Achtung bei Markennamen und Fotos

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Richymuc
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Achtung bei Markennamen und Fotos

von Richymuc (31.03.2011, 21:11)
Wichtige Hinweise für Dein neues Buch, sofern Du es noch nicht weißt.

Durch die Anregung von Siegfried hier aus dem Forum möchte ich Hinweise zu Markennamen und Fotos geben.
Ein wenig Hilfe für Autorenneulinge, die sich mit dem Thema noch nicht befasst haben, oder es einfach nicht wissen.

Ich spreche aus Erfahrung weil es mir selber passiert ist. :shock::

Du planst ein Buch oder bist kurz vor dem Ende vom Buch?
Vielleicht können Dir die folgenden Hinweise ein paar hundert Euros oder auch mehr -ersparen.

Wenn du in Deinem Buch das oder dass falsch schreibst wird Dir nicht viel passieren, wenn Du aber Markenrechte verletzt kann es wirklich teuer werden.

Du bringst ein Buch auf den Markt, solange die Verkaufszahlen niedrig sind wird man sich nicht weiter um Dich kümmern.
Je mehr Dein Buch gekauft wird, desto mehr Leute halten es in den Händen, das dürfte logisch erscheinen.

Da Dein Buch verkauft wird, willst Du auch Geld damit verdienen, also ist es eine gewerbliche Angelegenheit.

Es ist egal um was es in Deinem Buch geht, Du musst auf Markenrechte aufpassen, auch mit Fotos kann es Ärger geben, vor allem wenn die Fotos nicht von Dir sind, oder wenn auf dem Foto Dinge sind, die einen Schutz/ Urheberrecht haben.
Oft weiß man es auch nicht und macht Fotos die einem ganz normal erscheinen.
Wer weiß schon, dass man ohne Genehmigung keine ICE Züge oder Bahnhöfe in seinem Buch aufnehmen darf.
Das Riesenrad von London ist geschützt, ohne Erlaubnis kann es teuer werden.
Das Riesenrad gehört British airways und die haben sicher gute Anwälte.
Das Logo von Audi und Porsche kann teuer werden.
Adidas versteht auch keinen Spaß.

Ein kleines Beispiel?
Du schreibst an einem genialen Kochbuch.
Die Rezepte sind von Dir.
Am Ende des Buches gehen Dir die Ideen aus, du findest ein lecker Rezept von Tom Mälzer im Internet, ... Kopie -einfügen und schon sind wieder ein paar Seiten in Deinem Buch fertig.
Dazu noch ein paar schöne Fotos aus der google Bildersuche.
Perfekt das passt.

Dazu noch einen Hinweis, den Soßen Dreck von Maggie und Knorr bitte niemals verwenden, davon bekommt man einen Ausschlag!
Zur Abschreckung findet man noch ein Foto von dicken Leuten die sich bei Mc Dagobert den Bauch vollhauen.

Dein tolles Buch ist fertig und geht durch viele Hände.
Es ist gut geworden und die Verkaufszahlen steigen.

Tom Mälzer bekommt es von einem Freund geschenkt und erkennt sein Rezept, so geht das nicht, er schaltet seinen Anwalt ein, auch spezielle Rezepte sind geschützt. Kochen ja, abschreiben nein.

Maggie und Co finden die Beleidigung, das ist schlecht für den Ruf, Anwälte werden eingeschaltet.

Ein Profiphotograph sieht sein tolles Schweinsbraten Foto in Deinem Buch, Du hast seine Urheberrechte verletzt, er kann eindeutig beweisen, dass das Foto von ihm ist, das wird teuer.

Ein Gast von Mc Donalds erkennt sich wieder in Deinem Buch, wenn du ihn nicht gefragt hast, hast Du seine Persönlichkeitsrechte verletzt, er schaltet vorsichtshalber seinen Anwalt ein, er war nämlich mit seiner heimlichen Freundin unterwegs und die Frau darf das nicht sehen.

Bei mir war es kein Kochbuch, sondern ein Kreuzfahrtbuch.
Wenn ich hier im Forum nicht gewarnt worden wäre, wäre das Buch mit allen bösen Marken und Fotoverletztungen an den Start gegangen.

