Kapitalismus oder Leistungsgesellschaft

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SandraR
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Re: Hyperinflation

von SandraR (07.03.2011, 14:11)
MichaelHA hat geschrieben:
und einem Diplom-Ökonom mit volkswirtschaftlichem Schwerpunkt ist mit Verlaub doch ein gewisser Unterschied.

Sorry, aber eine Volkswirtschaftslehre ist noch immer ein Studium über die Volkswirtschaft und nicht über Betriebsökonomie. Du hast soeben einen neues Hochschulstudium erfunden!
Gratuliere! Ein Ökonom ist kein Volkswirtschaftler irgendwie verwechselst du etwas. Damit ist für mich die Diskussion abgeschlossen. Nun gibt es nicht nur falsche Dr.Jur sondern Ökonomen und Volkswirtschaftler. Da frage ich mich schon an welcher Hochschule du deinen Abschluss gemacht hast.
Dipl.oec. und Dipl.pub. ein Unterschied, auch an Deutschen Hochschulen!
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büchernarr

Re: ...

von büchernarr (07.03.2011, 14:20)
MichaelHA hat geschrieben:
büchernarr hat geschrieben:
Bedeutet das, es ist eine minderwertige Leistung, wenn der Betroffene nicht von einem bedingungslosen Grundeinkommen leben muss, sondern auch noch in einem Arbeitsverhältnis etwas leistet?


Das ist doch Polemik pur. Ein Bedingungsloses Grundeinkommen schafft eine gleiche minimale Existenzsicherung für Alle. Auch die Arbeitenden haben etwas davon.

Beste Grüße

MichaelHA


Meine Frage hast du ja leider nicht beantwortet, aber herzlichen Dank für deine Aufklärung über "Polemik pur". Oder fiel dir gerade kein passendes Argument ein?

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Siegfried
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Re: ...

von Siegfried (07.03.2011, 14:27)
MichaelHA hat geschrieben:
auch Du solltest Dich mal an die eigene Nase fassen.


Fass an ...

MichaelHA hat geschrieben:
Das Argument von Sandra war ja u.a. auch, alle Menschen, die sie kennen würde, die für das
BGE sind, hätten es zu nichts gebracht.

Auch das ist eine völlig wolkige, durch nichts zu belegende Behauptung - nicht anders übrigens als die Punkte, die Du hier aufzählst.


Im Vergleich der Aussage Sandras zu deiner sehe ich einen Unterschied: Sie hat von ihren persönlichen Erfahrungen berichtet (die man glauben kann oder nicht), während du eine allgemeingültige Aussage getroffen hast (was meiner Meinung nach eine logische Begründung erfordert)

Und ich habe keine Behauptungen aufgestellt, sondern eine Reihe von Fragen. Es ist ausgesprochen schwierig, eine vernünftige Diskussion zu führen, wenn die Begriffe "Aussage" und "Frage" durcheinander gehen.

Deshalb wiederhole ich eine einzige Frage: Wenn Deutschland das BGE einführt, für wen gilt es (hier Ansässige oder nur für Staatsangehörige - wenn ersteres, gibt es eine Zuwanderung aus dem Ausland in das BGE; wenn zweiteres, gilt das auch für Menschen mit Dauerwohnsitzt im Ausland, etwa Rentner), und wie ist der Begriff "bedingungslos" zu sehen in Bezug auf Einkommen und Alter?

Wie gesagt: Das ist keine Aussage oder Behauptung, es ist eine Frage - von vielen ...

Grüße
Siegfried
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MichaelHA
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von MichaelHA (07.03.2011, 14:48)
Lieber Matthias,

natürlich lassen sich die von Siegfried aufgeworfenen Punkte hier behandeln, dazu sollten sich sowohl er, wie auch die anderen Teilnehmer aber vorher unbedingt mit den Grundlagen und Grundprinzipien des BGE vertraut machen, sonst ist eine Diskussion sinnlos und es werden immer wieder nur die gleichen Vorurteile wiederholt.

Beste Grüße

MichaelHA

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mtg
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Re: ...

von mtg (07.03.2011, 14:50)
MichaelHA hat geschrieben:
natürlich lassen sich die von Siegfried aufgeworfenen Punkte hier behandeln, dazu sollten sich sowohl er, wie auch die anderen Teilnehmer aber vorher unbedingt mit den Grundlagen und Grundprinzipien des BGE vertraut machen, sonst ist eine Diskussion sinnlos und es werden immer wieder nur die gleichen Vorurteile wiederholt.

Na, das nenn' ich aber »wolkenlos« ... :shock::

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von MichaelHA (07.03.2011, 14:52)
@Siegfried

Das BGE ist als Bürgergeld konzipiert. Daher können alle Staatsbürger davon profitieren. Andere Einwohner haben dagegen nur dann ein Anrecht auf das Bürgergeld, wenn sie hier eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis haben und mithin dauerhaft in Deutschland verbleiben (können).

