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julia07
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Re:

von julia07 (16.04.2011, 17:03)
Also ich habe diese E-Mail mit der Ankündigung einer kostenlosen Veröffentlichung auch bekommen. Da das Layout der E-Mail mit blau hinterlegt war, dachte ich erst, es sei eine Werbung und hätte sie beinahe gelöscht, bis ich beim Überfliegen etwas von "können wir Ihnen mitteilen, dass wir das Buch "Wurzeln für Lisa" für eine kostenlose blablabla ....".

Die Auswahl erfolgt angeblich nach dem Zufallsprinzip.

Ich habe mich nicht dagegen gewehrt :wink: , da icu diesen Dienst sowieso einmal testen wollte. Zwar nicht mir diesem Buch, aber einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul :lol:

Seit ein paar Tagen steht es nun im Apple Store und so harre ich der Dinge die kommen - oder auch nicht.

Julia

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Petra Wolff
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Re:

von Petra Wolff (16.04.2011, 18:05)
OK Julia, wahrscheinlich werde ich es auch so machen, denn im Grunde genommen habe ich ja nichts gegen das E-Book. Ich hätte gern nur mitentschieden,..

Und Siegfried: Klar habe ich meinen Vertrag gelesen und sicher hast du juristisch gesehen Recht. Aber ich finde, dass es im Miteinander - auch im Geschäftsleben - manchmal nicht angebracht ist, nur auf Paragraphen herumzureiten. Tun die ja bei BoD zum Glück offensichtlich nicht, denn sie nehmen das E-Book auf Wunsch ja zurück.

Auf jeden Fall habt ihr mir alle sehr geholfen in meiner Ratlosigkeit.
Mein Blog: petrawolff.blog

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SandraR
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Re:

von SandraR (16.04.2011, 18:17)
Siegfried zwischen es steht dort und es würde sich vor Gericht durchsetzen ist ein Unterschied! Davon spreche ich und auch Medienanwälte. Den entgegen diesem Paragraphen ist BoD kein wirklicher Verlag und hat insofern egal was er für Verträge vorlegt im Falle einer juristischen Auseinandersetzung andere Karten als der Vertrag versucht vorzugauckeln. Es herrscht noch immer Vertragsfreiheit in Europa unabhängig davon wie Gerichte eventuell entscheiden würden.
Dies sind zweierlei Dinge.
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

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hawepe
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Re:

von hawepe (16.04.2011, 22:04)
Hallo Petra,

Petra Wolff hat geschrieben:
Ich finde auch, dass es ganz schön frech von BoD ist, ohne Nachfrage einfach zu handeln. Ich habe definitiv keine Mail vorher bekommen, die das ankündigte.


Dazu besteht auch keinerlei Grund. Wenn sie ihre Absicht vorher per Email ankündigen, ist das nett und kundenfreundlich, juristisch aber nicht erforderlich. Im Autorenvertrag überträgt jeder Autor auch das Recht zur digitalen Verbreitung seines Buches an BoD.

Natürlich kann man hinterher versuchen, auf eine Ungültigkeit des Vertrages zu pochen, aber nur weil es modern geworden ist, sich nur solange an Verträge gebunden zu fühlen, wie es einem gerade in den Kram passt, würde ich nicht darauf setzen, einen gnädigen Richter zu finden. Autorenverträge sind keine Endkundengeschäfte, für die ein weitreichender Verbraucherschutz gilt, sondern sind Verträge unter Geschäftsleuten, die sich sehr viel schwerer aushebeln lassen. Bei Geschäftsleuten geht die Rechtsprechung davon aus, dass sie im Gegensatz zu Privatpersonen wissen, was sie tun.

Beste Grüße

Heinz

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Adriatic
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Re:

von Adriatic (16.04.2011, 23:00)
Ich bin mit BOD ja sehr zufrieden, aber beim Thema E-Book bin ich sehr enttäuscht.

Da wird Autoren die E-Book-Einstellung kostenlos angeboten, da erhalten Autoren ein E-Book, die daran gar kein Interesse haben und andere müssen dafür teuer bezahlen.

Warum keine Ankündigung "Zur Einführung des E-Books bieten wir ein Kontingent von x Gratis-Veröffentlichungen an. Interessenten können sich bewerben. Alle geeigneten Bücher nehmen am Verlosungsverfahren teil." Das wäre doch ne tolle Sache geworden. Werbung, Transparenz, Kundenfreundlichkeit. Nach der Verlosung wäre klar gewesen: "Ich muss bezahlen" und fertig.

