Wittwer Buchhandlung verweigert Bestellung von BoD Titeln

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GraceGibson
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Re:

von GraceGibson (14.12.2011, 12:01)
hawepe hat geschrieben:
Hallo,

mich verblüffen solche Threads immer wieder. Gehen so viele Forumsteilnehmer nicht mehr einkaufen?


Doch lieber Heinz, genau deswegen ja. Ich war in mehreren Buchläden und hatte noch keine Probleme BoD oder andere Buchtitel zu bestellen. Von einem so renomierten Haus (zumindest in Stuttgart) hatte ich so eine Reaktion schlichtweg nicht erwartet, eben weil meine anderen Einkaufserfahrungen alle durchweg positiv ausgefallen sind :)

Birgit Schuler
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Re:

von Birgit Schuler (14.12.2011, 12:39)
Perchta hat geschrieben:
Für die meisten Buchhandlungen (die mit einem Handelsrabatt von 35% plus kalkulieren, und dazu gehören sicher alle Buchhandels-Ketten) ist das leider geschäftstüchtiges Verhalten, liebe Birgit.

Einzelbestellungen sind teuer und unwirtschaftlich. In derselben Zeit eine Verlagsvorschau durchzublättern oder Lagerpflege zu betreiben ist für den Händler rentabler.


Das mag kurzfristig so sein. Aber ich denke, als (Buch)-händler sollte man mehr drauf haben, als nur auf große Aufträge auszusein. Die oben beschriebene Behandlung ist ja auch dem Kunden gegenüber abwertend. Die Kunden merken sich sowas und zuerst kommt einer nicht mehr, dann noch einer... Gerade heutzutage sollte man besser sein als die Konkurrenz und das kann man mit Service und Freundlichkeit, nicht mit Arroganz. Aber vielleicht bin ich einfach zu altmodisch - ich kaufe lieber dort ein, wo man Service und Kundenorientierung noch zu schätzen weiß.
Gruß,
Birgit
Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du Schönes bauen. Erich Kästner

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (14.12.2011, 13:34)
Das kam heute von der Mayersche - Buchhandelskette.
Sehr geehrter Herr Becks,

ganz herzlichen Dank für Ihre Anfrage zum Verkauf des Titels „ Hexenänneken“ in unseren Filialen.
Leider ist es derzeit nicht möglich Ihren Titel in unser Sortiment aufzunehmen.
Dadurch, dass Ihr Titel jedoch schon bei unserem Großhändler gelistet ist, ist es uns möglich auf Kundennachfrage Ihren Titel zu beziehen.
Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg bei der Vermarktung Ihres Titels.

Gruß
Thomas

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MarleneGeselle
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Re:

von MarleneGeselle (14.12.2011, 13:41)
@ Siegfried:

Hallo,

du bemängelst die Deiner Meinung nach schlechte Qualität von DKZlern und von BoD. Das mag im einen oder anderen Falle durchaus richtig sein. Jeder von uns kann da eine Geschichte erzählen.

Aber bei den Titeln der großen Verlage, die ich während der letzten beiden Jahre als Rezi-Exemplare bekam, habe ich wahrlich alles erlebt. Einschließlich Golddruck, der sich nicht nur abrieb, sondern mir auch juckende Hände bescherte.

Ginge es wirklich danach, dürfte ein Händler kaum noch etwas verkaufen.

Liebe Grüße
Marlene
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mtg
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Re:

von mtg (14.12.2011, 13:45)
@ Marlene:

Wer die Mängel anderer zum Maßstab des eigenen Tuns macht, ist grundsätzlich schlecht beraten ... Besser als die schlechten Beispiele sein kann jeder, wenn er nur will. Aber wer wirklich »gut« sein will, muss sich schon anstrengen ...

Das kann gar nicht oft genug wiederholt werden ...

Jenselina
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Re:

von Jenselina (14.12.2011, 13:58)
Da kommt mir der Zorn hoch. Sie kassieren 30% und sind dafür noch nicht mal bereit sich zu bewegen.

Dass der Handel unsere Bücher nicht aktiv bewirbt ist ja schon nicht schön, aber dann auch noch zu faul sein für Bestellungen... :roll:

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (14.12.2011, 14:25)
MarleneGeselle hat geschrieben:
du bemängelst die Deiner Meinung nach schlechte Qualität von DKZlern und von BoD. Das mag im einen oder anderen Falle durchaus richtig sein. Jeder von uns kann da eine Geschichte erzählen.


Im einen oder anderen Falle? Darf ich das als euphemistisch nehmen? cheezygrin

MarleneGeselle hat geschrieben:
Aber bei den Titeln der großen Verlage, die ich während der letzten beiden Jahre als Rezi-Exemplare bekam, habe ich wahrlich alles erlebt. Einschließlich Golddruck, der sich nicht nur abrieb, sondern mir auch juckende Hände bescherte.