Beste Grüße

MichaelHA
Zuletzt geändert von MichaelHA am 11.03.2011, 03:57, insgesamt 1-mal geändert.

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SandraR
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Re:

von SandraR (07.03.2011, 19:07)
Matthias, Michael ist als dipl.oec halt dipl.pub. :))) der muss dann keine Fragen beantworten können, weil er sie ja mit seinem akademischen Verständnis bereits beantwortet hat cheezygrin
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MichaelHA
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von MichaelHA (07.03.2011, 20:52)
@SandraR

Hältst Du Deine "Frage" oder Dein Vorurteil wg. angeblicher Hyperinflation noch immer für unbeantwortet?

Auch auf die Gefahr hin, Dein Unwissen, jedem aufs Brot schmieren zu müssen?

Beste Grüße

MichaelHA

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MichaelHA
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von MichaelHA (07.03.2011, 21:00)
SandraR hat geschrieben:
Sorry, aber eine Volkswirtschaftslehre ist noch immer ein Studium über die Volkswirtschaft und nicht über Betriebsökonomie. Du hast soeben einen neues Hochschulstudium erfunden!
Gratuliere! Ein Ökonom ist kein Volkswirtschaftler irgendwie verwechselst du etwas.


Der Diplom-Ökonom ist in Nordrhein-Westfalen, denn dort habe ich an der Bergischen Universität Wuppertal studiert sowohl als betriebswirtschaftlich, als auch volkswirtschaftlich qualifizierender Studiengang vorgesehen.

Es gibt diesen doppelqualifizierenden Studiengang so auch in Hagen, in Bochum, in Duisburg-Essen und in Witten/Herdecke.

Beste Grüße smart2

MichaelHA

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MichaelHA
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von MichaelHA (07.03.2011, 21:11)
@SandraR

Lies doch einmal hier nach:

http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftswissenschaftler

Beste Grüße

MichaelHA

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Re:

von SandraR (07.03.2011, 22:18)
Eigenartig Michael weder Wien noch Zürich können zwischen dipl.oec und dipl.pub unterscheiden, nur Deutschland nicht.
Das erklärt einiges!
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MichaelHA
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von MichaelHA (07.03.2011, 23:08)
SandraR hat geschrieben:
Eigenartig Michael weder Wien noch Zürich können zwischen dipl.oec und dipl.pub unterscheiden, nur Deutschland nicht.
Das erklärt einiges!


Mir ist völlig unklar, was Du meinst. Nimm doch die englische Sprachregelung als Vorbild: Der Economist dort ist gleichbedeutend mit dem deutschen Diplom-Ökonom (früher bezeichnete man den Wirtschaftswissenschaftler auch als Staatswissenschaftler oder als National"ökonom"). Der Betriebswirt und in der Folge auch der Diplom-Kaufmann entstanden aus einer späteren Aufspaltung der Ökonomie (oder "Economy") in Einzel- und Gesamtwirtschaftliche Sichtweise. Beides jedoch gehört zusammen - und die Folge davon war der Diplom-Ökonom (neben NRW in Deutschland übrigens auch in Kassel, in Oldenburg und m.W. auch an der Humboldt-Universität in Berlin).

Beste Grüße

MichaelHA

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wgbajohr
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Re:

von wgbajohr (08.03.2011, 01:34)
Schlussbetrachtung

Annahme:
Ausgehend von etlichen missglückten Versuchen, durch Einführung neuer Gesellschaftsformen (wie Kommunismus, Sozialismus, Bolschewismus, Kapitalismus) mehr Gerechtigkeit in eine Gesellschaft zu bringen, nahm ich an, dass mit dem üblichen Menschen von heute keine gerechtere Gesellschaft aufgebaut werden kann.

Lösung:
Zunächst muss der Mensch stärker als seine Schwächen werden. Erst wenn das Gros der Menschen zu starken Menschen geworden ist, können wir an den Aufbau einer Gesellschaft mit mehr Gerechtigkeit denken.

Schritt 1:
Als Erstes stellen wir uns die Frage, wer am meisten davon profitieren würde, wenn er den Weg zu starken Menschen ginge. Das wäre sicherlich der Mensch, der heute in der Sozialhierarchie ziemlich weit unten steht.
Nachteile hätte hingegen der Mensch, der sich mit den ungerechten Regeln des Kapitalismus arrangiert hat und es versteht, sie zu seinem persönlichen Nutzen auszulegen. Für ihn scheinen die Regeln im Idealfall wie auf ihn zugeschnitten zu sein.
Eine dritte Gruppe würde voraussichtlich weder Nachteile noch Vorteile haben. Sie könnten sich im Grunde neutral verhalten, doch die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sie sich ähnlich verhalten wie die obere Klasse in der Sozialhierarchie.

