Nachteil ohne Google?

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


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Daddy
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Nachteil ohne Google?

von Daddy (04.11.2011, 08:09)
Schönen guten Morgen an alle,

mich würden einmal aktuelle Meinungen zum Thema "Google-Vorschau" interessieren.

Nutzt ihr diese Option generell, oder eher weniger? Wird ein Buch dadurch schneller gefunden, das Cover schneller im Netz eingebunden, das Ranking höher gesetzt?

Habt ihr da schon Erfahrungen bzw. wurde das Thema schon mal abgehandelt?
Grüße aus dem Donau-Ries

Daddy


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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (04.11.2011, 08:17)
Hallo Daddy,

das Thema haben wir bereits mehrfach erschöpfend abgehandelt.

Gib doch mal "Google Vorschau" bei "Suchen" ein (und den Button "nach allen Wörtern suchen").... da kommt so viel, das kannst du kaum alles lesen. Neue Aspekte seit dem letzten Mal gibt es vermutlich nicht.

Viele Grüße

Torsten
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mtg
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Re:

von mtg (04.11.2011, 08:29)
Es gibt - kurz gesagt - zwei Fraktionen.

Die eine sagt JA - weil man dadurch Interesse schaffen und Käufer gewinnen kann ... Die andere sagt NEIN, weil die Angst besteht, das ganze Buch sei im Netz zu finden und zu lesen, so dass es keiner mehr kaufen würde.

Richtige im Sinne von durchschlagende Argumente gibt es für keine der beiden Meinungen. Mich zumindest hat nichts so überzeugt, dass ich mich vorbehaltlos einer Seite zurechnen lassen könnte. Jeder muss es für sich entscheiden, denn letztlich ist das eine Frage der persönlichen Auffassung.

Nur: Rankings in irgendeiner Form werden dadurch definitiv nicht verbessert.

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Adriatic
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Re:

von Adriatic (04.11.2011, 10:00)
Hallo,

ich gehöre zu den Befürwortern der "Google-Vorschau" und "Blick-ins-Buch"-Funktion.

In der Buchhandlung besteht ja auch die Möglichkeit, einen Blick ins Buch zu werfen. Warum sollte das online nicht auch der Fall sein?

BOD-Titel sind meist nicht die preisgünstigsten. Und sie sind fast immer völlig unbekannt und verfügen in aller Regel (zumindest am Anfang) nicht über viele aussagekräftige Rezensionen/Lesermeinungen. Dem Kunden sollte daher meines Erachtens auf jeden Fall die Möglichkeit eingeräumt werden, sich von der Qualität des Buches überzeugen zu können.

Auch wenn man es nicht selbst in der Hand hat, was und wie viel Text freigeschaltet wird, überwiegen meiner Meinung nach die Vorteile. Denn die meisten von uns BOD-Autoren verdienen mit ihren Büchern doch höchstens ein kleines Taschengeld. Kommt es da auf den ein oder anderen verlorenen Leser wirklich an, der sich im Internet das Buch hier und da fast vollständig zusammensucht und online liest? Immerhin würde das bedeuten, dass jemand das Buch so interessant findet, dass er diesen Aufwand betreibt. Prima cheezygrin

Mir sind einige Fälle bekannt, wo es zum Kauf meines Roman nach folgendem Prinzip kam:

Werbung in Foren oder sozialen Netzwerken mit Verlinkung zu Amazon unter Hinweis auf Möglichkeit des Probelesens -> Kauf des Romans nach der Leseprobe, weil die Leser neugierig geworden sind und sich mit dem Erscheinungsbild des Romans und der Art des Textes angesprochen fühlten.

Realistisch betrachtet ist es für einen BOD-Autor schon schwer, überhaupt Aufmerksamkeit beim potentiellen Kunden zu wecken. Man könnte es daher hier und da auch als Erfolg betrachten, wenn überhaupt die Vorschau oder Blick-ins-Buch-Funktion genutzt würde. Das ist doch auch schon mal etwas.

