Kapitalismus oder Leistungsgesellschaft

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MichaelHA
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...

von MichaelHA (08.03.2011, 08:13)
SandraR hat geschrieben:
Das erklärt dann warum plötzlich Ökonomen oder Volkswirte auftauchen die versuchen zu behaupten, druckt man Geld und verteilt es wild, wird es nicht zur Hyperinflation führen


Das anwerfen der Gelddruckmaschine mag in den USA ein probates Mittel zur Refinanzierung sein, für die EURO-Staaten unterbindet dies die EZB recht zuverlässig.

Übrigens ist auch gar nicht daran gedacht, ein BGE durch Luftbuchungen zu finanzieren. Offensichtlich bist Du sehr schlecht informiert.

Und zu Deinen Anwürfen gegen die Ausbildung zum Wirtschaftswissenschaftler werde ich aus Höflichkeit einfach schweigen... cheezygrin


Beste Grüße

MichaelHA

Richymuc
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Re:

von Richymuc (10.03.2011, 11:17)
Thomas Becks hat geschrieben:
Was macht eigentlich Uwe?
blink3


Das habe ich mich auch schon gefragt.

Das mit dem Bürgergeld wäre sicher für manchen eine tolle Sache.
Sagen wir mal 1000 Euro für jeden Bundesbürger, einfach so ohne Gegenleistung.

Man nimmt das Geld, geht in das billige Ausland wie Thailand oder Paraguay lebt dort wie ein König und lacht sich tot über die Deppen die in Deutschland noch arbeiten.

Ich denke, das tolle Modell wird noch ein paar Tage dauern, bis es eingeführt wird und nicht ohne guten Grund.

Schau mer mal ...

In der Zwischenzeit mache ich das Beste aus dem bestehenden System und denke mir keine neuen Gesellschaftsformen aus, die nur Ungerechtigkeit unters Volk bringen.

Gruß vom Richard
www.richymuc.de
Der Satirische Kreuzfahrt-Flüsterer ISBN 978-3-8370-9816-7
Feindschaftsbuch ISBN 978-3-8370-9803-7
Das erotische Freundschaftsbuch ISBN 978-3-8391-0037-0
NEU: http://www.youtube.com/watch?v=t25CNmrKaZ4

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Arrabella
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Re:

von Arrabella (10.03.2011, 21:33)
Ich denke mir keine neuen Gesellschaftsformen aus, die nur Ungerechtigkeit unters Volk bringen.



Ja nun, Richard, aber wenn sich keiner etwas Neues ausdenkt, bleibt ja alles, wie es ist. Dabei gibt es doch Brennpunkte. Brennende Brennpunkte. Die Finanzen zum Beispiel. Oder die Gesundheit. Darauf könnten wir doch, nebenbei zum Büchermachen, auch mal den hier vorhandenen Sachverstand aufmerksam machen.

Gruß
Arrabella

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MichaelHA
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...

von MichaelHA (11.03.2011, 04:07)
wgbajohr hat geschrieben:
Allerdings muss ich mir eingestehen, dass mein Büchlein nicht so geschrieben wurde, dass sich die Menschen der Zielgruppe angesprochen fühlen und das Büchlein lesen. Bevor ich diese Diskussion durch die Buchvorstellung auslöste, hatte ich 6 Bücher verkauft, nicht ein einziges Buch ist seitdem hinzugekommen.


Lieber Wolf Gero,

das ist ein eigenartiges Phänomen hier im Autorenpool bei BOD. Gerade bei
längeren Debatten zeigt sich: die Leute hier sind zwar am Thema grundsätzlich interessiert, kaufen aber nicht das jeweilige Buch, sondern versuchen die Inhalte im jeweiligen Thread zu erfahren...

Ich persönlich werde mir Dein Buch aber besorgen.

Beste Grüße

MichaelHA

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SandraR
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Re:

von SandraR (11.03.2011, 06:55)
Wolf Gero, welche Marketingaktivitäten hast Du gemacht für das Buch?

