Abschied von allem!

Euer Forum für Diskussionen zum Thema Self-Publishing und Buchveröffentlichung.


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Claire
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Re:

von Claire (24.12.2007, 09:15)
Liebe Bianca,

nicht jeder ist ein geborener Rechtschreib- oder Grammatikfreak, aber deshalb muss man doch nicht seine Kreativität begraben!
Gut, du hast vielleicht eine kleine Schwäche, aber du kannst sie wenigstens zugeben. Das ist schon deutlich mehr, als andere können.
Ich bin auch gern bereit zu helfen und würde ebenfalls dein Manuskript durchlesen und korrigieren.

Und jetzt: Kopf hoch! Feier schön Weihnachten und mach vor allem weiter!

LG Claire
LG Claudia
Jede Katze ist ein kleiner Druide! Sie leben im Hier und Jetzt. Wir sollten uns ein Beispiel daran nehmen! Wir müssen ja nicht unbedingt schnurren.

julia07
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Re:

von julia07 (24.12.2007, 09:17)
Hallo Bianca,
schmeiß bloß nicht die Flinte ins Korn!
LG, Julia

(Ich habe Dir auch noch eine PN geschrieben)

hwg
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Re:

von hwg (24.12.2007, 10:17)
Hallo Bianca!

Schön, dass Du uns erhalten bleibst.

Habe Deinen Eintrag erst jetzt ent-
deckt, sonst hätte ich schon eher
reagiert. Aber meine "Vor"-Schreiber
haben ja alles das bereits festgehalten,
was auch ich unterstreiche: Lass
Dich nicht unterkriegen und bleibe
eifrig "am Ball".

Ehrliche Kritik ist
nie persönlich und vor allem böse
gemeint, sie dient ausschließlich
der Sache. Erhalte Dir Deine Phan-
tasie, sie ist Voraussetzung für je-
des kreative Schreiben. Und dies
solltest Du unbedingt wieterhin tun!

Wir lesen hoffentlich bald wieder
voneinander. Inzwischen wünsche
ich Dir eine angenehme "Pause"
und alles Gute für die kommende
Zeit!

Herzlichen Gruß aus der Steiermark!
Hans

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Bärentante
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Re:

von Bärentante (24.12.2007, 13:22)
Bianca hat geschrieben:
Aber in letzter Zeit bin ich hier im Forum auf übelste kritisiert worden, ...

Und es ist schade, die Meinung zu sagen ohne das man gleich auf den nächsten Scheiderhaufen geschickt wird. Das ist alles Allgemein gehalten.

Ich schreibe immer in der Allgemeinheit und spreche nie einzelne Personen an!


@ Bianca

Oh Schreck, als ich die Überschrift gelesen habe, dachte ich, Du hättest schon eine Packung Schlaftabletten in der Hand. :roll:

Wahrscheinlich habe ich nicht alle Beiträge verfolgt, denn von übler Kritik weiß ich nichts. Dass man Dich darauf hinweist, eine HP, die Erfolg beim Buchverkauf bringen soll, korrekt und fehlerfrei zu gestalten, ist eine Hilfe und keine Kritik. Ich denke mal, da mussten sich andere Forumsmitglieder hier schon andere Dinge anhören. :wink:

Dass Du in Deiner Ausführung die Allgemeinheit ansprichst, passt irgendwie nicht. Du wurdest, wenn überhaupt, von einigen direkt "kritisiert". Und auch sie möchten nicht, wie Du auch, wegen einer reinen Meinungsäußerung auf dem Scheiterhaufen landen.

Ich fühle mich persönlich angesprochen, da Deine Verabschiedung eine halbe Stunde nach meiner PN an Dich eingestellt wurde. Ich habe mich mit Deinem Text beschäftigt und drei Seiten dazu geschrieben, was mir jetzt leid tut. Das war keine Kritik, sondern Anmerkungen zu Unstimmigkeiten, Ungereimtheiten, die man so nicht veröffentlichen kann, wenn es jemand kaufen soll. Eine Geschichte einfach in die Tastatur zu hauen, die Rechtschreibfehler verbessern zu lassen und zu veröffentlichen, das ist es nicht. Schau Dir den Thread an, wie lange die Autoren hier an ihren Büchern gearbeitet haben. (Waren es bei Versailles beispielsweise nicht sogar drei Jahre?) Die eigene Geschichte muss man selbst genau kennen, Wort für Wort, immer wieder lesen, einen Zusammenhang aufbauen, jeden Satz auf Stimmigkeit zu späteren Ausführungen prüfen.

