Schon Bücher von BoD erhalten?

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Kolan

Re:

von Kolan (08.01.2008, 09:01)
Guten Morgen!

Erstmal noch ein leicht verspätetes schönes und erfolgreiches neues Jahr für alle! Ich bin endlich wieder aus dem verdienten Winterurlaub zurück. :D
Ich habe in der Zwischenzeit auch meine Bestellungen von BoD geliefert bekommen! Die Bestellungen hatte ich im Laufe des Novembers aufgegeben (mehrere kleinere Mengen); geliefert wurde einige Tage vor Weihnachten und kurz vor Silvester.
Was mich ein bißchen amüsiert/verwundert hat war die Tatsache, daß BoD nicht in der Lage oder nicht willens war, die ja schon länger zurückliegenden Bestellungen zu "bündeln". Anstatt also eine Lieferung zu bekommen, hatte ich einen "sehr begeisterten" Paketmann mit etlichen kleineren Päckchen im Arm vor der Tür stehen.

Viele Grüße!
Stefanie

Frischling
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Re:

von Frischling (08.01.2008, 09:03)
MeierJ hat geschrieben:
Es gibt ja offensichtlich auch Anbieter die einen kleinen Vorrat anlegen und Bestellungen umgehend bearbeiten und schnell ausliefern, also innerhalb von ein bis zwei Tagen. Diese und nur diese sind empfehlenswert, da sie ihr Geld durch das Vertreiben von Büchern gemeinsam mit den Autoren verdienen.


welche Verlage sind das?
ich selber habe in der 2. Dezemberwoche ein Buch bei shaker media bestellt, bin bereits zweimal vertröstet worden, zur Zeit nicht lieferbar, muss erst neu gedruckt werden, die drucken offenbar auch erst wenn mehrere Bestellungen vorliegen.
es gibt nichts Gutes - ausser man tut es

MeierJ
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Re:

von MeierJ (08.01.2008, 09:22)
Hallo Frischling,

es macht einen Unterschied ob ein Buch vorübergehend nicht lieferbar ist, weil zuvor alles verkauft wurde (z.B. Weihnachtsgeschäft) oder ob es ein Dauerzustand ist. Als Autor sollte man sich also vor Vertragsabschluss informieren ob ein kleiner Vorrat für das Versandregal regelmäßig verfügbar ist. Sind die Bücher dann vergriffen, ist das Buch "nur" vorübergehend nicht lieferbar. Danach aber im Normalfall wieder schnell verfügbar, also innerhalb von wenigen Tagen lieferbar.

Gruß, MeierJ thumbbup

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hawepe
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Re:

von hawepe (08.01.2008, 09:37)
Hallo,

Frischling hat geschrieben:
ich selber habe in der 2. Dezemberwoche ein Buch bei shaker media bestellt, bin bereits zweimal vertröstet worden, zur Zeit nicht lieferbar, muss erst neu gedruckt werden, die drucken offenbar auch erst wenn mehrere Bestellungen vorliegen.


Und was beweist das? Genau nichts :-(

Vorrat kann auch heissen, dass immer gleich mehrere Buecher gedruckt und nach dem Verkauf aller oder einiger wieder mehrere nachgedruckt werden. Das muss aber keineswegs heissen, dass nach jedem verkauften Exemplar sofort wieder eines gedruckt wird.

Dass es in der Vorweihnachtszeit zu Lieferengpaessen kommen kann, ist meiner Meinung nach uebrigens systembedingt und nicht zu verhindern. Kein Unternehmer kann es sich leisten, Maschinen und Personal fuer wenige Spitzenwochen im Jahr vorraetig zu halten, sondern muss auf eine gute Auslastung ueber das gesamte Jahr achten.

Books on Demand ist nun einmal kein klassischer Buchdruck, der auf Vorratslager setzt, die saisonunabhaengig angelegt werden koennen.

Beste Gruesse,

Heinz.

