Geständnis: Warum ich töte

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ricochet
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Re:

von ricochet (15.06.2011, 10:16)
@ Leseratte,

Leseratte 2011 hat geschrieben:
Ich hoffe nur, Du hast bei Deiner kühnen Äußerung auch die Folgen bedacht. cheezygrin


Welche Folgen? Die, dass ich ihm widerspreche? Das tue ich sowieso cheezygrin cheezygrin

Wäre es nicht entschieden off topic, würde ich Folgendes schreiben:

Jede Gesellschaft hat Tabuzonen in ihrer öffentlichen Kommunikation. Dementsprechend gibt es Themen, die vllt. den Status des offenen Geheimnisses haben, jedenfalls unterrepresäntiert sind; selbstverständlich auch in der Literatur. Dem gegenüber gibt es Themen, die in Mode sind. Für diese gilt das Gegenteil.

Z. B. ist mit allen Themen im Dunstkreis der Nazis immer noch bestes Geschäft zu machen, während der Kalte Krieg inzwischen obsolet geworden ist.

Ich verstehe natürlich, dass ein Schreiberling lieber den Rückenwind eines nachgefragten Themas verspürt, als sich an den Tabuzonen die Finger zu verbrennen, aber die literarische Herausforderung ist halt schon anders.

Gänzlich aus der Finsternis der aktuellen Tabuzonen sind folgende beispielhaften Themen:

- Gewalt von Frauen gegenüber Männer

- wie es Männern nach einer Scheidung geht (Identitätskrise, Verlust des sozalen Umfeldes, Exgattin hintertreibt Besuchsrecht usw.)

- Privilegien der Frauen

Aber da das off topic ist, schreibe ich es natürlich nicht. Und jeder, der meint, hier etwas zu lesen, sitzt einer kollektiven Halluzination auf. cheezygrin cheezygrin

LG


rico
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AmberStuart
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Re:

von AmberStuart (15.06.2011, 12:16)
Hallo,

wenn man bei Tante Google den Titel des Buches eingibt, erscheint diese Diskussion auf Seite 1.
Mal eine Überlegung am Rande: Fördert eine derartige Kritik den Verkauf des Buches?
Wohl eher nicht. :(

@ Moe Teratos, ich kann gut nachvollziehen, wie bescheiden du dich jetzt fühlst.

Viel Erfolg, und das ist nicht nur eine höfliche Floskel,
wünscht Amber :wink:

Leseratte 2011

Re:

von Leseratte 2011 (15.06.2011, 12:54)
Ich kann mir nicht helfen, aber Diskussionen wie diese lösen auch bei mir ein gewisses Unbehagen aus.

Da stellt ein Autor sein Werk vor und hofft auf positive Resonanz, die ihm verweigert wird. Für einige Leute hier ist das Buch schlecht recherchiert, sprachlich fragwürdig, unakzeptabel.

Das offensichtlich ein Mensch den Versuch unternommen hat, seine Vergangenheit abzuarbeiten, wird – wenn überhaupt – nur am Rande wahrgenommen. Allein schon das Niederschreiben seiner Geschichte wird ihm persönlich geholfen haben. Den berechtigten "Qualitätsanspruch", den die Leserschaft einfordert, wird er nicht erfüllen können.

Aber verleitet nicht gerade das System BoD – lassen Sie es mich einmal diplomatisch formulieren – zu derartigen Werken? Macht es den Weg für die Veröffentlichung eines Buches nicht zu einfach? Aber 39.- Euro dafür auszugeben, um mit sich selbst ins Reine zu kommen, finde ich in Ordnung. Es gibt schlimmere Dinge auf dieser Welt!

Leseratte 2011

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mtg
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Re:

von mtg (15.06.2011, 13:08)
Kritiken, die sich mit dem Handwerkszeug des Autoren (Sprache, Rechtschreibung etc.) auseinandersetzen, sollten wohl gerade in einem Autorenforum erlaubt sein.

Die Frage, ob es notwendig ist, ein bestimmtes Genre zu bedienen, muss jede/r für sich selbst beantworten - bzw. darf niemandem vorgeworfen werden, wenn er/sie ein bestimmtes Genre bedient. Letztlich bestimmt der Leser, was er lesen will und nicht der Autor. Auch der Kritiker hat nur selten den Einfluss, den er gerne haben möchte.