Tut mir aufrichtig leid, aber ich bin ein Mensch, der seine Meinung sagt und auch dazu steht. Werde mir anstelle des Weihnachtsbaumes nun schon mal den Scheiterhaufen anheizen. cheezygrin

Ich wünsche Dir die Kraft, Dich realistisch mit der Schreiberei auseinanderzusetzen. Wie ich Dir geschrieben habe, werde ich Dir weiterhin gerne helfen, aber auch Du musst Deinen Teil dazu beitragen und nicht sofort die Flinte ins Korn werfen.

Schöne Feiertage.
Liebe Grüße
Christel

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Yuki
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Re:

von Yuki (24.12.2007, 15:27)
Noch mal Hallo Bianca,

wenn man eine gute Fantasie hat ist Rechtschreibung und Grammatik erst einmal nebensächlich, dafür gibt es Lektoren, Rechtschreibprogramme ect.
Vielleicht macht dir das Mut: Eine Freundin von mir ist Legastenikerin und hat trotzdem schon zwei Bücher veröffentlicht, sitzt gerade am 3. Band der Reihe. Sie durfte sich auch schon einiges anhören...
Du kannst alles machen, aber nicht aufgeben :wink:

Versailles
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Re:

von Versailles (24.12.2007, 15:49)
@ Bianca: na, da bin ich froh, dass du bei der Stange bleibst. Hör' doch nicht auf, nur weil es mal schwer wird oder der Wind dir ins Gesicht bläst, anstatt dich voran zu tragen. Deinen Text werde ich am zweiten Feiertag lesen.

Ich finde es gut, dass du dir mehrere Meinungen einholst und ich fände es noch wichtiger, wenn du die Meinungen, Tipps und Ideen umsetzen möchtest und dann nicht die Flinte ins Korn wirfst.

Und trau' dich ruhig, die Menschen direkt anzusprechen. Es ist ein erster Schritt zu einer konstruktiven Kommunikation. Versteck' dich nicht hinter der "Allgemeinheit", denn so erreichst du unter Umständen niemanden, weil sie niemand angesprochen fühlt.

@ Bärentante: huch, du sprichst von mir? Es waren vier Jahre und bei Stefanie Gräf sogar zwanzig, wenn ich mich recht erinnere...


Herzlichst
Amalia
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Gigger
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Re:

von Gigger (24.12.2007, 15:49)
Hallo Bianca,

ich bin noch nicht so lange hier im Forum unterwegs und kenne die Vorgeschichte nicht, aber ich hab mir hier diese Beiträge durchgelesen. Ich habe vor einiger Zeit mein erstes Buch fertig geschrieben und habe natürlich auch ein wenig Bammerl vor der Kritik, wenn es dann mal rauskommen sollte. Ich werde keinen Preis gewinnen, aber das Schreiben macht mir einfach unheimlich Freude, sodass ich heute mit meinem zweiten Roman begonnen habe. Ich denke, jeder, der seine literarischen Ergüsse nicht zurückhalten kann, soll schreiben! Egal, was andere dazu sagen. Ich sehe das auch als eine Art Hobby, und dabei muss man nicht der oder die Beste sein. Wenn ich im Verein Fußball spiele, so in der Kreisklasse z.B., kann ich auch nicht sagen, dass ich das Spielen lasse, nur weil jemand meint, dass ich so viele Fehlpässe spiele oder technisch nichts drauf habe. Es gibt Weltklassespieler und Kreisklassenspieler. Und so gibt es Weltklasseautoren und uns Möchtegern-Weltklasseautoren, aber eben doch Kreisklasseautoren-Seiende. Manch einer wird in die Regionalliga aufsteigen, manch anderer bleibt ein Leben lang in der Kreisklasse, aber ein jeder sollte seinem Hobby treu bleiben. So lange dir das Schreiben Spaß macht, schreib!
In diesem Sinne wünsche ich dir eine gute Zeit und viele, viele :D book:

dbs

Re: Abschied von allem!

von dbs (27.12.2007, 01:26)
Hi!

Bianca hat geschrieben:
ihr habt mir in letzter Zeit gezeigt, was ich in wirklichkeit nicht kann, weil ich es nie gelernt habe. Und dass ist das Schreiben eines wirklich interessanten Buches.


