Schriftformatierung für Belletristische Bücher

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ZeroEnna
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Schriftformatierung für Belletristische Bücher

von ZeroEnna (06.10.2011, 14:05)
Hallo liebe Community,

da ich mich entschieden habe (nachdem ich eine Pleite bei einer Verlagsarbeit miterleben konnte, bei dem nach dem Lektorat mehr Fehler drin waren als vorher) bei BoD zu publizieren, möchte ich natürlich gleich "alles richtig" machen.
Wenn ich mir allerdings meine Word-Datei anschaue, ist die Formatierung weit entfernt von Büchern wie Harry Potter oder House of Night.
Derzeit ist es formatiert auf Times New Roman 12px. Welche Einstellungen sind "besser", bzw produzieren bessere Ergebnisse?

Danke im Voraus.

Grüße

Sascha

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Anke Höhl-Kayser
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Re:

von Anke Höhl-Kayser (06.10.2011, 14:56)
Hallo Sascha,

ich kann dir (da hauptberuflich Computerdussel) diese spezielle Frage nicht beantworten, aber dir stattdessen für alle Fragen das Werk eines Forumskollegen ans Herz legen, das bei allen Unklarheiten hilft:
"Buchsatz für Autoren" von Heinz W. Pahlke.
Ist eigentlich ein Muss, wenn man über BoD veröffentlicht.

LG, Anke

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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (06.10.2011, 16:57)
Und das ist seine Website, zum Reinschnuppern:

http://www.pahlke-online.de/index.php

Mir hat sein Buch sehr viel Nutzen gebracht, und bei jedem neuen Buch, das ich rausbringe, schlage ich dort nach. Zu deinem Problem mit den Schriftarten finden sich Hinweise auf vielen Seiten und zahlreiche Schriftartproben.

Heinz schreibt übrigens unter dem Namen hawepe im Forum.

Viele Grüße

Torsten
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Horatius
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Re:

von Horatius (06.10.2011, 17:26)
12 Punkt Times ist doch recht ok. Durch die Serifen sehr gut lesbar, auch wenn es natürlich schönere Schriften geben mag. Zeilenabstand max. 2 pt mehr als Schriftgrösse, dann passt das schon.

Je nach Satzprogramm kann man gerade bei Serifen-Schriften auch ein bisschen mit Unterschneidungen usw. arbeiten, damit das Schriftbild insgesamt etwas gefälliger wirkt.

Kommt ja auch ein bisschen auf Deinen Satzspiegel und generell auf die gewünschte Anzahl Seiten an, die ja dann schlussendlich auch den Preis mitbestimmt.

Am besten ausprobieren, die absolut einzig richtige Lösung gibt es, neben den immer noch gültigen typografischen Regeln, sicher nicht.
:D

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mtg
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Re:

von mtg (06.10.2011, 17:34)
Horatius hat geschrieben:
12 Punkt Times ist doch recht ok. Durch die Serifen sehr gut lesbar, auch wenn es natürlich schönere Schriften geben mag.

Für eine Zeitung mag das gelten, aber nicht für ein Buch.

Schau mal einfach nach, wieviele Bücher Du hast, die in Times oder Times New Roman gesetzt sind ... wenn es welche gibt, dann sind das on-demand verlegte Bücher. Denn nur dort findet diese Schrift Verwendung.

Nicht alles, was Dein Computer Dir als voreingestellte Schrift liefert, taugt für ein Buch - insbesondere Belletristik.

Times wurde für den Zeitungsdruck entwickelt und sollte auch nur dort verwendet werden.
Arial wurde für den Bildschirm entwickelt und sollte auch nur dort verwendet werden.

Heinz (hawepe) hat in seinem Buch etliche Schriften mit Mustern aufgelistet - man sieht sofort die völlig andere, professionelle Wirkung. Es lohnt, sich auch - und gerade - über das Erscheinungsbild eines Buches Gedanken zu machen - denn auch eine Seite voller Buchstaben wirkt zunächst wie ein Bild.

Horatius
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Re:

von Horatius (06.10.2011, 17:49)
Und man sollte auch rechtmässigen Besitz der jeweiligen Schrift sein.
Daher bleibt für Viele leider nur die voreingestellte Vektorschrift.
Harry Potter wurde meines Wissens immer in der Garamond Pro gesetzt, aber die will dann auch bezahlt sein.

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mtg
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Re:

von mtg (06.10.2011, 18:04)
Es gibt so viele freie Schriften zum Download ... man muss nur mal ein wenig schauen.

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ZeroEnna
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Re:

von ZeroEnna (07.10.2011, 07:49)
Hallo liebe Community,

erstmal Danke für eure vielen Antworten.
Das Buich steht auf meiner To-Buy-Liste ganz oben, allerdings sagt mein Geldbeutel gerade "Ebbe", weshalb ich es bis zum nächsten Gehalt verschieben muss.

Ich habe den Text jetzt auf Garamond 12pt mit 1,15x zeilenabstand formatiert, und jetzt etwa 217 Seitten....verdammt, ich hab die Story noch net mal hgalb entwickelt, und mein Ziel war maximal 320 Seiten....na gut, Der beste Plan ist auch nur Theorie....