Rico gehört zu den Forenmitgliedern, die - qua eigener Historie - einen sehr hohen Anspruch an sich stellen - und das ist auch gut und richtig so. Andererseits stelle ich an seinen Beiträgen oft eine Art von »Schubladendenken« fest. Ob das gewollt ist oder nicht, sei dahingestellt - bei mir kommt es jedenfalls so an. Übrigens muss das nicht per se etwas Schlechtes bedeuten! Aber: Manches Anspruchsdenken ist nicht 1:1 auf andere Menschen, erst recht nicht auf Autoren, übertragbar.

Nur beim Handwerkszeug (s.o.) kann der Anspruch nicht hoch genug sein: Schließlich nutzen wir die Sprache, um eine Botschaft 'rüberzubringen. Ist die Sprache falsch, kann das auch Auswirkungen auf die Botschaft haben. Oder aber der Bote kommt ums (finanzielle) Leben. Sollte dieser Umstand am mangelnden Handwerkszeug liegen, ist das doch wohl am einfachsten zu beheben ...

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ricochet
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Re:

von ricochet (15.06.2011, 13:17)
Leseratte 2011 hat geschrieben:
Das offensichtlich ein Mensch den Versuch unternommen hat, seine Vergangenheit abzuarbeiten, wird – wenn überhaupt – nur am Rande wahrgenommen. Allein schon das Niederschreiben seiner Geschichte wird ihm persönlich geholfen haben.


Oh Gott, oh Gott .. Ich hoffe doch, Moe Teratos hat keine Vrgangenheit als Serienkillerin zum Aufarbeiten. Abgesehen davon: Der autotherapeutische Effekt begründet an sich noch keine Literatur (im strengeren Sinne) also ein Kunstwerk, das für sich allein gestellt in dieser großen, weiten Welt bestehen muss / kann /soll /darf.

Das Gute bei BoD ist, dass wir für € 39,-- eine Neuauflage initiieren können. Ich z. B. lasse meine Bücher immer eine gewisse Zeit liegen, in der ich alle Anregungen, Rückmeldungen, Hinweise aller Art sammle. Wenn ich der Ansicht bin, es stünde sich dafür, überarbeite ich den Text und beauftrage eine Neuauflage. Bei allen meiner Büchern haben sich auf diese Weise drei oder vier Neuauflagen angesammelt. Aber sie werden mit dieser Methode auch schrittweise immer besser.

LG

rico
PS: Moe Teratos, Du bist hier unter Freunden! Aber alle guten Freunde müssen gelegentlich etwas sagen, was unangenehm ist.
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (15.06.2011, 14:05)
Moe Teratos hat geschrieben:
@Siegfried
Am 14. November 1992, dieses Datum werde ich nie vergessen, erwachte ich in meinem Zimmer.

Da habe ich mich sofort gefragt, ob der Ich-Erzähler am 13. November, am 12. November undsoweiter nicht in seinem Zimmer erwacht ist und daher dieses Datum so bemerkenswert ist.


bitte erst weiterlesen ... dann weißt du warum der 14. November so ein wichtiger Tag ist und er ihn nie vergisst.


Nimm den Einschub aus dem Satz heraus, dann verstehst du vermutlich besser, was ich meine:

    Am 14. November 1992 [...] erwachte ich in meinem Zimmer.

Warum wirkt die Kombination aus Nennung eines konkreten Datums und eines täglich wiederkehrenden Ereignisses irritierend? Weil diese Kombination auf etwas Ungewöhnliches hinweist: Für den Ich-Erzähler ist es offenbar ungewöhnlich, in seinem Zimmer aufzuwachen - deshalb das Datum.

    Wie jeden anderen Tag auch, so erwachte ich auch an diesem 14. November 1992 in meinem Zimmer. Damals ahnte ich noch nicht, wie sehr dieser Tag mein Leben verändern sollte.
Inhaltsgemäß identisch, aber durch den anderen Satzbau eine völlig andere Wirkung.


Moe Teratos hat geschrieben:
Ich konnte dem Drang nicht widerstehen, ihm zur Begrüßung kräftig auf den Arm zu hauen. Das passierte mehrmals täglich.