Eine große Kreuzfahrtfirma habe ich gefragt ob ich ein selbstgemachtes Schiffsfoto als Coverfoto verwenden darf.
Aber erst als man mich hier im Forum darauf hingewiesen hat, ich solle besser mal nachfragen.
Ohne schlechtes Gewissen habe ich nachgefragt. Die antwort kam sehr schnell.
Ergebnis: Abgelehnt, die besondere Bemalung vom Schiff darf nicht auf ein Coverfoto ohne Genehmigung des Künstlers.
Außerdem will man den Firmennamen nicht im Buch sehen, sonst gibt es Ärger.

Also, alles in letzer Minute im fertigen Buch getauscht und geändert.
Fluggesellschaften habe ich danach frei erfunden, die waren vorher sehr bekannt.
Alle Markennamen habe ich neu erfunden. Fotos durch andere Fotos ersetzt.
Das Coverfoto habe ich für 5 Euro gekauft und damit auch die Rechte am Foto, ich darf es benutzen.
Das Buch hat sich inzwischen sehr oft verkauft worden, die ersten Besteller war die bekannte Kreuzfahrtfirma, die haben ein kostenloses Rezension Exemplar bestellt, das kann man in der BoD Abrechnung sehen.

Ohne die Änderungen hätte es mächtig Ärger gegeben, da möchte ich was drauf wetten. Das Buch wäre sicher verboten worden.
Und teuer wäre es sicher auch für mich geworden.

Also, keine Markennamen verwenden, keine Fotos klauen, keine Fotos verwenden die evtl. ein Urheberrecht haben.
Z.B. die Beleuchtung vom Eiffelturm hat ein Urheberrecht, also kein Foto vom beleuchteten Eiffelturm verwenden, oder nachfragen.
Lieber einen Satz weglassen, als Ärger bekommen.

Eine Pornofilmfirma musste richtig viel blechen, ich Hintergrund vom Bäh Film waren lauter IKEA Möbel zu sehen. cheezygrin

Ich wünsche gutes Gelingen oder einen guten Anwalt, oder noch besser: Einfach aufpassen und sich gut informieren.

Gruß vom Richard

Im Zweifelsfall für Dein Buch und Deinen Geldbeutel hier einfach mal nachfragen.

Ach ja ...
Was war das gleich wieder für ein bekanntes Kreuzfahrtunternehmen? cheezygrin
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Der Satirische Kreuzfahrt-Flüsterer ISBN 978-3-8370-9816-7
Feindschaftsbuch ISBN 978-3-8370-9803-7
Das erotische Freundschaftsbuch ISBN 978-3-8391-0037-0
NEU: http://www.youtube.com/watch?v=t25CNmrKaZ4

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Manu
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Re:

von Manu (31.03.2011, 21:18)
Hallo Richard,

das ist eine sehr gute Aufstellung, die vielen hier Geld einsparen kann. Da ich selber aus der Werbebranche komme, weis ich ein wenig um die Fallstricke des Copywright.

Für den Satz "Katzen würden Whiskas kaufen", der in meinem Buch vorkommt, habe ich mir vom Konzern Mars extra die Genehmigung eingeholt. Und in der Kurzgeschichte "Eifelquelle", die dieses Jahr in der Anthologie Krimis mit Fell und Schnauze erscheint, habe ich auch die Freigabe des gleichnamigen Mineralwasserherstellers.

Sicher ist sicher. thumbbup

Richymuc
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Re:

von Richymuc (31.03.2011, 21:32)
Hallo Manu,

Stimmt!
Sicher ist sicher.

Lieber einmal zu oft fragen, als einmal zu wenig.
Ich dachte immer es heißt: Katzen würden lieber Whiskey saufen?

Dann muss ich was falsch verstanden haben. cheezygrin
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Mary-Lu
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Re:

von Mary-Lu (31.03.2011, 22:21)
Und wie ist es mit Lokalnamen? (Gasthof zur Post)
In meinem Roman erfinde ich Namen für Diskotheken. Ich kann doch nicht sämtliche Bezeichnungen von Musikhöhlen kennen. Vielleicht schreibe ich einen Namen, den es schon gibt, ohne es zu wissen? Oder sollte ich vorher googeln?
Verkauf auf Flohmärkten
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Richymuc
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Re:

von Richymuc (31.03.2011, 23:16)
Hallo Mary,

beim Gasthof zur Post hätte ich keine Bedenken, da kenne ich mindestens vier an der Zahl.