Nochmals vielen Dank.

Grüße

Sascha

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mtg
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Re:

von mtg (07.10.2011, 08:52)
Hallo Sascha,

nichts für ungut - aber das ist in meinen Augen ein ganz falscher Weg.

Schreib Dein Manuskript - in Arial, in Times oder in Brotkrümeln - aber schreibe es so, wie es Dir wichtig ist. Dann musst Du es sowieso redigieren und wirst es meistens auch kürzen (aus dramaturgischen Gründen auch oft kürzen müssen). Wenn die Endversion feststeht, formatierst Du es in das Buchformat und die Schriftart/größe und Durchschuss.

Warum limitierst Du Deine Kreativität im Schreiben schon während der Arbeit??

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ZeroEnna
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Re:

von ZeroEnna (07.10.2011, 10:25)
Hallo mtg,

wenn ich mich nicht limitieren würde, dann hätte ich arge Probleme, überhaupt eine Geschichte "fertig" zu kriegen. Wenn ich mir aber sage "Okay, du hast ein Limit von xYZ", dann weiß ich "okay, bis zu diesem Punkt der Geschichte kann ich gehen, dann mache ich nen Cut, und setze die Geschichte dann in einem anderen Buch fort.
Wenn ich mir diese Limits nicht setzen würde, wäre ich nach 1600 Seiten noch nicht fertig ;)

Grüße

Sascha

EDIT: Habe mich vertan, 217 Seiten sind bei Palatino, bei Garamond No8 sind es noch 200

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (07.10.2011, 13:55)
ZeroEnna hat geschrieben:
wenn ich mich nicht limitieren würde, dann hätte ich arge Probleme, überhaupt eine Geschichte "fertig" zu kriegen. Wenn ich mir aber sage "Okay, du hast ein Limit von xYZ", dann weiß ich "okay, bis zu diesem Punkt der Geschichte kann ich gehen, dann mache ich nen Cut, und setze die Geschichte dann in einem anderen Buch fort.
Wenn ich mir diese Limits nicht setzen würde, wäre ich nach 1600 Seiten noch nicht fertig ;)


Wenn du so schreibst (1.600 Seiten), dann hast du keinen Plan, was in deiner Geschichte passieren soll. Du hast keine Vorstellung davon, wie du in die Geschichte hinein kommst, was an den wichtigen Stellen geschieht, wie die Geschichte ausgeht. Den Verlauf der Geschichte bestimmst nicht du, sondern deine Figuren - egal, ob Haupt- oder Nebenfigur. Du hast keine Kontrolle über das, was in der Geschichte auftauchen soll und was nicht, was wichtig ist und was nicht. Schlimmer noch: Du gibst dir selbst nicht die Erlaubnis, Teile des Textes zu streichen. Wenn du so schreibst, wirst du nie das Wort "Ende" unter deinen Text schreiben können.

"Nur wenige schreiben so, wie sie ein Haus bauen würden", sagte mal Schopenhauer. Wer eine Geschichte erzählen will, sollte vorab einen Plan haben. Ohne Fundament trägt die beste Geschichte / das beste Haus nicht.

Ich vergleiche das Schreiben einer Geschichte am liebsten mit einer Reise. Man beginnt am Punkt A (dem eigenen Zuhause) und will zu Punkt B (dem Ziel). Manche Leute reisen ohne Ziel; die gelten dann nach einigen Monaten als verschollen ... cheezygrin

Wenn man weiß, wohin man will, hat man einen ungefähren Fahrplan, und an jeder Abzweigung weiß man, wohin man zu fahren hat. Natürlich gibt es die Fraktion, die das Reisen (Schreiben) als einen fortwährenden Fluss von Abenteuern betrachtet ("Mal sehen, was so unterwegs alles passiert"), aber das führt dann meist zu Situationen, wo jemand von Hamburg nach München will und sich plötzlich in Wladiwostok wiederfindet - mit der Folge, dass die Reise (das Schreiben) ergebnislos abgebrochen wird (und dann wird über "Schreibhemmung" gejammert :twisted: ).

Mach dir einen Plan mit ein paar Eckpunkten, dann passiert dir das mit den 1.600 Seiten nicht. Und du als Autor hast die Kontrolle - und nicht deine Figuren.
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Großstadtpoet
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Re:

von Großstadtpoet (07.10.2011, 14:16)
Offtopic:

mtg hat geschrieben:
Arial wurde für den Bildschirm entwickelt und sollte auch nur dort verwendet werden.

Ich bekomme auch jedes Mal die Krise, wenn ich universitären Richtlinien zum Verfassen akademischer Arbeiten lese, dass diese in Arial abgefasst werden sollen...

