Geständnis: Warum ich töte

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Moe Teratos
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Geständnis: Warum ich töte

von Moe Teratos (14.06.2011, 17:14)
Titel: Geständnis: Warum ich töte
Autor: Moe Teratos

Verlag: Books on Demand
ISBN: 978-3-8423-6525-4
Seiten: 164
Preis: 10,90

Der Autor über das Buch:

Es ist vollbracht, mein Erstling hat seinen Weg in die Buchläden geschafft.
Ich hoffe, einige Horrorliebhaber damit begeistern zu können und die Warnung, die in dem Klappentext steht, ist ernst zu nehmen. Man sollte nicht allzu schwache Nerven haben, wenn man sich entschließt, meine kleine Geschichte zu lesen.
Denen, die sich trauen, wünsche ich viel spaß.

Klappentext:

Gregor Schulte hatte es nie leicht in seiner Kindheit. Von seiner Mutter wurde er missachtet und geschlagen. Nur seine Großeltern gaben ihm Liebe und Wärme. Als sie starben, erwachte in Gregor etwas, das schon länger im Untergrund schlummerte. Eine Bestie, die sich alles und jeden nahm, wenn sie es wollte. Was für grausame und brutale Dinge tat er anderen Menschen an? Er wird es ihnen erzählen ...

Allen, denen zu viel Blut und rohe Gewalt ein Graus ist, rate ich: Lest lieber einen anderen Roman und lasst die Finger von diesem Buch. Aber für alle Freunde des brutalen und kompromisslosen Horrors wird diese kleine, aber feine Geschichte ein wahrer Genuss sein.

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ricochet
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Re:

von ricochet (14.06.2011, 18:02)
Gibt es irgendwo eine Leseprobe?

LG

rico
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Moe Teratos
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Re:

von Moe Teratos (14.06.2011, 18:08)
Ich habe die Option "Blick ins Buch" genutz. Aber mein Buch ist erst seit Samstag in den Onlineshops und die Funktion ist noch nicht verfügbar, sollte aber bald funktionieren, hoffe ich :D .

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Moe Teratos
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Re:

von Moe Teratos (14.06.2011, 22:47)
Auf dieser Seite:

http://www.buch24.de/9003-147369008/shopdirekt.cgi?id=10640433&p=3&t=&h=&kid=0&klid=2&sid=1

kann man eine so genannte Google Vorschau ansehen, dort kann man die ersten 50 Seiten meines Buches lesen, dass ist ja fast mein halbes Buch :roll: ! Ist das normal? Ich mein, ich finde es wichtig, dass die potenziellen Käufer vorher ein Blick hinein werfen können, aber direkt soviele Seiten? Kennt jemand das Problem?

Gruß
Moe Teratos

edit: Okay, ich habe gerade erst gesehen, dass zwischendurch immer Seiten nicht angezeigt werden. Da war meine Panik wohl etwas zu voreilig.

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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (14.06.2011, 22:58)
Von der Google-Vorschau kann ich nur abraten. Ich habe selbst bei Büchern eines Freundes gesehen, wie Google alle paar Wochen und auch manchmal alle paar Tage die Seitenvorschau verändert an und so nach und nach immer größere Abschnitte des Buch mal öffentlich gezeigt wurden. Von einem Buch wurde über die Hälfte der Seiten mit der Zeit verfügbar, seit dem lasse ich die Option der Google-Books bei meinen Büchern nciht mehr zu.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (15.06.2011, 03:52)
ricochet hat geschrieben:
Gibt es irgendwo eine Leseprobe?


Ja, gibt es ... siehe oben: die genannte Google-Leseprobe

Und lustig liest sich das Buch! cheezygrin

Ich habe jetzt nur kurz die ersten zwei, drei Seiten überflogen - aber es sind schöne Dinge zu finden ... cheezygrin

    Am 14. November 1992, dieses Datum werde ich nie vergessen, erwachte ich in meinem Zimmer.