Oh Mann ...

Als ich diese Zeilen - und die weiteren, die danach kommen - gelesen habe, da war mein erster Gedanke: "Warum?" - Warum dieser Pauschalrundumschlag gegen sich selbst.

Ob du Schreiben kannst oder nicht, das kann ich nicht beurteilen, weil ich von dir kein komplettes Werk gelesen habe, oder eine ausreichende Anzahl Seiten.

Was das Schreiben eines interessanten Buches angeht - da bist vor allem erst einmal du selbst gefragt. Hast du ein Thema, das dich wirklich beschäftigt, das dir nicht aus dem Kopf geht, über das du ständig nachdenkst, im Bus, beim Abwaschen, beim Einkaufen? Von dem dich weder dein Mann noch deine Freunde und erst recht wir hier nicht ablenken können?

Die gute Dame Rawlings hatte z.B. mit ihrem Harry Potter so eine Idee und hat sich nicht davon abbringen lassen, weder durch Absagen von diversen Verlagslektoren noch von sonst jemanden. Das erste, was man braucht, ist, von seiner Idee wirklich überzeugt zu sein. Alles andere kommt später.

Du sagst, du kannst nicht schreiben. Glaube ich nicht. Nach meiner ganz persönlichen Auffassung kann jeder (!) schreiben. Das mag bei den allermeisten vielleicht nicht sonderlich gute Ergebnisse bringen, aber darum geht es hier nicht. Wenn man eine Geschichte aufschreiben will, die einen persönlich wirklich interessiert (s.o.), dann schreibt man diese Geschichte zuallererst für sich und für niemanden anders. Erst wenn man mit der Geschichte in die Öffentlichkeit gehen will, also in Form eines Buches, dann geht es auch um die Meinung anderer (wobei manche Autoren selbst da sagen: "Was meine Leser von meiner Geschichte halten, ist mir völlig egal!").

Was die Qualität des eigenen Schreibens angeht - das kann man lernen. Das ist pures Handwerk, dass sich durch Unterricht und Selbstlektüre erlernen lässt. Mit dem Schreib-Handwerk lassen sich meiner Meinung nach etwa 75% des Problems erschlagen. Man ist dann zwar "nur" ein Autor unter vielen und wird vermutlich nie auffallen, aber man schreibt handwerklich brauchbares Zeug.

Das Mehr an Schreibqualität erreicht man nicht durch Handwerk, sondern durch harte Arbeit. Ein Autor, der sich verbessern will, der muss vor allem eines tun: Schreiben und Lesen, Lesen und Schreiben. Wer das Schreiben ernsthaft angehen will, der sollte sich zu einem bestimmten Pensum pro Tag zwingen. Zwei Seiten. Jeden Tag. Egal wie das Wetter draußen ist, was das Fernsehprogramm sagt, ob Freunde sich in der Kneipe treffen wollen. Zwei Seiten pro Tag. Nicht 14 Seiten am Wochenende. Erfolgreiche Autoren sagen, alle 100.000 geschriebene Wörter gibt es einen Qualitätsschub. Bei 2 Seiten pro Tag wäre das alle zwei Monate.

Und Lesen! Lies alles, was dir in die Finger kommt. Lies es nicht zu Unterhaltunsgzwecken, sondern um herauszufinden, wie der Autor seine Geschichte aufgebaut hat. Wie zieht er dich in die Geschichte, wie entwickelt er Figuren, wie baut er Konflikte auf, wie enden und beginnen seine Kapitel, wie beschreibt er? Und wo macht der Autor Fehler, wo funktioniert etwas nicht - und warum funktioniert es nicht? Wie hättest du es gemacht?

Und was die Rechtschreib- und Grammatikschwäche angeht: Das ist - verzeih mir meine klaren Worte - schlicht persönliche Bequemlichkeit. Rechtschreibung und Grammatik kann man lernen. Wer es nicht in der Schule gelernt hat, muss es eben später lernen. Und auch hier verweise ich auf o. g. Punkte: Lesen und Schreiben, Schreiben und Lesen. Das verbessert auch die eigene Rechtschreibung bzw. Grammatik.

Niemand hat gesagt, dass Schreiben einfach sei - insbesondere gutes Schreiben. Das ist knallharte Arbeit. Wenn man gutes Schreiben aus dem Ärmel schütteln könnte, dann könnte es jeder und es wäre nichts Besonderes mehr.