Aber so? Bekommt man ständig mit, dass es anderen angeboten wird. Warum sollte ich also dafür zahlen??? Ich war lange am überlegen, jetzt verzichte ich schon aus Prinzip.

Selbstverständlich habe ich meine Kritik erstmal intern geäußert, das gebietet meines Erachtens die Fairness. Meine entsprechende Mail wurde aber seit Wochen nicht beantwortet. Der erste Fleck auf der zuvor blütenreinen BOD-Weste.

Schade.
Coccobello (Roman) - Eine Reise in einem alten VW-Bus durch die Toskana

Adria-Express (Roman) - Eine Reise mit der Bahn durch Italien

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SandraR
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Re:

von SandraR (17.04.2011, 06:23)
Heinz bei einem Buch das 2008 erschien musste man nicht davon ausgehen, dass aus ihm ein Ebook werden könnte weil BoD keine Ebooks hatte. Folgerichtig musste man Paragraph 4 auch nicht explizit ausschließen.

Wenn nun wie Adria erwähnt dort steht "Leute die Ihre Bücher als Ebook eingetragen haben nehmen an einer Verlosung teil", nun dann sorry aber ich habe mich dort nicht eingetragen und würde mich auch nicht eintragen. Ergo trifft es dann schon die Sichtweise von Petra auch wenn ich ansonsten wie Adria mit Bod zufrieden bin und sie auch schnell reagiert haben und das Buch nicht als Ebook publizierten. Zudem finde ich wie Adria auch, man solle doch die nehmen die gerne möchten. Dann soll man eben wirklich eine Klickliste machen wo steht "Ich würde gerne an einer Verlosung für...." teilnehmen.
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hawepe
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Re:

von hawepe (17.04.2011, 17:54)
Hallo Sandra,

SandraR hat geschrieben:
Heinz bei einem Buch das 2008 erschien musste man nicht davon ausgehen, dass aus ihm ein Ebook werden könnte weil BoD keine Ebooks hatte. Folgerichtig musste man Paragraph 4 auch nicht explizit ausschließen.


Würde es sich um einen Endkundenvertrag handeln, könnte man vermutlich damit sehr erfolgreich argumentieren, aber hier geht es eben um einen Vertrag zwischen Geschäftsleuten. Dass sich BoD darauf einlassen würde, Verträge individuellen Wünschen anzupassen, möchte ich zudem bezweifeln. Die BoD-Preise sind nur möglich, weil alles nach Schema F abgewickelt wird.

Ergo trifft es dann schon die Sichtweise von Petra auch wenn ich ansonsten wie Adria mit Bod zufrieden bin und sie auch schnell reagiert haben und das Buch nicht als Ebook publizierten.


Das spricht natürlich für BoD. Vertraglich sind sie dazu aber nicht verpflichtet.

Zudem finde ich wie Adria auch, man solle doch die nehmen die gerne möchten. Dann soll man eben wirklich eine Klickliste machen wo steht "Ich würde gerne an einer Verlosung für...." teilnehmen.


Nur dürfte BoD seine eigenen Vorstellungen haben, welche Bücher auch digital vorliegen sollten. Dass sie die Kriterien nicht offenlegen, ist schade, aber als Geschäftsmann erzähle ich auch nicht Hinz und Kunz, wie ich wo meine Dienstleistungen offerieren werde.

Beste Grüße

Heinz

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Adriatic
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Re:

von Adriatic (17.04.2011, 18:13)
Als Geschäftsmann würde es mir nicht passieren, dass ich ein Produkt ohne erkennbare Transparenz, immer wieder verschenke, wenn meine Kunden so gut vernetzt sind, dass sie das mitkriegen.

Warum sollte ich 99,- Euro ausgeben, wenn selbst diejenigen, die es gar nicht wollen, es geschenkt bekommen?

Man hätte diese Gratis-Ebooks clever werbewirksam einsetzen können. Nun hat man das Gegenteil erreicht. Eine verlorene Chance.
Coccobello (Roman) - Eine Reise in einem alten VW-Bus durch die Toskana



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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (17.04.2011, 19:07)
Ich gehöre auch zu denjenigen, die irgendwann per Zufallsgenerator
fürs eBook ausgewählt wurden. Auf meine Anfrage bei bod, ob man statt diesem nicht mein anderes Buch als eBook aufnehmen könnte, wurde mitgeteilt, dies sei nicht möglich. Das finde ich zwar bedauerlich, aber dem geschenkten Gaul sehe auch ich nicht ins Maul. Hinsichtlich der Verfügbarkeit des eBooks habe ich bisher keine Mitteilung erhalten. Ich gehe auch nicht davon aus, dass genau dieses Buch als eBook geeignet ist, aber was soll's.