Da habe ich mich sofort gefragt, ob der Ich-Erzähler am 13. November, am 12. November undsoweiter nicht in seinem Zimmer erwacht ist und daher dieses Datum so bemerkenswert ist.

    Ich konnte dem Drang nicht widerstehen, ihm zur Begrüßung kräftig auf den Arm zu hauen. Das passierte mehrmals täglich.
Hmm, denke ich mir, was passiert da mehrmals täglich? Begrüßt da jemand seinen Bruder mehrmals täglich? Oder ist damit der Drang zur Begrüßung gemeint, der mehrmals täglich auftritt? Weiß nicht ... schwierig ...

    Wenn meine Mutter nach Hause kommen und die Couch in diesem Zustand vorfinden würde, gäbe es einen riesigen Ärger.
Gleich beim ersten Lesen entwickelte sich bei mir Bauchgrummeln. Irgendwas stimmt da nicht. Zunächst lag meine Vermutung bei dem Ausdruck "meine Mutter". Hat der Ich-Erzähler eine andere Mutter als der kleine Bruder? Und es wird deshalb ausdrücklich "meine Mutter" gesagt und nicht "unsere Mutter"? Aber das ist nicht die Ursache für das Quietschen in diesem Satz.

Der Satz beginnt mit einem Konjunktiv: "kommen würde" bzw. "vorfinden würde". Das ist Futur I Konjunktiv II. Und an dieser Stelle so weit richtig, weil wir uns in der indirekten Rede befinden. Dann aber wechselt der Satz ins Präteritum Konjunktiv II "gäbe". Da wird mitten im Satz einfach das Tempus gewechselt, weil die indirekte Rede der handelnden Figur in die Erzählstimme des Autors springt. Das kann nur schief gehen.

Entweder muss die Erzählstimme durchgehalten werden - was bedeutet, dass der erste Teil des Satzes in die Vergangenheit gesetzt werden muss (was dann aber sehr gestelzt klingt), oder der Autor setzt die indirekte Rede fort und bringt den zweiten Teil des Satzes ins Futur I Konjunktiv II. Aber so ... hmm hmm hmm ... Bauchgrummeln.

Ebenfalls aufgefallen: Ein Dialog.

    »Sie sind zur Bäckerei gefahren, Brötchen für unseren Langschläfer kaufen. Die Brötchen, die sie heute Morgen für unser Frühstück gekauft haben, sind schon wieder ganz weich. Also wollten sie für ihren Lieblingsenkel neue, frische holen. Hast es mal wieder geschafft, Gregor, kriegst deine Extrawurst«

Okay, abgesehen davon, dass ich das mit den weichen Brötchen nicht so recht glaube - die Brötchen, die ich um 7 Uhr bei meinem Bäcker kaufe, sind auch um 10 Uhr noch frisch -, habe ich mich beim Lesen dieser Zeilen gefragt, wer da eigentlich spricht.

Das ist von der Struktur her für eine direkte Rede ein recht komplexes Gebilde. Bei einem Erwachsenen von gehobenem Bildungsniveau hätte ich nichts gesagt - aber hier spricht ein Siebenjähriger. Reden die inzwischen so bzw. war das eine Eigenart von Siebenjährigen im Jahr 1992? Auch die Ausdrucksweise, dieses Wechselspiel von Süffisanz und Kritik ... "für unseren Langschläfer" ... "für ihren Lieblingsenkel frische, neue holen" ... das klingt nicht gerade kindgerecht.