Was also brauchst du zum Schreiben eines Buches?

Ein gute, dich fortwährend beschäftigende idee (das ist 1% deines Buches)

Durchhaltevermögen, also jeden Tag am Buch arbeiten schreiben, lesen, korrigieren, recherchieren (das ist mit 50% der größte Anteil)

Schreib-Handwerk, das Umsetzen bestimmter erlernbarer Techniken für dein Buch (das macht etwa 33% deines Buches aus)

Nur mit diesen drei Faktoren wirst du bereits ein brauchbares Buch zustande bekommen. Vermutlich wird dich kein Kritiker beachten, und du wirst auch keine fünfstellige Auflage verkaufen, aber du hast berechtigte Chancen, bei einem Verlag unterzukommen, der dich für dein Manuskript bezahlt.

Verfügst du dann noch über angeborenes Erzähltalent und ausreichende Phantasie, kommt sogar ein gutes Buch dabei heraus, dass sich der Konkurrenz stellen kann. Und wenn du beim Schreiben den Schuss Genialität erwischt, dann ist dein Buch vielleicht sogar ein echter Bestseller (vorausgesetzt, der Verlag erkennt das Potential und fährt entsprechende Werbung - ohne das geht es nun mal nicht).

Also:
Durchhalten - aus den Misserfolgen lernen - Mängel analysieren und beseitigen - viel, viel Lesen - noch viel, viel mehr Schreiben - und vor allem: Niemals aufgeben! Niemals! (die Friedhöfe sind überfüllt von Leuten, deren Leben im Konjunktiv ablief).

Frag dich jetzt selbst: Willst du aufgeben weil du angeblich nicht schreiben kannst - oder willst du aufgeben, weil du plötzlich festgestellt hast, dass Schreiben anstrengend ist und viel Arbeit verlangt?

In diesem Zusammenhang eine Buchempfehlung:

Karl Corino, Elisabeth Albertsen
"Nach 20 Seiten waren alle Helden tot"
Marion von Schröder Verlag
ISBN 978-3547719048

Das Buch enthält die ersten Schreibversuche heute namhafter deutscher Autoren - und wie grottenschlecht die zu Beginn geschrieben haben. Schlechter als mancher hier im Forum.

In diesem Sinne

Siegfried

g.c.roth

Re:

von g.c.roth (27.12.2007, 06:20)
Guten Morgen Siegfried!
Dieses Statement können wir uns alle ausdrucken und über unseren Schreibtisch hängen!
Vielen Dank dafür!

LG Grete

Versailles
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@ Siegfried

von Versailles (27.12.2007, 10:01)
Hallo Siegfried

du hast ES umfassend, treffend und auf den Punkt gebracht - hervorragend! Dein Statement wirkt auf mich unglaublich motivierend

Liebe Grüße
Amalia
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Heiner
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Re:

von Heiner (27.12.2007, 10:06)
Hallo,

ich habe aufgrund der Diskussion einmal geschaut. Duden bietet ein recht umfangreiches Korrekturprogramm. Es ist natürlich kein Garant für einen späteren Erfolg, hilf jedoch dabei, Herr der deutschen Sprache zu werden: http://www.duden.de/produkte/index.php?nid=196

Grüße

Heiner

julia07
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Re:

von julia07 (27.12.2007, 10:46)
Hallo Siegfried,

Obwohl die meisten von uns genau dies eigentlich wissen, ist es sehr gut, es mal so als Resumé zu lesen!!
Es wäre vielleicht gut, diesen Text auch in die Schreibwerkstatt zu transferieren, denn dort stolpert dann jeder drüber, der sich für (s)eine Weiterbildung interessiert :wink:

Dafür hast Du einen Extra-Preit verdient thumbbup

LG, Julia

matthiasgerschwitz

Re:

von matthiasgerschwitz (27.12.2007, 10:51)
julia07 hat geschrieben:
Dafür hast Du einen Extra-Preit verdient


Genau! Ohne Fleit kein Preit! :P

'tschulligung... :lol:

Matthias

julia07
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Re:

von julia07 (27.12.2007, 11:13)
Super Reaktion, Matthias!
Da habe ich jetzt keine Chance mehr zum Ausbessern cheezygrin
Ich mag solche Schnitzer, denn gerade die machen das Leben ja auch liebenswert, weil es immer was zum Schmunzeln gibt...
LG,
Julia

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Bärentante
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Re:

von Bärentante (27.12.2007, 12:06)
Ich wollte mich aus diesem Forum zurückziehen, hatte das Heiner auch schon mitgeteilt, aber wenn jetzt auch andere ihre Meinung äußern, ohne gesteinigt zu werden, sogar noch Preite :wink: dafür erhalten, möchte ich mich gerne weiter beteiligen, da ich hier viel erfahren habe und (fast) alle Beiträge interessant finde.

