Schon Bücher von BoD erhalten?

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hawepe
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Re:

von hawepe (06.01.2008, 14:15)
Hallo,

MeierJ hat geschrieben:
Es geht darum eine Leistung zu verkaufen und sie anschliessend nicht zu erbringen. Also um die Frage ob es zu einer Vertragserfüllung kommt. Wenn ich den Autoren die Aufrechterhaltung der Lieferbarkeit in Rechnung stelle, diese aber regelmäßig nicht erbringe, handelt es sich um Vertragsbruch. Habe ich Kenntnis darüber, dass es an der Arbeitsweise und der internen Organisation des Unternehmens liegt und deshalb immer wieder vorkommen wird, ist es strafbar. Das ist juristisch ganz klar definiert.


Dann nenne doch endlich mal einen Paragraphen, auf den sich diese Aussage aufbauen liesse.

In den Vertraegen zwischen BoD und den Autoren wird nirgendwo rechtsverbindlich eine bestimmte Lieferfrist zugesichert, und auch die hier woertlich oder sinngemaess widergegebenen Mails von BoD sichern keinen Termin zu.

Damit befindet sich BoD noch nicht einmal in Verzug und kann auch nicht schadenersatzpflichtig gemacht werden.

Wenn du allerdings nachweisen kannst, dass BoD gar nicht die Absicht hat, die Vertraege zu erfuellen, dann koenntest du Anzeige wegen Betruges stellen. Aber vorher solltest du all dein Hab und Gut in Sicherheit bringen, denn ich glaube nicht, dass dir dieser Nachweis gelingen wird.

Beste Gruesse,

Heinz.

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hawepe
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Re:

von hawepe (06.01.2008, 14:22)
Hallo Peter,

PvO hat geschrieben:
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist das alles überhaupt nicht zu verstehen.


Warum?

Betriebswirtschaftlich schaedlich waere es, wenn mehr Kunden abspringen und als neue hinzukommen. Da BoD keine entsprechenden Zahlen nennt, ist das aber schwer zu pruefen.

Wenn man einfach mal dieses Forum als Massstab nimmt, wuerde ich sagen, dass die Zahl der neuen Kunden die der abspringenden weit uebersteigt. Die grosse Zahl neuer Kunden ist ja auch das Problem.

Betriebswirtschaftlich sinnvoll ist eben auch das, was die Kunden akzeptieren.

Beste Gruesse,

Heinz.

matthiasgerschwitz

Re:

von matthiasgerschwitz (06.01.2008, 14:49)
MeierJ hat geschrieben:
Wenn ich den Autoren die Aufrechterhaltung der Lieferbarkeit in Rechnung stelle, diese aber regelmäßig nicht erbringe, handelt es sich um Vertragsbruch.

MeierJ: Das Eis, auf dem Du Dich bewegst, ist ganz arg dünn ... Wo ist denn die Regelmäßigkeit? Bringe Beweise, Belege oder irgendetwas, womit Du Deine Behauptungen untermauern kannst. In der Tat ist die ganze Sache nicht unernst - aber ein Grund, hier juristisch stümperhaft rumzueiern, besteht nun wahrlich nicht. Damit bringst Du genau dort Unruhe, wo eigentlich reale und einwandfreie Informationen hilfreich wären.

Ich z.B. habe zum dritten Mal Bücher bestellt und erlebe zum ersten Mal - übrigens mit Vorankündigung seitens BoD - dass die üblichen (und nicht etwa garantierten!!!) ca. 10 - 14 Tage nicht eingehalten werden. Wo bitte soll hier ein Vertragsbruch vorliegen?

Beste Grüße
Matthias

MeierJ
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Re:

von MeierJ (06.01.2008, 14:50)
Hallo Heinz,

beweisen kann man es anhand der hier geschilderten Sachverhalte. Natürlich kann man sich dort rausreden und sagen wir wollen ja eigentlich .... dann kam dieses und jenes Ereignes dazwischen.
Wegen der regelmäßigen Produktionsengpässe und Lieferschwierigkeiten muss man sich dann aber vorhalten lassen, darüber Kenntnis zu haben es nicht zu können. Jedenfalls nicht ohne Unterbrechungen.