Das soll keine Kritik am Buch sein ... das sind nur ein paar Sachen, die mir beim Lesen der ersten Seiten aufgefallen sind. Vielleicht hätte da ein kritisches Korrekturlesen mehr dem Text gut getan. Schließlich geht es bei den genannten Punkten nicht um künstlerische Aspekte, sondern um reines Schreib-Handwerk. Aber egal ... cheezygrin
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Moe Teratos
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Re:

von Moe Teratos (15.06.2011, 07:44)
@Richard Bercanay
Von der Google-Vorschau kann ich nur abraten. Ich habe selbst bei Büchern eines Freundes gesehen, wie Google alle paar Wochen und auch manchmal alle paar Tage die Seitenvorschau verändert an und so nach und nach immer größere Abschnitte des Buch mal öffentlich gezeigt wurden. Von einem Buch wurde über die Hälfte der Seiten mit der Zeit verfügbar, seit dem lasse ich die Option der Google-Books bei meinen Büchern nciht mehr zu.


Kann mich nicht erinnern, da irgendwo ein Häkchen für gemacht zu haben, oder zählt das zu der Blick ins Buch Option wie bei Amazon?


@Siegfried
Am 14. November 1992, dieses Datum werde ich nie vergessen, erwachte ich in meinem Zimmer.


Da habe ich mich sofort gefragt, ob der Ich-Erzähler am 13. November, am 12. November undsoweiter nicht in seinem Zimmer erwacht ist und daher dieses Datum so bemerkenswert ist.


bitte erst weiterlesen ... dann weißt du warum der 14. November so ein wichtiger Tag ist und er ihn nie vergisst.


Ich konnte dem Drang nicht widerstehen, ihm zur Begrüßung kräftig auf den Arm zu hauen. Das passierte mehrmals täglich.


Hmm, denke ich mir, was passiert da mehrmals täglich? Begrüßt da jemand seinen Bruder mehrmals täglich? Oder ist damit der Drang zur Begrüßung gemeint, der mehrmals täglich auftritt? Weiß nicht ... schwierig ...


Nein, er haut ihn mehrmals täglich ... begrüßt ihn nur einmal am Tag blink3 .

»Sie sind zur Bäckerei gefahren, Brötchen für unseren Langschläfer kaufen. Die Brötchen, die sie heute Morgen für unser Frühstück gekauft haben, sind schon wieder ganz weich. Also wollten sie für ihren Lieblingsenkel neue, frische holen. Hast es mal wieder geschafft, Gregor, kriegst deine Extrawurst«

Okay, abgesehen davon, dass ich das mit den weichen Brötchen nicht so recht glaube - die Brötchen, die ich um 7 Uhr bei meinem Bäcker kaufe, sind auch um 10 Uhr noch frisch -, habe ich mich beim Lesen dieser Zeilen gefragt, wer da eigentlich spricht.

Entschuldige bitte, wenn ich mit zuviel Fachwissen glänzen wollte. Bin Konditorgesellin und Brötchen gelten nach 2 Stunden als Altbacken, aber im Grunde wollte ich damit nur Darstellen, dass die Großeltern nur das Beste für Gregor wollen. Und es spricht Olaf, bei 2 Leuten im Raum und wenn einer sagt: Hast es mal wieder geschafft, Gregor, kriegst deine Extrawurst« muss wohl Olaf sprechen :lol: .


Das soll keine Kritik am Buch sein ... das sind nur ein paar Sachen, die mir beim Lesen der ersten Seiten aufgefallen sind. Vielleicht hätte da ein kritisches Korrekturlesen mehr dem Text gut getan. Schließlich geht es bei den genannten Punkten nicht um künstlerische Aspekte, sondern um reines Schreib-Handwerk. Aber egal ... cheezygrin


Doch, das ist Kritik :D , die ich aber gerne annehme. Dieses Buch wurde von 4 Personen und mir Korrektur gelesen, und zwar so oft, dass ich aufgehört habe zu zählen.
Und was das Schreib-Handwerk angeht ... es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Dafür, das es mein erstes Buch ist, gefältt es mir sehr gut. Aber zumindestens sollten alle Rechtschreibfehler korrigiert sein.
Was die Grammatik angeht, gut, da mögen noch Schönheitsfehler drin sein ... :(

Aber danke für deine Kritik, werde sie mir zu Herzen nehmen!