Frischling
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Re:

von Frischling (08.01.2008, 18:18)
MeierJ hat geschrieben:
Danach aber im Normalfall wieder schnell verfügbar, also innerhalb von wenigen Tagen lieferbar.


innerhalb von einem Monat zweimal vertröstet zu werden ohne Angabe, wann mit einer Lieferung zu rechnen ist ("muss erst neu gedruckt werden"), kann ich auch bei shaker media nicht als Normalfall akzeptieren, das ist schlicht unprofessionelles Gebaren, Schade um die Autoren.

sieht so aus, als hätten es alle BOD Verlage darauf angelegt am Autor und nicht mit dem Autor zu verdienen, werde mich jetzt wohl doch auf die Ochsentour der Suche nach einem konventionellen Verlag begeben, Manuskript liegt vor, bin gespannt auf die Reaktionen der Verlage
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Wana
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Re:

von Wana (08.01.2008, 18:29)
ich hatte am 30.11.07 sechs Bücher bestellt und am 03.01.2008 erhalten
www.scholt.com/html/meinebucher
es ist nicht immer alles so, wie es den Anschein hat

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SandraR
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Re:

von SandraR (08.01.2008, 18:43)
Frischling wo verdienen BoD Druckereien einfach so am Autor? An Deinen 39 Euro oder den 26 Exemplaren fuer die Freunde. Nein, auch BoD setzt natuerlich auf Verkaufszahlen durch verkaufte Buecher, nur muss dafuer der Autor etwas tun, dafuer hat er sehr viele Freiheiten die er bei einem herkoemmlichen Verlag nicht haette.
Engpaesse an Weihnachten sind wirklich normal, und auch ich hatte Leute die uns Mails geschrieben haben unter dem Motto "Buch kommt nicht bis an Weihnachten". Wir lernen fuer die naechste Weihnachten und werden dann eben wenn Libri keine Bestaende mehr anzeigt anbieten direkt ueber die Webseite zu bestellen und dem entsprechend auch Lagerware bereit zu halten.
Wenn man es erst weiss, sehe ich kein Problem. Man lernt halt dazu:)
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (08.01.2008, 18:49)
Das Prinzip, bzw. die Idee, Bücher erst dann zu drucken, wenn Bestellungen vorliegen, ist eine gute. Das auf jeden Fall. Aber es scheint, dass die Theorie nicht immer der Praxis entspricht.
Der Digitaldruck hat den Vorteil, sehr kleine Auflagen halbwegs kostengünstig zu produzieren, von Lagerkosten, etc spreche ich erst gar nicht. Meiner Meinung nach sollte ein Bab-Verlag aber immer eine Auflage vorabdrucken, eben damit das Problem der Lieferengpässe nicht entstehen kann (über die Höhe der Auflage kann man nun streiten). Ein Verlag (was Bod nicht ist) muss meiner Meinung nach in der Lage sein, den Buchhandel/Endkunden innerhalb von 1-2 Tagen zu beliefern. Zumal Kleinverlage es ohnehin schwierig haben, in Barsortimente aufgenommen zu werden. Genügend Bücher auf Lager zu haben um liefern zu können ist Aufgabe des Verlages.
Das ist man dem Autoren schuldig - finde ich. cheezygrin

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hawepe
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Re:

von hawepe (08.01.2008, 20:16)
Hallo Hakket,

Hakket (Moderator) hat geschrieben:
Meiner Meinung nach sollte ein Bab-Verlag aber immer eine Auflage vorabdrucken, eben damit das Problem der Lieferengpässe nicht entstehen kann (über die Höhe der Auflage kann man nun streiten).


Nur gibt es genug Titel, von denen die Book-on-Demand-Dienstleister kaum mehr als die Autorenexemplare loswerden. Das war eben der Grund, warum Engelsdorf die Mindestabnahme auf 30 hochgesetzt hat.

Selbst jeweils nur wenige Lagerexemplare gehen da ganz schoen ins Geld.

Beste Gruesse,

Heinz.

MeierJ
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Re:

von MeierJ (09.01.2008, 08:55)
Frischling hat geschrieben:
innerhalb von einem Monat zweimal vertröstet zu werden ohne Angabe, wann mit einer Lieferung zu rechnen ist ("muss erst neu gedruckt werden"),


Hallo Frischling,

ich hab jetzt noch nicht verstanden ob es sich um eine Autorenbestellung deinerseits handelte ? War es die Erstbestellung oder die Nachbestellungbestellung oder ob du das Buch eines anderen Autors bestellt hattest. Wann ist das Buch erschienen? Ist es schon lange im Programm des Verlages? Wie lange hat es gedauert von Manuskripteinreichung bis zum ersten Druck?

