Kapitalismus oder Leistungsgesellschaft

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wgbajohr
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Re:

von wgbajohr (06.03.2011, 13:03)
SandraR hat geschrieben:
Wolf gerade die alte Oma die nicht privatisiert hat gehört in Russland dazu! Wohlverstanden, Russland hat das Eigentum an den Bewohner geschenkt, dafür musste aber der Bewohner das Land privatisieren. Tatsächlich haben gerade sehr alte Leute dies nicht getan.

Für mich ist die Grenze dort wo man mit den sozialistischen Rezepten aus der Vergangenheit kommt. Für mich ist dies nur der Neid der Besitzlosen. In einer sozialen Marktwirtschaft hat jeder die Möglichkeit zu Besitz zu kommen, wenn er dies will. Warum sollte ich eine Leistung für eine Gesellschaft erbringen, deren einziges Ziel die Enteignung wäre?

Hier schießt du eindeutig über das Ziel einer gerechten Gesellschaft hinaus und begibst dich auf das Niveau nicht einer gerechten sondern einer parasitären Gesellschaft.



Hallo Sandra!

SandraR hat geschrieben:
Warum sollte ich eine Leistung für eine Gesellschaft erbringen, deren einziges Ziel die Enteignung wäre?


Vielleicht liegt ja da Dein Gedankenfehler. Ich glaube nicht, dass es viele Menschen gibt, die primär für eine Gesellschaft Leistung erbringen, falls es überhaupt einen solchen Menschen gibt. Das Geschick einer gerechten Gesellschaft liegt in der Verknüpfung beider Interessen zum Wohle beider Seiten. Im Idealfall sitzt eine Arbeitskraft auf einem Arbeitsplatz, der ihr nach Neigung und Fähigkeit angemessen ist, sodass die Arbeit Freude bereitet, als wäre es ein Hobby. Von einer solchen Arbeitskraft sind gute Leistungen zu erwarten, was wiederum der Gesellschaft zum Vorteil gereicht.

Vor vielen Jahren sah es ein deutscher Schnapsfabrikant nicht ein, dass Spaziergänger durch »seinen« Wald gehen durften, deshalb schoss er mit einem Jagdgewehr auf sie. Die Vorstellung, Land sei ihr Eigentum, verführt schwache Charaktere dazu, mit ihrem vermeintlichen Eigentum machen zu können, was sie wollen, das Land auszubeuten und zu zerstören. In ihre Wirtschaftlichkeitsberechnungen fließen viele der von ihnen verursachten Schäden gar nicht ein, sodass manches rentabel erscheint, obwohl es gesamtwirtschaftlich betrachtet ein Verlustgeschäft ist.

Ich gehe vom Urzustand aus. Da gehörte das Land allen oder niemandem, wie man es betrachtet. Alles, was davon abweicht, ist für mich die Folge von kriminellen Machenschaften.

Es ist ja nicht so, dass niemand mehr für sich Land reservieren kann, wenn er es für etwas braucht, privat oder unternehmerisch. Nur im Gegensatz zu heute, wo Land als Eigentum betrachtet wird, müssten sich dann die Menschen bewusst sein, dass der Gemeinschaft etwas entzogen wird, wenn jemand Land für sich reserviert. Dafür ist die Gemeinschaft zu entschädigen. Am Ende der Reservierungszeit gibt der Reservierende das Land zurück, und zwar möglichst in dem Zustand, wie er es übernommen hat. Sollte das nicht möglich sein, muss die Differenz bewertet und erstattet werden.

SandraR hat geschrieben:
Hier schießt du eindeutig über das Ziel einer gerechten Gesellschaft hinaus und begibst dich auf das Niveau nicht einer gerechten sondern einer parasitären Gesellschaft.


Jetzt bin ich aber sehr gespannt, wie Du auf das Parasitäre einer Gesellschaft kommst. Was siehst Du als parasitär am Land als Gemeingut an?

Viele Grüße
Wolf-Gero
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (06.03.2011, 14:12)
wgbajohr hat geschrieben:
Ich glaube nicht, dass es viele Menschen gibt, die primär für eine Gesellschaft Leistung erbringen, falls es überhaupt einen solchen Menschen gibt.