Gruß

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ricochet
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Re:

von ricochet (15.06.2011, 08:14)
Okay, ich habe nun in die Leseprobe ein wenig hineingeschnuppert. book: Handwerklich gibt es viel Verbesserungspotenzial. Einige Beispiele, zusätzlich zu den, von Siegfried bereits aufgezeigten:

1. In der Einleitung: "Aufgewachsen bin ich in einer wohlhabenden Familie." / Die Ausdrucksstellung (besondere Position am Anfang) des Wortes "aufgewachsen" ist nicht nachvollziehbar. Du wolltest wahrscheinlich vermeiden, den Satz wieder mit "Ich" ("Ich wuchs in einer wohlhabenden Familie auf.") zu beginnen. Das verstehe ich. Besser: "In einer wohlhabenden Familie wuchs ich auf."

2. Die Polizisten werden auf Seite 9 begrüßt: "Wie kann ich ihnen helfen?" / "Wie kann ich Ihnen helfen?"

3. "Einer der Polizisten war groß gewachsen und sah sehr kräftig aus, der andere, naja, sah ein wenig klein und gedrungen aus, ..." / Wortwiederholung (sah aus)

4. Das Wort "man" ist abstrakt und schwammig und sollte von daher vermieden werden. Aber zweimal auf einer Seite! Bei Dir scheint es gar zu den Lieblingswörtern zu gehören. Beispiel: "... mich stieß man zur Seite und verprügelte mich, wenn meine Mutter Verlangen danach hatte." Besser: "Wenn es meiner Mutter danach verlangte, stieß sie mich zur Seite und verprügelte mich." Oder: "Ich wurde von meiner Mutter zur Seite gestoßen und verprügelt, wenn es sie danach verlangte."

Auf diese Weise finden sich eine Menge handwerklicher Kleinigkeiten, die nicht ganz sauber sind, oder die Du besser hättest machen können. Es summiert sich natürlich im Laufe der Zeit.

Inhaltlich gesehen habe ich ein ganz anderes Problem. Was in der Einleitung als Begründung für das abgrundtiefe Hassgefühl und die spätere Gewaltorgie des Protagonisten steht, ist weder ausreichend für ein solches Verhalten, noch glaubwürdig. Da gibt es zum einen die Großeltern, mit denen die menschliche Chemie gestimmt hat, zum anderen ist das Verhalten einer Mutter, ihren eigenen Sohn nach Gutdünken zu stoßen und zu verprügeln in sich erklärungsbedürftig, weil abnormal.

Da kommt also eine Frau, die (mehr oder weniger) rund um die Uhr arbeitet nach Hause, sie müsste also erschöpft und erholgsbedürftig sein. Statt dass sie sich ihre Gurkenscheiben auf die Gesichtshaut legt, um diese zu regenerieren, wammst sie unmotiviert ihren eigenen Sohn. Nö - das glaub ich nicht.

In der Einleitung wird dauernd von Hass geschrieben, allerdings auf dieselbe trivialisierende Weise, wie heutzutage in jedem Comic gesagt wird: "Ich hasse es, wenn er das tut."

Außerdem sind wohlstandsverwahrloste Kinder heute eher die Regel als die Außenseiter. Last, but not least, werden Kinder von ihren Mitschülern nicht verprügelt, weil sie von ihren Eltern zu Hause vernachlässigt werden. Da gibt es jede Menge andere Gründe.

Fazit: Die psychologischen Deutungen für das Verhalten des Protagonisten sind sehr bemüht und nicht schlüssig.

Ich fürchte, liebe Moe Teratos, Du hast Trash geschrieben. Ich will damit Deine Leistung nicht schmälern, und es ist ja Dein Erstlingswerk. Ich verstehe es, wenn man als junger Mensch das Bedürfnis hat, mit den Einstiegsarbeiten zu provozieren. Das hat der Handke mit seinen "Publikumsbeschimpfungen" auch getan, nebst so und so vielen anderen auch. Aber auch das sollte mit literarischem Anspruch geschehen.

