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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (23.10.2011, 11:28)
Jenselina hat geschrieben:
Der Grund warum keine ISBN: Ich gönne dem Handel die 40% nicht. Die machen nichts außer ausliefern. Die Werbung - die die Kosten verursacht - bleibt voll bei mir hängen.


Gier ist ein schlechter Ratgeber.

Bei 72 Seiten, angenommenen 40 Farbseiten und einem Preis von 14,80 (entspricht dem derzeitigem Preis von 12,80 plus 2 € Zwangsporto) bleiben

3,38 € Honorar

übrig. Wer dann dem Handel seine Gewinnspanne neidet, der muß doch völlig vernagelt sein.

Für das Geld kann man wieder viele schöne Flyer drucken lassen... cheezygrin
Heiteres Gartenlexikon - Heiteres Heimwerkerlexikon - Irgendwas mit Wuppertal - Im Dutzend witziger

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Max
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Re:

von Max (23.10.2011, 11:42)
Jens, man muß auch gönnen können und hat dadurch auch weniger Probleme. thumbbup
Gier ist ein schlechter Ratgeber und es soll Menschen geben, die daran erstickt sind.
Warum kannst du nicht die übliche Win/Win-Situation für dich annehmen und deine Kraft und Energie nicht für Ärger mit halbgaren Sachen verschwenden ???
Dzien Dobry- ein Niederrheinkrimi
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SandraR
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Re:

von SandraR (23.10.2011, 11:44)
Jens du kannst mittlerweile doch selber ausrechnen dass du falsch liegst. Erinnerst du dich an dein gejammere wegen Amazon Market? Mit ISBN schenkt man sich das.
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mtg
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Re:

von mtg (23.10.2011, 12:14)
Jenselina hat geschrieben:
Der Grund warum keine ISBN: Ich gönne dem Handel die 40% nicht. Die machen nichts außer ausliefern. Die Werbung - die die Kosten verursacht - bleibt voll bei mir hängen.

Wieder mal ein klassischer Fall von »keine Ahnung« :-)

Auch für Bücher mit ISBN - vor allem von BoD-Autoren - macht der Handel bis auf gaaaaanz wenige Ausnahmen nichts außer ausliefern. Nur ... warum verzeichnen dann alle hier, die ihre Bücher mit ISBN versehen haben, trotz Eigenleistung für Werbung (z.T. erhebliche) Gewinne - und nur Du machst Verluste?

Merkste was? :twisted: :twisted: :twisted:

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (23.10.2011, 15:03)
Jenselina hat geschrieben:
Der Grund warum keine ISBN: Ich gönne dem Handel die 40% nicht. Die machen nichts außer ausliefern. Die Werbung - die die Kosten verursacht - bleibt voll bei mir hängen.


Hach, dieses Raffzahn-Denken! cheezygrin

Stellen wir uns eine andere Bücherwelt vor. Eine, wie sie Jenselina sich vorstellt.

Herr Heulerich - vermutlich ein guter Kumpel von Jenselina - macht eine Buchhandlung auf und denkt genau so wie Jenselina: 40% vom Buchpreis ist einfach zu viel.

Her Heulerich hat einen Alternativ-Plan. Vom Verkaufspreis eines Buches soll so viel wie möglich an den Autor gehen - aber Herr Heulerich hat ein finanzielles Problem: Er muss für seinen Laden Miete zahlen, er muss seine Angestellten bezahlen und irgendwie muss er selbst ja auch von etwas leben. Aber 40% vom Buchpreis? Nein, nicht mit Heulerich und schon gar nicht mit Jenselina.

Heulerich hat eine Idee. Für jedes Buch in seinem Laden nimmt er eine bestimmte Gebühr. Täglich. Egal, ob sich das Buch verkauft oder nicht. Also verkaufsunabhängig. Eben anders als die anderen Buchhändler.

Heulerich hat 20.000 Bücher in den Regalen und auf Lager. Pro Tag und Buch nimmt Heulerich 2 Cent Lagergebühr. Bei 20.000 Bücher spielt er pro Monat ausreichend Geld ein, um sich, zwei Fachkräfte und den Laden bezahlen zu können. Wenn ein Buch sich verkauft, geht der größte Teil des Verkaufspreises an den Autor. Steht ein Buch wie Blei im Regal, zahlt der Autor an Heulerich die Lagergebühr. Jenselina freut sich, bringt er doch die 40% Buchhandelsmarge jetzt auf das eigene Konto.