Was hindert einen Käufer daran, schlechte Ware zum Händler zurückzubringen? Bequemlichkeit? Nachlässigkeit? Gleichgültigkeit?

Was Matthias schreibt, ist absolut richtig: Nur weil andere schlechte Leistungen abliefern, muss ich das nicht auch tun. Im Gegenteil: Wenn jemand schlechte Leistung abliefert, will ich als Käufer mein Geld zurück. Vielleicht lernen daraus die Produzenten ... dozey:
Korrektorat: 1,- Euro zzgl. 19 % USt. pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

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kasapv
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Re:

von kasapv (14.12.2011, 14:40)
MarleneGeselle hat geschrieben:
@ Siegfried:

Hallo,

du bemängelst die Deiner Meinung nach schlechte Qualität von DKZlern und von BoD. Das mag im einen oder anderen Falle durchaus richtig sein. Jeder von uns kann da eine Geschichte erzählen.

Aber bei den Titeln der großen Verlage, die ich während der letzten beiden Jahre als Rezi-Exemplare bekam, habe ich wahrlich alles erlebt. Einschließlich Golddruck, der sich nicht nur abrieb, sondern mir auch juckende Hände bescherte.

Ginge es wirklich danach, dürfte ein Händler kaum noch etwas verkaufen.

Liebe Grüße
Marlene


Es kommt da aber auf die Häufigkeit an. Das Buch, dass ich hier habe, ohne Kapiteleinteilung, mit Fehler im 1. Satz, vertauschte Wörter und Rechtschreibfehler im ganzen Buch und dazu noch eine holprige Geschichte. Sonnenaufgang und Sonnenuntergang wurden mal kurz verwechselt. Oder die Protas lassen Seiten vorher die Pferde zurück und plötzlich reiten sie wieder, um 2 Seiten später wieder keine Pferde zu haben. blink3

Ob dieses eine Buch jetzt representativ für die Autorenqualität von Shaker Media oder die Mehrheit der BoD (nicht nur auf BoD Norderstedt bezogen) und PoD Autoren, vermag ich nicht zu beurteilen.

Persönlich neige ich jedoch dazu, zu glauben, dass die Anzahl solch qualitativ minderwertiger (um nicht "wertloser" zu sagen) Bücher weitaus höher bei Books on Demand/ Print on Demand liegt, als bei renommierten Verlagen. Das liegt einfach in der Sache der Natur, dass jeder der möchte, einfach veröffentlicht.

Wenn ich eine Buchhandlung führen würde, dann könnte es gut möglich sein, dass ich zumindest darauf hinweise, wenn ein Kunde ein solches Buch bestellen möchte. Zuminest den Hinweis, dass das Buch vom Autor alleinig erarbeitet wurde, mit grosser Wahrscheinlichkeit ohne Lektorat und/ oder Korrektorat. Ich bestelle es gerne, würde es aber nicht zurücknehmen, sollten sie es aufgrund von Rechtschreibfehlern reklamieren wollen. Ich würde mich da schon ein wenig absichern, damit die schlechte Autorenqualität nicht auf mich zurückfällt, nach dem Motto: Ich verkaufe nur Schund.

Besagtes "schlechtes" Buch, was immerhin als gutes "schlechtes Beispiel" dient, kaufte ich nur, um die Buchqualität von Shaker Media zu testen. Ohne viel zu recherchieren, habe ich einfach das Buch genommen, was in meine bevorzugte Unterhaltungsliteratur passte und gut.

Wenn ich gezielt ein gutes Buch suche, dann investiere ich mit Sicherheit ein wenig mehr Zeit, speziell wenn es von einem BoD/ PoD Autoren kommt. Ich habe ja auch durchaus sehr gute Erfahrungen mit guten BoD Autoren gemacht, die sich eben Mühe geben, nicht in das Klischee zu fallen.

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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (14.12.2011, 14:43)
Ob sich ein Buch gut oder schlecht verkauft, hat mit der inhatlichen Qualität doch nur am Rande zu tun, sonst wäre Sarrazins »Deutschland schfft sich ab« oder Roches »Schoßgebete« in den Regalen der Buchläden liegengeblieben und nicht zu Bestsellern geworden. Da steckt doch auch die Macht der Werbung dahinter, und die Kunden rufen dann eben nur sehr selten »der hat ja gar nichts an!«.

Es ist eben naiv zu glauben, daß die Bestsellerlisten für Qualität stehen. Sie sind eigentlich nur Listen mit den Büchern, für die am erfolgreichsten geworben wurde.

