Mal wieder ein Wikipedia-Artikel mit Löschantrag

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Adrenaline
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Re:

von Adrenaline (09.07.2011, 14:56)
thumbdown:
Es ist sehr bedenklich, wenn eine Enzyklopädie vorgibt, das Wissen der Welt zu vereinen und dann per "Volksentscheid", Wissen löscht.
Man sollte sich dann auch in "Wikipedia - die freie EnzyKLOspülung" umbenennen.
Das, was man als allgemein gültiges Wissen bezeichnet, ist ohnehin vom Zeitgeist abhängig. Wikipedia hätte im Dritten Reich anders ausgesehen, als in der UDSSR, oder wärend der Hexenverfolgung im Mittelalter und immer wären akademische Schwergewichte herbeigeeilt und hätten erklärt, die Erkenntnisse seien "bewiesen".
Aber warum sich überhaupt anbiedern?
Das Wikitemplate bekommst du überall. Leg ein eigenes kostenlose Blog damit an und nenne es xxx-Wikipedia.blogspot.com und mach dir die Welt so wie´s dir gefällt! thumbbup

Nachtrag: Für leute, die keinen Schmerz mehr fühlen oder mutig sind, gibt es zudem ja noch http://www.stupidedia.org !
Da aber bitte sich selbst nicht so wichtig nehmen.
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MichaelHA
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...

von MichaelHA (09.07.2011, 15:28)
Adrenaline hat geschrieben:
Es ist sehr bedenklich, wenn eine Enzyklopädie vorgibt, das Wissen der Welt zu vereinen und dann per "Volksentscheid", Wissen löscht.
Man sollte sich dann auch in "Wikipedia - die freie EnzyKLOspülung" umbenennen.


Da kann ich Dir nur zustimmen... cheezygrin

Beste Grüße

MichaelHA

Klaus D. Klimke

Re:

von Klaus D. Klimke (09.07.2011, 15:43)
Nachricht gelöscht
Zuletzt geändert von Klaus D. Klimke am 10.11.2011, 05:36, insgesamt 1-mal geändert.

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MichaelHA
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von MichaelHA (09.07.2011, 15:57)
Klaus D. Klimke hat geschrieben:
Nebenbei bemerkt, ist mir der Artikel* allerdings zu mager. Statt ihn zu löschen sollte man noch genauer recherchieren und ihn* so aufwerten.


Das war auch so geplant. Ich hatte vor diesen Artikel so nach und nach zu erweitern, in Kontakt mit einem früheren Redaktionskollegen, den ich aber bedauerlicherweise gerade jetzt nicht erreichen kann.

Doch selbst die halbwegs ausführliche Erstfassung wurde von Möchtegern-Wikipedianern zusammengestutzt, da es sich angeblich um eine Textwüste gehandelt habe.

Nun, in der Löschdiskussion stellt sich heraus, dass genau jene Informationen zu interessieren scheinen, die anfänglich eliminiert wurden.

So kann man auch den Bock zum Gärtner machen - wie es so schön heißt... cheezygrin :shock::

Beste Grüße

MichaelHA

Lennet

Re:

von Lennet (09.07.2011, 17:44)
Daniela_Katzenberger ist nun mal relevanter für die deutsche Wikipedia. Ich habe aufgehört, mich über die Wikipedia zu ärgern. Das kostet nur Lebensminuten, die man sinnvoller verwenden kann.

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von MichaelHA (10.07.2011, 05:35)
Es ist traurig, aber wahr: Wikipedia gibt vor, das Wissen der Gegenwart abzubilden, tatsächlich wird dort aber ein cliquenhaftes Auswahlverfahren praktiziert, bei dem so manches zeitgeschichtlich bedeutsames Ereignis einfach hinten runter fällt.
Die allermeisten Wikipedia-Redakteure können sich z.B. gar nicht mehr vorstellen, dass es einmal eine Zeit ohne PC und Internet gab. Und dass Erfolge in den siebziger und achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts sich unmöglich jetzt im Internet ergoogeln lassen können.

Beste Grüße

MichaelHA

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SandraR
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Re:

von SandraR (10.07.2011, 06:39)
Wenn Du Wiki nicht mehr ernst nehmen möchtest ist mein Tipp: Artikel in unterschiedlichen Sprachen über ein und das selbe Thema lesen. Macht Spaß und relativiert die Wichtigkeit die sich Wiki selber geben möchte.

Mein Geheimtipp ist Obama in Deutsch, Französisch und dann mit dem russischen Wiki vergleichen cheezygrin einfach schön! Interessant sind auch wissenschaftliche Bereiche wie Physik. Bei Wiki schreiben nur Anhänger der klassischen Schulphysik beim Thema Quantenphysik wird es lustig. Kurz gesagt, Wiki spiegelt in weiten Teilen nur Mainstreamwissen wieder. Neue Erkemntnisse sofern sie nicht Massentauglich sind kommen einfach nicht vor. Offensichtlich haben Mitarbeiter der Cern anderes zu tun als Wiki zu beliefern.
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

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MichaelHA
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von MichaelHA (10.07.2011, 06:59)
Was für ein Wunder: Der Löschantrag wurde plötzlich zurückgezogen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Handzeiche ... turzeitung)

Beste Grüße

MichaelHA

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (10.07.2011, 07:31)
Irgendwann antwortete mir hier mal jemand entgegen meiner Erfahrung, es wäre keine erlauchte Herrschergilde von eigenen Gnaden, die über die Inhalte die deutschen Wikipedia bestimme.