Hmm, denke ich mir, was passiert da mehrmals täglich? Begrüßt da jemand seinen Bruder mehrmals täglich? Oder ist damit der Drang zur Begrüßung gemeint, der mehrmals täglich auftritt? Weiß nicht ... schwierig ...


Nein, er haut ihn mehrmals täglich ... begrüßt ihn nur einmal am Tag blink3 .


Im Grunde der gleiche Effekt wie im Beispiel mit dem Aufwachen im eigenen Zimmer: Ein verwischter Informationsgehalt des Satzes, ausgelöst durch eigenartige Rückbezüge im Satzbau.

Moe Teratos hat geschrieben:
»Sie sind zur Bäckerei gefahren, Brötchen für unseren Langschläfer kaufen. Die Brötchen, die sie heute Morgen für unser Frühstück gekauft haben, sind schon wieder ganz weich. Also wollten sie für ihren Lieblingsenkel neue, frische holen. Hast es mal wieder geschafft, Gregor, kriegst deine Extrawurst«

Okay, abgesehen davon, dass ich das mit den weichen Brötchen nicht so recht glaube - die Brötchen, die ich um 7 Uhr bei meinem Bäcker kaufe, sind auch um 10 Uhr noch frisch -, habe ich mich beim Lesen dieser Zeilen gefragt, wer da eigentlich spricht.

Entschuldige bitte, wenn ich mit zuviel Fachwissen glänzen wollte. Bin Konditorgesellin und Brötchen gelten nach 2 Stunden als Altbacken, aber im Grunde wollte ich damit nur Darstellen, dass die Großeltern nur das Beste für Gregor wollen. Und es spricht Olaf, bei 2 Leuten im Raum und wenn einer sagt: Hast es mal wieder geschafft, Gregor, kriegst deine Extrawurst« muss wohl Olaf sprechen :lol: .


Niemals, niemals, niemals darfst du in einem Roman dein eigenes Fachwissen beim Leser voraussetzen. Das Medium, das Informationen an den Leser vermittelt, ist immer die handelnde Figur im Roman. Sie muss mit der entsprechenden Qualität ausgestattet sein, damit der Leser die Information versteht. Von daher hätte Olaf eine Exposition gebraucht, die ihn als kundig im Bereich des Bäckereiwesens darstellt. Das fehlt aber völlig. Oder er hätte seine Großeltern entsprechend zitieren müssen.


Was mich zum zweiten Teil deiner Antwort führt:

Natürloch weiß ich, dass sich da Gregor und Olaf zoffen wie die Kesselflicker. Meine Anmerkung "wer spricht da eigentlich" betrifft nicht die Figur Olaf im Sinne von "nicht auf der Bühne vorhanden", sondern Olaf, wie er als Figur angelegt ist. So wie Olaf redet, ist das kein Siebenjähriger. Kinder in dem Alter sprechen anders, haben einen anderen Satzbau und benutzen ein anderes Vokabular. Für mich ist dieser Olaf der direkten Rede eines erwachsenen Mannes mächtig - und wird daher als Figur sehr schnell unglaubwürdig.

    »Sind weg, neue Brötchen holen. Du hast ja so lange geschlafen. Da hat Opa gesagt, die Brötchen sind jetzt schlecht. Und weil sie dich lieber haben als mich ...« Olaf begann plötzlich zu weinen. »Das war schon immer so. Ich hasse dich!«


Das habe ich jetzt mal eben so runtergeschrieben. Gefällt mir zwar noch nicht so richtig, weil der Siebenjährige noch nicht ganz authentisch rüberkommt, aber er reagiert jetzt wenigstens emotional wie ein Kind.
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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (15.06.2011, 17:10)
ricochet hat geschrieben:
1. In der Einleitung: "Aufgewachsen bin ich in einer wohlhabenden Familie." / Die Ausdrucksstellung (besondere Position am Anfang) des Wortes "aufgewachsen" ist nicht nachvollziehbar.


Offengesprochen sehe ich nicht, was jetzt an dieser Formulierung so schlimm sein soll. Und was die literarische Qualität angeht... Also ich habe ja auch ein wenig reingelesen, wenngleich Horror nicht so mein Genre ist, aber ich fand es so weit in Ordnung, was ich gelesen habe. Jeder Autor entwickelt sich ja mit der Zeit und ändert seinen Stil und teilweise vielleicht auch die Themen.