Frag mal bei folgenten Organisationen bzw. Tätigkeiten nach:

Schöffen
Ombudsleute
gerichtlich bestellte Betreuer
Mitarbeiter in kirchlichen Organisationen
Freiwillige Feuerwehr
Freiwilliger Polizeidienst
Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS)
Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG)
Verkehrshelfer/Schülerlotsen
Elternvertretung an pädagogischen Einrichtungen (Schulen, Tagesstätten)
Arbeiter-Samariter-Bund
Deutsches Rotes Kreuz
Johanniter Unfall Hilfe
Malteser Hilfsdienst
Technisches Hilfswerk (THW)
Mitarbeiter von gemeinnützigen Vereinen
ehrenamtliche Bürgermeister

In Deutschland (bei 82 Millionen Einwohnern) engagiert sich jeder Dritte ehrenamtlich und trägt damit freiwillig ganz erheblich zur Gestaltung der Gesellschaft bei.

Oder zählen all diese Menschen - vor denen ich persönlich tiefen Respekt empfinde - nicht, wenn es um die Gesellschaft geht?

Grüße
Siegfried
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MichaelHA
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...

von MichaelHA (06.03.2011, 14:26)
Siegfried hat geschrieben:
...gerichtlich bestellte Betreuer...


Gerichtlich bestellte Betreuer sind in aller Regel Berufsbetreuer oder Vereinsbetreuer. Die ehrenamtlichen Betreuer stellen in aller Regel
eine Ausnahme dar, zumal deren reale Kosten von der Unkostenpauschale
nicht wirklich gedeckt sind.

Beste Grüße

MichaelHA

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Siegfried
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Re: ...

von Siegfried (06.03.2011, 15:20)
MichaelHA hat geschrieben:
Siegfried hat geschrieben:
...gerichtlich bestellte Betreuer...


Gerichtlich bestellte Betreuer sind in aller Regel Berufsbetreuer oder Vereinsbetreuer. Die ehrenamtlichen Betreuer stellen in aller Regel
eine Ausnahme dar, zumal deren reale Kosten von der Unkostenpauschale
nicht wirklich gedeckt sind.


Mein Schwager hat gerade seine fast siebenjährige Dauer als gerichtlich bestellter Betreuer beendet - weil die Betreute verstorben ist. Ich weiß aus umnittelbarer Erfahrung, was da an Arbeit und an Entgelt für diese Tätigkeit anfällt. Und an Risiko, weil bei den geringsten Verstößen bei dieser Aufgabe der Gerichtsprozess wartet.

Ein ehemaliger Arbeitskollege steht in Kürze vor der gleichen Aufgabe. Ich habe die beiden zueinander vermittelt, damit sie Erfahrungen austauschen können.

Nicht weit von meinem Haus gibt es zwei Seniorenwohnheime. Dort gibt es natürlich auch Demenzkranke. Eine Frau besucht diese Heime freiwillig mit ihren zwei Hunden, damit die Demenzkranken aus ihrer geistigen Trägheit geholt werden (Demenzkranke reagieren auf Tiere positiv). Die Frau macht das unentgeltlich.

In einem Krankenhaus hier kann man - freiwillig und unentgeltlich - bei einem hausinternen Radiosender mitmachen und so den Kranken ihre Musikwünsche erfüllen bzw. Grüße von Verwandten über einen etwas anderen Weg weiterleiten. Teilweise arbeiten da Vollprofis von örtlichen Privatradios mit - natürlich auch kostenlos!

Ja, richtig, all das sind verschwindend geringe Zahlen. Es sind nur zwei private Betreuer. Es ist nur eine Frau mit ihren Hunden. Es sind nur etwa zehn Leute beim Krankenhaus-Radio. Macht diese geringe Zahl ihren Einsatz weniger wert?

Ich finde es merkwürdig, dass Menschen wie diesen Betreuern, aber auch allen anderen ehrenamtlich Tätigen ihr Bemühen um eine gesellschaftliche Verbesserung so einfach abgesprochen wird - weil sie so wenige sind bzw. als gar nicht existent gesehen werden.