Bitte multipliziere einmal den monatlichen Betrag für die Aufrechterhaltung der Lieferbarkeit mit der Anzahl der Bücher und mit der Anzahl der Monate in denen eine Lieferbarkeit nicht gegeben ist. Das ist mindestens die Größenordnung der ungerechtfertigten Einkünfte des Unternehmens. Schadensersatz wegen nicht verkaufter Bücher kommt dann noch hinzu.

Also durch die Rechnungsstellung eines monatlichen Betrages für die Lieferbarkeit der Bücher entsteht eine Leistungspflicht des Unternehmens. Das ist eine vertragliche Bindung. Ich werde als Autor ja wohl kaum einen monatlichen Beitrag für die Lieferbarkeit aufbringen, damit mein Buch dann eine gewisse Zeit nicht lieferbar ist und dann mal wieder und mal wieder nicht. Wenn es im Autorenvertrag nicht ausdrücklich erwähnt ist, liegt ein separater Vertrag vor und zwar durch konkludentes Handeln.

Gruß, MeierJ thumbbup

matthiasgerschwitz

Re:

von matthiasgerschwitz (06.01.2008, 14:56)
MeierJ hat geschrieben:
Also durch die Rechnungsstellung eines monatlichen Betrages für die Lieferbarkeit der Bücher entsteht eine Leistungspflicht des Unternehmens.

Oha - da hat jemand seinen Vertrag nicht gelesen. Die inkriminierten Kosten entstehen für die elektronische Speicherung der Daten (Vertragstext) oder anders ausgedrückt, für die Vorratshaltung des Druckmasters. Eine "Lieferbarkeit der Bücher" wird damit nicht bezahlt...

Ich bin übrigens kein BoD-Undercover-Agent, sondern "nur" Kunde. Aber lassen wir die Kirche im Dorf: Wer seinen Vertrag nicht liest, darf sich hinterher nicht beschweren. Ärgern vielleicht - aber dann nur über sich selbst.

Matthias

MeierJ
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Re:

von MeierJ (06.01.2008, 15:13)
Hallo Matthias,

wegen der Regelmäßigkeit der Lieferprobleme bitte hier nachlesen:

http://www.autorenpool.info/lange-liefe ... t1718.html


Zitat von der Homepage:

Laufende Kosten fallen nur in Form einer minimalen monatlichen Gebühr für das Datenmanagement an. Dies sichert die ständige Verfügbarkeit des Druckmasters, so dass Ihr Buch jederzeit und in beliebiger Auflage produziert werden kann. € 1,99 pro Monat und Titel (inkl. MwSt.)

Man zahlt also jeden Monat Geld dafür, dass das Buch jederzeit produziert werden kann. Jederzeit hört sich für mich recht kurzfristig an. Darüber macht das Unternehmen ja noch genauere Angaben im Zusammenhang mit den Vertriebswegen. Also liebe Autoren Homepage und Vertrag nicht miteinander verwechseln. Die schlauen Anwälte haben nicht alles von der Homepage in den Vertrag übernommen.

Gruß, MeierJ thumbbup

Gerhard
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Re:

von Gerhard (06.01.2008, 15:23)
Matthias: Ich finde deine Beiträge teilweise ziemlich gut und aufschlussreich, aber müssen es wirklich solche, in meinen Augen, aggressiven Sätze sein:

matthiasgerschwitz hat geschrieben:
Ein laienhaftes juristisches Bauchgefühl ist eine schöne Sache - aber es sollte da bleiben, wo es herkommt: im Bauch.
....aber ein Grund, hier juristisch stümperhaft rumzueiern, besteht nun wahrlich nicht. Damit bringst Du genau dort Unruhe, wo eigentlich reale und einwandfreie Informationen hilfreich wären.


Muss man denn andere "stümperhaft rumzueiern" usw. unterstellen?
Ich habe leider schon einige Beiträge (nicht nur von dir!!!) mit solch aggressiven Untertönen gelesen und frage mich, ob wir in diesem Forum tatsächlich so übereinander herfallen müssen?

Und diese ewige juristische Erbsenzählerei. Warum gelingt es uns nicht, zu sagen: Wir wollen alle unsere Bücher verkaufen... auch BoD, denn schließlich leben auch die davon. Und jetzt haben sie halt mal ein paar Probleme.... muss man denn da gleich wieder die juristische Keule schwingen?