Man sollte keine falschen Vorstellungen davon haben, dass einem massig Kohle verloren geht, weil sich die gierigen Leser das Werk im Internet zusammensuchen und nicht kaufen. cheezygrin

Ich jedenfalls freue mich über jeden, der sich für meine Texte interessiert, auf welche Art und Weise auch immer thumbbup
Coccobello (Roman) - Eine Reise in einem alten VW-Bus durch die Toskana

Adria-Express (Roman) - Eine Reise mit der Bahn durch Italien

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Max
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Re:

von Max (04.11.2011, 10:11)
Adriatic, sehe ich bei einem Sachbuch oder Roman genauso.
Da macht die Vorschau neugierig und wenn sich jemand tatsächlich die große Mühe macht alle Seiten zu suchen, spricht das für das Buch.
Wenn dein Buch in einer bekannten Bibliothek steht, können es auch mehrere Menschen ausleihen, ohne es zu kaufen.
Mich hat das aber mehr stolz gemacht und ich habe mich sehr darüber gefreut.
Bei einem kleinen Gedichtband sehe ich das etwas anders.
Da kann man schnell konsumieren und eben das gesamte Buch lesen, ohne es zu kaufen.
Da ist dann die Leseprobe mit zwei Bildern die vernünftige Lösung.
Dzien Dobry- ein Niederrheinkrimi
Der Spaziergang und andere Gedichte
http://spaziergang.jimdo.com/

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MichaelHA
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...

von MichaelHA (04.11.2011, 13:16)
Max hat geschrieben:
Wenn dein Buch in einer bekannten Bibliothek steht, können es auch mehrere Menschen ausleihen, ohne es zu kaufen.
Mich hat das aber mehr stolz gemacht und ich habe mich sehr darüber gefreut.
Bei einem kleinen Gedichtband sehe ich das etwas anders.
Da kann man schnell konsumieren und eben das gesamte Buch lesen, ohne es zu kaufen.


Das sehe ich recht ähnlich. Allerdings besteht in Bibliotheken ja auch ohnehin die Gefahr, dass Dein Buch einfach fotokopiert wird. Daher gibt es auch die Bibliothekstantieme der VG Wort. Diese ist allerdings in ihrer Höhe recht gering angesetzt. Dieses Jahr bekam ich über die Bibliothekstantieme der VG Wort gerade mal 11,90 € ausgeschüttet.

Beste Grüße

MichaelHA

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SandraR
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Re:

von SandraR (04.11.2011, 14:30)
Im Text über das Buch sollte schon alles drin stehen. Der Covertext macht mich neugierig oder eben nicht. Da wird die Kaufentscheidung gefällt. Textproben macht man besser auf Seiten wie suchbuch.de oder auf den eigenen Webseiten, dann hat man wenigstens die Kontrolle über das Manuskript.
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (04.11.2011, 16:39)
Meine Erfahrung ist die folgende:

Ich habe mal im epubli-Bookshop meinen Krimi »Der tödliche Unfall« mit Google-Book-Option veröffentlicht, sprich, daß Auszüge des Krimis auch bei Google-Books zu finden waren. Anfangs waren tatsächlich nur die ersten elf Seiten dort zu lesen, aber dann ging dieser Vorgang los, der charakteristisch für Google-Books ist: In unregelmäßigen Abständen wurde ein jeweils anderer Auszug aus meinem Buch veröffentlicht, und als dann ausgerechnet die Auflösung des Krimis, der doch eigentilch die Leser entgegenfiebern sollten, bei Google-Books mehrere Wochen nachzulesen war, habe ich mich mit epubli in Verbindung gesetzt und gebeten, die Option zu sperren.

Epubli mußte Google-Books hierzu allerdings auch mehrfach auffordern, bis das Buch bei denen herausgenommen wurden. Meine Schlußfolgerung daraus ist, daß ich die Vorschauoptionen bei Buchveröffentlichungen nicht mehr freigebe sondern es so mache, wie SandraR hier beschrieben hat: Leseproben nur auf meiner Homepage, beziehungsweise auf meinem Weblog als PDF-Dokument. So entscheide ich selbst, in welchem Ausmaß der Leser schon mal reinschauen kann.

Bei Sachbüchern mag das noch angehen, wenngleich ich es grundsätzlich nicht so toll finde, daß Google-Books immer wieder andere Auszüge aus dem Buch veröffentlich. Hier greifen sie ganz schön in die Autorenrechte ein. Bei Romanen, insbesondere Krimis würde ich dringend davon abraten, denn wenn die letzten Seiten präsentiert werden, ist dem Leser, der vielleicht nur reinlesen wollte, gleich die ganze Spannung genommen.

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