Ähem... hinzugefügt sei noch, daß an das Werk eines Jugendlichen nicht zu hohe Anforderungen gestellt werden können. Auch ich habe meinen Stil verändert, seit ich anfing zu schreiben - damals war ich um die 14 Jahre und wenn ich heute lese was ich damals schrieb... Naja, die Ideen sind in Ordnung aber die Umsetzung würde ich doch heute anders machen, und teilweise schreibe ich auch meine alten Krimis um. In meinem Buch »Spuren im Schnee« kann man meine Entwicklung teilweise auch nachvollziehen, wenngleich die alten Krimis von mir überarbeitet wurden und nicht mehr so sind wie ich sie damals geschrieben habe.

Worauf ich hinaus will: Nicht entmutigen lassen, Moe! In ein paar Jahren denkst Du möglicherweise auch anders über das Buch und überarbeitest es vielleicht auch. Nun weiß ich nicht wie alt Du bist, aber ich unterstelle mal, daß Du nicht halb so alt bist wie ich, also unter 21. Ihr habt heute ganz andere Möglichkeiten, Eure Bücher zu präsentieren als ich damals. Bei mir bestand die Leserschaft aus einigen Freunden, die auch Rückmeldung zu den Büchern gegeben habe. Wir können heute unsere Büchern auch an den Lektoren der Verlage vorbeiveröffentlichen und mehr Feedback bekommen als damals. Die Rückmeldungen werden Dich weiterbringen und sollten Dich allemal ermuntern und nicht entmutigen.
Zuletzt geändert von Richard Bercanay am 15.06.2011, 17:41, insgesamt 1-mal geändert.

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ricochet
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Re:

von ricochet (15.06.2011, 17:37)
Sicher ist das nicht schlimm, Richard. Dass sie von "Gören" schreibt, obwohl von Jungs die Rede ist, wiegt sicher schwerer.

LG

rico
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Moe Teratos
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Re:

von Moe Teratos (15.06.2011, 17:42)
Gören werden im Ruhpott auch als kleine nervende Kinder übersetz, wusste nicht das es anderswo nicht so ist :D !
Und danke an alle, die wenigstens nicht ganz so gemein waren wie die anderen :cry: !

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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (15.06.2011, 17:44)
@ ricochet

Das wird sich sicher noch mit der Zeit herausschleifen. Das mag die Schattenseite sein: Wenn das Buch in der Form draußen ist, wie es ist, kann man posthum zwar verändern, muß aber noch mal neu veröffentichen. Daher ist möglicherweise eine vorläufige Veröffentlichung im kleineren Rahmen zunächst sinnvoll.

Aber ich glaube, Moe war sicher auch ungeduldig, das erste Werk herauszugeben, und bei allen Schwächen finde ich das auch schon gut und mutig.

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Moe Teratos
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Re:

von Moe Teratos (15.06.2011, 17:49)
Wenn ihr wüsstet wie lange das Korrigiert und überlesen wurde ... ich war nicht ungeduldig, hatte vorher auch ein Probeexemplar über Fun bestellt. Familie und Freunde sagten, es wäre super so :roll: .

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (15.06.2011, 17:56)
Unter Gören versteht man auch in Berlin dann Kinder, wenn der Begriff im Plural verwendet wird (= Kinder = Mädchen und Jungen), im Singular verwendet - die Göre bzw. fälschlich "DAS Gör" handelt es sich um Mädchen. Der Begriff ist umgangssprachlich und kann zuminest in Berlin einen leicht negativen Beigeschmack haben.

MOE: vielleicht stellst du dich auch mal selber vor, also nicht nur dein Buch, sondern erzählst uns etwas über dich, dein (ungefähres) Alter ... damit hier nicht weiter spekuliert werden muss.

Ich denke nicht, dass dir hier jemand Böses will! Wer mit seinem Werk an die Öffentlichkeit geht, muss sich halt mit dieser Öffentlichkeit auseinandersetzen.

Guß
Haifischfrau
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (15.06.2011, 17:59)
Moe Teratos hat geschrieben:
Wenn ihr wüsstet wie lange das Korrigiert und überlesen wurde ... ich war nicht ungeduldig, hatte vorher auch ein Probeexemplar über Fun bestellt. Familie und Freunde sagten, es wäre super so :roll: .