Nebenan arbeitet Buchhändler Schnüffelnase. Der tippt sich nur an die Stirn. Bei ihm zahlen erfolglose Autoren gar nichts. Zahlen muss nur, wer Erfolg hat. Auch er hat 20.000 Bücher im Angebot, wovon zwei Drittel echte Ladenhüter sind und nach wenigen Wochen an die Verlage zurückgehen und gegen andere, besser verkaufbare Titel ausgetauscht werden (etwas, woran Heulerich überhaupt kein Interesse hat). Schnüffelnase lebt davon, erfolgreich zu verkaufen - er ist Händler, wie er immer sagt, und nicht Lagerist.

Jenselina arbeitet ausschließlich mit Heulerich zusammen und hat nach einem Jahr zwar kein Buch über den Buchhandel verkauft, dafür aber eine Rechnung von knapp 100 Euro an Heulerich zu bezahlen. Weitere 100 Euro hat er erfolgreich in hochprozentige Spirituosen umgesetzt. Und grübelt seit Wochen darüber, was an diesem vermaledeiten Buchhandel falsch läuft.
Korrektorat: 1,- Euro zzgl. 19 % USt. pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

Richymuc
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Re:

von Richymuc (23.10.2011, 17:15)
Jenselina hat geschrieben:


Der Grund warum keine ISBN: Ich gönne dem Handel die 40% nicht. Die machen nichts außer ausliefern. Die Werbung - die die Kosten verursacht - bleibt voll bei mir hängen.



..ist aber immer noch besser, als wenn auf Amazon steht: Nicht lieferbar!
Und Dein System ist jetzt besser?
Warum jammerst Du dann?
Wenn es so toll ist, gibt es doch nix zu jammern oder?


Siegfried hat es mal wieder anschaulich aufgezeigt und Deine Gier bringt Dich leider auch nicht weiter.

Vielleicht solltest Du Deinen Vertriebsweg nochmal überdenken.
Unterm Strich bleibt auf alle Fälle mehr hängen und der Streß hält sich in Grenzen, weil es gar keinen Streß gibt.

So wie ich das mitbekommen habe, hast Du Ärger mit Deiner Druckerei, das kostet doch auch Nerven und Zeit.
Ist es das wert?

Meine einzige Arbeit bei BoD ist es, auf die Umsatz Anzeige zu klicken und mich zu freuen.

Mach mal folgenden Test:

Gib mal bei www.bookbutler.de
Dein Buch ein...
Dein Buch ist gelistet, kann aber nirgendwo gekauft werden

Zum vergleich..
Bei mir kommen 36 Shops zum Vorschein

Wo denkst Du, geht also mehr über den Tisch?

Wir meinen es doch nur gut mit Dir, aber ich glaube so was wie Tipps prallen einfach an Dir ab.
Wenn Deine Idee so toll wäre, wären die anderen alle Idioten und würden sicher Deinen Vertrieb wählen.

Aber nix für ungut, ich glaube es genau andersrum der Fall.

Tue uns bitte einen Gefallen, höre auf zu jammern und mache mit Deinen Steuern so weiter, der Rest von Griechenland und der Staat wird es Dir danken.

Lieber 60% von 100% als 100% von Nix, die Rechnung ist doch ganz einfach oder?

Gruß an Deinen Steuerberater cheezygrin

Abschluss Tipp:
Bevor du auch nur noch einen einzigen Euro für Werbung ausgibst, sorge lieber dafür, dass man Dein Buch auch kaufen kann.

Jetzt muss ich doch noch was dranhängen. Jetzt habe ich gerade einen Versuch gemacht. Ich bin Buchkäufer und habe von Deinen phantastischen Buch gehört und will es unbedingt kaufen.

Ich habe mir gerade wirklich Mühe mit dem Internet gegeben, aber ich finde keine einzige Stelle wo ich Dein Buch kaufen kann.
Kannst es ja mal selber ausprobieren.
Das ist doch mehr als traurig :(

Übrigens, wenn Du bei BoD bist, kannst Du trotzdem mit günstigen Eigenbestellungen Deine Bücher weiterverkaufen ohne die 40% an den Handel, aber das hast Du sich schon gewusst oder?
www.richymuc.de
Der Satirische Kreuzfahrt-Flüsterer ISBN 978-3-8370-9816-7
Feindschaftsbuch ISBN 978-3-8370-9803-7
Das erotische Freundschaftsbuch ISBN 978-3-8391-0037-0
NEU: http://www.youtube.com/watch?v=t25CNmrKaZ4

Jenselina
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Re:

von Jenselina (23.10.2011, 18:37)
Hmmm... ich lasse mir das mal durch den Kopf gehen...