Darüber kann ich nur lachen, denn Relevanz ist in einer Wissenssammlung kein Argument. Vielmehr sollten einzig Wahrheit, Beweisbarkeit und meinetwegen Rechtschreibung und Ausdrucksweise Kriterien für eine Verbesserung sein.

In einer Sammlung menschlichen Wissens muss alles zu lesen sein, was Menschen wissen, sonst geht es irgendwann verloren. Diesen Auftrag haben die selbstherrlichen Entscheider nicht begriffen.

In meinen Augen ist nichts so sehr gefiltert, wie die BILD und die Wikipedia. Für mich stehen beide auf der gleichen Stufe der Zensur.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (10.07.2011, 12:32)
Adrenaline hat geschrieben:
thumbdown:
Es ist sehr bedenklich, wenn eine Enzyklopädie vorgibt, das Wissen der Welt zu vereinen und dann per "Volksentscheid", Wissen löscht.


Das nennt sich - glaube ich - »demokratischer Vorgang«. :twisted:
Das Projekt »Stuttgart 21« wird demnächst diesem Verfahren unterworfen - und hier im Forum gibt es eine nicht geringe Anzahl von Vertretern »pro Basisdemokratie«.

Es steht natürlich jedem frei, eine Art »Protestbewegung« in Gang zu setzen, um den genannten Artikel per Diskussionsbeitrag innerhalb der Wikipedia-Löschdiskussion zu retten.

Aber wie gesagt: Das nennt sich hierzulande »demokratischer Vorgang« - die Mehrheit entscheidet.
Korrektorat: 1,- Euro zzgl. 19 % USt. pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

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Adrenaline
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Re:

von Adrenaline (10.07.2011, 12:48)
Siegfried hat geschrieben:
Aber wie gesagt: Das nennt sich hierzulande »demokratischer Vorgang« - die Mehrheit entscheidet.


Naja, hierzulande, gibt es eine indirekte Demokratie, da ist ja schon noch ein Unterschied, zur der angeführten Basisdemokratie.
Die manifestiert sich eher in sponaten, opportunistischen Reaktionen auf aktuelle Tagesereignisse. (Kindesentführung=> Todesstrafe , JA / Krieg verloren? nix zu beissen? Elsaß ab nach Frankreich=>? JA)

Indirekte Demokratie ist Wiki jedoch auch nicht, denn
die Wikiredakteure, die die Entscheidungen treffen, werden ja nicht vom Nutzer gewählt.

Das wäre genauso, wenn du sagen würdest, "das Parteibüro der chinesischen KP hat per Abstimmung entschieden......"
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Re:

von alfred.dworak (10.07.2011, 13:16)
Siegfried hat geschrieben:
Adrenaline hat geschrieben:
thumbdown:
Es ist sehr bedenklich, wenn eine Enzyklopädie vorgibt, das Wissen der Welt zu vereinen und dann per "Volksentscheid", Wissen löscht.


Das nennt sich - glaube ich - »demokratischer Vorgang«. :twisted:
Das Projekt »Stuttgart 21« wird demnächst diesem Verfahren unterworfen - und hier im Forum gibt es eine nicht geringe Anzahl von Vertretern »pro Basisdemokratie«.

Es steht natürlich jedem frei, eine Art »Protestbewegung« in Gang zu setzen, um den genannten Artikel per Diskussionsbeitrag innerhalb der Wikipedia-Löschdiskussion zu retten.

Aber wie gesagt: Das nennt sich hierzulande »demokratischer Vorgang« - die Mehrheit entscheidet.


Lieber Siegfried, ob wir eine Demokratie sind, das sehen unsere Regierenden aber ganz anders. Hier ein Zitat aus der Erklärung zur Klage gegen den EU-Rettungsschirm:

....Die Beschwerdeführer würden sich auf ein neuartiges Recht berufen, das bisher gar nicht existiere, nämlich ein umfassendes Grundrecht auf Demokratie...

http://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2011/pm_1107051.html

L.G. Alfred

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mtg
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Re:

von mtg (10.07.2011, 13:33)
Ich verstehe die ganze Aufregung um den Begriff »Demokratie« nicht. Ausgehend von dem Vorwurf [!], es würde bei Wiki etwas per Volksentscheid entschieden, brachte Siegfried lediglich andere Volksentscheide als mögliche Teile unserer Staatsform, einer Demokratie, in die Diskussion. Was bei Stuttgart21 gut ist, ist an anderen Stellen, die einem nicht so genehm sind, also schlecht? Das nenne ich eine schöne Vorstellung von »persönlicher Demokratie« ... zu deutsch: »Nach mir die Sintflut« ...

Übrigens: Heißt Demokratie nicht »Volksherrschaft«?

(Duden.de:»französisch démocratie < (m)lateinisch democratia < griechisch dēmokratía = Volksherrschaft, aus: dẽmos = Volk; Gebiet, eigentlich = Abteilung (zu: daíesthai = [ver]teilen) und krátos »Kraft, Macht« (zu: krateĩn = herrschen)«)

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MichaelHA
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von MichaelHA (10.07.2011, 14:22)


Der Löschantrag wurde erneuert. Und zwar wieder wegen angeblich fehlender Relevanz.

Beste Grüße

MichaelHA

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