Dass ich der Auslöser für Biancas Verzweiflung war, hatte ich ja schon geschrieben. Wahrscheinlich waren meine Ratschläge nicht in schmeichelhafte Worte gekleidet, sondern zu deutlich. Ich hatte mich angeboten, die Inhaltsangabe des Buches auf Biancas HP zu verbessern. Da mir aber der Haupttext nicht schlüssig war, man kann ihn finden unter http://www.autorenpool.info/eine-kleine-kurzgeschichte-satamo-t1756.html#13136 konnte ich dieses Hilfsangebot nicht aufrecht erhalten und habe mich zu folgender PN hinreißen lassen, zu der ich nach wie vor stehe.
(Mein Angebot, bei der weiteren Bearbeitung zu helfen, ziehe ich hiermit allerdings zurück.)

Huhu Bianca,

ich denke, dass die Story selbst überarbeitet werden sollte, bevor eine Zusammenfassung als Klappentext in Angriff genommen werden kann. Für mich ist nicht ganz klar, wo Du den Schwerpunkt setzen möchtest. Zudem bestehen zu viele Widersprüche/Unklarheiten:

Gleich der Anfang: „In einer Zeit von Elfen und Zauberern. In einer Zeit, da noch Gut und Böse regierten, ...“ Die folgende Handlung hat nichts mit Elfen und Zauberern zu tun, handelt nicht von höheren Mächten, die willkürlich gut oder böse über ein Volk entscheiden. Es geht um einen Mann, der für seinen Lebensunterhalt arbeiten muss und durch einen Fremden zum Glauben findet. Das ist nicht der Inhalt eines Märchens, sondern eine mögliche reale Szene in der Vergangenheit, von der Erscheinung Gottes mal abgesehen.

„Seinen Lebensunterhalt verdiente er mit dem Verkauf von wildem Honig, den er, wie er selbst sagte, mit harter Arbeit beschaffte. Er ging einmal im Monat in den Wald, an einen Baum, wo wilde Bienen lebten.“ Entschuldigung, aber unter „harter“ Arbeit stelle ich mir etwas anderes vor als EIN MAL IM MONAT tätig zu werden.

„800 Jahre später! Die Stadt hat sich zum Positiven und Negativen verändert.“ Logisch, dass sich eine Stadt in 800 Jahren verändert. Wenn Du betonst, dass einige Dinge besser, einige schlechter geworden sind, muss man in den Folgesätzen auch darauf eingehen. Was hat sich positiv verändert? Vor allem: was negativ.

„Eine Polizeiwache gab es auch.“ Später schreibst Du von einer zweiten, der am Waldrand, in der Julie arbeitet. Wenn es zwei Polizeistationen gibt, ist der Ort aber größer. Ich habe den Text nicht mehr so genau im Kopf, aber geht es nicht immer um nur eine einzige Bank in der Stadt.

„Die Schule, in der die Kinder noch Spaß am Unterricht hatten und noch aufmerksam dem Lehrer zuhörten ...“ Das klingt jetzt wie schöne heile Welt. Ist es aber nicht in Kleinod. Es gibt Kriminalität, sonst müsste man ja keine Polizei haben, die gut zu tun hat mit Raufereien, Banküberfällen, usw.

Ein Stadtteil, der am Wandrand, mit eigener Infrastruktur besteht nicht aus ZEHN Häusern. Vielleicht zehn Straßenzügen.

Die Hauptpersonen sind absolut „farblos“. Außer dass Erick einen tollen Körperbau hat, erfährt man nichts. Ich meine jetzt keine Beschreibung: ... cm groß, die Nase mitten im Gesicht, sondern „versteckte“ Hinweise auf ihr Äußeres wie z.B. die zierliche Julie, die blonde Sandra, die hübsche Frau, der kräftige Mann, etc. Im Gegensatz zu den deutschen Namen klingt Julie McBrain ja etwas schottisch/irisch. Das sollte irgendwie zum Ausdruck kommen. Vielleicht hat sie rote Haare und Sommersprossen?