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ZeroEnna
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Re:

von ZeroEnna (07.10.2011, 14:25)
Hallo Siegfried,

danke für deinen Tipp.
Grundsätzlich steht das Konzept, und ich kenne jeden einzelnen Schritt, denn diese Geschichte gehen soll.
Das Problem ist also nicht eine Planlosigkeit, sondern die Fülle an Ideen, die sich mir für diese Geschichte bieten.
Es ist wie ein Atomreaktor. Ich fange mit einer Sache an, und arbeite die Ideen ein. Aus diesen Ideen entwickelt sich oft dann aber ein "Was wäre aber, wenn....", und ich überlege mir "okay, das ist n guter Plan. das mache ich"- Und das passiert dann an mehreren Stellen, sodass ich irgendwann eine komplexe (wenn auch logische und in sich geschlossene) Struktur habe, die ich - würde ich sie in Eins herunterschreiben - niemals auf, sagen wir 350 Seiten unterbringen könnte, sondern ich würde diesen Rahmen sprengen.
Deshalb setze ich mir Limits, die keine festgemeißelten Werte sind, die mir sagen "An der bestmöglichen Gelegenheit bitte die Arbeit zum Ende bringen", quasi so als wenn der Lehrer sagt "Ihr habt noch 30 Minuten für euren Aufsatz, aber denkt dran, dass ihr noch einmal nach Fehlern schaut."

Ich sage nur, dass die Geschichte an der ich gerade schreibe, durchaus Komplex ist. So Komplex, dass ich sie definitiv nicht in einen Band unterkriege. Komplex muss ja nicht zwangsläufig auch Planlos heißen, denn planlos bin ich derzeit unter Garantie nicht, weshalb ich mir schon überlegt habe, wie es sich bis zum "Ende" entwickelt. Es gibt nur noch zwei, bzw drei Grobe Stepstones, ehe ich sage "So, weiter gehts in Band 2".

Das Limit das ich mir setze ist also nur eine grobe Richtlinie, um einen Fixpunkt zu haben, an dem ich die Geschichte sinnvoll und logisch "unterbreche", um sie im nächsten Teil fortzusetzen. Und falls jetzt jemand fragt "Warum denkst du schon über nen zweiten Teil nach, bring erstmal einen zu Ende!", kann ich das nur zu gut nachvollziehen, aber das "Universum" was ich derzeit aufbaue ist größer als ich in der Ursprungsplanung angenommen habe.


Grüße

Zero

Horatius
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Re:

von Horatius (07.10.2011, 14:36)
ZeroEnna hat geschrieben:
Hallo Siegfried,

danke für deinen Tipp.
Grundsätzlich steht das Konzept, und ich kenne jeden einzelnen Schritt, denn diese Geschichte gehen soll.
Das Problem ist also nicht eine Planlosigkeit, sondern die Fülle an Ideen, die sich mir für diese Geschichte bieten.
Es ist wie ein Atomreaktor. Ich fange mit einer Sache an, und arbeite die Ideen ein. Aus diesen Ideen entwickelt sich oft dann aber ein "Was wäre aber, wenn....", und ich überlege mir "okay, das ist n guter Plan. das mache ich"- Und das passiert dann an mehreren Stellen, sodass ich irgendwann eine komplexe (wenn auch logische und in sich geschlossene) Struktur habe, die ich - würde ich sie in Eins herunterschreiben - niemals auf, sagen wir 350 Seiten unterbringen könnte, sondern ich würde diesen Rahmen sprengen.
Deshalb setze ich mir Limits, die keine festgemeißelten Werte sind, die mir sagen "An der bestmöglichen Gelegenheit bitte die Arbeit zum Ende bringen", quasi so als wenn der Lehrer sagt "Ihr habt noch 30 Minuten für euren Aufsatz, aber denkt dran, dass ihr noch einmal nach Fehlern schaut."

Ich sage nur, dass die Geschichte an der ich gerade schreibe, durchaus Komplex ist. So Komplex, dass ich sie definitiv nicht in einen Band unterkriege. Komplex muss ja nicht zwangsläufig auch Planlos heißen, denn planlos bin ich derzeit unter Garantie nicht, weshalb ich mir schon überlegt habe, wie es sich bis zum "Ende" entwickelt. Es gibt nur noch zwei, bzw drei Grobe Stepstones, ehe ich sage "So, weiter gehts in Band 2".

Das Limit das ich mir setze ist also nur eine grobe Richtlinie, um einen Fixpunkt zu haben, an dem ich die Geschichte sinnvoll und logisch "unterbreche", um sie im nächsten Teil fortzusetzen. Und falls jetzt jemand fragt "Warum denkst du schon über nen zweiten Teil nach, bring erstmal einen zu Ende!", kann ich das nur zu gut nachvollziehen, aber das "Universum" was ich derzeit aufbaue ist größer als ich in der Ursprungsplanung angenommen habe.


Grüße

Zero


Und wann wird es möglich sein, erste Zeilen Deines Werkes zu lesen, so ungefähr?

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ZeroEnna
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Re:

von ZeroEnna (07.10.2011, 14:46)
Ich lese da ein wenig Sarkasmus heraus ;) Aber ich kanns verstehen.

Den Prolog habe ich zur Bewertung hier im Forum ins Lektorat gestellt. Ihr könnt ja mal reinlesen, vielleicht kann ich mir ja die ganze Arbeit auch sparen :P

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