Grundsätzlich sitzt ja hier im Forum nicht dein Publikum, sondern höchstens der eine oder andere Multiplikator!

Such dir Foren aus wo es um politische und wirtschaftliche Themen und Modelle geht. Schreib mal einige Pressemitteilungen an eher linke Presseorgane, und warte mal bis die Multiplikatoren zeit haben:) da ist ja der eine oder andere auch in irgendwelchen Foren:)...

Wir sind ja praktisch zeitgleich erschienen, haben aber in den ersten drei Wochen eine fast 3stellige Zahl verkauft. Allerdings, dafür haben wir insgesamt 700 Pressemitteilungen raus gelassen, in 6 Netzwerken auf die Neuerscheinungen aufmerksam gemacht, 40 Multiplikatoren angeschrieben und sonst noch so einiges. Für diese Zahl haben wir zu dritt an dem Vertrieb gearbeitet. Der Autor, ich als Herausgeber und meine Sachbearbeiterin. Wobei ich damit fast die Kosten der Sachbearbeiterin drin habe, aber noch nicht die Kosten für das Buch! Bis zum Sommer wird in für uns zwei wichtigen Zeitungen auch eine richtige Rezi erscheinen (der Rest kopiert meistens nur unsere Pressemitteilungen). Kurz und knapp die Kosten sind erst im zweiten Jahr drin. Ab dem dritten Jahr verdient man theoretisch. Theoretisch weil praktisch investieren wir ja in Folgewerke.
Willst Du wissen ob es für mich dennoch von Vorteil ist, lautet die Antwort indirekt ja! Man kann es durchaus geschäftlich als Bonus verwenden.
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wgbajohr
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Re: ...

von wgbajohr (11.03.2011, 09:30)
MichaelHA hat geschrieben:
wgbajohr hat geschrieben:
Allerdings muss ich mir eingestehen, dass mein Büchlein nicht so geschrieben wurde, dass sich die Menschen der Zielgruppe angesprochen fühlen und das Büchlein lesen. Bevor ich diese Diskussion durch die Buchvorstellung auslöste, hatte ich 6 Bücher verkauft, nicht ein einziges Buch ist seitdem hinzugekommen.


Lieber Wolf Gero,

das ist ein eigenartiges Phänomen hier im Autorenpool bei BOD. Gerade bei
längeren Debatten zeigt sich: die Leute hier sind zwar am Thema grundsätzlich interessiert, kaufen aber nicht das jeweilige Buch, sondern versuchen die Inhalte im jeweiligen Thread zu erfahren...

Ich persönlich werde mir Dein Buch aber besorgen.

Beste Grüße

MichaelHA




Lieber Michael!


MichaelHA hat geschrieben:
Ich persönlich werde mir Dein Buch aber besorgen.


Danke!

Viele Grüße
Wolf-Gero
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wgbajohr
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Re:

von wgbajohr (11.03.2011, 09:41)
SandraR hat geschrieben:
Wolf Gero, welche Marketingaktivitäten hast Du gemacht für das Buch?

Grundsätzlich sitzt ja hier im Forum nicht dein Publikum, sondern höchstens der eine oder andere Multiplikator!

Such dir Foren aus wo es um politische und wirtschaftliche Themen und Modelle geht. Schreib mal einige Pressemitteilungen an eher linke Presseorgane, und warte mal bis die Multiplikatoren zeit haben:) da ist ja der eine oder andere auch in irgendwelchen Foren:)...

