Fortsetzungsgeschichte

Euer Forum rund um kreatives Schreiben, lesergerechtes Texten und spannende Plots.


g.c.roth

Re:

von g.c.roth (19.08.2008, 16:27)
Doch zu spät. Wieder erlischt das Licht. Ich weiche unsicher einen Schritt zurück und starre mit aufgerissenen Augen in die Dunkelheit. Die Angst kriecht meinen Bauch empor und raubt mir den Atem. Ein schlurfendes Geräusch kommt auf mich zu, ich spüre einen warmen Hauch über mein Gesicht streichen, möchte schreien, doch

Maya

Re:

von Maya (19.08.2008, 20:42)
... doch aus meiner Kehle rang sich nur ein klägliches Fipsen. Die Horrorversion von Kurt lachte wie ein Schulmädchen - nur einige Oktaven tiefer. "Klara, Klara..." Jedes Kichern ließ mir das Blut erneut in den Adern gefrieren.
Scheppernd landete der Topf auf dem Boden und das ohrenbetäubende Klirren ließ die Kreatur zusammenzucken. Das ist es!, dachte ich und

LOFI

Re:

von LOFI (19.08.2008, 22:45)
...und rannte schreiend aus dem Haus. So hatte ich mich noch nie schreien gehört; als wenn ich meine eigene Angst damit vertreiben wollte. Ich lief einfach nur die Strasse hinab in der Hoffnung meine Furcht würde zu Hause zurückbleiben. Und je weiter ich lief, umso mehr beruhigte sich meine Seele, die doch so aufgewühlt war. Die Menschen um mich herum nahm ich nicht mehr wahr. Nur weg, nur ganz weit weg, war mein Gedanke. Am Ende der Strasse wurde ich dann abrupt aufgehalten, und vor mir stand ...

Mr. Fragwürdig
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Re:

von Mr. Fragwürdig (12.04.2009, 15:15)
...mit einer Aktentasche unter dem Arm mein Vater, der gerade von der Arbeit kam. Ich glaube, er hat mich kaum erkannt, aber als sich unsere Blicke trafen, zwang mich sein zutiefst geschocktes Gesicht, anzuhalten. Die frisch vertriebene Angst... ich hörte ihre Schritte weit hinter mir aber die Schritte wurden lauter.
"Kind, was um himmels Willen ist denn los? Ist etwas passiert?"
Ich konnte nicht lügen. Nicht unter der Aufregung, die in mir saß. Ich holte tief Luft und begann, noch immer die raschen Schritte der Angst hinter meinem Rücken vernehmend, zu sprechen.
"Ich... weiß es selbst nicht, irgend jemand... irgendwas verfolgt micht. schon seit gestern nacht. papa, ich sehe dinge, die können nicht sein, die kann es einfach nicht..."
Die Angst und auch die Tränen holten micht ein, kein Wort kam mehr heraus. Im selben moment veränderten sich die Hände meines Vaters, die er nach mir ausgestreckt hatte, um mich in den Arm zu nehmen.
Was das talentierte Individuum vom erfolgreichen trennt, ist eine Menge harter Arbeit.

Stephen King

Ronja
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Re:

von Ronja (16.04.2009, 21:44)
Sie verwandeln sich in eben jene roten, geschuppten Hände die ich noch viel zu gut von der letzten Nacht in Erinnerung habe. Sie sehen beinahe so aus wie die von Kurt, die Farbe war nur etwas dunkler und die Adern, die auf seinen Handrücken hervorstehen solange ich ihn kenne, schimmern nicht mehr blau unter der Haut hervor, sondern schwarz. Mit einem erstickten Schrei versagt meine Stimme, das alles konnte nur ein Albtraum sein! Es durfte einfach nicht wahr sein... erst Kalle und jetzt auch noch mein Vater? Panisch taumelte ich einige Schritte zurück, den Blick immer noch auf meinen Vater gerichtet, der mich jetzt nur noch schräg angrinst und die Arme weiterhin nach mir ausstreckt, mir immer näher kommt...

Maxi
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Re:

von Maxi (03.09.2009, 17:55)
Panisch gucke ich mich nach einer Fluchmöglichkeit um. Doch da war nichts, je länger ich mich suchend umschaute, um so unbekannter wurde mir der Raum, langsam wurde mir klar, ich befand mich gar nicht mehr in unserem Haus, sondern in einem kreisrunden Saal. Dunkel, moderig, da war sie wieder, diese Kälte, die langsam immer unerträglicher wurde. Ein Glühen, ein grünes Glühen, weit hinten im Raum machte mich neugierig und ich streckte meine Hände danach aus.

Frieda^^
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Re:

von Frieda^^ (27.02.2011, 16:14)
...Dunkel, moderig, da war sie wieder, diese Kälte, die langsam immer unerträglicher wurde. Ein Glühen, ein grünes Glühen, weit hinten im Raum machte mich neugierig und ich streckte meine Hände danach aus. Doch bevor ich mich auch nur besinnen konnte, erlosch es. Es wurde dunkel und ich sah überhaupt nichts mehr. Panisch kniff ich die Augen zusammen, presste meine Hände auf sie und spürte schließlich wie sie mir wieder vom Gesicht gerissen wurden. Ich riss die Augen auf und wurde von der Sonne geblendet, das Geräusch der lärmenden Kinder drang wieder an mein Ohr und mein Vater sagte irgendetwas. Ich versuchte ihn zu verstehen, aber sein Gesicht, sien Körper verzerrte sich wieder, seine Kleider zerrissen und das rot geschuppte Monster stand vor mir, streckte seine krallenbewehrten Hände nach mir aus. Ich schrie...
Worte bestimmen unser Leben und darüber hinaus, mehr als unser Wille es tut.
Einfache Zeichen, aneinander gereiht, mit Tinte auf Papier geschrieben.
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Amethy
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weite

von Amethy (28.02.2011, 18:03)
Ich schreie, lauter als ich je dachte schreien zu können.
Dann falle ich in Ohnmacht.
Während meiner Ohnmacht träume ich.
Da ist jemand, ein Junge, seltsamer als alle Jungen, die ich jemals in meinen Leben gesehen habe. Er schaut mich sanft an, streicht mir über den Kopf und flüstert: "Es ist alles gut."
Doch irgendwie weiß ich, dass es nicht gut ist.
...