Du beschreibst sehr ausführlich, wie Erick vom Büro nach Hause fährt. Das liest sich zwar logisch in der Abfolge, hat aber mit dem Verlauf der Geschichte, dem Vorantreiben der Handlung absolut nichts zu tun und wird nicht mehr aufgenommen. Wenn er sich bei der Fahrt beispielsweise Gedanken über etwas machen würde, was später kommt, wäre das für mich logischer.
Du schreibst beispielsweise: „Oben angekommen nahm Erick die Post in die andere Hand, um mit der linken den Schlüssel aus seiner Tasche zu holen.“ Wenn man als Leser diese Information bekommt, denkt man natürlich, dass es später wichtig sein könnte, dass Erick etwa Linkshänder ist, oder etwas in dieser Art.

Erik sitzt bei Nacht im Büro, fährt todmüde nach Hause, ruft die Mutter an, die im Stress ist (mitten in der Nacht?). Und Sandra wird erst in zwei Stunden erwartet, weil sie einkaufen ist?

Warum wohnt seine Cousine überhaupt bei seiner Mutter?

„Aber was beide nicht wussten, war, dass Stefan Hausmann in diesem Moment einen Banküberfall in einer anderen Stadt beging.“ Mitten in der Nacht?

„Plötzlich, als Ericks Mutter sich verabschieden wollte klingelte es an der Tür.“ Warum hat sie dann nicht Tschüß gesagt und aufgelegt, sondern ihn 10 Minuten warten lassen. Es wäre doch logischer, dass sie anmerkt, ihm noch etwas wichtiges sagen zu wollen und er warten solle.

„Sie spielten sein Lieblingslied (California Blue)“
In einem Roman oder einer Geschichte gibt es keine Klammeranmerkungen. Der Titel sollte im Text untergebracht werden. Im Radio spielten sie gerade ...

Als etwas vom Himmel fällt: „Aber weil sie sich nicht für Geheimnisse interessierte, drehte sie sich um, ging in das Zimmer zurück und schloss die Balkontür hinter sich.“ Natürlich interessiert sie sich für die Geschehnisse, geht doch später ständig in den Wald, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.

Julie ruft die Polizei an und verlangt nach Erick. Aber der ist doch eigentlich schon zu Hause.
Wenn er für die Rückfahrt eine Stunde benötigt, dann ja auch für die Hinfahrt. Zusätzlich die Suche nach dem richtigen Haus und der Wohnung. Und nach dieser langen Zeit ist Julie noch nicht fertig im Bad, um ihn zu empfangen und lässt ihn warten?
Obwohl er sich gleich bis über beide Ohren verliebt, hätte er sich doch eigentlich über einen Notruf ohne Anschriftenangabe (gerade von einer zukünftigen Polizistin) aufregen müssen.

Folgender Dialog: „Hallo Julie! Ich bin schon im Café. Wo bist du?“
„Ich bin noch zu Hause. Ich habe ein Problem, und zwar ist die Batterie meines Autos leer und jetzt komm ich hier nicht weg, ohne laufen zu müssen. Könntest du mich vielleicht hier abholen?“
Aber erst später im Text beschließen sie, sich zu duzen.

Das zweite Gespräche beim Chef: „Nach einigen Minuten und dem ausführlichen Gespräch, das beide hatten, verließ Erick wieder das Büro.“ Ein ausführliches Gespräch dauert sicher länger als einige Minuten. Und vor allem: Worum ging es in dem Gespräch? Wie bringt es die Handlung weiter?

„Ein Sprecher hatte ein Megafon in der Hand und forderte ständig den Bankräuber auf, die Geiseln freizulassen und sich zu ergeben. Doch Klaus, der sich denken konnte, wer das Verbrechen verursacht hatte, ging zu dem Sprecher und sagte ihm, dass das, was er da tat, Schwachsinn sei und dass der Täter schon längst über alle Berge sei. Nach diesen Worten ging er in die Bank rein, lief zu der Angestellten, die ihn fragend anschaute, und stellte all die Fragen, von denen er dachte, dass sie wichtig für die Ermittlung seien.“ Man „begeht“ ein Verbrechen. Woher weiß Klaus, dass der Täter weg ist? Die Angestellten schauten ihn fragend an? Es ist doch eigentlich klar, dass nach einem Überfall die Polizei kommt, oder?