LG

rico
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Moe Teratos
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Re:

von Moe Teratos (15.06.2011, 08:28)
@ricochet
Fazit: Die psychologischen Deutungen für das Verhalten des Protagonisten sind sehr bemüht und nicht schlüssig.

Ich fürchte, liebe Moe Teratos, Du hast Trash geschrieben. Ich will damit Deine Leistung nicht schmälern, und es ist ja Dein Erstlingswerk. Ich verstehe es, wenn man als junger Mensch das Bedürfnis hat, mit den Einstiegsarbeiten zu provozieren. Das hat der Handke mit seinen "Publikumsbeschimpfungen" auch getan, nebst so und so vielen anderen auch. Aber auch das sollte mit literarischem Anspruch geschehen.


Ich wollte von dem normalen Bild eines Serienkillers abweichen und damit ausdrücken, dass jeder Mensch, ob er nun eine schöne Kinheit hatte, mißbraucht wurde, oder sonst was passiert ist, zum Serienkiller werden kann.
Mein Killer liebt zum Beispiel Tiere, was ein Killer nach auffassung der Allgemeinheit nicht tut, da er mit Tieropfern anfängt, bevor er Menschen töten.
Ich werde mich nicht mit dir über deine Meinung streiten, wer das Buch lesen will, kann es gerne machen.
Und wer nicht, dann halt nicht.


edit: Das hab ich von dir in einer anderen Buchvorstellung gefunden, benutzt das Wort Trash wohl gerne :lol: ?

Interessantes Thema, ohne stilistische Schnörksel, der Text hat gute narrative Qualitäten. Die Handlung der Textprobe auf Deiner HP könnte vielleicht ein wenig konziser sein, aber das ist Geschmacksache. Diese Leseprobe hier ist mir einen Tick zu trashig. Alles in allem eine reife Leistung für Dein Alter!

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ricochet
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Re:

von ricochet (15.06.2011, 08:59)
Liebe Moe Teratos,

Moe Teratos hat geschrieben:
benutzt das Wort Trash wohl gerne :lol: ?


Ich benutze das Wort nicht GERNE, weil ich lieber schreiben würde: "Du hast uns eine literarische Perle geschenkt. Vielen herzlichen Dank." Indes - es gibt wenig Gelegenheit dazu. Ich benutze das Wort OFT, weil es jede Menge Gelegenheit dazu gibt. Leider ...

Deine Überlegungen bezüglich Serienkiller kann ich zwar nachvollziehen, aber seit der Nazizeit weiss man hinlänglich, dass Tierliebe nicht vor Massenmorden und Greueln schützt.

Sich literarisch in die bizarren, seelischen Gefilde solcher "Menschen" zu begeben, ist eine echte Herausforderung, der die wenigsten gewachsen sind. Insofern wundert es mich nicht, dass mir Dein Versuch nicht restlos geglückt erscheint (ohne dass ich das gesamte Buch kenne).

Die typische Genreliteratur beschränkt sich im Wesentlichen auf die Faszination des Grauens und bedient den kleinen, oder auch größeren Sadisten in uns.

Im Übrigen meine ich, dass das Thema "Serienkiller" in allen denkbaren Varianten mehr als ausreichend literarisch beackert worden ist. Noch ein Buch dazu??? Also mich würde es einfach nicht reizen.

LG

rico
PS: Brauchst ja nicht gleich böse sein ...
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Moe Teratos
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Re:

von Moe Teratos (15.06.2011, 09:11)
Was haben die Nazis mit Tierliebe zu tun?
Ist mir eigentlich auch egal, jeder darf seine Meinung haben. Aber das du mein erstes Buch so dermaßen zeflückst und schlecht machst, kann ich zwar nicht gutheißen aber auch nicht verhindern.
Lass mich einfach mein Glück versuchen und geh in einen anderen Thread nerven. Für Kritik bin ich immer offen, solange sie Konstruktiv und nicht so vernichtend ist.
Ich bin mit mir und meinem Buch im reinen.