Da drängt sich mir dieser Verdacht auf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf ... :twisted:

Grüße
Siegfried
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MichaelHA
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...

von MichaelHA (06.03.2011, 15:32)
Siegfried hat geschrieben:
Ja, richtig, all das sind verschwindend geringe Zahlen. Es sind nur zwei private Betreuer. Es ist nur eine Frau mit ihren Hunden. Es sind nur etwa zehn Leute beim Krankenhaus-Radio. Macht diese geringe Zahl ihren Einsatz weniger wert?

Ich finde es merkwürdig, dass Menschen wie diesen Betreuern, aber auch allen anderen ehrenamtlich Tätigen ihr Bemühen um eine gesellschaftliche Verbesserung so einfach abgesprochen wird - weil sie so wenige sind bzw. als gar nicht existent gesehen werden.

Da drängt sich mir dieser Verdacht auf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf ... :twisted:


Niemand spricht diesen Menschen ihr ehrenamtliches Engagement ab. Ich selbst war über 17 Jahre hinweg in der Leitung eines ehrenamtlichen Vereins aktiv - natürlich unentgeltlich...

Dennoch müssen alle diese Leute ihr Einkommen anderweitig verdienen - oder aber sie haben bereits eine auskömmliche Pension.

Beste Grüße

MichaelHA

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SandraR
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Re:

von SandraR (06.03.2011, 15:46)
Sorry eine Gesellschaft die Versuchen würde mir mein Eigentum weg zu nehmen, wären Parasiten.
Selbst nichts zu Stande gebracht deswegen enteignen wir! Ja sorry, was sollen den solche Ideen. Also hier nochmals Realsozialismus zu propagieren finde ich wirklich nicht angebracht.
Eine Gesellschaft die anderen das Recht auf ihr Eigentum abspricht, hat absolut nichts mit einer gerechten Gesellschaft zu tun. Das sind ganz einfache Kriminelle.
Auch Leute die Betreuern, Sozialarbeitern, Lehrern etc. ihr Engagement absprechen egal für oder ohne Gehalt, bringen auch mich auf die Palme. Ein Lehrer kann nur sein Wochenpensum absitzen oder er kann auch noch (wie oft genug geschieht) auch noch kostenlos Hausaufgabenhilfe etc. geben.

Wer von einer gerechten Gesellschaft träumt, sollte aber auch selber Gerecht sein.
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (06.03.2011, 16:52)
SandraR hat geschrieben:
Auch Leute die Betreuern, Sozialarbeitern, Lehrern etc. ihr Engagement absprechen egal für oder ohne Gehalt, bringen auch mich auf die Palme. Ein Lehrer kann nur sein Wochenpensum absitzen oder er kann auch noch (wie oft genug geschieht) auch noch kostenlos Hausaufgabenhilfe etc. geben.


Da bin ich ganz auf deiner Seite.

Zu behaupten, es gäbe keine Menschen, die eine Leistung für die Gesellschaft erbringen, ist ein knallharter Faustschlag ins Gesicht für all jene, die sich ehrenamtlich, freiwillig und ohne Entlohnung für andere einsetzen.

Grüße
Siegfried
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von MichaelHA (06.03.2011, 18:11)
Siegfried hat geschrieben:
Zu behaupten, es gäbe keine Menschen, die eine Leistung für die Gesellschaft erbringen, ist ein knallharter Faustschlag ins Gesicht für all jene, die sich ehrenamtlich, freiwillig und ohne Entlohnung für andere einsetzen.


Dass es diese Menschen nicht gäbe, hat hier m.W. niemand behauptet. Nur:
Das entscheidende ist, diese Menschen müssen ihr Einkommen bereits mitbringen. Und gerade, um solchen Menschen ihr Engagement zu ermöglichen, bin ich für die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens, wie es z.B. von Prof. Götz W. Werner und von Prof. Michael Opielka, von Dr. Benediktus Hardorp und von Adrienne Goehler propagiert wird.

Beste Grüße

MichaelHA

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (06.03.2011, 18:46)
Wobei ich an den Umkehrschluss: Bedinungsloses Grundeinkommen = Steigerung des gesellschaftlichen / ehrenamtlichen Engagements nicht glaube.