Bei der Disco würde ich einen Namen nehmen den es überhaupt nicht gibt, oder einen Namen den es ganz oft gibt.

Peinlich wäre der Satz: In der Disko Sunset wird Drogenhandel im großen Stil betrieben. Es wäre ärgerlich wenn es nur ein Sunset gibt.

Wir lernten uns in der Disko Sunset kennen, dürfte auch kein Problem darstellen..
Auf die Schnelle habe ich 6 Diskos gefunden die Galaxy heißen.
Also auch kein Problem, der Namen ist anscheinend nicht geschützt.
Du kannst ja die Ortsangabe weglassen, wenn du auf Nummer sicher gehen willst.

Gruß vom Richard
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AnnetteH
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Bildrechte

von AnnetteH (01.04.2011, 00:56)
Hallo alle,

hier noch ein paar Hinweise was Bildrechte etc. betrifft (aus eigener Job-Erfahrung im Museum):

Wenn wir in unseren Museumskatalogen, Artikeln oder Beiträgen Abbildungen zeigen wollen (was in unserem Fall ein MUSS ist), dann müssen wir bei jeder Bildvorlage im Einzelnen prüfen, wo die Rechte liegen.
Es reicht dann aber nicht, hinten im Bildnachweis einfach nur die Quelle zu nennen, sondern wir müssen uns auch um die Genehmigung kümmern, die Abbildung zu reproduzieren. Selbst, wenn wir Dinge zeigen wollen, die bei uns im Museum stehen, müssen wir uns ggf. um die Rechte kümmern!

Da gibt es unterschiedliche Fälle:

1. Arbeiten von Künstlern (Maler, Bildhauer, Fotograf etc.): Meistens muss man bei denen selbst die Genehmigung einholen. Wenn es eine Gesellschaft gibt, die diese Rechte verwaltet (z.B. bei Barlach, Dali, Picasso etc.), dann muss man sich dort nach den Konditionen erkundigen.

2. Wenn es keine eigene Gesellschaft gibt, die die Bildrechte verwaltet, muss man bei der VG Bild-Kunst www.bildkunst.de nachsehen oder nachfragen, ob der Künstler darin eingetragen ist. Wenn ja, dann muss man mit VG Bild-Kunst verhandeln, unter welchen Konditionen eine Abbildung reproduziert werden darf.

3. Wenn man sich bei einem Künstler nicht so sicher ist, ob man seine Werke zeigen darf (also wenn keine Gesellschaft seine Bildrechte verwaltet), dann gilt die Regel, dass der Künstler seit mindestens 70 Jahren tot sein muss, um seine Werke abbilden zu dürfen, ohne in Schwierigkeiten zu kommen.

4. Wenn man etwas von einem Künstler abbilden möchte, der bereits vor Jahrhunderten verstorben ist (z.B. Brueghel, Dürer etc.), dann kann man das aber leider auch nicht so ohne weiteres machen, denn dann ist immer noch der Besitzer des Werkes zu konsultieren. Beispiel: Ihr wollt ein Gemälde aus der Alten Pinakothek zeigen, dann müsst Ihr Euch bei denen um die Bildrechte erkundigen.
Hier gibt es aber auch die so genannte Artothek www.artothek.de, bei der alles zusammenläuft, da kann man erst einmal fragen, ob sie das und das Bild als Bildvorlage verwalten, dann muss man nicht extra bei jedem einzelnen Museum anfragen.

5. Selbst, wenn Ihr Fotos selber macht, müsst Ihr darauf achten, was darauf zu sehen ist. Wenn das Foto nur für private Zwecke genutzt wird, ist das OK, aber wenn es in einer Publikation abgebildet werden soll, dann gilt das, was ich oben schon erwähnt habe.

6. Wenn Ihr Privatfotos mit Personen im Vordergrund abbilden wollt und das mit dem Fotografen nicht geklärt werden kann, ob man es zeigen darf, dann hat immer noch die abgebildete Person das Recht, zu entscheiden, ob das Bild publiziert werden darf oder nicht (außer es ist eine Person des öffentlichen Interesses -- oder wie das heißt...)

