Kapitalismus oder Leistungsgesellschaft

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (23.02.2011, 11:56)
SandraR hat geschrieben:
Goetkowski hat geschrieben:

Ich stelle Metallschmuck und Teile für meine Fahrrad-Eigenbauten her, verwirkliche mich also kreativ,

So und jetzt, ganz kurz mal nachdenken! Und auf was kommen wir da? Ist der Metallschmuck und die Eigenbauteile für das Fahrrad exklusiv könnte man...ja was wohl? Genau, langsam aber stetig sich damit einen Namen machen und ein eigenes kleines Geschäft aufbauen!
Flohmärkte, Kunstmärkte mit Flayer und Internetshop! Und schon hat man eine kleine Firma die wenn man genügend Herzblut rein steckt auch mal zum Leben reicht und mit der man auch noch sein Geld verdienen kann wenn man in 30 Jahren auf kleiner Rente sitzt.
Aufbauen kann man es nebenbei am Abend und an den Wochenenden! Wo ein Wille ist, da ist nämlich tatsächlich auch ein Weg.


Und was geschieht, wenn aus der kleinen Idee und der Wochenend-Tätigkeit plötzlich wegen zunehmender Nachfrage ein etwas größeres Unternehmen wird, ein echter Broterwerb, sogar mit Angestellten? Wenn man nicht mehr nur sein Städtchen, sondern das ganze Land beliefern soll, oder sogar Exporte nach Übersee? Wenn das Geschäft also richtig "brummt" und man plötzlich gezwungen ist, größere Summen zu investieren, um der Nachfrage Herr zu werden?

Ich kann mir zwei Lösungen vorstellen. Die eine käme vermutlich von RichyMuc: Machen! Wenn so viele Leute meine Produkte haben wollen, ja warum denn nicht? Dann suche ich mir eben Geldgeber, dann suche ich mir eben Angestellte. Blöd nur, dass mich dann alle für einen Verbrecher an der Gesellschaft halten, der seine Mitarbeiter ausbeutet und gierig nach Geld und Macht ist.

Die zweite Lösung käme vermutlich von Gero: Verzichten! Warum soll ich so vielen Leuten meine Produkte verkaufen? Von dem, was ich bisher damit verdiene, kann ich durchaus leben. Und wenn ich mich ein wenig in meinem Lebensstandard einschränke, dann kann ich sogar gut davon leben. Ich beute niemanden aus, ich habe ein gutes Gewissen. Blöd nur, dass es andere Menschen gibt, die meine Geschäftsidee aufgreifen und mir das Wasser abgraben und ich schließlich meinen Lebenstraum, über meine persönlichen Interessen meinen Lebensunterhalt zu bestreiten, sterben lassen muss.

Matthias hat in seinem Kommentar einen sehr wichtigen Punkt angesprochen: Die Innen-Sicht.

Es ist ein Unterschied, ob man von außen über die Selbstständigkeit/das Unternehmertum spricht und - nach welchen Vorstellungen auch immer - kritisiert, oder ob man es einmal in seinem Leben gewagt hat, wegen einer Idee sich in die Selbstständigkeit zu wagen (bis hin zur Personalverantwortung) und dann aufgrund eigener Erfahrungen Kritik zu äußern.

Grüße
Siegfried
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SandraR
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Re:

von SandraR (23.02.2011, 13:48)
Siegfried, ich denke was Du Gero unterstellst würde nicht stimmen. Naürlich würde er es machen.

Ich bin auch der Meinung "machen"! Jedoch nicht jeder ist zum Unternehmer geboren und dafür gibt es dann Projektmanager cheezygrin die alles andere Erledigen. Allerdings beim Stichwort Mitarbeiter würde sich unser Künstler wundern und Gero mit angle:

Das Problem liegt wo anders, nämlich nicht kreativ etwas aus Metall machen sondern auch von selber darauf kommen, dass sich damit etwas machen lässt, was vielleicht sogar letztlich zur Selbstausbeutung führt von der man dann wiederum Leben könnte.

Sprich, Scheuklappen abnehmen und Schritte voraus denken und planen.
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

Richymuc
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Re:

von Richymuc (23.02.2011, 13:49)
Siegfried hat geschrieben:

Ich kann mir zwei Lösungen vorstellen. Die eine käme vermutlich von RichyMuc: Machen! Wenn so viele Leute meine Produkte haben wollen, ja warum denn nicht? Dann suche ich mir eben Geldgeber, dann suche ich mir eben Angestellte. Blöd nur, dass mich dann alle für einen Verbrecher an der Gesellschaft halten, der seine Mitarbeiter ausbeutet und gierig nach Geld und Macht ist.