Wir sind ja praktisch zeitgleich erschienen, haben aber in den ersten drei Wochen eine fast 3stellige Zahl verkauft. Allerdings, dafür haben wir insgesamt 700 Pressemitteilungen raus gelassen, in 6 Netzwerken auf die Neuerscheinungen aufmerksam gemacht, 40 Multiplikatoren angeschrieben und sonst noch so einiges. Für diese Zahl haben wir zu dritt an dem Vertrieb gearbeitet. Der Autor, ich als Herausgeber und meine Sachbearbeiterin. Wobei ich damit fast die Kosten der Sachbearbeiterin drin habe, aber noch nicht die Kosten für das Buch! Bis zum Sommer wird in für uns zwei wichtigen Zeitungen auch eine richtige Rezi erscheinen (der Rest kopiert meistens nur unsere Pressemitteilungen). Kurz und knapp die Kosten sind erst im zweiten Jahr drin. Ab dem dritten Jahr verdient man theoretisch. Theoretisch weil praktisch investieren wir ja in Folgewerke.
Willst Du wissen ob es für mich dennoch von Vorteil ist, lautet die Antwort indirekt ja! Man kann es durchaus geschäftlich als Bonus verwenden.



Hallo Sandra!

SandraR hat geschrieben:
... welche Marketingaktivitäten hast Du gemacht für das Buch?


Keine. Um in diesem speziellen Fall meine Zielgruppe zu erreichen, müsste ich die Bild-Zeitung nutzen.

Viele Grüße
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wgbajohr
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Re:

von wgbajohr (13.03.2011, 18:23)
Hallo Sandra!

Ich habe mir einmal den Spaß erlaubt und auf der Basis des Bruttonationaleinkommens 2010 (BNE 2010) ein Bürgergeld errechnet, das zu keiner Hyperinflation führt, da kein zusätzliches Geld gedruckt werden muss. Es gibt nämlich mehr als genug, es muss nur besser verteilt werden.

BNE 2010 = 2531,9 Mrd. Euro
2531,9 / 12 = 211,0 Mrd. Euro/ Monat
211,0 Mrd. Euro/ Monat / 0,080 Mrd. Einw. = 2.637,5 Euro/Monat*Einw

Um sogar noch vier Gesellschaftsschichten zu berücksichtigen,
greife ich auf ein gleichseitiges Dreieck zurück.

Gleichseitiges Dreieck wird in 16 gleich große Flächen geteilt.

# Einwohner Anteil Gruppe Eink/Einw*Mon
1_____5.000.000_____52.75 Mrd. €/Monat______10.550 €______Oberschicht
3____15.000.000_____52.75 Mrd. €/Monat ______3.517 €_____obere Mittelschicht
5____25.000.000_____52.75 Mrd. €/Monat_______2.110 €____untere Mittelschicht
7____35.000.000_____52.75 Mrd. €/Monat______ 1.507 €_____Unterschicht
16____80.000.000____211,00 Mrd. €/Monat_______2.638 €___Durchschnitt

Dieses Geld bekäme jeder deutsche Bundesbürger, der in Deutschland wohnt und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht oder sich in Ausbildung befindet oder aus Alters- oder Krankheitsgründen noch nicht oder nicht mehr am Arbeitsmarkt teilnehmen kann.

Um zu verhindern, dass plötzlich alle Welt in Deutschland einwandern will, könnte man festlegen, dass es das Bürgergeld für Menschen mit ausländischem Hintergrund erst nach einer sehr langen Wartezeit gibt, beispielsweise erst nach 25 Jahren nach Erhalt der deutschen Staatsangehörigkeit.

Alle Einkommen laufen über eine zentrale Stelle. Wer weniger Einkommen hat, als der Unterschicht zusteht, erhält automatisch das Einkommen der Unterschicht.

Ein Sonderfall sind die Mitbürger, die sich vollständig verweigern. Sie dürfen nicht schlechtergestellt werden als Gefängnisinsassen und nicht so gut wie die Unterschicht. Sie erhalten nur so eine Art von Taschengeld. Im Übrigen leben sie in Gemeinschaftsunterkünften und nehmen am Gemeinschaftsessen teil.

Falls jemand immer noch meint, die Unterschicht führe ein zu bequemes Leben in der sozialen Hängematte, der kann doch gern seinen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen und auch für sich das »wunderbare Leben« in der sozialen Hängematte wählen.