Es würde uns allen gut tun, wenn wir uns in den jeweils anderen reinversetzen würden, bevor wir mit irgendwelchen Keulen auf ihn einschlagen. Es würde der ganzen Welt besser tun, wenn wir mehr das Miteinander als das Gegeneinader praktiziern würden. Und für ein Miteinander brauche ich keine Juristen.

Liebe Grüße
Gerhard

matthiasgerschwitz

Re:

von matthiasgerschwitz (06.01.2008, 15:24)
Hallo MeierJ,

die - aus Sicht der Poolmitglieder sicherlich zu Recht - geschilderten Probleme sind allesamt keine ahnbaren Tatbestände, sondern sind Erfahrungswerte, die aus eigener Ungeduld, Enttäuschung oder ähnlichen emotionalen Faktoren resultieren. Übrigens hat jeder eine andere Erfahrung, jeder ein anderes BoD-Produkt, jeder eine andere Auflage und jeder eine andere Geschichte. Dies in einen Topf zu werfen, würde Äpfelchen und Birnchen ... naja, Du kennst den Vergleich.

MeierJ hat geschrieben:
Zitat von der Homepage:
Laufende Kosten fallen nur in Form einer minimalen monatlichen Gebühr für das Datenmanagement an. Dies sichert die ständige Verfügbarkeit des Druckmasters, so dass Ihr Buch jederzeit und in beliebiger Auflage produziert werden kann. € 1,99 pro Monat und Titel (inkl. MwSt.)

Richtig zitiert - falsche Rückschlüsse gezogen: Die Gebühr für das Datenmangement "sichert die ständige Verfügbarkeit des Druckmasters". Dass ohne Druckmaster nicht produziert werden kann, ist logisch. Dennoch beinhaltet die Gebühr nicht die Produktion oder die Zusage einer solchen (zu welchem Zeitpunkt auch immer) - geschweige denn die Lieferung (von der hier gar nichts steht). Die zweite Satzhälfte "so dass Ihr Buch jederzeit und in beliebiger Auflage produziert werden kann" ist keine (gegen Gebühr) zugesicherte Eigenschaft, sondern eine Folge aus dem Datenmanagement.

Matthias

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PvO
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Re:

von PvO (06.01.2008, 15:27)
Tja, Gerhard, da bist du mit Sicherheit nicht der einzige, der so denkt.
Und, Matthias, wolltest du dich im neuen Jahr nicht bessern? thumbbup

matthiasgerschwitz

Re:

von matthiasgerschwitz (06.01.2008, 15:30)
Gerhard hat geschrieben:
Matthias: Ich finde deine Beiträge teilweise ziemlich gut und aufschlussreich, aber müssen es wirklich solche, in meinen Augen, aggressiven Sätze sein

Gerhard,

ich gebe Dir grundsätzlich völlig Recht. Meine Formulierung war allerdings nicht aggressiv gemeint - es tut mir leid, wenn sie so rübergekommen ist. Aber in Situationen, in denen immer und wieder eine falsche Information gepostet wird, muss es möglich sein, deutlich zu machen, dass Halbwahrheiten nun mal keine Wahrheiten sind. Die von Dir inkriminierte Formulierung ist heftig, ich weiß. Aber hier werden Poolmitglieder, die sich bislang noch nicht mit juristischen Feinheiten ausenandersetzen mussten, auf falsche Fährten gebracht. Das halte ich für gefährlich - abgesehen davon, dass es Leute gibt, die aus wesentlich geringfügigeren Beschuldigungen, als sie hier gegen die Geschäftsführung von BoD vorgebracht werden, erfolgreich Verleumdungsklagen geführt haben.

Natürlich wollen wir alle Bücher verkaufen. Aber wer eine Rechtsauskunft haben will, sollte zum Anwalt gehen. Die stete Wiederholung falscher Informationen entspricht weder einer fundierten Rechtsberatung, noch erhöht sie den Wahrheitsgehalt.
Zuletzt geändert von matthiasgerschwitz am 06.01.2008, 15:33, insgesamt 1-mal geändert.

matthiasgerschwitz

Re:

von matthiasgerschwitz (06.01.2008, 15:32)
Peter,

ich mache Dir einen Vorschlag: Du befolgst MeierJ's Rat und verklagst BoD wegen Vertragsbruch. Danach sprechen wir uns wieder.

Was ist Dir lieber? Eine klare Aussage zur Vorsicht oder eine verwaschen falsche Rechtsauskunft?