Grüße
Siegfried



Genau meine Worte cheezygrin
Lieber bin ich der Verbrecher.
Aber man muss ja nicht gleich die Mitarbeiter ausbeuten.
Gute Leistung- gute Bezahlung.

@ Uwe,

warum nicht mal probieren?
Du brauchst für Deinen Schmuck kein großes Startkapital.
Eine Digital Camera wirst Du sicher schon haben, eine billige gebrauchte tut es auch.

Ein paar schöne Fotos von dem Schmuck und rein ims ebay. Jetzt kommt das Wichtige. Der Verkaufs text muss sitzen.
Du kannst jeden Artikel verkaufen, wenn Du Begehrlichkeiten schaffst.
Du bist gut im Text, also auch im Artikel beschreiben.

Dein Schmuck ist außergewöhnlich, lass es die Leute wissen. Mach es auf keinen Fall zu billig.
Nach inzwischen über 8000 Ebay Verkäufen kenne ich mich ein wenig aus.
Du kannst Dich gerne melden, wenn Du noch Hilfe brauchst.
Pack es an, Du kannst nichts verlieren.
Stell doch hier mal ein Foto vom Schmuck rein.

Gruß vom Richard
Zuletzt geändert von Richymuc am 23.02.2011, 14:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Der Satirische Kreuzfahrt-Flüsterer ISBN 978-3-8370-9816-7
Feindschaftsbuch ISBN 978-3-8370-9803-7
Das erotische Freundschaftsbuch ISBN 978-3-8391-0037-0
NEU: http://www.youtube.com/watch?v=t25CNmrKaZ4

Richymuc
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Re:

von Richymuc (23.02.2011, 13:58)
Nachtrag zum Vortrag

Was würdet ihr davon halten, wenn wir hier das Projekt "Uwe" starten.
Volle Energie auf Marketing und Vertrieb.

Mit guten Ideen.
Gero wie schaut es aus?
Mal was Produktives anfangen und nicht die Welt retten.

Uwe macht Schmuck und wir erstellen das Konzept bzw. den Verkaufstext.
Mir würde das gefallen, warum nicht einen Versuch starten.
Je ausgefallener, desto besser.

Die Welt können wir später auch noch retten, aber man könnte mal mit einer Person anfangen oder nicht?
Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt!
Sandra hat den Stein ins rollen gebracht, lasst uns was daraus machen.

Uwe hast Du Lust?
Gruß Richard
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mtg
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Re:

von mtg (23.02.2011, 14:02)
Ich wär dabei ...

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SandraR
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Re:

von SandraR (23.02.2011, 14:29)
Ich bin bereit Uwe einen Shop einzurichten mit CMS! Selbstverständlich bekommt Uwe auch eine Beschreibung wie man das CMS bedient und kann via Skype nachfragen!
Dafür brauche ich nur einen griffigen Namen! URL und Serverplatz spendiere ich ihm für ein Jahr!
Ja und einige Fotos sowie einen kurzen Beschreib wer, was und wie! Paypal sollte sich Uwe noch einrichten, das geht aber mit ein paar klicks!
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (23.02.2011, 14:32)
SandraR hat geschrieben:
Siegfried, ich denke was Du Gero unterstellst würde nicht stimmen. Naürlich würde er es machen.


Da müssten wir wohl Gero fragen, was er von einem mittelprächtigen Unternehmen hält, das er selbst leitet. Mit Abteilungen wie:

Design, Einkauf, Produktion, Lager, Vertrieb, Werbung, Verwaltung, Geschäftsführung ... Da kommt man plötzlich ganz schnell auf 80 bis 100 Leute ... was allein an Personalkosten so in etwa bei einer Viertelmillion im Monat liegt ... drei Millionen im Jahr ... cheezygrin

Grüße
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SandraR
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Re:

von SandraR (23.02.2011, 14:39)
Na und? Abgesehen davon das Gero Rentner ist, sehe ich da kein Problem.
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Punani
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Re:

von Punani (23.02.2011, 16:02)
Was Paypal betrifft: Bevor man sich dafür entscheidet, empfehle ich die Abwägung von den Vor- und Nachteilen. Zwei der Nachteile sind die hohen Gebühren für Verkäufer und die Sicherheit, die umstritten ist.

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SandraR
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Re:

von SandraR (23.02.2011, 16:03)
Punani das ist eigentlich nicht das Thema hier cool5
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Punani
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Re:

von Punani (23.02.2011, 16:07)
Es war nur gut gemeint.

