BOD Lieferzeiten zu lang!

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Jenselina
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Re:

von Jenselina (18.08.2011, 13:36)
Wenn längere Zeit kein Buch mehr bestellt wird dann rutscht der Lieferstatus ab.

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Adriatic
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Re:

von Adriatic (18.08.2011, 13:37)
MarkusGronotte hat geschrieben:
Jenselina hat geschrieben:
Ich denke auch man sollte sein Buch alle 2 Wochen bei Amazon selbst bestellen, bzw. stets aufpassen, dass sich die Lieferzeit nicht erhöht.
:shock::
Also anfangs ein oder zwei Exemplare bestellen, damits aus Lager ist geht ja noch, aber wieso alle zwei Wochen? Kannst du das näher erläutern? Nur wegen dem Rang?


Ich bin zwar nicht Jenselina, aber ich antworte trotzdem:

Wenn man beim Amazon-Partnerprogramm mitmacht und zusammen mit dieser einen Pro-Buch-Gewinn einstreicht, der an die von BOD gewährten Stückzahlrabatte heranreicht, macht es Sinn, sich seinen persönlichen Vorrat über Amazon zu besorgen.

Du bekommst die Amazon-Partnervergütung, bekommst die BOD-Marge. Du musst keine großen Stückzahlen auf einmal finanzieren.

Muss man ausrechnen, macht für manche Sinn, für manche aber auch nicht.
Coccobello (Roman) - Eine Reise in einem alten VW-Bus durch die Toskana

Adria-Express (Roman) - Eine Reise mit der Bahn durch Italien

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Klopfer
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Re:

von Klopfer (18.08.2011, 17:31)
Adriatic hat geschrieben:
Wenn man beim Amazon-Partnerprogramm mitmacht und zusammen mit dieser einen Pro-Buch-Gewinn einstreicht, der an die von BOD gewährten Stückzahlrabatte heranreicht, macht es Sinn, sich seinen persönlichen Vorrat über Amazon zu besorgen.

Du bekommst die Amazon-Partnervergütung, bekommst die BOD-Marge. Du musst keine großen Stückzahlen auf einmal finanzieren.


Uh-oh, Vorsicht! Als Amazon-Partner darf man für seine eigenen Bestellungen keine Partnerprogramm-Vergütungen beziehen. Erstens rechnet Amazon diese Bestellungen normalerweise wieder aus der Vergütung raus, zweitens hat Amazon auch das Recht, dich aus dem Partnerprogramm zu werfen, wenn du das dauernd probierst.

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Sven Thoemen
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Re:

von Sven Thoemen (18.08.2011, 19:12)
Rein vom Betriebswirtschaftlichen Aspekt: wenn Bücher auf Lager sind verkaufen sie sich besser. Ganz einfach. Viele Menschen wollen nicht warten. Das ist ein Fakt.
----------------------------------------------------
Der Adler, der auf einem Kaktus saß
und eine Schlange verspeiste
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Jenselina
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Re:

von Jenselina (18.08.2011, 21:03)
Zu 100% richtig!!! Ich behaupte mal kühn, dass es bei Sachbüchern die nicht sofort lieferbar sind zu einem Einbruch von 80% der möglichen Verkäufe kommt, wenn vergleichbare Bücher zum gleichen Thema sofort lieferbar sind.

Für die restlichen Bücher von No-Name Autoren dürfte dies nicht gelten, da diese ja eh erst gekauft werden wenn sie der Autor gezielt in den Markt presst.

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mtg
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Re:

von mtg (19.08.2011, 07:55)
Sven Thoemen hat geschrieben:
Rein vom Betriebswirtschaftlichen Aspekt: wenn Bücher auf Lager sind verkaufen sie sich besser. Ganz einfach. Viele Menschen wollen nicht warten. Das ist ein Fakt.


Lieber Sven,

Bücher werden - wie alle Produkte - im Handel erst dann auf Lager genommen, wenn der Händler auch sicher sein kann, dass er sie in einer bestimmten Frist wieder abverkaufen kann. Das ist der einzig wichtige betriebswirtschaftliche Aspekt. Der Händler ist ein Mittler zwischen Hersteller (Autor) und Käufer ... und wo kein Käufer ist, ist auch kein Mittler notwendig. Und komm' jetzt nicht mit der Remissionsfähigkeit - das ist ein ziemlich umständlicher Akt, den kein Händler freiwillig bei unnötigen Produkten auf sich nimmt.

Hier ist in erster Linie der Autor gefragt, der nicht nur sein Werk publiziert, sondern auch die Information darüber an die Öffentlichkeit bringen muss. So etwas übernimmt der Händler - wenn überhaupt - nur für Geld ... und zwar deutlich mehr als die Handelsmarge. Da es hier ja Vertreter der Meinung gibt, der böse Handel bereichere sich qua Marge an den armen gebeutelten Autoren, werden diese natürlich wieder Wasser auf ihren Mühlen finden ... aber auch nur deshalb, weil sie erwiesenermaßen keinerlei Ahnung davon haben, wie der Handel funktioniert. Das ist zunächst auch nicht verwerflich - aber dann sollten sie auch ihren Mund halten und lieber von Dingen sprechen, von denen sie auch etwas verstehen.