Wohlgemerkt, das ist kein Plan, der so verwirklicht werden soll, es sollte lediglich gezeigt werden, dass Bürgergeld auch ohne jede Inflation gezahlt werden könnte.

Viele Grüße
Wolf-Gero
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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (13.03.2011, 18:30)
Hallo Wolf-Gero,
ein deutscher Staatsbürger ist ein deutscher Staatsbürger. Wenn du da Unterschiede machst, wie in deinem Beispiel: Bürger mit Migrationshintergrund erst 25 Jahre nach Erhalte der deutschen Staatsbürgerschaft, führst du dich selbst ad absurdum.

Dies mal ganz abgesehen davon, dass ich das Bürgergeld nicht für eine gute Idee halte.

Haifischfrau
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wgbajohr
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Re:

von wgbajohr (14.03.2011, 03:34)
Haifischfrau hat geschrieben:
Hallo Wolf-Gero,
ein deutscher Staatsbürger ist ein deutscher Staatsbürger. Wenn du da Unterschiede machst, wie in deinem Beispiel: Bürger mit Migrationshintergrund erst 25 Jahre nach Erhalte der deutschen Staatsbürgerschaft, führst du dich selbst ad absurdum.

Dies mal ganz abgesehen davon, dass ich das Bürgergeld nicht für eine gute Idee halte.

Haifischfrau



Hallo Maryanne!

Du solltest in meinem Beitrag nicht mehr sehen, als ich demonstrieren wollte. Hauptzweck war, zu zeigen, dass eine Hyperinflation nicht zwangsläufig zu erwarten ist, wenn ein Bürgergeld eingeführt werden sollte. Ich glaube, dass die Rechnerei das auch zeigt.

Alles, was dann noch kommt, sind vorweggenommene Antworten auf Einwürfe, die bereits vorab gefallen sind.

Jemand zieht nach Thailand und macht sich dort ein bequemes Leben, während wir hier seinen Unterhalt verdienen.
Antwort: Der Empfänger des Geldes muss dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und arbeiten wollen.

Die ganze Welt strömt nach Deutschland, um in den Genuss des Bürgergeldes zu kommen.
Antwort: Dem lässt sich ein Riegel vorschieben. Die Sperre von 25 Jahren ist nur ein spontan entstandenes Beispiel. Gewiss lässt sich auch ein Riegel vorschieben, der nicht so krass wirkt.

Was ist mit denen, die gar nicht daran denken, für ihr Geld zu arbeiten?
Antwort: Solange es noch Arbeit für alle gibt, kann man die Bereitschaft einfordern. Wer sie verweigert, sollte das Bürgergeld nicht bekommen, aber er darf auch nicht schlechter als Gefängnisinsassen gestellt sein.

Allgemein zum Bürgergeld: Sich auf die Zahlung des Bürgergeldes zu beschränken, halte ich selbst nicht für richtig. Alles andere muss entsprechend angepasst sein: zum Beispiel die Bildung und Ausbildung und die Einführung einer wirklichen Leistungsgesellschaft.

Viele Grüße
Wolf-Gero
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SandraR
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Re:

von SandraR (14.03.2011, 06:54)
Die Rechnung stimmt auch aus einem anderen Grunde nicht. Es geht nicht nur um Geld drucken sondern Geld in den Konsum überführen der zur Inflation führt.
Je mehr Ware verbraucht wird um so mehr die Chance diese Ware zu verengen dH. die Industrie kann nicht schnell genug produzieren. Somit steigt auch der Warenpreis.

Genau dies lässt Du wie alle anderen Fans des Bürgergeldes außer acht. Den Leute die plötzlich einen andauernden Geldsegen bekommen würden, würden ihn ausgeben für Waren. Während der Mittelstand in seinem Konsumverhalten gemäßigt ist, weil er sein Geld erarbeiten muss und nie im Leben einfach sinnlos kaufen würde, würden genau deine Zielgruppen dies tun.