Haifischfrau
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WK
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Re:

von WK (17.04.2011, 23:08)
Hallo Diskutanten,

auch ich habe mich wegen des Vertrags per E-Mail an BoD gewandt. Anwort nach 2 Tagen (ist ok):
Der Buchvertrag bzw. Autorenvertrag ist unser Standardvertrag, der die grundsätzlichen Geschäftsbeziehungen zwischen den beiden Vertragspartnern regelt und für alle unsere Autoren gleichermaßen gilt. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an unserem Standardvertrag keine Änderungen vornehmen können.


Leider stelle ich aber fest, dass auf präzise Fragen nur Standard-Antworten kommen, die bei mir den Eindruck erwecken, dass keine Antworten gegeben werden wollen.
Ein Beispiel - auf folgende Fragen
Zum Schluss noch eine Frage: Ich beabsichtige ein Buch in Englisch für den Amerikanischen Markt zu veröffentlichen. Da Sie Amazon (Kindle) nicht als E-Book-Vertrieb haben wäre die Veröffentlichung dort in Eigenregie erforderlich.
Ist dies möglich?
Oder gibt es eine Lösung in Ihrem Hause?
Wie wäre die Handhabung.
Ist Ihr Haus für den Vertrieb von Büchern und E-books auf dem US-Markt eingerichtet?

erhielt ich als Antwort:
"Gern bieten wir Ihnen an, Ihren BoD-Titel für 9,90 EUR (inkl. MwSt.) auch
in den USA, Großbritannien und Kanada zu vertreiben. Damit ist Ihr Buch
auch in den bedeutendsten englischsprachigen Buchmärkten sowie auf
amazon.com bestellbar. Bitte beachten Sie, dass der Internationale
Vertrieb nur für Titel möglich ist, die bereits in Deutschland vertrieben
werden und die folgende Kriterien erfüllen:
- Paperback-Umschlag .........

Hier hätte ich zur Printversion Erklärungen erwartet, die über den Werbetext hinausgehen. Auf die E-Book-Variante Amazon wurde gar nicht eingegangen.

Desweiteren bemängele ich, dass Mails von Bod immer mit 'Team' unterschrieben werden - nach dem Motto, mich kriegt ihr nicht.

Überdenkenswert ist auch die Handhabung mit dem sich selbstherrlich herausgenommenen Pauschalrecht der Teilveröffentlichungen ect. Auch eine Vergütung ist hier scheinbar gar nicht vorgesehen. D. h. (vorausgesetzt der Text ist gut) kann BoD MEIN Buch in einer Zeitung/Zeitschrift veröffentlichen und streicht dafür das Honorar ein.

Bei diesen Vertragsbedingungen kommt BoD (für mich) nur in der FUN-Version in Frage.

Gruß
WK
Wenn mir nichts mehr einfällt, schreibe ich.
http://www.w-portal.de/index.php/buecher-cd-v-w-kursch
Meine Rechtschreibung orientiert sich an der Version nach der nächsten Reform.

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hawepe
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Re:

von hawepe (18.04.2011, 00:07)
Hallo Adriatic,

Adriatic hat geschrieben:
Man hätte diese Gratis-Ebooks clever werbewirksam einsetzen können.


Natürlich hätte man. Aber was hast du davon, das zu bedauern? Ich habe natürlich leicht zu reden als Nicht-BoD-Autor, aber im Prinzip gilt das für alle Unternehmen. Als Autor interessieren mich erst einmal meine Bücher. Ärgerlich wird es erst, wenn durch ungeschicktes Taktieren des Dienstleisters der Verkauf meiner Bücher betroffen wird.

Beste Grüße

Heinz

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hawepe
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Re:

von hawepe (18.04.2011, 00:24)
Hallo WK,

WK hat geschrieben:
Leider stelle ich aber fest, dass auf präzise Fragen nur Standard-Antworten kommen, die bei mir den Eindruck erwecken, dass keine Antworten gegeben werden wollen.


Hast du dir mal Gedanken gemacht, mit welchem Stundensatz BoD kalkulieren dürfte? Falls du keine Vorstellung hast, schau dir einfach mal irgendeine Handwerkerrechnung an. Und vergleiche dann den dortigen Stundensatz mit den 39 Euro für BoD Classic.

Da Sie Amazon (Kindle) nicht als E-Book-Vertrieb haben wäre die Veröffentlichung dort in Eigenregie erforderlich.
Ist dies möglich?