Jenselina
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Re:

von Jenselina (14.12.2011, 14:54)
Richard Bercanay hat geschrieben:
Es ist eben naiv zu glauben, daß die Bestsellerlisten für Qualität stehen. Sie sind eigentlich nur Listen mit den Büchern, für die am erfolgreichsten geworben wurde.


thumbbup

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mtg
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Re:

von mtg (14.12.2011, 15:13)
Richard Bercanay hat geschrieben:
Ob sich ein Buch gut oder schlecht verkauft, hat mit der inhatlichen Qualität doch nur am Rande zu tun, sonst wäre Sarrazins »Deutschland schfft sich ab« oder Roches »Schoßgebete« in den Regalen der Buchläden liegengeblieben und nicht zu Bestsellern geworden.

Ich wage aber mal - ohne die Bücher gelesen zu haben - zu behaupten, dass diese Bücher zumindest grammatikalisch und ortographisch richtig geschrieben sind. Und an dieser Mindestanforderung scheitern wahrscheinlich weit mehr als 90% der on-demand-verlegten Bücher. Über Inhalte lässt sich streiten, nicht aber über Rechtschreibung oder Formfehler (wie - siehe kaspv - z.B. die Vertauschung von Sonnenauf- und Sonnenuntergang).

Ich erinnere nur an ein Forenmitglied, das weiland sinngemäß schrieb, dass man ruhig Fehler machen könne, da 98% der Leser ohnehin keine Ahnung von Rechtschreibung hätten ... und diese Auffassung ist leider viel weiter verbreitet als es gut sein kann ...

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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (14.12.2011, 15:20)
mtg hat geschrieben:
Richard Bercanay hat geschrieben:
Ob sich ein Buch gut oder schlecht verkauft, hat mit der inhatlichen Qualität doch nur am Rande zu tun, sonst wäre Sarrazins »Deutschland schfft sich ab« oder Roches »Schoßgebete« in den Regalen der Buchläden liegengeblieben und nicht zu Bestsellern geworden.

Ich wage aber mal - ohne die Bücher gelesen zu haben - zu behaupten, dass diese Bücher zumindest grammatikalisch und ortographisch richtig geschrieben sind. Und an dieser Mindestanforderung scheitern wahrscheinlich weit mehr als 90% der on-demand-verlegten Bücher. Über Inhalte lässt sich streiten, nicht aber über Rechtschreibung oder Formfehler (wie - siehe kaspv - z.B. die Vertauschung von Sonnenauf- und Sonnenuntergang).

Ich erinnere nur an ein Forenmitglied, das weiland sinngemäß schrieb, dass man ruhig Fehler machen könne, da 98% der Leser ohnehin keine Ahnung von Rechtschreibung hätten ... und diese Auffassung ist leider viel weiter verbreitet als es gut sein kann ...



Ich habe das Buch von Sarrazin zu einem größeren Teil gelesen (nur geliehen, nicht gekauft, darum muß ich jetzt auch erst mal Pause machen, weli die Leihfrist abgelaufen und es vorgemerkt war), und ich finde ganz ehrlich, daß die Schreibe eine Zumutung ist. Grammatikalisch und von der Rechtschreibung her mag es in Ordnung sein, vom Satzbau aber ist es ausgesprochen leserfeindlich, wie ich finde. Zudem ist dieser Wahn, den Sarrazin mit seinen Statistiken betreibt, zuweilen selbst für Leser, die Sozialwissenschaften studiert haben, schwer verdaulich. Teilweise iwderlegt er sich selbst und scheint es nicht mal zu merken.

Hätte ich als unbekannter Autor dem Droemer-Verlag das Ding angedient, hätte er es bestimmt nicht verlegt.

Bei Roches »Schoßgebete« muß ich zugeben, mich auf das Urteil anderer verlassen zu haben, und da habe ich auch nicht Absicht, es zu lesen, weder geliehen noch sonstwie.

Jenselina
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Re:

von Jenselina (14.12.2011, 15:47)
Bücher sind wie Musik, dem einen gefällts, der andere hält es für Lärm....

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kasapv
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Re:

von kasapv (14.12.2011, 16:25)
Naja, wenn auf einer CD alle Lieder ineinander übergehen und der Sänger sich laufend verspricht, dann hat das wenig mit Geschmack zu tun.

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hawepe
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Re:

von hawepe (14.12.2011, 16:37)
Hallo Grace,

GraceGibson hat geschrieben:
hawepe hat geschrieben:
Hallo,

mich verblüffen solche Threads immer wieder. Gehen so viele Forumsteilnehmer nicht mehr einkaufen?


Doch lieber Heinz, genau deswegen ja.


Es ging mir keineswegs nur um Bücher. Bei Büchern und Musik-CDs kann man tatsächlich immer noch hoffen, dass ein Händler nicht vorrätige Titel besorgt. Für alle anderen Warengruppen gilt das schon lange nicht mehr.

Beste Grüße

Heinz

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