Als gäbe es nichtg schon genug - WK

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WK
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Als gäbe es nichtg schon genug - WK

von WK (04.04.2011, 11:29)
Hi - wo? (um auch einmal etwas Lustiges geschrieben zu haben. Das war die Gelegenheit.)

Und nun wieder ernst weiter. Lesen und Schreiben haben sie mir in der Schule beigebracht. Na ja, Lesen ja, beim Schreiben hat es nach der Vermittlung des Wissens über die Buchstaben aufgehört. Also habe ich mir Schreiben selbst beigebracht, und zwar durch Lesen. Und Zuhören.
Jetzt, wo die zweite Hälfte meines Lebens in vollem Gange ist und die ersten Rastplätze sicherheitshalber angelaufen werden, habe ich mich vor die Wahl gestellt - nimmst du dein Wissen mit nach unten und unterhältst die Würmer damit, da ich mich dann nicht mehr anders wehren kann, oder springst du über deinen Schatten und lässt es oben. Die Lösung ist vorerst ein Moratorium - das habe ich aus der Politik gelernt. Ich drucke meine Bücher erst einmal für mich, und zwar nur für mich. Ok, ein paar Freunde dürfen auch reinschauen, aber nur ein paar. Der Hintergrund für meine Unentschlossenheit sind u. a. folgende Überlegungen:
These 1: Es bedarf keines neuen Buches. Alles, was zu sagen ist, ist schon einmal gesagt worden. Egal von wem und wann. Es gibt nichts Neues. Frag mich niemand, wo ich dies her habe. Dieser Gedanke ist sicher ein Plagiat, nur woher - Quellenforschung ist mir zu aufwe(ä)ndig. Er entstand bei mir vor beinahe fünfzig Jahren zum ersten mal. Nicht einmal an den genauen Zeitpunkt erinnere ich mich mehr. Und, ich bin mir sicher, ich war nicht der erste, der in hatte.
These 2: Alles wurde auch schon schriftlich niedergelegt. Dabei spielt weder die Form noch das "speichernde" Material eine Rolle.
Warum schreibe ich trotzdem?
a) Weil das Meiste verloren gegangen ist und weil der Mensch es gerne noch einmal aus zweitem (ist nicht als absolute Zahl zu nehmen) 'Munde' 'hören' will.
b) Weil es Spaß macht.
c) In der Hoffnung, dass später einmal jemand sagt: Neu war es nicht, aber recht hat er gehabt.
Ich betrachte meine 'Werke' nicht als Erfindungen oder Unikate, sondern Material aus einer weiteren, auch wieder vergänglichen Quelle.
Und seien wir ehrlich. Ohne Übernahme von Gedankengut wären wir noch immer Amöben. Wobei ich selbst denen das Denken nicht als gesichert absprechen möchte.
Jetzt weiß zwar immer noch niemand, wer ich wirklich bin. Belassen wir es dabei.
Wer nun im Internet auf meiner Site (www.kursch.w-portal.de) sucht, stellt fest: 'Aha, a Münchner'. Dies ist ein Zitat aus 'Ein Münchner im Himmel' und vielen anderen Mündern vorher. Und ein weiteres Zitat aus dem Volksmund: 'Mia san mia!' Wobei ich hinzufügen möchte: aber auch nicht anders als die anderen.
Falls mir mal jemand im Forum begegnet, weiß sie/er jetzt, mit wem sie/er es zu tun hat. :-))

Nachtrag:
An der Entscheidung, ob ich mich für die neue oder alte Rechtschreibung entscheide, wird ebenfalls noch gearbeitet.
Wenn mir nichts mehr einfällt, schreibe ich.
http://www.w-portal.de/index.php/buecher-cd-v-w-kursch
Meine Rechtschreibung orientiert sich an der Version nach der nächsten Reform.

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Re:

von ChrisTo (31.08.2011, 16:50)
Griaß di WK,

auch ich überlege gerade, ob ich mein Buch, welches ich in der alten Rechtschreibung verfaßte, da ich mich der neuen schlicht verweigert habe, nun noch "übersetzen" lassen soll oder nicht.

Ich tendiere dazu, es zu lassen.

Wie hast Du Dich denn letztlich entschieden?

Grüße eines bavarophilen Rheinländers,

ChrisTo

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WK
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Re:

von WK (31.08.2011, 22:09)
Servus Chris To,

Rechtschreibung ist so ein Kapitel. Generell würde ich ein Buch in der Schreibweise lassen, in der es geschrieben wurde. Vor allen Dingen, wenn es einen Bezug zu der Zeit hat - bzw. eine Zeit davor, in der es geschrieben worden ist.
Bei Sachbücher mögen die Dinge vielleicht anders liegen.
'Um-Rechtschreiben' kurz: Belletristik und schöne Künste - nein
Sachbuch - jein.
Wenn man die heutige Jugend als Zielgruppe hat, dann ja. Um sie nicht unnötig zu verwirren.
Außerdem lebt Sprache. In ein paar Jahren ist die n'e'chste Rechtschreib..form dran.

Um welche Art Buch handelt es sich?

Gruß
WK
Wenn mir nichts mehr einfällt, schreibe ich.

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Re:

von ChrisTo (02.09.2011, 08:01)
Grüß Gott WK,

es ist ein Sachbuch und meine Zielgruppe sind Senioren! Deshalb lasse ich es, wie es ist.

Die Jugend wird heute ohnehin permanent verwirrt. Wenn ich nur an die ganzen absichtlich falsch geschriebenen Werbeslogans denke, wer soll sich da noch auskennen. Jugendliche, die im Internet chatten, achten auch nicht darauf, wie sie schreiben, manches kann man ja kaum noch entziffern und muß sich erst durch mühsames Raten den Sinn dahinter erschließen.

Nun, egal, meine Zielgruppe wird sich vielleicht freuen bzw. gar keinen Unterschied merken.

Die Frage, wie sich WK entschieden hat, ist aber noch nicht beantwortet.

Herzliche Grüße in mein geliebtes Bayern (noch ein paar Jahre, dann wandern wir aus - ins Allgäu).


ChrisTo

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WK
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Re:

von WK (02.09.2011, 10:37)
@Chris To
Ich bin halbwegs unbetroffen.

a) Ich schreibe überwiegend Lyrik
aa) jahrelang überwiegend in Englisch
ab) seit ein paar Jahren in Bairisch (keine verbindliche Rechtschreibung vorhanden)
ac) deutsche Gedichte habe ich in der Schreibweise zur Entstehungszeit belassen.
Deshalb tangiert mich die Rechtschreibreform nur peripher.

b) Bei Prosatexten richte ich mich überwiegend nach der neuen Rechtschreibung, zumindest wo sie einleuchtend ist. Unfug, der teilweise wieder zurückgenommen worden ist, habe ich immer ignoriert.

Ich stehe auf dem Standpunkt, bei Wörter soll man erkennen können, wo sie her kommen (aus welcher Sprache). Dann kann man sie auch leichter richtig schreiben.

Ich hoffe, das ist ausreichend erklärt. Meine Zielgruppen sind zu verschieden, um von einer einheitlichen Schreibweise sprechen zu können. Ich schreibe so, dass es die Zeilgruppe als richtig empfindet - hoffe ich :-).

Gruß
WK
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