Staat setzt man dann eben professionelle Beamte ein, ein Wahlamt aber kein politisches Amt, sondern Verwaltungsfunktionen und zwar so, dass diese von allen Leuten in diesem Gebiet auch per Referendum geändert werden können. Übrig bleibt dann nur noch die Blödzeitung :) aber alles kann man nicht haben!




Hallo Sandra!

SandraR hat geschrieben:
Früher gehörte dieses Land nicht den Bürgern sondern Königen und Kaisern


Die Könige und Kaiser gaben vor, dass ihnen das Land gehörte, aber ich bin der festen Überzeugung, dass ihnen das Land nie gehört hat. Es war immer von der Allgemeinheit geraubt, privatisiert.


SandraR hat geschrieben:
Anstelle Staat setzt man dann eben professionelle Beamte ein, ein Wahlamt aber kein politisches Amt, sondern Verwaltungsfunktionen und zwar so, dass diese von allen Leuten in diesem Gebiet auch per Referendum geändert werden können.


Ich halte es für ausgeschlossen, dass der schwache Mensch von heute, der sich von seinen Schwächen viele Entscheidungen abnehmen lässt, sich plötzlich nicht bedient, wenn er an der Quelle sitzt. Deshalb sehe ich den einzigen gangbaren Weg noch immer darin, dass der Mensch an sich arbeitet und stärker wird als seine Schwächen.

Die Industriestaaten haben meines Erachtens Menschen in den Ländern, die zwar über Rohstoffe verfügen, aber nicht einmal eine Gesellschaft von unserer Art haben, noch mehr verarmen lassen. Dürften die Menschen aus den ärmsten der armen Länder hingehen, wohin sie wollten, wären die bessergestellten Länder bald überlaufen, und der Konflikt wäre vorprogrammiert.

Bevor die Menschen freien Zuzug in der gesamten Welt haben dürfen, müssen die Lebensbedingungen weltweit in etwa gleich sein. Heute exportieren wir kapitalistische Regeln und Gesetze, versuchen alle Märkte anzupassen, damit der Handel nicht behindert wird. Um der eigenen Zukunft der Industrieländer willen, sollten wir allmählich beginnen, Sozialgesetze zu exportieren und sie nicht zu Hause abzubauen.

Viele Grüße
Wolf-Gero
Die Veränderung der Welt beginnt bei jedem Einzelnen

Etwas beeinflussen zu können heißt, dafür verantwortlich zu sein

http://www.leistung-und-gesellschaft.de/

Benutzeravatar
Thomas Becks
Beiträge: 2747
Registriert: 04.09.2007, 17:47
Wohnort: Ruhrgebiet

Re:

von Thomas Becks (15.02.2011, 16:18)
wgbajohr hat geschrieben:
Hallo Thomas!

Ich sehe im Augenblick noch nicht, dass die Abgeltungssteuer mit meinem Vorschlag einhergehen könnte.

Nein?
Eine Baufirma hat 20 Beschäftigte, aber nur Aufträge für 15. Bevor er sich von 5 Leuten trennt und später wieder eventuell teuer (durch anlernen, Anzeigen schalten usw.) wieder einstellen muss, kann er die Fünf besser halten und mit durchfüttern. Er ist für den nächsten Großauftrag gewappnet. Sozialbeiträge fallen ja bei Deinem Modell nicht an.
Beim Aktionär verhält es sich ähnlich: Hin und her – Taschen leer. Außer Spesen, nix gewesen. Aktien, die im Moment schwach auf der Brust sind, mindern nur den Gewinn meines Depots. Sind sie irgendwann gefragt, werden sie teuer und er müsste für seine alten Papiere eine Menge Geld ausgeben.
Gruß
Thomas

Benutzeravatar
Siegfried
Beiträge: 5980
Registriert: 09.07.2008, 01:14
Wohnort: e-mail: dbs@digibuchservice.de

Re:

von Siegfried (15.02.2011, 16:21)
wgbajohr hat geschrieben:
Der Hintergrund meines Vorschlags ist das heute verbreitete Verfahren von Unternehmen, Mitarbeiter zu entlassen, um Geld zu sparen. Zahlt dieses Unternehmen jedoch gar keine Gehälter mehr, sondern nur einen Betrag, der vom Umsatz oder vom Gewinn abhängt, dann haben wir die Arbeitslosigkeit, die auf die Gier einiger Unternehmer zurückzuführen ist, beseitigt.