7. Auch Fotos aus Filmen können einen, wenn man Pech hat, finanziell in den Ruin treiben. Erkundigt Euch, welcher Konzern gerade die Rechte auf den Film hat. Das geht ständig von einer Hand zur anderen, schrecklich. Jedenfalls kann es passieren, dass es nicht herauszufinden ist, wer momentan darauf sitzt, das ist dann nicht so gut. Es kann aber auch passieren, dass man eine völlig überraschte Firma am Apparat hat, die sich noch nie damit befasst hat, aber eigentlich für diese Rechte zuständig ist. Wenn man Glück hat, dann genehmigen die einem die Abbildung ohne weiteren Kommentar (kostenlos). Super schlecht ist es, wenn man was beispielsweise von Universal Pictures zeigen möchte. Da kann es passieren, dass das in die Tausende geht.

Ein Rat: Wenn Ihr schon mal mit einer Gesellschaft gesprochen habt, die irgendwelche Bildrechte verwaltet, ihr das aber zu teuer findet, und die Abbildung trotzdem in Euer Buch bringt, dann kann es übelst teuer werden. Viele haben Agenten, die sich umsehen, ob man die fraglichen Abbildungen nicht doch irgendwie verwurstet hat, schließlich ist man ja durch die Anfrage auf einen aufmerksam gemacht worden…

Vermutlich gibt es noch eine Menge anderer Fälle, die mir aber jetzt gerade nicht einfallen. Ihr könnt mich aber auf solche Dinge gerne ansprechen, vielleicht kann ich ja noch weiterhelfen.

lg
Annette.
smart2
Zuletzt geändert von AnnetteH am 01.04.2011, 09:20, insgesamt 1-mal geändert.

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (01.04.2011, 06:00)
Für das kommende Sachbuch verwende ich Inhalte einer besonderen Website. Dazu habe ich den Betreiber um Genehmigung gebeten und wir mussten auch seine Datenschutzbestimmungen so weit ändern, dass auch die Einträge von Besuchern, die ich anonymisiert erwähne, noch mit abgedeckt waren.

Das alles musste unbedingt vorher geschehen, damit es keine Konflikte gibt. Lediglich die Verwendung der Namen der erwähnten "Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens" bedarf keiner Genehmigung dieser Personen. Zumal es sich nicht um Verunglimpfung handelt.

In einem Falle hatte ich jedoch um die Genehmigung eines Bildabdruckes gebeten und nie eine Antwort erhalten. Also bleibt das Bild folgerichtig draußen. Ich vermute allerdings in dem Falle, dass das Bild auch nur "geklaut" war. :)

Richymuc
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Re:

von Richymuc (01.04.2011, 07:36)
Guten Morgen,

Danke Annette für den informativen und sehr interessanten Beitrag.
Unglaublich was da alles gefordert wird.

Ein paar Dinge kann ich auch nachvollziehen im Markenrecht und es erscheint auch logisch.

Ein Fotograf lebt von seinen Bildern, er gibt sich Mühe im Studio oder in der Natur.
Nun kommt ein schlauer Buchautor daher und klaut sich seine Fotos aus dem Internet zusammen, weil die teilweise besser sind als die eigenen Bilder cheezygrin

Das ist zwar sehr praktisch, aber auch fies gegenüber dem Fotografen. Das kann ich auch verstehen.
Wir wären ja auch nicht begeistert, wenn die Chinesen unsere Bücher abschreiben würden und zum halben Preis verkaufen, oder gar verschenken würden.

@ CeKaDo

Auch hier sieht man, wie man aufpassen muss.
Wenn man jetzt hier aus dem Forum ein Buch machen würde, mit dem ganzen Forenwahnsinn, müßte man sicher jeden Forenschreiber um Erlaubnis fragen, ob man seinen Beitrag verwenden darf.
Jeder hat das Urheberrecht an seinem Beitrag.

Ich glaube, man würde sogar Käufer für ein Forenbuch von hier finden, aber viele Leser würden es nicht glauben was hier alles für Beiträge geschrieben wurden. cheezygrin
Das Buch wäre schnell fertig. Kopieren -einfügen.
Titel: Der ganz normale Foren Wahnsinn

Gruß vom Richard
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Der Satirische Kreuzfahrt-Flüsterer ISBN 978-3-8370-9816-7

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AnnetteH
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Re:

von AnnetteH (01.04.2011, 22:42)
...Hm, das liest ja hier wohl keiner mehr, oder doch? blink3

:oops:
Ich kenne mich mit diesen ganzen Thread-Querverbindungen nicht aus, aber könnte man diesen hier nicht irgendwie mit dem Kapitel "Recht (...blabla)" verbinden? Ich könnte mir vorstellen, dass dann noch ein paar Beiträge dazukämen, wäre sehr interessant.

lg
Annette

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Dark Passion
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Re:

von Dark Passion (01.04.2011, 23:27)
Und genau aus diesen hier genannten Gründen veröffentliche ich meine Werke nur noch im, bzw. übers Ausland !

