komplettes Buch bei Amazon/ google books lesbar

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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (15.11.2011, 15:59)
julia07 hat geschrieben:
rh_ridgeback hat geschrieben:
Aber ich weiß ja jetzt, wie ich das Problem beheben kann.

Das ist natürlich Deine Entscheidung, aber ich selbst sehe den "Blick ins Buch" inzwischen auch so wie Nicolas. Selbst würde ich inzwischen niemals ein BOD kaufen, wenn ich nicht zuvor hineinsehen konnte, denn es gibt viel zu viel Schrott dabei. Auf der Messe in Frankfurt habe ich wieder einige davon durchgeblättert, wo mich der Kauf sehr geärgert hätte, hätte ich sie denn ungesehen bestellt.

Julia



Ich sehe das Problem, aber auf der anderen Seite ist es schon ein reichlich ärgerlicher Eingriff in die Verfügungsmöglichkeiten über das eigene Werk, wenn ständig andere Seiten aus dem Buch präsentiert werden. Ich lasse inzwischen die Vorschau gar nicht mehr zu und präsentiere lieber einen Buchauszug als PDF in meinem Weblog. Ich weiß natürlich, daß man damit die Leser bei Amazon nicht erreicht. Aber so lange ich die Seiten nicht begrenzen kann, die dort gezeigt werden, möchte ich diesen Eingriff in mein Buch nicht so gerne zulassen.

Im epubli-Shop besteht die Möglichkeit für den Autor, bestimmte Seiten zur Voransicht freizugeben. Auch das nutze ich, weil ich hierbei das letzte Wort habe, welche Seiten gezeigt werden. Aber insbesondere bei Google-Books halte ich es für inakzeptabel, daß so nach und nach das ganze Buch präsentiert wird.

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mtg
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Re:

von mtg (15.11.2011, 15:59)
Richard Bercanay hat geschrieben:
Wer da immer wieder mal vorbeischaut, hat nach zwei, drei Wochen beriets große Teile des Buches gesehen, weit mehr als die 20%, die eigentlich zu gesagt werden. Diese 20% verstehen sich als Teil des Buches, die bei einer Anwahl der Seite zu sehen sind. Wer das Buch bei Google-Books immer wieder anwählt, kann gut und gerne weit über 50% des Buches lesen. Gut finde ich das nicht.

Das mag in der Theorie stimmen ... aber mal ehrlich und Hand aufs Herz:

Wer würde sich - ganz allgemein gesprochen - bei der Menge an zur Verfügung stehenden Büchern die Mühe machen, bei einem der unbekannteren Autoren (und das sind BoD-Autoren in der Regel) »öfters mal vorbeizuschauen«, um ein Buch komplett zu lesen, von dem ich zu behaupten wage, dass nicht einmal 1% der Bevölkerung überhaupt weiß, dass es existiert?

Bevor wieder das falsche Halsloch verstopft: Ich nehme mich und meine Bücher davon auch nicht aus ...

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (15.11.2011, 16:09)
Ich habe den Blick ins Buch angeklickt und ein paar Seiten gelesen.
Das Layout macht einen guten Eindruck, der Text ist fesselnd und Orthographie und Grammatik sind korrekt.

Das ist schon mal eine wichtige Erkenntnis - damit das Buch nicht von vornherein aus der Auswahl verschwindet.

Haifischfrau
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (15.11.2011, 16:12)
@ mtg

Naja, bei einem Freund von mir hat ein Autor tatsächlich schon mal aus dessen Buch zitiert und sich dabei auf eine Vorschau bezogen. Das war allerdings eine wissenschaftliche Arbeit, aber das macht es ja nicht besser. Er wollte auf das geistige Eigentum und die Arbeit meines Freundes zugreifen, beziehungsweise hat dies auch getan, und zwar am liebsten gratis. So richtig in Ordnung finde ich das eigentlich nicht.

Und, wie gesagt, das ist ja ein Aspekt, der bei Roman nicht so tangiert, aber ich finde das schon ausgesprochen ärgerlich, wenn jemand sich zum Beispiel über meinen Krimi informieren möchte, und als Probekapitel wird ihm dann ausgerechnet die Auflösung des Falles, um den sich der Krimi dreht, angeboten. DAS finde ich das ausgesprochen ärgerlich und halte es auch für einen unzulässigen Eingriff in mein Werk durch Google-Books.

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mtg
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Re:

von mtg (15.11.2011, 16:21)
Richard Bercanay hat geschrieben:
Naja, bei einem Freund von mir hat ein Autor tatsächlich schon mal aus dessen Buch zitiert und sich dabei auf eine Vorschau bezogen. Das war allerdings eine wissenschaftliche Arbeit, aber das macht es ja nicht besser. Er wollte auf das geistige Eigentum und die Arbeit meines Freundes zugreifen, beziehungsweise hat dies auch getan, und zwar am liebsten gratis. So richtig in Ordnung finde ich das eigentlich nicht.

Dann kannst Du es auch nicht in Ordnung finden, wenn man in einer Bibliothek recherchiert ... das bringt dem Autor ja auch keinen Cent.

Richard Bercanay hat geschrieben:
... wenn jemand sich zum Beispiel über meinen Krimi informieren möchte, und als Probekapitel wird ihm dann ausgerechnet die Auflösung des Falles, um den sich der Krimi dreht, angeboten.

Das ist natürlich ärgerlich, da stimme ich Dir zu. Aber weder bei Amazon noch bei Google werden die angebotenen Leseproben über den Inhalt definiert, sondern automatisiert herausgezogen.