Wenn Du übrigens Leute mit Migrationshintergrund von deinem Geldwunder ausschließen würdest vergisst Du eines, sie würden das Wunder erst ermöglichen. Sie machen nämlich den Nachwuchs der in 20 Jahren unsere Rente zahlen sollte und sie putzen die Straßen und karren den Dreck weg.
Deine Deutschen Unterschichten sitzen lieber zu Hause und jammern wie schlecht es ihnen angeblich geht und warten darauf jemand kämme und würde an die Mähr vom Bürgergeld glauben.
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wgbajohr
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Re:

von wgbajohr (14.03.2011, 07:56)
SandraR hat geschrieben:
Die Rechnung stimmt auch aus einem anderen Grunde nicht. Es geht nicht nur um Geld drucken sondern Geld in den Konsum überführen der zur Inflation führt.
Je mehr Ware verbraucht wird um so mehr die Chance diese Ware zu verengen dH. die Industrie kann nicht schnell genug produzieren. Somit steigt auch der Warenpreis.

Genau dies lässt Du wie alle anderen Fans des Bürgergeldes außer acht. Den Leute die plötzlich einen andauernden Geldsegen bekommen würden, würden ihn ausgeben für Waren. Während der Mittelstand in seinem Konsumverhalten gemäßigt ist, weil er sein Geld erarbeiten muss und nie im Leben einfach sinnlos kaufen würde, würden genau deine Zielgruppen dies tun.

Wenn Du übrigens Leute mit Migrationshintergrund von deinem Geldwunder ausschließen würdest vergisst Du eines, sie würden das Wunder erst ermöglichen. Sie machen nämlich den Nachwuchs der in 20 Jahren unsere Rente zahlen sollte und sie putzen die Straßen und karren den Dreck weg.
Deine Deutschen Unterschichten sitzen lieber zu Hause und jammern wie schlecht es ihnen angeblich geht und warten darauf jemand kämme und würde an die Mähr vom Bürgergeld glauben.






SandraR hat geschrieben:
Den Leute die plötzlich einen andauernden Geldsegen bekommen würden, würden ihn ausgeben für Waren. Während der Mittelstand in seinem Konsumverhalten gemäßigt ist, weil er sein Geld erarbeiten muss und nie im Leben einfach sinnlos kaufen würde, würden genau deine Zielgruppen dies tun.


Bei der Unterschicht, die heute oft genug für einen Hungerlohn wenig angenehme Arbeiten verrichten muss, sprichst Du von einem andauernden Geldsegen, den sie in den Konsum stecken. Wenn Du ihnen das Einkommen, das Du »andauernden Geldsegen« nennst und ich ein »faires Einkommen«, nicht gönnst, kann ich das dann so interpretieren, dass sie ganz bewusst auf Hungerlohnebene gehalten werden sollen?
Du wirfst ihnen vor, dass sie Waren kaufen würden. Was wären denn das für Waren, die die Mittelschicht und die Oberschicht nicht auch längst hätten?
Warum sprichst Du eigentlich bei der Unterschicht von »Geldsegen«, nicht aber bei der Mittelschicht oder gar bei der Oberschicht, obwohl deren Segen sogar noch weit größer ist?
Vergessen wir nicht, das Geld gibt es nur, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Nur wer beispielsweise dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht, erhält das Geld. Verweigert er sich, bekommt er nur ein Taschengeld. Unterkunft, Verpflegung und Kleidung erhält er in Gemeinschaftseinrichtungen.
Ich gehe davon aus, dass jemand, der heute arbeitsunwillig ist, sich unter den geänderten Bedingungen bei der Wahl zwischen Gemeinschaftsunterkunft auf der einen Seite und fairem Einkommen auf der anderen Seite überwiegend für das faire Einkommen aussprechen wird.

SandraR hat geschrieben:
Du wie alle anderen Fans des Bürgergeldes


Ich bin übrigens kein Fan des Bürgergeldes, wie ich auch generell kein Freund von Insellösungen bin. Das Ausmaß dessen, was falsch läuft, ist inzwischen so groß, dass es nicht reicht, an einer einzelnen Stellschraube etwas herumzudrehen, vielmehr muss das gesamte Räderwerk überprüft und vermutlich zum großen Teil erneuert werden.

