Alte/Frühe Werke

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Richard Bercanay
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Alte/Frühe Werke

von Richard Bercanay (30.07.2011, 23:38)
Mich würde mal interessieren, wie Ihr mit Euren alten, beziehungsweise frühen Werken umgeht, also Euren ersten Geschichten, sofern Ihr Krimis, Kurzgeschichte, Romane, Science Fiction oder sonstige Geschichten geschrieben habt. Entwickelt Ihr die alten Geschichten weiter oder verstauben sie irgendwo im Keller oder habt Ihr sie gar vernichtet, damit sie ja niemand sieht... ???

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brunos
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Re:

von brunos (31.07.2011, 00:27)
Ich habe einmal eine Geschichte geschrieben. Irgendwann habe ich dann aufgehört weil ich nicht weiter kam, selbst mit Plot hat es nicht geklappt und dann habe ich sie erst einmal weg gelegt. Viel, viel später habe ich sie dann wiedergefunden, war eher ein Zufall. ( 200 Seiten ) Und dann habe ich sie weg geschmissen.

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Perchta
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Re:

von Perchta (31.07.2011, 08:00)
Viele Ideen, die ich habe, fließen in "Fanfictions" (also Texte mit Figuren oder zu Themen, für die die Rechte nicht beim Autor liegen). Die Ergebnisse stehen dann kostenlos im Internet, oder, viel häufiger, verstauben unfertig auf meiner Festplatte und gehen mir beim nächsten PC-Crash verloren :lol:.

Was nicht heißen soll, daß nicht manche Nebenfiguren, die für solche Geschichten erfunden wurden, unter anderem Namen und in anderem Outfit in späteren Geschichten wieder auftauchen könnten.

Eine der ersten "freien" Geschichten, die ich verfaßt habe, habe ich tatsächlich als "Buch" im Schrank stehen. War ein Roman zu Hannibal (nicht Lecter, sondern der Karthager mit den Elefanten). Den habe ich damals mit dem allerersten PC meines Vaters ausgedruckt, auf DIN-A-4-Blätter natürlich, und immer schön auf Vorder- und Rückseite, und dann die einzelnen Blätter irgendwie "gebunden" (wenn ich mich recht erinnere, unter Verwendung von Uhu, Holzleim, Nadel und Faden sowie kleinen Eisennägeln ...). Ich liebe das Ding heiß und innig, und einige Stellen finde ich sogar schreiberisch gelungen.

Aber aus einem so alten Text nochmal ein neues Projekt zu starten, jetzt, wo man doch bessere Möglichkeiten hätte, das käme mir doch wie Leichenfledderei vor ^^.
Mein Dilettanten-Projekt. "Dilettant" ist übrigens abgeleitet vom lateinischen "delectare" = "erfreuen".

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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (31.07.2011, 14:13)
Ich habe jetzt einen alten Krimi von mir im Keller meiner Eltern gefunden. Leider fehlt das Ende, aber das werde ich mir wohl auch noch ausdenken. An den Krimi selbst konnte ich mich gar nicht mehr erinnern und ich werde ich jetzt mal überarbeiten.

Auch zwei weitere Krímis, die ich in der letzten Zeit fertiggestellt habe und die ich auch irgendwann mal veröffentlichen will, sind alt, haben allerdings auch eine Entwicklung hinter sich: Ich habe sie immer wieder umgeschrieben, Freunden und der Familie gegeben und immer wieder Kritik umgesetzt. Von einem von ihnen ist mir kürzlich auch eine alte Fassung in die Hände gefallen, da hat sich ganz schön was verändert. Teilweise gehen die zurück auf den Anfang der 1990er Jahre.

Was ich mit den ganz alten Krimis machen werde, die ich letztens auch weidergefunden habe, weiß ich noch nicht, außer, daß ich sie erst mal wieder lesen werde, denn da habe ich schon vollständig vergessen, was ich damals geschrieben habe...

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MichaelHA
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...

von MichaelHA (31.07.2011, 14:29)
Ich habe in den 80ern mal etwas geschrieben, mit ungefährem Titel:
"Als Karl Marx wieder auf die Erde kam...". Das ganze spielte natürlich im Ostblock und lässt sich heute wohl nicht mehr verwenden.


Beste Grüße

MichaelHA

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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (31.07.2011, 20:52)
Warum nicht? Da kannst Du doch sicher noch etwas Interessantes daraus machen!

Antje266
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Re:

von Antje266 (09.10.2011, 21:38)
Ich habe meine älteren Werke in einem Ordner aufbewahrt. Allerdings nehme ich eines meiner schönsten Werke als Vorlage für ein Kinderbuch, an dem ich nun schreibe.
"Zwischen gestern und morgen"
"Nora, eine besondere Tochter"

www.farben-der-seele.de

www.garten-der-stille.npage.de

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Thomas L.
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Re:

von Thomas L. (10.10.2011, 19:40)
Meine frühesten Werke (eine Anzahl Kurzgeschichten) habe ich in den 90ern teilweise noch handschriftlich bzw. mit der Schreibmaschine geschrieben. Es existiert aus dieser Zeit auch noch ein Romanfragment von ca. 150 Seiten, das ich mit meinem ersten PC geschrieben und damals noch auf Diskette gespeichert habe.

Die Kurzgeschichten sind für mich heute nur noch von "historischem" Wert; das Romanfragment taucht zwar immer mal wieder auf, aber ich komme irgendwie nicht mehr dazu, es weiter auszuarbeiten oder sogar zu beenden. Meistens sind die neueren Schreibprojekte wichtiger.