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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (15.11.2011, 16:34)
mtg hat geschrieben:
Dann kannst Du es auch nicht in Ordnung finden, wenn man in einer Bibliothek recherchiert ... das bringt dem Autor ja auch keinen Cent.


Stimmt schon, und ich will das Problem aucb nicht dramatisieren. Trittbrettfahrerei gibt es leider überall.

mtg hat geschrieben:
Das ist natürlich ärgerlich, da stimme ich Dir zu. Aber weder bei Amazon noch bei Google werden die angebotenen Leseproben über den Inhalt definiert, sondern automatisiert herausgezogen.


Das ist ja gerade das Problem. Wenn das nicht automatisiert wäre, sondern vom Autor festgelegt werden könnte, hätte ich damit kein Problem. Wie gesagt, bei epubli legt man im Veröffentlichungsprozeß die Seiten fest, die man als Leseprobe im epubli-Shop freigeben möchte. Daran halten sich Amazon und Google-Books natürlich nicht, sondern die geben frei was sie möchten. Ich fände es aus Autorensicht allerdings sinnvoller, wenn wir, die wir die Bücher geschrieben haben, auch bei Amazon und Google-Books das letzte Wort darüber hätten, was von unserem Werk gezeigt wird.

Jenselina
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Re:

von Jenselina (15.11.2011, 16:59)
Ich habe mir bei Sachbüchern auch schon Infos aus der Vorschau geholt.

julia07
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Re:

von julia07 (15.11.2011, 17:06)
Richard Bercanay hat geschrieben:
Im epubli-Shop besteht die Möglichkeit für den Autor, bestimmte Seiten zur Voransicht freizugeben. Auch das nutze ich, weil ich hierbei das letzte Wort habe, welche Seiten gezeigt werden.

Das ist natürlich die sauberste Lösung und erinnert mich an die gute alte Leseprobe von BoD, die man selbst erstellte und für 19 Euro extra buchen konnte :wink:

Julia

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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (15.11.2011, 18:03)
Jenselina hat geschrieben:
Ich habe mir bei Sachbüchern auch schon Infos aus der Vorschau geholt.


Ha! Du Teufel! :twisted:

PS: Ich auch. angle: :wink:
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MichaelHA
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...

von MichaelHA (15.11.2011, 18:43)
Ich persönlich halte den Google-'Blick ins Buch'-Service für eine positive Einrichtung, da auch der Blick ins Buch bereits Werbung für das Buch darstellt. Wer allerdings meint, ihm könne da etwas gestohlen werden, der muss wohl auch dafür sorgen, dass keine Bibliothek sein Werk in die Hände bekommt.

Beste Grüße

MichaelHA

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SandraR
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Re:

von SandraR (15.11.2011, 18:46)
Einspruch Matthias. Für die Bibliotheksbücher gibt es Tantiemen!

Edit schiebt noch nach: VG Wort!
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mtg
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Re:

von mtg (15.11.2011, 19:38)
SandraR hat geschrieben:
Einspruch Matthias. Für die Bibliotheksbücher gibt es Tantiemen!

Edit schiebt noch nach: VG Wort!

Einspruch abgelehnt. Die Tantiemen gibt es meines Wissens nach für die reine Präsenz und nicht für die Häufigkeit der Ausleihe.

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Max
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Re:

von Max (15.11.2011, 20:00)
Wenn Bücher von uns in Bibliotheken zu finden sind, ist das schon ein großer Erfolg.
Gleiches gilt für mich, wenn Menschen sich die Mühe machen meinen Roman bei Google oder woanders zusammen zu suchen.
Das ist sicher auch sehr mühsam.
Bei einem aufwendig illustrierten Lyrikband, der auch sehr arbeits-und zeitintensiv war und ist , sieht es anders aus.
Da kann man mal eben reinschauen und braucht das Buch nicht mehr.
Also für mich gilt, " Blick ins Buch ", nur bei bestimmten Büchern.
Ansonsten Leseprobe.
Zuletzt geändert von Max am 15.11.2011, 20:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (15.11.2011, 20:12)
Naja, es ist schon ein Unterschied, wenn jemand in eine Bibliothek geht, um sich dort ein Buch anzuschauen, oder ob er es mal eben aus dem Netz lädt. Ich will jetzt aber auch nicht den Eindruck machen, als sei ich hier überempfindlich.

Mir ist Google ohnehin nicht so besonders sympathisch. Wie auch Facebook ist das eine Datenkrake, und ich fand es schon ziemlich anmaßend, als Google auf einmal ankündigte, den ganzen Literaturbestand der Welt scannen zu wollen ohne Rücksicht auf das Urheberrecht. Da ist schon eine gewisse Arroganz der wirtschaftlichen Macht zu spüren gewesen, deshalb bekommt Google von mir auch keine Erlaubnis mehr, meine Bücher anzuzeigen.

Bei Amazons Blick ins Buch werde ich beobachten und im Einzelfall entscheiden.

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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (15.11.2011, 20:15)
Für meine Bücher will ich ganz klar den Blick ins Buch haben. Von mir aus darf jeder meine Bücher teilweise (oder sogar ganz) bei Amazon oder Google Books lesen. Ich denke, dadurch habe ich nur mehr Käufer. Und auch wenn sich einer die Mühe machen sollte, einen dicken Packen screenshots auszudrucken (was je nach verwendetem Drucker auch mal teurer sein kann als das echte Buch), zum Verschenken eignet sich der Blätterstapel nicht, da wird dann doch eher das Original verschenkt.
:wink:
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