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wgbajohr
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Re:

von wgbajohr (23.02.2011, 16:30)
Hallo Richard!

Richymuc hat geschrieben:
ich sehe schon, wir beide werden hier nie auf einen grünen Zweig kommen. Dazu sind die Ansichten einfach zu verschieden.


Ich bin sicher, dass wir beide damit leben können. Dennoch halte ich es für sinnvoll, Gedanken auszutauschen.


Richymuc hat geschrieben:
Jeder wird den Weg wählen, den er persönlich für den richtigen Weg hält.


Das finde ich auch völlig in Ordnung. Allerdings sollte jeder von Zeit zu Zeit überprüfen, ob der Weg, den er für den richtigen hält, tatsächlich der richtige Weg für ihn ist. Der Aufruf zielt jedoch mehr in die Niederungen der sozialen Hierarchie. Wenn ein Hartz-IV-Empfänger eine Partei wählt, die als Klientel vor allem Reiche und Superreiche hat, dann meine ich, da stimmt etwas nicht.


Richymuc hat geschrieben:
Mir macht die Arbeit Spaß und ein guter Effekt ist es, dass ich auch noch Geld dafür erhalte.


Das ist eine meiner Grundthesen: Wem es gelingt, einen Arbeitsplatz zu finden, der ihm nach Neigung und Fähigkeiten liegt, dem wird die Arbeit vermutlich auch Freude bereiten, was dann wiederum eine gute Leistung erwarten lässt.

Viele Grüße
Wolf-Gero
Die Veränderung der Welt beginnt bei jedem Einzelnen
Etwas beeinflussen zu können heißt, dafür verantwortlich zu sein
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (23.02.2011, 16:35)
SandraR hat geschrieben:
Na und? Abgesehen davon das Gero Rentner ist, sehe ich da kein Problem.


Aber damit kommen wir doch genau in den Bereich, der hier diskutiert wird: Gewissenskonflikt.

Um ein Unternehmen mit einem Kostenbudget von ca. 5 Millionen Euro pro Jahr zu stemmen (neben den Personalkosten kommen ja auch Einkauf, Werbung, Vertrieb usw. hinzu), benötige ich entsprechendes Kapital. Okay, wenn die Geschäfte vorher so viel Geld abgeworfen haben, dass der Unternehmensgründer das aus Eigenmitteln finanzieren kann - alles kein Problem. Meist sieht das aber anders aus.

Gehen wir davon aus, dass der Gründer diese Finanzierung nicht alleine stemmen kann, benötigt er Geldgeber. Das kann man über Kredite machen - aber jeder Unternehmer weiß, wie riskant es ist, eine Bank als "Partner" zu haben. Also sucht man sich besser andere Geldgeber. Teilhaber eben.

Da könnte man natürlich auf die Belegschaft zurückgreifen. Aber wer von denen kann eine mittlere fünfstellige Summe auf den Tisch legen?

Bleiben also Investoren. Die teilen sich in zwei Gruppen auf. Die einen kaufen sich ein und wollen mitreden. Gerade Gründer mögen so etwas höchst selten. Die anderen geben Geld, mischen sich nicht ein, wollen aber eine gute Rendite für das Risiko, das sie eingehen.

Und genau da sind wir dann bei Gier bzw. Geldvermehrung ohne aktive Tätigkeit. cheezygrin

Grüße
Siegfried
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Richymuc
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Re:

von Richymuc (23.02.2011, 16:45)
SandraR hat geschrieben:
Ich bin bereit Uwe einen Shop einzurichten mit CMS! Selbstverständlich bekommt Uwe auch eine Beschreibung wie man das CMS bedient und kann via Skype nachfragen!
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Hallo Sandra,

Olala Respekt, das ist ja gleich das volle Programm. thumbbup
Wir sollten den Uwe nicht gleich überfordern cheezygrin

Ein kleiner Probeschuß in Richtung ebay wäre mal einen Versuch wert, bevor man Märkte aufzieht, sollt man erst den Markt abklopfen.

Bin auf die Antwort von Uwe gespannt, das wäre ja die Hauptperson um die es geht.
Wäre doch schön, wenn sich in dieser Richtung ein paar Euros verdienen lassen, vielleicht ist das Ganze ja ausbaufähig.
Muss ja nicht gleich ein Weltkonzern werden.
Wobei der gute alte Bill Gates hat ja auch in der Garage angefangen.

Auf eine Meinung von Gero bin ich auch gespannt.