Viele Grüße
Wolf-Gero
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Re:

von SandraR (14.03.2011, 08:35)
Die Unterschicht nenne ich nicht Leute die bereit sind zu arbeiten, sondern jene die seit ewigen Zeiten nicht bereit sind jede Arbeit anzunehmen und auf hohem Niveau jammern.
Was denkst du werden die tun wenn die einfach 1000 Euro einfach so bekommen? Straßen putzen oder Büros? Dies tun sie schon heute nicht!

Jene die auch bereit sind Büros zu putzen, Geschirr zu waschen etc. die jammern auch nicht! Aber gerade jene sollen dann auch noch 25 Jahre nicht das Recht auf den vermeintlichen Geldsegen haben? woher kommt den der Geldsegen? Aus dem Bruttosozialprodukt, wo wäre das BSP ohne die Migranten?
Wie kann man eigentlich nur so Ausländerfeindlich und Arrogant sein? Scheint so dass manche selbst von Japan nichts lernen! Die Erde ist keine Platte, sie ist eine Kugel und dabei eine verdammt kleine Kugel!
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Re:

von wgbajohr (14.03.2011, 11:14)
SandraR hat geschrieben:
Die Unterschicht nenne ich nicht Leute die bereit sind zu arbeiten, sondern jene die seit ewigen Zeiten nicht bereit sind jede Arbeit anzunehmen und auf hohem Niveau jammern.
Was denkst du werden die tun wenn die einfach 1000 Euro einfach so bekommen? Straßen putzen oder Büros? Dies tun sie schon heute nicht!

Jene die auch bereit sind Büros zu putzen, Geschirr zu waschen etc. die jammern auch nicht! Aber gerade jene sollen dann auch noch 25 Jahre nicht das Recht auf den vermeintlichen Geldsegen haben? woher kommt den der Geldsegen? Aus dem Bruttosozialprodukt, wo wäre das BSP ohne die Migranten?
Wie kann man eigentlich nur so Ausländerfeindlich und Arrogant sein? Scheint so dass manche selbst von Japan nichts lernen! Die Erde ist keine Platte, sie ist eine Kugel und dabei eine verdammt kleine Kugel!





SandraR hat geschrieben:
Was denkst du werden die tun wenn die einfach 1000 Euro einfach so bekommen? Straßen putzen oder Büros? Dies tun sie schon heute nicht!


Was heute ist, ist nicht das, was nach Einführung des Bürgergeldes sein wird: Wer dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht, bekommt doch außer einem kleinen Taschengeld gar kein Geld. Vielleicht solltest Du doch noch einmal das von mir Geschriebene lesen.


SandraR hat geschrieben:
Jene die auch bereit sind Büros zu putzen, Geschirr zu waschen etc. die jammern auch nicht! Aber gerade jene sollen dann auch noch 25 Jahre nicht das Recht auf den vermeintlichen Geldsegen haben?


Lies bitte das von mir Geschriebene! Die Leute, die bereit sind, Büros zu putzen und Geschirr zu waschen, stehen doch dem Arbeitsmarkt zur Verfügung und bekommen ein angemessenes Gehalt. Wenn sich von ihnen jemand genauso verhält, wie Du es der deutschen Unterschicht unterstellst, dann bekommen auch sie nur ein Taschengeld und müssen in Gemeinschaftsunterkünften leben.


SandraR hat geschrieben:
Wie kann man eigentlich nur so Ausländerfeindlich und Arrogant sein?


Wenn Du einmal über Sandra nachdenkst, könnte da auch bei Dir der Verdacht entstehen, dass Sandra manchmal mit ihrem Urteil über Menschen etwas zu schnell ist? – Falls das nicht der Fall ist, dann sehe ich das wohl etwas zu kritisch. Ich bin nur erstaunt, dass mir jemand Ausländerfeindlichkeit vorwirft. Wenn mir bisher in der Richtung etwas vorgeworfen wurde, dann war es eher das Gegenteil, ich sei mit ihnen zu nachsichtig.