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (02.04.2011, 00:13)
Dark Passion hat geschrieben:
Und genau aus diesen hier genannten Gründen veröffentliche ich meine Werke nur noch im, bzw. übers Ausland !


Was nicht vor rechtlichen Konsquenzen schützt. Markenschutz für einen bestimmten Begriff kann es auf expliziter Ebene einzelner Länder geben, auf EU-Basis oder sogar weltweit.

Stichworte:
Internationale Klassifikation von Nizza (NCL)
IR-Marke (WIPO)
Internationale Registrierung von Marken (IR-Marken)
Madrider Markenabkommen (MMA)
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Dark Passion
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Re:

von Dark Passion (02.04.2011, 00:17)
Glaub' mir, ich habe da sehr gute Berater und noch nie Probleme gehabt !

In den Ländern in denen ich veröffentliche (keine EU-Länder), bzw. veröffentlichen werde, gibt es sogenannte Kunstschaffungsfeiheitsgesetze (heißt wirklich so).

Diese Gesetze sind zum Teil in der Verfassung der leweiligen Länder verankert und stehen damit in den meisten Fällen über irgendwelchen Abkommen.

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (02.04.2011, 08:01)
Das Problem ist nur, dass es nur einen findigen Anwalt braucht, der nachweist, dass der Autor eines solchen Werkes in Deutschland wohnt und dort geschrieben hat. Dann ist es aus mit dem Schutz durch Veröffentlichung im Ausland.

Wer als Deutscher Straftaten im Ausland begeht, wird ebenso belangt, wie derjenige, der in Deutschland strafbewehrte Taten im Ausland begeht, die dort nicht geahndet werden.

Hier hat es schon viele derbe Überraschungen gegeben. Bestes Beispiel ist der Drogenkonsum in den Niederlanden. Für Deutsche ist der dort erlaubt, wird jedoch in Deutschland anschließend bestraft, wenn er festgestellt wird. Und hier greift kein EU-Recht.

Du kannst Dich davor nur schützen, indem Deine Bücher nicht nach Deutschland exportiert werden dürfen. Was dann ja keinen Sinn mehr machen würde.

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Re:

von Richymuc (02.04.2011, 08:33)
Hallo,

ich denke es kommt immer auf das Buch an.
Bei einem Roman über das Mittelalter wird es kaum zu Problemen kommen.
Wer ein Buch über Persönlichkeiten und lebende Personen schreibt, muss sicher mehr aufpassen.

Wenn das neue Buch kurz vor dem Druck steht und man sich nicht ganz sicher ist, jkann es nicht schaden, das Werke einem Fachmann zur Durchsicht vorzulegen.
Das ist auf alle Fälle billiger als Strafen zahlen.

Witzig, angeblich hat sich der Künstler Mario Barth den Satz: "Nichts reimt sich auf Uschi" schützen lassen.

Es gibt einfach zu viele Anwälte, denen langweilig ist, bzw. die jede Gelegenheit nutzen durch Abmahnungen Geld zu verdienen, es wäre doch schade, wenn Du das zahlen musst, oder wenn Dein tolles Buch wieder vom Markt verschwinden muss.

Gruß Richard
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Der Satirische Kreuzfahrt-Flüsterer ISBN 978-3-8370-9816-7

Feindschaftsbuch ISBN 978-3-8370-9803-7

Das erotische Freundschaftsbuch ISBN 978-3-8391-0037-0

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malschaun
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Re:

von malschaun (02.04.2011, 09:22)
Danke Richymuc, diese Infos kann man wirklich nicht oft genug lesen.

Hab da auch mal eine Frage:

Wenn mein "Held" im Roman einen Alptraum hat und darin seine Lieblingscomic-Figur Fred Feuerstein jemanden umbringt ... ist das evtl. auch "kritisch"?

Grüße

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