Wie verhält es sich den mit dem Ehrenamt von Arbeitlosengeld- und Hartz IV - Empfängern? Die haben doch Zeit!

Im übrigen: ich bin seit Jahrzehnten ehrenamtlich tätig, selbst zu der Zeit als vollberufstätige Mutter mit zwei Kleinkindern war das noch möglich.
Das ist halt die Sache mit dem "Gebüsch"!

Haifischfrau
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

büchernarr

Re: ...

von büchernarr (06.03.2011, 18:53)
MichaelHA hat geschrieben:
Siegfried hat geschrieben:
Zu behaupten, es gäbe keine Menschen, die eine Leistung für die Gesellschaft erbringen, ist ein knallharter Faustschlag ins Gesicht für all jene, die sich ehrenamtlich, freiwillig und ohne Entlohnung für andere einsetzen.


Dass es diese Menschen nicht gäbe, hat hier m.W. niemand behauptet. Nur:
Das entscheidende ist, diese Menschen müssen ihr Einkommen bereits mitbringen. Und gerade, um solchen Menschen ihr Engagement zu ermöglichen, bin ich für die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens, wie es z.B. von Prof. Götz W. Werner und von Prof. Michael Opielka, von Dr. Benediktus Hardorp und von Adrienne Goehler propagiert wird.

Beste Grüße

MichaelHA


Bedeutet das, es ist eine minderwertige Leistung, wenn der Betroffene nicht von einem bedingungslosen Grundeinkommen leben muss, sondern auch noch in einem Arbeitsverhältnis etwas leistet?

Gruß
Bernd

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...

von MichaelHA (06.03.2011, 19:03)
büchernarr hat geschrieben:
Bedeutet das, es ist eine minderwertige Leistung, wenn der Betroffene nicht von einem bedingungslosen Grundeinkommen leben muss, sondern auch noch in einem Arbeitsverhältnis etwas leistet?


Das ist doch Polemik pur. Ein Bedingungsloses Grundeinkommen schafft eine gleiche minimale Existenzsicherung für Alle. Auch die Arbeitenden haben etwas davon.

Beste Grüße

MichaelHA

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Siegfried
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Re: ...

von Siegfried (06.03.2011, 22:52)
MichaelHA hat geschrieben:
Dass es diese Menschen nicht gäbe, hat hier m.W. niemand behauptet.


Da lese ich hier aber was ganz anderes:

wgbajohr hat geschrieben:
Ich glaube nicht, dass es viele Menschen gibt, die primär für eine Gesellschaft Leistung erbringen, falls es überhaupt einen solchen Menschen gibt.


... falls es überhaupt einen solchen Menschen gibt, der für die Gesellschaft eine Leistung erbringt ...


Ich denke, es gibt sehr viele Menschen, die sich für die Gesellschaft einsetzen und Leistung bringen. So unterschiedlich kann man Sätze verstehen. cheezygrin

Grüße
Siegfried
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wgbajohr
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Re:

von wgbajohr (07.03.2011, 00:51)
Hallo in die Runde!


Ich kann die Aufregung nachvollziehen. Ich kann die Aufregung umso mehr nachvollziehen, als auch ich einmal dort war, wo Ihr jetzt seid.

Wenn jemand kommt und den Ehrenamtlichen ihr gesellschaftliches Engagement abspricht, dann regt es die Menschen auf, ganz besonders natürlich die Menschen, die entweder selbst ehrenamtlich tätig sind oder in ihrem persönlichen Umfeld Ehrenamtliche haben. -- Nur, das habe ich gar nicht gemacht. Vielleicht solltet Ihr meinen Text genauer lesen.

Ich glaube nicht, dass es viele Menschen gibt, die primär für eine Gesellschaft Leistung erbringen, falls es überhaupt einen solchen Menschen gibt.



Es gibt mehr Möglichkeiten, an sich selbst zu denken, als sich materielle Vorteile zu verschaffen, und zwar so zu handeln, dass man mit sich selbst im Reinen ist.