Danke für die Mühe die ihr euch macht mich zu überzeugen... thumbbup

Richymuc
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Re:

von Richymuc (23.10.2011, 18:50)
Das war auch mein letzter Versuch, dann gebe ich auf cheezygrin
www.richymuc.de

Der Satirische Kreuzfahrt-Flüsterer ISBN 978-3-8370-9816-7

Feindschaftsbuch ISBN 978-3-8370-9803-7

Das erotische Freundschaftsbuch ISBN 978-3-8391-0037-0

NEU: http://www.youtube.com/watch?v=t25CNmrKaZ4

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mtg
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Re:

von mtg (23.10.2011, 18:57)
Wie war das mit den Tigern, die als Bettvorleger geendet sind?

Lernfähige Bettvorleger ... das wäre mal etwas Neues ... cheezygrin

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Perchta
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Re:

von Perchta (23.10.2011, 19:01)
ISBN, und 100 000 Leute verkaufen für dich. Kostenlos.


So stimmt das auch wieder nicht. Die Kosten sind genau der Handelsrabatt, den Jens so gerne sparen würde.

Der Grund warum keine ISBN: Ich gönne dem Handel die 40% nicht. Die machen nichts außer ausliefern.


So stimmt das auch wieder nicht :wink: . Wenn ein Kunde zu uns in den Laden kommt, nimmt ein Kollege dort sich seiner an. Hört sich das zusammenhanglose Gebrabbel / die detaillierten Wünsche des Kunden an, notiert sie samt Name und Adresse des Kunden und leitet die Bestellung weiter. Wir recherchieren die Verlagsdaten oder nutzen unsere bestehenden Verbindungen zum Barsortiment, geben die Bestellung auf und verwalten sie. Für den Fall, daß ein Buch zum Beispiel nicht sofort lieferbar sein sollte - was bei den meisten BoD-Titeln der Fall ist - benachrichtigen wir den Kunden über die Lieferverzögerungen. Sobald geliefert wurde, kümmern wir uns um den ordnungsgemäßen Zustand der Ware, reklamieren Falschlieferungen und offensichtliche Mängel und tauschen die Ware gegebenenfalls um (und informieren wiederum den Kunden darüber). Wenn die Lieferung in Ordnung ist, übernehmen wir die Rechnungstellung sowie den Versand und haben uns mit allen berechtigten und unberechtigten Reklamationen des Kunden auseinanderzusetzen.

Ganz auf der faulen Haut liegen wir Buchhändler auch nicht. Im Moment arbeite ich neuneinhalb Stunden täglich und nehme mir noch Arbeit mit nach Hause. :P
Mein Dilettanten-Projekt. "Dilettant" ist übrigens abgeleitet vom lateinischen "delectare" = "erfreuen".

Jenselina
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Re:

von Jenselina (23.10.2011, 19:02)
mtg hat geschrieben:
Lernfähige Bettvorleger ... das wäre mal etwas Neues ... cheezygrin



Kleiner Witz:

So nehmen sie doch endlich Vernunft an! Ich bin Beamter, ich darf nichts annehmen... :D

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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (23.10.2011, 19:11)
Perchta hat geschrieben:
ISBN, und 100 000 Leute verkaufen für dich. Kostenlos.


So stimmt das auch wieder nicht. Die Kosten sind genau der Handelsrabatt, den Jens so gerne sparen würde.


Klar kostenlos: Es entstehen keine Kosten für den Autor. Das Autorenhonorar hat er, und Ausgaben für den Verkauf hat er nicht. Die hat der Handel, weshalb der Handel auch das Geld aus der Handelsspanne bekommt. Finde ich fair.

Letztlich läuft alles auf eine finale Frage hinaus: Wer verkauft für die 40% billiger, der Handel oder unser Jens? Sein Steuerberater kennt die Antwort... :wink:
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SandraR
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Re:

von SandraR (23.10.2011, 20:28)
Nicht zu vergessen, das ein Ladengeschäft miete bezahlt, Strom und Wasser benötigt etc.etc.etc. Aber Jens hält halt alle für Ausbeuter dozey: und versteht nicht, warum es bloß so unrentabel ist.
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

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