Wenn es schon bei gestandenen Markenartikeln so ist, dass Listungen im Handel keinem Automatismus unterliegen - warum sollte das bei einem No-Name-Autor anders sein? Wenn Du von Deinem Buch überzeugt bist, dann wirst Du auch Mittel und Wege finden, diese Überzeugung in Form von Werbung etc. kund zu tun und damit auch potenzielle Käufer finden.

Seinen grundsätzlichen Eigenbedarf über Amazon zu holen, um ein Abrutschen des Verkaufsranges oder des Lieferstatus zu verhindern, ist Sandmännchen-Technik. Es sieht nett aus, hat aber kene Bedeutung. Oder noch drastischer formuliert: Es ist Selbstbetrug. Denn der einzige Käufer ist man selbst ... und das kann man per Autorenrabatt bei Kleinauflagen auch billiger haben ...
cheezygrin

Jenselina
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Re:

von Jenselina (19.08.2011, 08:09)
Ich sehe das etwas anders. Wenn ein themenschwaches Buch eines No-Nsme-Autors auf lange Lieferzeitzeiten trifft so potenziert sich das Verkaufsproblem.

Daher halte ich es für legitim zumindest an einer Schraube zu drehen um den Verkauf anzukurbeln.

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mtg
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Re:

von mtg (19.08.2011, 08:12)
Jenselina hat geschrieben:
Ich sehe das etwas anders.

Das bleibt Dir selbstverständlich unbenommen. Aber es zeigt auch, dass Deine Erfahrungen mit dem Handel stark gegen Null streben und daher nicht gerade vor Relevanz strotzen. Du tust nämlich niemanden einen Gefallen, wenn Du fachlichen Unsinn postest.

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SandraR
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Re:

von SandraR (19.08.2011, 08:15)
Man sollte sich vielleicht einfach bemühen als Autor nicht No-Name zu sein. Erfordert etwas Fleiß ist aber machbar. Seine Bücher aber regelmäßig bei Amazon selber zu kaufen, ist nun wirklich unterste Schublade.
Ausgenommen bei Neuerscheinung, da sorgt ein Kauf bei Büchern die sich nachher sowieso verkaufen für eine schnellere Bestellung. Dies funktioniert aber auch wiederum nur, wenn der Handel schon Erfahrungen mit der Buchreihe oder dem Autor hat.
Ansonsten halte ich Leute die ohne ISBN publizieren eigentlich nicht für kompetent in solchen Sachfragen angle:
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

Jenselina
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Re:

von Jenselina (19.08.2011, 08:17)
Lieber mtg,

meine Argument sind doch nachvollziehbar oder? Im übrigen geben hier auch einige andere den Tipp das eigene Buch mal selbst zu bestellen wenn es mit der Lieferzeit klemmt.

Liebe Sandra,
um es klar zu sagen und da stimme ich Dir zu, es ist im Grunde schon eine peinliche Nummer. Aber nicht jedem ist es gegeben ein Buch zu schreiben, welches diese Maßnahmen nicht nötig hat.

Jenselina
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Re:

von Jenselina (19.08.2011, 08:23)
SandraR hat geschrieben:
Ansonsten halte ich Leute die ohne ISBN publizieren eigentlich nicht für kompetent in solchen Sachfragen angle:


Der Verkauf ohne ISBN war ein genialer marktstrategischer Zug. Wenn ich die Käuferschicht werbemäßig eh voll durchdringe muß ich niemenden zum Konkurrenten haben der einfach nur durch Ausliefern den größten Teil des Gewinns abschöpft.

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mtg
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Re:

von mtg (19.08.2011, 08:40)
Jenselina hat geschrieben:
Lieber mtg,
meine Argument sind doch nachvollziehbar oder?


Liebe Jenseina,
nein, das sind sie eben nicht. Für Dich vielleicht - aber darauf kommt es nicht an. Denn Du redest auch hier wie die Blinde von der Farbe.

Jenselina hat geschrieben:
Im übrigen geben hier auch einige andere den Tipp das eigene Buch mal selbst zu bestellen wenn es mit der Lieferzeit klemmt.

Verwechsele nie das Selbe und das Gleiche! Die Tipps, die zu diesem Thema (auch von mir!) gegeben werden, beziehen sich darauf, eine Anschubbestellung zu leisten, um den Weg ins Amazon-Lager zu erleichtern. Und nicht mehr. Für alles andere ist der Autor und noch mehr die Qualität des Buches selbst verantwortlich.