Gruß, MeierJ

Frischling
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Re:

von Frischling (09.01.2008, 11:25)
SandraR hat geschrieben:
Frischling wo verdienen BoD Druckereien einfach so am Autor? An Deinen 39 Euro oder den 26 Exemplaren fuer die Freunde. Nein, auch BoD setzt natuerlich auf Verkaufszahlen durch verkaufte Buecher


Du sagst es! Es geht den BOD Verlagen um die Anzahl der verkauften Bücher - aber nicht um viele Bücher pro Autor, sondern um viele Autoren! Genau diese Strategie fährt doch BoD.

was nützt die beste Werbung durch Autoren, wenn Bücher nicht geliefert werden und der Buchhandel verprellt wird?

Dein Vorschlag, größere Mengen Autorenexemplare vorzuhalten, läuft auf einen Eigenverlag hinaus, der sich BOD als Druckerei bedient.
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Judith
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Re:

von Judith (09.01.2008, 11:33)
Frischling hat geschrieben:
Dein Vorschlag, größere Mengen Autorenexemplare vorzuhalten, läuft auf einen Eigenverlag hinaus, der sich BOD als Druckerei bedient.


Nicht ganz. Als Eigenverlag müsste ich mich selbst in die unzähligen Onlineshops eintragen; das macht alles Amazon für mich. Aber tatsächlich verkaufe ich ca. zwei Drittel der Bücher aus meinem eigenen Bestand (vor allem beim Vorlesebuch; beim Tanzroman sind es weniger als 50 %). Die Lösung ist aber in meinen Augen auch nicht so schlecht.

Grüßle,
Judith
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Frischling
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Re:

von Frischling (09.01.2008, 11:39)
MeierJ hat geschrieben:
ich hab jetzt noch nicht verstanden ob es sich um eine Autorenbestellung deinerseits handelte ? War es die Erstbestellung oder die Nachbestellungbestellung oder ob du das Buch eines anderen Autors bestellt hattest. Wann ist das Buch erschienen? Ist es schon lange im Programm des Verlages?


Es war die Bestellung eines Buches eines anderen Autors, welches mich vom Thema her interessiert hat, "Geld arbeitet nicht". Buch ist im Dezember erschienen, wird von shaker auch bei amazon geführt, bei der Bestellung im shaker bookshop war kein Hinweis auf Lieferengpass.

Mein eigenes Projekt versuche ich nun in einem regulären Verlag zu verwirklichen. Nach meinen Testerfahrungen ist lulu sehr kostengünstig und am unkompliziertesten wenn es darum geht, etwas drucken zu lassen, publizieren mit ISBN läuft bei lulu über BoD/libri und dauert sehr lange.

BoD ist bei mir an technischen Problemen gescheitert, BoD war nicht bereit zu helfen. Shaker ist extrem hilfreich, individuelle Betreuung, unkompliziertes und schnelles publizieren mit ISBN.

Da es mir aber nicht nur um Druck eines Buches geht, dass dann im Regal verstaubt, habe ich auch Vertriebsmöglichkeiten recherchiert und bin dabei auf viele Probleme mit BOD Büchern gestoßen, Lieferzeiten, Widerstände bei Buchhändlern, Qualitätsimage ...

deshalb der Entschluß, den konventionellen Weg zu wählen, eine rein subjektive Entscheidung, die für andere kein Vorbild sein muss.
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Judith
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Re:

von Judith (09.01.2008, 11:44)
Hallo Frischling,

ich würde mal sagen, dass drei Viertel von uns BoD'lern den konventionellen Weg gewählt hätten. Aber das Verhältnis veröffentlichte Bücher : eingesandte Manuskripte bewegt sich je nach Verlag zwischen 1:100 und 1:1000. Viele von uns sind an dieser winzigen Hürde gescheitert. Ich wünsche dir viel Glück!

Grüßle,
Judith
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Claire
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Re:

von Claire (09.01.2008, 11:50)
Offensichtlich bekommt BoD die Probleme langsam in den Griff. Einige haben ja schon geschrieben, dass sie ihre Bücher erhalten haben. Meine sind auch auf dem Weg (Bestelldatum: 07.12.07).
Für die Zukunft bin ich jedenfalls vorgewarnt. Ich sehe den Fehler nicht allein bei BoD, sondern auch bei mir. Bei mir war es ein dummer Anfängerfehler, der mir in der Form bestimmt nicht mehr unterläuft. Dafür werde ich bestimmt andere machen ...

LG Claudia
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