Schritt 2:
Am Anfang steht wieder eine Frage: Wie erreichen wir die Menschen, die von einer gerechteren Gesellschaft eindeutig profitieren würden? Als Opfer des bewährten Herrschaftsprinzips »Brot und Spiele« sind sie kaum von den Produkten der Ablenkungsindustrie wegzulocken, als da sind TV-Unterhaltung, Fußball, Tennis, Olympische Spiele …
Trotzdem versuchte ich es mit einem einfach geschriebenen Büchlein, das weder hohe geistige noch entsprechend hohe charakterliche Anforderungen stellte. Doch die Zielgruppe liest selbst solche Bücher, wie das von mir geschriebene Büchlein, nicht. Es wird behauptet, die Bildzeitung sei für diese Leute bereits anstrengend genug. Da diese Behauptung jedoch ein extrem negatives Licht auf diese unwilligen Zeitgenossen wirft, halte ich die Behauptung für reichlich übertrieben.
Allerdings muss ich mir eingestehen, dass mein Büchlein nicht so geschrieben wurde, dass sich die Menschen der Zielgruppe angesprochen fühlen und das Büchlein lesen. Bevor ich diese Diskussion durch die Buchvorstellung auslöste, hatte ich 6 Bücher verkauft, nicht ein einziges Buch ist seitdem hinzugekommen.
Folglich werde ich über einen weiteren Weg nachdenken und entsprechend fortfahren, mich für mein Ziel, eine gerechtere Gesellschaft zu ermöglichen, einzusetzen.

Ergebnis:
Die Diskussion hat etwas Ambivalentes gezeigt, und so ist auch meine persönliche Einstellung zu dem Ergebnis entsprechend.
Die überwiegende Reaktion der Autorinnen und Autoren bestätigte ohne Einschränkung meine Grundannahme, dass mit dem Menschen von heute keine gerechtere Gesellschaft aufgebaut werden kann.
Reihenweise kamen Argumente, die belegen sollten, dass die gerechtere Gesellschaft jenseits jeder Realität sei. Es fiel sogar der Begriff Utopie .
Für gewöhnlich ist es etwas Erfreuliches, wenn die eigenen Ansichten bestätigt werden, doch in diesem Fall hätte ich mich gern überzeugen lassen, dass ich mich irre, dass nämlich auch der Mensch von heute fähig ist, eine gerechtere Gesellschaft aufzubauen.

Mein Kampf für einen starken Menschen geht also weiter.

Viele Grüße
Wolf-Gero

Utopia: aus griechisch ou, zu Deutsch nicht, und tópos, Ort, Stelle, Gegend, also Nichtort. Diesen Ort können wir nicht erreichen, es ist unmöglich. Das wichtigste Merkmal einer Utopie ist folglich die Undurchführbarkeit. Was sich besonders stark von Bekanntem abhebt, ist nur dann eine Utopie, wenn es zugleich undurchführbar ist.
Die Veränderung der Welt beginnt bei jedem Einzelnen
Etwas beeinflussen zu können heißt, dafür verantwortlich zu sein
http://www.leistung-und-gesellschaft.de/

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (08.03.2011, 03:51)
Was macht eigentlich Uwe?
blink3

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SandraR
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Re:

von SandraR (08.03.2011, 07:34)
Michael, man nennt dies "nicht Fisch und nicht Vogel" wenn ich in 10 oder 12 Semestern, das studieren will was in Wirklichkeit 20 bis 22 Semester dauert, bin ich ergo am Ende weder Volkswirt noch Ökonom sondern von beidem ein Wenig...Das erklärt dann warum plötzlich Ökonomen oder Volkswirte auftauchen die versuchen zu behaupten, druckt man Geld und verteilt es wild, wird es nicht zur Hyperinflation führen cheezygrin
Klar, die haben es ja nicht so genau untersucht. Zum wissenschaftlichen Modellaufbau und Wirtschaftsgeschichte blieb keine Zeit!

Alle die 1 000 Euro bekommen werden sich nur mehr Brot kaufen und den leicht steigenden Brotpreis kann man ja verkraften. Der Papierpreis wird durch die Druckerpresse auch steigen, aber das kann man mit CashKarte auffangen. Die dürfen halt ihre Euronen nur mit Visa ausgeben!

Du findest dies natürlich normal, einfach weil du ausgerechnet sämtliche Vorlesungen über Finanzen und die Statistikmodelle nicht besuchst hast! Da warst du gerade in der Vorlesung für Verwaltungsbeamte im höheren Dienst.
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