Warum sollte BoD eine Frage individuell beantworten, die im Autorenvertrag eindeutig geregelt ist? Du überträgst mit deiner Unterschrift auch das Nutzungsrecht für digitale Veröffentlichungen, aber nicht die Nutzungspflicht.

Überdenkenswert ist auch die Handhabung mit dem sich selbstherrlich herausgenommenen Pauschalrecht der Teilveröffentlichungen ect.


Niemand zwingt dich, dich für BoD zu entscheiden. Ich habe meine Reiseführer beim Engelsdorfer Verlag und den Autoren-Ratgaber bei Shaker Media veröffentlicht, weil sie die für mich besseren Lösungen boten. Auch das heißt aber nicht, dass nur diese beiden für mich infrage kommen.

Auch eine Vergütung ist hier scheinbar gar nicht vorgesehen. D. h. (vorausgesetzt der Text ist gut) kann BoD MEIN Buch in einer Zeitung/Zeitschrift veröffentlichen und streicht dafür das Honorar ein.


Das dürfte rechtlich nicht zulässig sein. In diesem Punkt gebe ich dir aber recht, dass der Autorenvertrag eine Lücke aufweist.

Bei diesen Vertragsbedingungen kommt BoD (für mich) nur in der FUN-Version in Frage.


Wie gesagt, über den geeigneten Partner muss man für jedes Projekt neu entscheiden. Aber das gilt nicht nur für das Veröffentlichen von Büchern.

Beste Grüße

Heinz

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WK
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Re:

von WK (18.04.2011, 00:56)
Hallo Heinz,

mein Post war keine Beschwerde, sondern ein 'Erlebnisbericht' mit Meinungsäußerung.
Hast du dir mal Gedanken gemacht, mit welchem Stundensatz BoD kalkulieren dürfte? Falls du keine Vorstellung hast, schau dir einfach mal irgendeine Handwerkerrechnung an. Und vergleiche dann den dortigen Stundensatz mit den 39 Euro für BoD Classic.

Diese Aussage ist nicht ganz qualifiziert, da Du nicht weißt, welches Paket ich bei BoD habe. Zur Beruhigung, bis jetzt gar keines. Ich wollte damit nur darauf hinweisen, dass bereits im Vorfeld einer Geschäftsbeziehung von Seiten BoDs fahrlässig mit Kunden umgegangen wird. Kann ich beurteilen, da ich seit 40 Jahren selbständig bin.
Absatz ist nicht als Angriff auf Dich gemeint. Ich schätze Deine Posts und Deine Site sehr. Beides war sehr hilfreich für mich.

Warum sollte BoD eine Frage individuell beantworten, die im Autorenvertrag eindeutig geregelt ist?

Weil BoD mit einer Konvertierung in alle E-Book-Varianten wirbt, aber nur beschränkt Vertriebspartner hat. Ich hätte eine Antwort mit vielleicht einem Zeitplan für Amazon ect. erwartet.

Wie gesagt, Post war nur als Erfahrungsbericht gedacht, da in diesem Thread scheinbar ein paar Leute die Verträge nicht oder nur teilweise gelesen (oder verstanden) haben.

Auch verwundern (mich) Aussagen in Mails von BoD an mich, die dem Autorenvertrag widersprechen. Z.B.
Haben Sie z.B. ein Paperback Buch bei BoD erstellt, können Sie das Hardcover Buch bei einem anderen Verlag veröffentlichen.

Diese Aussage kann ich mit dem Autorenvertrag nicht in Einklang bringen.
Auf meine Frage: Sind Verträge mit Ihnen Exklusiv-Verträge? erhielt ich die Antwort:
Wir wissen nicht genau, was Sie mit Exklusiv-Vertrag meinen. Sie räumen uns hauptsächlich die Herstell- und Vertriebsrechte ein. Anbei finden Sie unseren Standardvertrag.

Auf der einen Seite nimmt sich BoD das Recht in seinem Autoren-Vertrag, das Material 'nach Gutdünken' (Teilveröffentlichung, eigene E-Book-Erstellung, ect) zu veröffenlichen und spricht von 'exclusiv', auf der anderen Seite kann der Autor auch machen, was er will. Ein komischer Vertrag. Mangels präziser Formulierungen, erlaubte ich mir Fragen, deren Beantwortung bei beiderseitigem Nicht-Kennen der Personen eine Rechtssicherheit schaffen sollten. Da interessiert weder mich, noch sollte es BoD interessieren, welches Modell ich gebucht habe oder buchen werde.
Geschäftsbeziehungen, und um die handelt es sich, sollten klar geregelt sein.
Nichts für ungut.