Oder aber, um eine schnelle Einzelbestellung zu generieren. Ich wollte jemandem mein Buch schenken, hatte aber keine Exemplare mehr zur Hand und wollte auch keine Kleinauflage bestellen. Dafür ist Amazon prima.

Oder eben auch, um die Lieferzeit zu testen. Und nicht mehr. Du hingegen hast es als Credo empfohlen ... (und nein, ich meine nicht die Deodorant-Marke).

Jenselina hat geschrieben:
Der Verkauf ohne ISBN war ein genialer marktstrategischer Zug.

Toll - tut Dir die Schulter schon weh? Woher willst Du das denn wissen? Du hast keinerlei Vergleich. Und was Deine Kenntnis von der Handelslandschaft betrifft, gebe ich Sandra recht: Vom durchs Fenster gucken weiß niemand, ob es im Zimmer warm oder kalt ist.

julia07
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Re:

von julia07 (19.08.2011, 10:01)
SandraR hat geschrieben:
Seine Bücher aber regelmäßig bei Amazon selber zu kaufen, ist nun wirklich unterste Schublade.

Warum sollte das unterste Schublade sein? Dieser Logik entsprechend ist es das auch, wenn ich direkt bei BoD bestelle. Kunde ist Kunde und wenn ein Autor daran Spaß hat seinen eigenen Kram zu bestellen, nur weil es andere nicht tun, seh ich daran absolut nichts Unmoralisches.

Was die Lagerhaltung bei Amazon angeht, ist die dazugehörige Diskussion so alt wie dieses Forum hier. Tatsache ist, dass ein Buch bei Amazom fast immer als verfügbar angezeigt wird, sobald es wenigstens einmal im Monat bestellt wird. Wer das nicht schafft, hat am Markt vorbei geschrieben und da ist auch das selbst Bestellen Unsinn (siehe Matthias und andere).

Wenn ein Buch einmal nicht lieferbar ist, sind die angegebenen Zeiten in der Regel auch nicht zutreffend. Ich bestelle fast im Wochenrhythmus bei Amazon Bücher und oft sind diese erst in "6 bis 12 Tagen" lieferbar. Tatsächlich liegen sie aber spätestens nach vier Tagen im Briefkasten. Wer Amazonkunde ist, weiß das und es schreckt mich zumindest nicht ab.

Julia

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mtg
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Re:

von mtg (19.08.2011, 10:15)
julia07 hat geschrieben:
SandraR hat geschrieben:
Seine Bücher aber regelmäßig bei Amazon selber zu kaufen, ist nun wirklich unterste Schublade.

Warum sollte das unterste Schublade sein?

Julia,
Sandra bezog das auf das »Argument«, man könne qua Selbstbestellung suggerieren, es gäbe eine große Nachfrage für das Buch. Ob man das nun als »unterste Schublade« bezeichnen kann, darüber kann man trefflich streiten. Tatsache ist aber, dass es die - für manche Autoren traurige - Realität verzerrt und bei den Betroffenen lediglich für eine rosa Brille sorgt.

Wie fehlerhaft die Denke mancher Leute ist, erkennst Du auch an diesem »Argument«:
Daher halte ich es für legitim zumindest an einer Schraube zu drehen um den Verkauf anzukurbeln.

Der Verkauf wird nicht dadurch angekurbelt, dass man sich selbst und andere betrügt ... und der Satz entbehrt schon deshalb jeglicher Aussagekraft, da er von einer Userin getätigt wurde, die den Handel überhaupt nicht kennt.

Genau deshalb gebe ich Dir hier unumwunden und gerne »Douze Points«:
julia07 hat geschrieben:
Wer das nicht schafft, hat am Markt vorbei geschrieben und da ist auch das selbst Bestellen Unsinn.

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Adriatic
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Re:

von Adriatic (19.08.2011, 11:23)
In dieser Schwarz-Weiß-Diskussion fehlen die Grautöne.

Es kann gute Gründe geben, warum man seinen Eigenbedarf über Amazon bestellt. Damit betrügt man bei gewissen Fallkonstellationen weder sich noch andere. Ebenso gibt es bei gewissen Fallkonstellationen gute Gründe, wenn man sich auf einen Online-Anbieter konzentriert.

Unabhängig von diesen Fragen steht zumindest für mich außer Frage, dass ein Autor

a) ein vernünftiges Produkt anbieten muss (sonst ist die Diskussion ja eh überflüssig)
b) man richtig viel tun muss, um den Buchverkauf anzukurbeln (und der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt)

Wir reden hier hoffentlich nicht ernsthaft davon, dass man den Buchverkauf allein durch Eigenkäufe bei Amazon ankurbelt. Wir reden hier von flanierenden Maßnahmen.

Man kommt sich ein wenig als besonders dumm hingestellt vor, wenn man sich die Antworten hier durchliest. Bei der Diskussionskultur sollte man das Forum dann in der Tat weiter als Spiel- und Spaßforum etablieren.
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