Trotzdem Gruß :wink:

P.s.: Bin nicht böse, nur etwas angezickt wow3

Jester

Re:

von Jester (15.06.2011, 09:28)
ricochet hat geschrieben:
Im Übrigen meine ich, dass das Thema "Serienkiller" in allen denkbaren Varianten mehr als ausreichend literarisch beackert worden ist. Noch ein Buch dazu??? Also mich würde es einfach nicht reizen.


Du hast ganz sicher recht damit, aber das betrifft alle Themen.
Aus dieser Sicht müssten alle Autoren, auch du, sofort mit dem schreiben aufhören und sich in das nächste Mauseloch verkriechen.

Leseratte 2011

Re:

von Leseratte 2011 (15.06.2011, 09:40)
Was haben die Nazis mit Tierliebe zu tun?

Wahrscheinlich wollte Rico auf den Schäferhund von Adolf Hitler anspielen, mit dem ihn eine fast "hündische" Liebe verband.

Leseratte 2011

Klaus D. Klimke

Re:

von Klaus D. Klimke (15.06.2011, 09:47)
Hallo Moe Teratos,

du schreibst:

„Kann mich nicht erinnern, da irgendwo ein Häkchen für gemacht zu haben, oder zählt das zu der Blick ins Buch Option wie bei Amazon?“
Soviel ich weiß, ist das Häkchen von BoD schon gesetzt. Du hättest es also entfernen müssen. Aber du bist nicht der Erste, der das übersehen hat.

Du schreibst:

„Mein Killer liebt zum Beispiel Tiere, was ein Killer nach Auffassung der Allgemeinheit nicht tut, da er mit Tieropfern anfängt, bevor er Menschen tötet.“

Diese Auffassung ist nachweislich falsch. Wenn du deine Leser mit diesen falschen Auffassungen in deinem Buch bedienst, tust du ihnen und zugleich der Gesellschaft keinen Gefallen. Du schürst auf diese Weise lediglich Vorurteile, Ressentiments. Sonst wäre jeder Schlachter ein potentieller Mörder.
Leser wollen nicht lesen, was sie selbst vermeintlich schon wissen. Das wäre ja langweilig. Was also die Allgemeinheit diesbezüglich denkt, ist nicht relevant. Entscheidend sind hier wissenschaftliche Erkenntnisse. Da stehst du als Schriftsteller in der Pflicht der Aufklärung* (Korrektur) allgemein vorhandener falscher Interpretationen, falscher Auffassungen und falscher Ansichten. Tust du das nicht, ist es nur noch ein ganz kleiner Schritt zu Vorverurteilungen.

*Ansichten werden so zu Einsichten. Für den Leser entsteht auf diese Weise, wissenschaftlicher Logik folgend, quasi ein Aha-Erlebnis: „Ach, so ist das also! Und ich dachte immer … Bitte mehr davon!“
Du hättest also, nach meiner Auffassung, intensiver recherchieren sollen.

Gruß
Klaus

PS.: Ist die Welt noch immer nicht brutal genug geworden? Findest du nicht auch, dass auf dieser Welt schon genug Blut geflossen ist und noch immer fließt? Müssen wir es dann im Übermaß auch noch aus Büchern triefen lassen? Wie kalt sollen die Herzen noch werden?
Zuletzt geändert von Klaus D. Klimke am 15.06.2011, 09:48, insgesamt 1-mal geändert.

Leseratte 2011

Re:

von Leseratte 2011 (15.06.2011, 09:47)
Hallo Jester,

gut gebrüllt Löwe. thumbbup

Ich hoffe nur, Du hast bei Deiner kühnen Äußerung auch die Folgen bedacht. cheezygrin

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