Gruß
WK
Wenn mir nichts mehr einfällt, schreibe ich.

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Meine Rechtschreibung orientiert sich an der Version nach der nächsten Reform.

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hawepe
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Re:

von hawepe (18.04.2011, 08:17)
Hallo WK,

WK hat geschrieben:
mein Post war keine Beschwerde, sondern ein 'Erlebnisbericht' mit Meinungsäußerung.


Und ich will BoD keineswegs entschuldigen oder verteidigen, falls das so rübergekommen ist.

Diese Aussage ist nicht ganz qualifiziert, da Du nicht weißt, welches Paket ich bei BoD habe.


Die zusätzlichen Kosten entstehen in den teuren Paketen aber für ganz bestimmte zusätzliche Leistungen.

Ich wollte damit nur darauf hinweisen, dass bereits im Vorfeld einer Geschäftsbeziehung von Seiten BoDs fahrlässig mit Kunden umgegangen wird. Kann ich beurteilen, da ich seit 40 Jahren selbständig bin.


Dass du und ich (mit mehreren Unterbrechungen seit 1972 freiberuflich tätig) mit diesem Verhalten schon längst vom Markt gefegt worden wären, ist das eine, dass BoD trotzdem floriert, das andere. Der Erfolg zählt, sonst nichts, auch wenn man sich anderes wünschen mag.

Weil BoD mit einer Konvertierung in alle E-Book-Varianten wirbt, aber nur beschränkt Vertriebspartner hat. Ich hätte eine Antwort mit vielleicht einem Zeitplan für Amazon ect. erwartet.


Damit sich die Konkurrenz darauf einstellt?

Auch verwundern (mich) Aussagen in Mails von BoD an mich, die dem Autorenvertrag widersprechen. Z.B.
Haben Sie z.B. ein Paperback Buch bei BoD erstellt, können Sie das Hardcover Buch bei einem anderen Verlag veröffentlichen.

Diese Aussage kann ich mit dem Autorenvertrag nicht in Einklang bringen.


Ich auch nicht. Man könnte ja mal spaßeshalber versuchen, einen entsprechenden Satz in den Vertrag zu schreiben und zu schauen, ob BoD ihn akzeptiert.

Auf meine Frage: Sind Verträge mit Ihnen Exklusiv-Verträge? erhielt ich die Antwort:
Wir wissen nicht genau, was Sie mit Exklusiv-Vertrag meinen. Sie räumen uns hauptsächlich die Herstell- und Vertriebsrechte ein. Anbei finden Sie unseren Standardvertrag.


Ohne diese Diskussion wüsste ich auch nicht, was du genau meinst. Welche Rechte die Autoren an BoD übertragen, ist tatsächlich im Vertrag geregelt. Unsauber geregelt ist die Honorarfrage.

Auf der einen Seite nimmt sich BoD das Recht in seinem Autoren-Vertrag, das Material 'nach Gutdünken' (Teilveröffentlichung, eigene E-Book-Erstellung, ect) zu veröffenlichen und spricht von 'exclusiv', auf der anderen Seite kann der Autor auch machen, was er will.


Der Autor kann eben nicht machen, was er will. Ob die Auskunft mit der Hardcover-Ausgabe belastbar ist, müsste erst noch getestet werden. Ich befürchte, nein.

Geschäftsbeziehungen, und um die handelt es sich, sollten klar geregelt sein.
Nichts für ungut.


Kein Widerspruch.

Beste Grüße

Heinz

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WK
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Nachtrag

von WK (18.04.2011, 08:25)
Hallo Heinz,

war mir heute Nacht zu spät um weiter zu schreiben.
Der Autorenvertrag ist als Dienstleistungsvertrag weitgehendst geregelt. Wo er sich aber in Verlagsbelange einmischt, besteht er nur aus einseitigen und unvollständigen 'Regelungen'. Vergütungen, Mitspracherecht, ect. sind nicht einmal angedacht, insofern von Haus aus Streit behaftet. (§4.1.d und f).
§4.3 ist auch hinterfragenswert.
Auch dass der Buchvertrag erst sichtbar wird, wenn das Buchprojekt freigegeben und abgeschickt wird. (Auch eine Blanko-Version wie beim Autorenvertrag ist nicht vorab zu bekommen.) Dies ist für 'Ersttäter' suboptimal.

Nichts für ungut.

WK

PS: Alles nur als Denkanstoß zu verstehen.
Wenn mir nichts mehr einfällt, schreibe ich.

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