Halten wir uns doch einmal an die Fakten: Einzig und allein in Deutschland wird ein Bürgergeld gezahlt. Wer als gesunder Erwachsener in Lohn und Brot steht, bekommt ein angemessenes Gehalt. Es bekommen aber alle Bürger Geld, also auch Säuglinge, alte und kranke Menschen oder Menschen, die erfolgreich an einer Ausbildung teilnehmen. Das wäre eine große soziale Leistung, die weltweit auch andere Menschen interessiert.
Nun stell Dir bitte vor, einige Milliarden Menschen würden plötzlich in Deutschland auftauchen und die Hand aufhalten. So lautete ein Einwand, der meines Erachtens nicht von der Hand zu weisen ist.
Was kann man tun? Schon aus Gründen des Eigenschutzes, müsste etwas getan werden.
Im Prinzip bedarf es eines Riegels, der einer möglichen Reise nach Deutschland die Attraktivität nimmt. Was das ist, ist zweitrangig. Es soll die abhalten, die nur wegen des Geldes kommen. Wie ich bereits erwähnte, sind die 25 Jahre lediglich ein spontaner Einfall, der durch jeden anderen wirksamen Riegel ersetzt werden kann. Dass ein Riegel sein muss, wird wohl jeder einsehen, wenn er sich überlegt, dass wir bei allem Wohlstand keine drei oder vier Milliarden Menschen mit Bürgergeld versorgen können. Wer diese Notwendigkeit einsieht, muss keineswegs ein Ausländerfeind sein.

Noch einmal: Ich bin kein Fan des Bürgergeldes, auch nicht des Geldes, das nach meinem Modell gezahlt wird. Ich bin ein Befürworter einer Leistungsgesellschaft, doch sie kann leider nicht eingeführt werden.

Viele Grüße
Wolf-Gero
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Klaus D. Klimke

Re:

von Klaus D. Klimke (08.04.2011, 05:59)
Ohne Grundwissen des u.a. auch diese Thematik behandelnden ersten Buches von Wolf-Gero, fühlt sich der Leser zunächst ein wenig hilflos, angesichts der, trotz geringer Seitenzahl, angebotenen Fülle detaillierter Informationen.
Dies ändert sich jedoch abrupt bei Erscheinen des „Bruno“, mit dem der Autor auf sehr anschauliche Weise die Widersinnigkeit heute praktizierter politischer Weltanschauungen verdeutlicht. Spätestens ab hier wird so manchem Leser klar werden, wie sehr die eigene Situation doch der des „Bruno“ gleicht, und wie sehr die durch den Kapitalismus künstlich erschaffene Hilflosigkeit sein Leben bisher negativ beeinflusst hat, ihn täglich in eine Traumwelt versetzte, deren Träume jedoch in der Realität für fast alle unerreichbar sind, und auch für „Bruno“ wie Seifenblasen zerplatzten.

Fazit: Trotz aller vom Autor aufgebotenen Logik, erscheint mir „die übereilte Flucht“ in eine leistungsorientierte Gesellschaft zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich und auch (noch) nicht sinnvoll - sind wir doch noch nicht einmal in der Lage die grundlegenden Prinzipien der Demokratie, einer weiteren Voraussetzung zur Verwirklichung des Leistungsgedankens, konsequent anzuwenden. Dies gilt auch im umgekehrten Sinne.

Der Grundgedanke des Aufbruchs in diese „neue Welt“ ist jedoch verlockend und lässt, trotz eines voraussichtlich langen Weges, bei konsequenter Weiterverfolgung für spätere Generationen hoffen.

Der Traum von einer neuen anderen Welt hat wieder etwas mehr Gesicht bekommen.
Danke für dieses Buch, Wolf-Gero.

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