Gruß Richard
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wgbajohr
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Re:

von wgbajohr (23.02.2011, 16:47)
Ach Matthias!

mtg hat geschrieben:
Musiker über nicht aus »Gier«, sondern weil sie beseelt sind von dem, was sie tun, weil sie vom Streben nach Perfektion fast schon besessen sind, weil ihnen nichts wichtiger ist als Musik. Und das Ziel, das ein Musiker verfolgt, kann nicht mit »herabgesetzten Ansprüchen« verfolgt werden, weil es ein innerer Drang ist.


Ich versuche es einmal eine Etage tiefer, weil es da vielleicht einfacher nachzuvollziehen ist. Wer die Fahrschule besucht, lernt, wann er die Kupplung zu treten, die Bremse zu betätigen, den Gang zu schalten und Gas zu geben hat. Solange der Fahrer noch überlegen muss, was er wann zu betätigen hat, darf er sich noch nicht als Autofahrer sehen. Erst wenn alles beinahe automatisch abläuft, sieht es anders aus. Der Fahrer entschließt sich, bei der nächsten Kreuzung links abzubiegen, alles andere geht fast wie von selbst.

Bei einem Musiker ist das Prinzip das Gleiche. Solange er noch überlegen muss, wie er das Instrument bei einer bestimmten Note bedienen muss, beherrscht er das Instrument noch nicht. Note sehen, und die Bedienung des Instrumentes läuft wiederum wie automatisch ab. Diese enge Verbindung mit einem Instrument wird nicht mit den Genen mitgeliefert, sie muss durch ständiges Üben erworben werden.

Wie Du die »herabgesetzten Ansprüche« und das Üben eines Musikers unter einen Hut bringen willst, ist mir leider nicht klar geworden.


mtg hat geschrieben:
(1): Du hattest von einigen Jahren schon einmal einen hochtheoretischen Thread, in dem Du Dich über Werbung ausgelassen hast, ohne auch nur ein Gran davon zu kennen.


Wie doch die Erinnerung täuschen kann!

Diesen »hochtheoretischen Thread« habe ich noch immer in meinem Programm, und da wird er auch bleiben, solange ich mich damit befassen kann. Es hat sich an der Grundaussage auch nichts geändert, und es wird sich auch nichts ändern, solange keine Argumente kommen, die meine Ansichten über eine zukünftige Gesellschaft infrage stellen. Sollte das der Fall sein, werde ich meine Vorstellungen korrigieren, und das war es auch schon.

Du warst oder bist ja nicht der Einzige aus dem Werbebereich. Bis zu einem gewissen Grade kann ich es sogar nachvollziehen, dass Ihr aufgeregt reagiert, wenn ein Theoretiker daherkommt und allen erzählen will, dass die Werbung, wie sie heute betrieben wird, in einer zukünftigen und vor allem gerechteren Gesellschaft keinen Platz mehr hat. Wird dann im Laufe der Diskussion noch unterschlagen, dass es um eine zukünftige Gesellschaft geht, wird sehr bald über Äpfel und Birnen diskutiert.

Ich will jetzt keine Diskussion über die heutige Form der Werbung beginnen, zumal das, was die Werbung heute bewirken soll, in der von mir angedachten Gesellschaft nur ein kleines Detail ist.


mtg hat geschrieben:
ließ Deine damalige Argumentation wie ein Kartenhaus zusammenstürzen


Da sich die damalige Diskussion fast ausschließlich mit der heutigen Werbung befasste, konnte es für mich gar keine Argumente geben, die meine eigene Argumentation wie ein Kartenhaus zusammenstürzen lassen konnten. Im Übrigen wäre für mich – vermutlich ist es bei Dir anders – der Zusammensturz eines Kartenhauses keine Katastrophe. Damit wären nur Fehler in meiner Argumentation aufgedeckt worden. Erkannte Fehler können beseitigt werden, indem ich über das Thema reflektiert hätte. Doch den Dienst habt Ihr mir verwehrt.


mtg hat geschrieben:
Damals wie heute kann ich wirklich nur empfehlen, sich mit Argumentationen nur so weit aus dem Fenster zu lehnen, wie auch ein Fensterbrett vorhanden ist.


Das ist ein sehr guter Ratschlag; ihn würde ich gern jedem wärmstens anempfehlen.


mtg hat geschrieben:
ausgehen kann man nur von der Realität, die weiterentwickelt werden soll


Ich will nicht ausschließen, dass auch das unter günstigen Umständen zu einem Ziel führen könnte, allerdings nicht zu meinem Ziel. Wer sich zu sehr an das Bisherige klammert, läuft Gefahr, dass nach vielen Anstrengungen und Mühen doch nur wieder das herauskommt, was wir bereits haben.

Viele Grüße
Wolf-Gero
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