Zu deiner Idee nur drei Anmerkungen:

a) Mitarbeiter verursachen in einem Unternehmen auch Kosten jenseits von Gehalt und Sozialabgaben.

b) Kein Unternehmen der (kapitalistischen) Welt ist daran interessiert, große Gewinne zu machen. Nicht ohne Grund versuchen Unternehmen, ihre Gewinne "wegzurechnen". Denn Gewinne bedeuten zuallererst Abschöpfung durch den Staat. Ein Unternehmen will nur deshalb profitabel, also gewinnorientiert, arbeiten, weil es wachsen will. Erwirtschafteter Gewinn muss re-investiert wird, in neue Anlagen, neue Gebäude, neue Geschäftszweige, neue Beteiligungen. Wer als Unternehmer dem Finanzamt Geld in den Rachen schmeißt, statt es im eigenen Unternehmen zu investieren, ist schlicht dumm.
Heutige Vorstände oder sonstige Führungskräfte sind nichts weiter als Arbeitnehmer. Sie führen ebenso zu Kosten wie jeder andere Angestellte des Unternehmens auch.
Anteilseigner, etwa bei Aktiengesellschaften, bekommen eine Ausschüttung aus dem erwirtschafteten Gewinn. Diese Ausschüttung müssen sie in ihrer eigenen Einkommensteuererklärung dem Finanzamt melden. Die Versteuerung erfolgt also beim Eigner, nicht beim Unternehmen (da sonst doppelt versteuert).
Da kein abhängig Beschäftigter aber Steuern zahlt in deinem Modell, wäre die Beteiligung an Unternehmen - ob als stiller Teilhaber, als Kommanditist oder als Aktionär - höchst problematisch. Das gilt für jedes Finanzinvestment generell: Wer angespartes Geld anlegt, muss heute den Ertrag versteuern. Wie das im Zukunftsmodell aussieht, weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, ob das Zukunftsmodell weltweit gelten soll oder sich nur auf einen Teil der Weltwirtschaft (wegen der Problematik der ausländischen Beteiligung). Viele offene Fragen also.

c) Da der Staat alle Arbeitnehmer bezahlt, stellt sich die Frage nach der Tarifautonomie. Wer legt die Höhe der Löhne fest? Lohn und Gehalt sind heute ein Kalkulationsfaktor für Produkte und Dienstleistungen. Da diese Komponente aus der Preiskalkulation herausfällt, interessiert sich das Unternehmen nicht für die Lohnhöhe. Ob der Mitarbeiter nun 2.000 Euro oder 10.000 Euro bekommt - was interessiert das den Unternehmer? Folglich müsste der Arbeitnehmer für ein höheres Einkommen den Staat bestreiken - stelle ich mir schwierig vor.

Wie gesagt: Keine großes Diskussionsthema, sondern nur Gedanken, die mir beim Lesen deiner Idee sofort kamen, weil ich einfachen Lösungen grundsätzlich misstraue.

Grüße
Siegfried
Korrektorat: 1,- Euro zzgl. 19 % USt. pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

Zurück zu „Buchvorstellung: Ratgeber, Sach- und Fachliteratur“


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

Über BoD

BoD™ ist die führende deutsche Self-Publishing-Plattform. Seit mehr als 20 Jahren sind wir die Anlaufstelle für das einfache, schnelle und verlagsunabhängige Veröffentlichen von Büchern und E-Books. Bereits mehr als 40.000 Autoren haben sich mit uns den Traum vom eigenen Buch erfüllt.