Ja, das sehen meine Freunde und meine Famlilie bei meinen Büchern auch so, und trotzdem gibt es erst eines von mir mit ISBN. :-) Zwei weitere habe ich vorläufig bei epubli (also ohne ISBN) veröffentlicht und muß mal schauen, wie es mit denen weitergeht.

Mir hielt mal jemand entgegen, daß Freunde und Familie nicht objektiv seien, und zu einem gewissen Grad stimmt das auch. Allerdings schätze ich meine Freunde und meine Familie schon so ein, daß sie mir auch sagen, wenn ich völligern Mist schreibe, wie wenn zum Beispiel das Mordmotiv zu dünn ist.

Du solltest Dich in der Tat nicht entmutigen lassen, Dein Erstlingswerk aber auch nicht für sakrosankt erklären. Mach Dir klar, was es ist: Deine erste Veröffentlichung, und wenn weitere kommen und Du Dich weiter entwickelt hast, wirst Du das Werk sicher auch mit anderen Augen sehen. Es ist allerdings nun mal absolut notwendig für eine Autor, ein erstes Werk zu veröffentlichen, und Du hast diesen Schritt jetzt gewagt. Die Freude darüber solltest Du Dir nicht nehmen lassen, sie sollte Dir aber auch nicht die Möglichkeit versperren, gut gemeinte Kritik anzunehmen. Dazu gehört aber auch die Würdigung des Werkes, auch wenn es in einigen Bereichen unzulänglich erscheinen mag. Jeder fängt mal an, und ich finde es gut, wenn jemand sich traut, sein Werk auch mal einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

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Moe Teratos
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Re:

von Moe Teratos (15.06.2011, 18:02)
Mir war klar, dass ich keinen Bestseller geschrieben habe und Kritik bekommen werde, aber das es so viel und so heftig wird, hat mich dann doch ein wenig aus den Socken gehauen.

Gut wenn ihr was über mich wissen wollt ...

Mein Name ist Katrin und ich komme aus Krefeld/NRW. Bin 28 Jahre alt und verheiratet. Keine Kinder, aber dafür zwei Katzen. Mein gelernter Beruf ist wie schon gesagt: Konditorin.
Habe mit dem Buch ein wenig frust abgelassen, da es in meinem Privatleben einige unstimmigkeiten gab. Und da hab ich gemerkt das es mir sehr viel spaß machte, es mir danach besser ging und dann auch ganz gut zu lesen war.

Wenn ihr noch was wissen wollt, fragt ruhig!

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (15.06.2011, 18:56)
Richard Bercanay hat geschrieben:
ricochet hat geschrieben:
1. In der Einleitung: "Aufgewachsen bin ich in einer wohlhabenden Familie." / Die Ausdrucksstellung (besondere Position am Anfang) des Wortes "aufgewachsen" ist nicht nachvollziehbar.


Offengesprochen sehe ich nicht, was jetzt an dieser Formulierung so schlimm sein soll.


Ich habe nicht gedacht, dass ich so eine Anmerkung hier unter Autoren tatsächlich mal lesen muss. Aber so kann man sich irren ... cheezygrin

Ob tatsächlich die Stellung eines Wortes einen Satz dramatisch verschlechtert oder verbessert, das will ich hier gar nicht diskutieren. Aber dass gestandene Autoren hier im Forum die Schwäche des Hilfsverbs "sein" nicht bemerken, überrascht mich schon. Denn in jedem, wirklich jedem Schreibkurs, ob VHS, Online- oder Echt-Seminar, Buch oder sonstwo, wird immer wieder gesagt, dass das Hilfsverb die zweitschlechteste aller Formulierungen darstellt - gleich nach der Substantivitis (Oh, großer Wolf Schneider, hilf mir! cheezygrin )

Für den kleinen Notizzettel: Erscheint ein Hilfsverb, sollte der Autor möglichst schnell nach einem Vollverb suchen.

Aus dem hässlichen ...
Aufgewachsen bin ich in einer wohlhabenden Familie

... wird so relativ einfach ein ...

Ich wuchs in einer wohlhabenden Familie auf/heran
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