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KaZuko
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Re:

von KaZuko (28.02.2011, 18:28)
...
Dann spüre ich, dass ich liege.
Mein Körper fühlt sich heiß an, als ich die Augen aufschlage und an eine weiße Decke starre. Langsam sehe ich mich um. Ein Krankenzimmer?
In der Ecke des kleinen Raumes sitzt mein Vater.
"Was ist nur mit ihr los .. was ist nur mit ihr los .. was ist nur mit ihr los ..", kommt es immer wieder aus seiner Richtung.
Ich setze mich langsam auf. "Papa?"
Keine Reaktion.
"Papa?"
Mit einem Ruck reißt er den Kopf nach oben - mein Herz verkrampft sich, bei seinem grässlichen Grinsen und den rot glühenden Augen.
Grüße von KaZu, dem durchgeknallten, verpeilten Friedenskind :3

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Amethy
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:)

von Amethy (01.03.2011, 17:54)
Ich versuche, mich zusammenzureißen. Ein Mantra, das ist es, was ich brauche. Es ist nur mein Vater, es ist nur mein Vater...
Das Gerät neben mir, das meinen Herzschlag anzeigt, fängt an zu piepsen.
Hat wohl endlich auch mitgekriegt, dass ich aufgewacht bin.
Ein paar Leute kommen in mein Zimmer, ich schaue nicht zu genau hin, denn ich merke, dass mein Mantra zu funktionieren scheint:
Mein Vater bleibt mein Vater.
Die Leute reden und gehen dann.
Erschrocken blicke ich zu meinem Vater: rote Krallen, funkelnde Augen...

Frieda^^
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Re:

von Frieda^^ (18.03.2011, 18:29)
Ich werde verrückt, das muss es sein. Aber das kann ich jetzt nicht meinem Vater erklären. Ich meine, wie erklärt man seinem Vater, dass er in den eigenen Augen rote Schuppen hat?
Am besten gar nicht.
Es ist nur mein Vater, nur mein Vater.
Plötzlich steht mein klauenbewehrter Vater auf, kommt auf mich zu und beugt sich über mich. Durchbohrt mich mit seinen rot glühenden Augen. Geifer tropft auf mein Gesicht, als er mit mir spricht, doch aus seinem Maul kommen nur seltsam verzerrte Laute.
Ich kann nicht verrückt sein, dass ist alles viel zu real, die Klauen, die Schuppen, die ich auf meiner Haut spüre und selbst der Geifer in meinem Gesicht, Das kann ich mir einfach nicht einbilden.
Ich presse die Hände auf 's Gesicht und schreie. Das Letzte, was ich tun kann.
Das Monster geht, geht aus dem Raum.
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KaZuko
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Re:

von KaZuko (18.03.2011, 18:54)
Ich kann nichts mehr hören. Bin ich allein? Ist er wirklich gegangen?
Langsam nehme ich die Hände von meinem Gesicht - das ist kein Krankenhauszimmer.
Ich spüre, wie sich mein Herz zusammenzieht. Der Geifer, der gerade noch auf meiner Haut gestanden hatte, verwandelte sich in das Wasser, das von unten die Klippe herauf strebte.

Weit, weit reicht das Meer.
Weit zum Horizont, den stillen Roten.
Ich glaube, sie steht hinter mir.
Die Gestalt des furchtbaren Todesboten.

Ganz langsam drehe ich mich um ...
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AnnetteH
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Re:

von AnnetteH (18.03.2011, 19:04)
Ganz langsam drehe ich mich um. Vor mir steht eine alte Frau mit einem riesengroßen Hund. Die Frau blickt mich schweigend an und der Hund sitzt einfach nur neben ihr. Er scheint völlig unbeteiligt zu sein.
Plötzlich steht er auf und kommt langsam auf mich zu. Die alte Frau bleibt weiterhin stehen und beobachtet mich...

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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (18.03.2011, 20:28)
während der Hund schwanzwedelnd an meiner rechten Hand schnuffelt. Jetzt lächelt auch die Frau. "Er mag nicht jeden." sagt sie. "Dich scheint er zu mögen."

Ich versuche ein zaghaftes Lächeln. Die Erinnerung an das schuppige Vater-Ding läßt mich schaudern.

"Erzähl mir von deinen Halluzinationen!" ermuntert mich die Frau, und das Lächeln erreicht ihre Augen.
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AnnetteH
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Re:

von AnnetteH (18.03.2011, 20:35)
Sie hat ganz grüne Augen, stelle ich verwundert fest. Sie sehen so jung aus. Wie alt mag diese Frau wohl sein? Den Runzeln nach zu urteilen dürfte sie mindestens 104 Jahre alt sein, schätze ich. Aber ich kann mich natürlich auch täuschen.
Die warme nasse Zunge des Hundes reißt mich aus meinen Gedanken. Ja, meine Halluzinationen. Was soll ich der Frau nur erzählen? Sie glaubt mir ja sowieso nicht.

Oder vielleicht doch?

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