Matthias

Gerhard
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Re:

von Gerhard (06.01.2008, 15:38)
matthiasgerschwitz hat geschrieben:
ich gebe Dir grundsätzlich völlig Recht. Meine Formulierung war allerdings nicht aggressiv gemeint - es tut mir leid, wenn sie so rübergekommen ist. Aber in Situationen, in denen immer und wieder eine falsche Information gepostet wird, muss es möglich sein, deutlich zu machen, dass Halbwahrheiten nun mal keine Wahrheiten sind.


Bitte bleiben Sie dran, wir machen jetzt ein wenig Werbung und dann kommen wir gleich wieder :D

Vielleicht solltest du doch mal mein Buch "Auf der Suche nach der Realität" lesen. Darin bergünde ich mit naturwissenschaftlichen Argumenten, dass diese Welt das ist, wie du sie sehen willst. Und ich gehe auf die Frage ein, inwiefern es tatsächlich eine absolute Wahrheit geben kann. Kaufen! :wink:

Ende Werbeblock.

Liebe Grüße
Gerhard

matthiasgerschwitz

Re:

von matthiasgerschwitz (06.01.2008, 15:44)
Werbung kann ich auch: "Warte nicht, bis du ergrimmt bist - nimm Bullrich-Salz, wenn du verstimmt bist"

cheezygrin

Aber sorry - es ist mir ernst mit dem Hinweis, dass Fehlinformationen zu bösen Fehleinschätzungen mit einem dicken Ende führen können. Da helfen weder Dein noch mein Buch ... und ich habe nie behauptet, die Wahrheit gepachtet zu haben.

Und noch ein Hinweis: "ein laienhaftes juristisches Bauchgefühl" ist keine aggressive Formulierung, sondern ein stehender Begriff in der Juristerei. Aber das nur am Rande...

Matthias

MeierJ
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Re:

von MeierJ (06.01.2008, 15:49)
Hallo Matthias,

meine Kritik richtet sich hauptsächlich gegen die Diskrepanz zwischen den Erwartungen die man bei Kunden (hier Autoren) weckt und dem was man tatsächlich halten kann. Es geht nicht darum Erfolgschancen von juristischen Streitigkeiten zu beleuchten sondern klarzustellen was man als Autor tatsächlich erwarten kann. Wenn mein Buch nicht ständig kurzfristig innerhalb von 1 - 2 Tagen an den Buchhandel geliefert werden kann, weil es die Organisation des Unternehmes nicht hergibt, muss man das aussprechen und klarstellen dürfen. Es geht also nicht darum wer vor Gericht siegen würde, sondern ob die ständige Lieferbarkeit erreicht wird. Ich sage nein, da ich die Arbeitsweise kenne und ich vermute es ist beim Anbieter bekannt. Also wenn die Bücher nicht kurzfristig verfügbar sind, macht es keinen Sinn regelmäßig zu zahlen. Es sei denn du strebst die Gewinnmaximierung des Unternehmens um jeden Preis an. Also eine CD-ROM auf der man den Druckmaster = PDF-Datei speichert kostet gerade mal 1 Euro. Hälst du es für sinnvoll den doppelten Betrag monatlich zu zahlen ?

Gruß, MeierJ thumbbup
Zuletzt geändert von MeierJ am 06.01.2008, 17:26, insgesamt 1-mal geändert.

Gerhard
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Re:

von Gerhard (06.01.2008, 15:53)
matthiasgerschwitz hat geschrieben:
Aber sorry - es ist mir ernst mit dem Hinweis, dass Fehlinformationen zu bösen Fehleinschätzungen mit einem dicken Ende führen können. Da helfen weder Dein noch mein Buch ... und ich habe nie behauptet, die Wahrheit gepachtet zu haben.Matthias


Doch, meines würde sicher helfen :D

....und jetzt oute ich mich mal ganz entsetzlich. Ich bin Baujahr 1954, habe ein Studium hinter mir, kaum nachzählbare Menge an Verträgen in meinem Leben unterschrieben (einschließlich Verträge für den Kauf und Verkauf eines Hauses).... und habe noch NIE einen Vertrag oder das Kleingedruckte wirklich durchgelesen... Und bin auch noch nie reingefallen.... die Welt ist, was DU von ihr denkst. :D

Liebe Grüße
Gerhard

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