Wenn es jemandem ein Bedürfnis ist, ehrenamtlich tätig zu sein, und er folgt diesem inneren Wunsch, dann gereicht es der Gesellschaft oder Teilen von ihr selbstverständlich zum Vorteil -- und das ist gut! Aber uns selbst sollten wir dabei nie vergessen, auch wir haben einen Nutzen davon, er ist zwar nur immateriell, aber manchem ist auch das etwas wert.

Viele Grüße
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (07.03.2011, 02:38)
wgbajohr hat geschrieben:
Vielleicht solltet Ihr meinen Text genauer lesen.

Ich glaube nicht, dass es viele Menschen gibt, die primär für eine Gesellschaft Leistung erbringen, falls es überhaupt einen solchen Menschen gibt.



Es gibt mehr Möglichkeiten, an sich selbst zu denken, als sich materielle Vorteile zu verschaffen, und zwar so zu handeln, dass man mit sich selbst im Reinen ist.

Wenn es jemandem ein Bedürfnis ist, ehrenamtlich tätig zu sein, und er folgt diesem inneren Wunsch, dann gereicht es der Gesellschaft oder Teilen von ihr selbstverständlich zum Vorteil -- und das ist gut! Aber uns selbst sollten wir dabei nie vergessen, auch wir haben einen Nutzen davon, er ist zwar nur immateriell, aber manchem ist auch das etwas wert.


Wer sagt, dass jene Menschen, die ehrenamtlich tätig sind, dies nicht primär machen? Es gibt genug Menschen, die nicht im Berufsleben stehen - sei es aus Alters- oder Gesundheitsgründen oder aus freier Wahl - und sich trotzdem ehrenamtlich betätigen. Ich halte es weiterhin für anmaßend, die Arbeit dieser Leute als nicht existent anzusehen.

Grüße
Siegfried
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Re:

von wgbajohr (07.03.2011, 03:32)
Siegfried hat geschrieben:
wgbajohr hat geschrieben:
Vielleicht solltet Ihr meinen Text genauer lesen.

Ich glaube nicht, dass es viele Menschen gibt, die primär für eine Gesellschaft Leistung erbringen, falls es überhaupt einen solchen Menschen gibt.



Es gibt mehr Möglichkeiten, an sich selbst zu denken, als sich materielle Vorteile zu verschaffen, und zwar so zu handeln, dass man mit sich selbst im Reinen ist.

Wenn es jemandem ein Bedürfnis ist, ehrenamtlich tätig zu sein, und er folgt diesem inneren Wunsch, dann gereicht es der Gesellschaft oder Teilen von ihr selbstverständlich zum Vorteil -- und das ist gut! Aber uns selbst sollten wir dabei nie vergessen, auch wir haben einen Nutzen davon, er ist zwar nur immateriell, aber manchem ist auch das etwas wert.


Wer sagt, dass jene Menschen, die ehrenamtlich tätig sind, dies nicht primär machen? Es gibt genug Menschen, die nicht im Berufsleben stehen - sei es aus Alters- oder Gesundheitsgründen oder aus freier Wahl - und sich trotzdem ehrenamtlich betätigen. Ich halte es weiterhin für anmaßend, die Arbeit dieser Leute als nicht existent anzusehen.

Grüße
Siegfried




Hallo Siegfried!

Dein Text hat mich zu einigen Fragen geführt:

Siegfried hat geschrieben:
Wer sagt, dass jene Menschen, die ehrenamtlich tätig sind, dies nicht primär machen?


Siehst Du Wertunterschiede zwischen ehrenamtlichen Tätigkeiten? Hat für Dich der Ehrenamtliche, der sich bewusst ist, dass er auch etwas für sich selbst leistet, einen geringeren Wert als der Ehrenamtliche, der sich dessen nicht bewusst ist?


Siegfried hat geschrieben:
Es gibt genug Menschen, die nicht im Berufsleben stehen - sei es aus Alters- oder Gesundheitsgründen oder aus freier Wahl - und sich trotzdem ehrenamtlich betätigen.


Hier fehlt mir der Zusammenhang mit meinem Text.


Siegfried hat geschrieben:
Ich halte es weiterhin für anmaßend, die Arbeit dieser Leute als nicht existent anzusehen.


Wer behauptet das denn?

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