Schließlich habe ich dann alle älteren Texte digitalisiert, auf USB-Stick gespeichert und ausgedruckt. Die handschriftlichen Originale habe ich in einem eigenen Ordner abgelegt; so behaupten die "Frühwerke" einen Ehrenplatz in meinem Schreibzimmer.

Forrest Bike
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Re:

von Forrest Bike (21.10.2011, 09:33)
Ich habe vor 5 Jahren mal ein komplettes Sachbuch geschrieben, ca 100 Din A4 Seiten, das ich lange vorher im Kopf ausgearbeitet und dann in 3 Monaten runtergschrieben habe. Eine schöne Erfahrung, die Grundsturktur entstand bereits vorher in meinem Kopf. Ein Schreibrausch. Es ist nicht druckrreif geschrieben, aber ich habe alle strukturellen Elemente bereits Monate vorher im Kopf gehabt,.

Nun steht die erste Fassung, es ist inhaltlich nahezu vollständig, aber es bräuchte ein "Lektorat" - das auch ich selbst übernehmen könnte. Aber es braucht eben eine Überarbeitung. .

Später habe ich dann für mich erkannt, dass es in der Form nicht "mir" entspricht. Neben der stilistischen Überarbeitung also auch an einigen Punkten eine inhaltliche.

Hatte lange nicht den "Mut", mich dem zu stellen. Jetzt arbeite ich an einem weiteren, kleinerem Buchprojekt. Das will ich zum Abschluss bringen und mit den gesammelten Erfahrungen mein anderes Werk bearbeiten. Erstmal ein Buch RICHTIG abschließen, das ist ja auch eine Kunst für sich - für mich. Bin wie ein Maler, der immer wieder neue Schichten aufträgt um die 110% zu finden. Aber dann erreiche ich 0 % Abschluss. Bringt mir nichts. ABER - ich hatte zu dem Zeitpunkt kaum theoretisches Wissen. Beispielsweise überflüssige "Füllwörter" zu erkennen war nicht meine Stärke. Mittlerweile habe ich mir einiges angelesen und erarbeitet - erschrieben, praktisch umgesetzt. Füllwörter sind nicht gleich Füllwörter - finde ich. Vermeintliche Füllwörter können ein Text auch lebenig werden lassen, Verbindungen zwischen Sätzen schaffen.

Den Punkt zu finden, an dem ich ein Projekt als fertig ansehe. Ich vermute, dieses Jahr schaffe ich es nicht mehr. Wer weiß....

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Großstadtpoet
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Re:

von Großstadtpoet (21.10.2011, 10:36)
Forrest Bike hat geschrieben:
Ich habe vor 5 Jahren mal ein komplettes Sachbuch geschrieben, ca 100 Din A4 Seiten, das ich lange vorher im Kopf ausgearbeitet und dann in 3 Monaten runtergschrieben habe.


Zu welchem Thema denn?

Forrest Bike
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Re:

von Forrest Bike (22.10.2011, 12:58)
Großstadtpoet hat geschrieben:
Forrest Bike hat geschrieben:
Ich habe vor 5 Jahren mal ein komplettes Sachbuch geschrieben, ca 100 Din A4 Seiten, das ich lange vorher im Kopf ausgearbeitet und dann in 3 Monaten runtergschrieben habe.


Zu welchem Thema denn?

Gesundheit/Wellness, ein Erfahrungsbericht. Aber genauer möchte ich nicht werden, auch wenn ich bei weitem nicht der erste mit einem Buch zu dem Thema war.

Forrest Bike
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Re:

von Forrest Bike (22.10.2011, 13:00)
Thomas L. hat geschrieben:
Meine frühesten Werke (eine Anzahl Kurzgeschichten) habe ich in den 90ern teilweise noch handschriftlich bzw. mit der Schreibmaschine geschrieben. Es existiert aus dieser Zeit auch noch ein Romanfragment von ca. 150 Seiten, das ich mit meinem ersten PC geschrieben und damals noch auf Diskette gespeichert habe.

Die Kurzgeschichten sind für mich heute nur noch von "historischem" Wert; das Romanfragment taucht zwar immer mal wieder auf, aber ich komme irgendwie nicht mehr dazu, es weiter auszuarbeiten oder sogar zu beenden. Meistens sind die neueren Schreibprojekte wichtiger.

Schließlich habe ich dann alle älteren Texte digitalisiert, auf USB-Stick gespeichert und ausgedruckt. Die handschriftlichen Originale habe ich in einem eigenen Ordner abgelegt; so behaupten die "Frühwerke" einen Ehrenplatz in meinem Schreibzimmer.


Hast Du die Diskette gesichert? Halten nicht ewig die Teile, sondern sie lösen sich irgendwann auf, zumindest die Daten darauf..

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Thomas L.
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Re:

von Thomas L. (26.10.2011, 20:21)
@ Forrest Bike

Ja ich habe die Daten gesichert; auf den Disketten sind auch nur die älteren Textversionen archiviert, zb. vom Romanfragment. Alle älteren Texte habe ich in die zeitgemäße Technik rübergerettet. Was ich mal mit den Disketten mache... Na ja, wahrscheinlich bewahre ich sie einfach auf. Ich sammle gerne so Autoren- und Schreibzubehör. Habe auch noch meine gute alte Schreibmaschine aufgehoben...

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