Du schreibst: „Doch nach etwa vier Tagen traf er ihn durch Zufall.“ Und dabei sprechen sie über den Überfall vom gleichen Tag?

„Er holte tief Luft, zögerte kurz, dann klopfte er an. Das Herein klang kläglich, aber trotzdem hörbar für Klaus.“ Erick und Klaus sind gleichgestellte Kollegen und Freunde. Da klopft man nicht an die Bürotür. Und wieso antwortet Erick „kläglich“? Minuten vorher war er doch noch ganz munter.

Stefan hat einen Überfall begangen, Geisel genommen, hatte eine Waffe, sogar damit geschossen, der Polizeichef und das SEK waren dabei - und man kann ihm nichts nachweisen und muss ihn wieder gehen lassen?

Erick wird eine Woche krankgeschrieben und sitzt aber wieder im Büro?

Wieso, wann gibt Klaus einem Verbrecher eine Wasserpistole?

Man erfährt nie, woran Erick eigentlich arbeitet, wenn er nicht seinem Freund Klaus mit dem Bankräuber hilft. Er schreibst ständig Berichte. Aber worüber?

Erick ist meiner Meinung nach die Hauptperson. Er sollte den Grabstein finden, da seine Träume, sein Schicksal damit verknüpft sind, Satamo ja eigentlich nur IHN sucht.

Andere Bezeichnungen für den Teufel sind keine KOSEnamen.

Was ist das für ein Huftier, das da im Wald herumläuft?

Satamo kämpft mit der Gestalt im Wald, die Handlung nähert sich dem Höhepunkt, und Erick und Julie schleichen sich einfach davon und gehen Kaffee trinken? Sehr unwahrscheinlich.

Die Blitze sind eine gute Idee, weisen ja den Weg zum Grabstein, aber wie besteht eine Verbindung zur Vorgeschichte vor 800 Jahren? Da müsste man auch etwas mit Blitzen einbauen. Als Zeichen für den Tod des alten Mannes oder den von Satamo. Als Zeichen für das Auftreten des Fremden? Als Zeichen für die Existenz Gottes?

Von wilden Bienen habe ich keine Ahnung. Ich nehme an, Du hast genau recherchiert, wie das mit der Honiggewinnung vor sich geht.

Die Stadt hat sich 800 Jahre später den Namen Kleinod gegeben. Steht irgendwo, wie vorher das Dorf hieß? Und warum überhaupt einen neuen Namen?

Das ist sicher noch nicht alles, aber die Punkte, die mir beim ERSTEN Durchlesen aufgefallen sind. Die Beschreibungen, wie, wann Erick ins Bett geht, wie lange schläft, was es zum Frühstück gibt, sind insgesamt zu ausführlich. Andere, wichtige, spannende Stellen sollten dagegen ausgebaut werden.

Ich könnte mir vorstellen, die ganze Vorgeschichte mit Satamo irgendwie in die Haupthandlung einzustellen, in mehreren Teilen, als Zwischenkapitel. Allerdings mit guten Überleitungen/Zusammenhängen. Zum Beispiel, dass nach Satamos Tod die Dorfbewohner einen Grabstein für ihn an dem Honigbaum errichten. Das müsste dann vor dem Abschnitt der Jetztzeit kommen, wenn der Grabstein gefunden wird.
Ein Eichhörnchen sollte in die Vorgeschichte ebenfalls noch eingebaut werden.

So, und nun greife zum Telefon und stell Dir vor, ich wäre am anderen Ende der Leitung. Wir plaudern, dann erzählst du von dem, was Du gerade schreibst. Da ich neugierig bin, hihi, möchte ich natürlich wissen, worum es dabei geht. Also schilderst Du mir in einigen Sätzen den Inhalt. (Und zwar auf der Basis, dass Erick die Hauptperson ist.) Und diese Sätze schreibst Du auf. Das müsste dann (nach einiger Feilarbeit an dem Text) der ideale Klappentext werden.

Ok, wenn Du nach diesen sehr kritischen Sätzen von mir überhaupt noch Lust hast, weitere Anmerkungen an den Kopf geworfen zu bekommen, Deine Geschichte zu überdenken und gründlich zu überarbeiten bereit bist, darfst Du mich gerne wieder anschreiben, dann „basteln“ wir weiter.

Schöne Feiertage!

Grüßle
Christel
Liebe Grüße
Christel

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