Amazon Advantage

ISBN, VLB, Barsortiment, E-Book-Verleih und Buchhandel: Alles rund um den Buchvertrieb.


tomatengewuerzsalz
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Amazon Advantage

von tomatengewuerzsalz (06.07.2007, 11:59)
Hallo!
Ich lese schon eine ganze Weile bei euch mit und bin selbst ein bisschen genervt von der Tatsache, dass BOD und Amazon scheinbar nicht auf einen Nenner kommen. Lieferzeiten von vier bis sechs Wochen sind einfach abschreckend. Dabei bietet Amazon mit dem Advantage-Programm eine gute Möglichkeit das zu ändern und ich verstehe gar nicht, warum BOD davon nicht gebraucht macht.
Wenn ich das richtig verstanden habe, kann jeder Verlag und auch Autoren selbst, mit gültiger ISBN und Umsatzsteuernummer gebrauch davon machen. Man bezahlt eine jährliche Teilnahmegebühr von 50 Euro und kann bequem neue Bücher zum Katalog von Amazon hinzufügen und Amazon garantiert, dass immer mindestens ein Buch auf Lager ist und somit die Verfügbarkeit verbessert wird. Je nach Nachfrage werden von Amazon mehr Bücher für das Lager geordert und wenn sich der Bestand eines Buches dem Ende zuneigt, wird nachbestellt.
Zudem könnten die Informationen und Coverabbildungen schneller aktualisiert werden.
Ich habe leider selbst keine Ust.-Nr., kann mich also deswegen nicht anmelden, würde jedoch gern davon Gebrauch machen.
Hier kann man mehr dazu lesen: http://advantage.amazon.de/gp/vendor/public/annual-fee

Was haltet ihr davon? Ob es sich lohnt BOD damit zu behelligen?

Beste Grüße,
Timm

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Heiner
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Re:

von Heiner (06.07.2007, 12:50)
Hallo,

ich glaube, bod.de wird diesen Service kennen. Aber sie stellen ihre Bücher lieber indirekt über libri ein. Warum, weiß keiner so genau...

Bezüglich der langen Lieferzeiten kann man leider auch nichts machen. Ich habe gestern diesbezüglich noch eine Mail von amazon erhalten. Das wird alles automatisch geregelt. Wenn sich ein Buch gut verkauft, ändert sich auch die Lieferzeit...

Grüße und herzlich Willkommen...

Heiner

kagul
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Re:

von kagul (09.01.2008, 20:37)
Wenn ein Buch sich gut verkauft (müssen aber schon über 50 im Monat sein), ordern es wohl Libri auf Vorrat und es ist ab sofort über Nacht lieferbar - auch bei Amazon. Auch ohne den besagten Amazon-Service. Sinken die Verkaufszahlen, wird das Buch aus der Bevorratung wieder heraus genommen und die Lieferzeiten werden wieder länger. Dann muss man diese Lieferzeit wieder bezahlen. Es ist also die Frage, ob sich die Investition lohnt, da sie sich ja unter solchen Zahlen wieder finanziell kaum lohnt.

Man merkt auch an den Grossisten-Nachbestellungen, dass das Buch da noch drin ist - es sind immer über 20 Stück an einem Tag - quasi schubweise. Andere Grossisten nehmen es ebenfalls auf Lager, irgend einer (hab noch nicht raus gefunden welcher) ordert immer 8.

Amazon ist aber wirklich wichtig, die verkaufen locker die Hälfte unserer online abgesetzten Bücher - auch wenn man das ganz genau nicht erfährt.
NachRussland-Reihe - etwas andere Russlandbücher
www.russland-buecher.ru

Meine Autorenseite für Belletristik (Fantasy-Märchen):
www.geschichten.ru

matthiasgerschwitz

Re: Amazon Advantage

von matthiasgerschwitz (10.01.2008, 21:53)
tomatengewuerzsalz hat geschrieben:
Je nach Nachfrage werden von Amazon mehr Bücher für das Lager geordert und wenn sich der Bestand eines Buches dem Ende zuneigt, wird nachbestellt.

Das klingt gut - aber Amazon berechnet 55% des Verkaufspreises für diesen "Service" - und die Bücher müssen vom Autor - der ja Vertragspartner ist - auf eigene Kosten an die jeweiligen Lager geschickt werden. BoD hat damit nix zu tun. Ich habe das mal für mich ausgerechnet - ich müsste unter Einstand verkaufen, also Verlust machen... und wer will das schon...

Beste Grüße
Matthias

MeierJ
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Re:

von MeierJ (10.01.2008, 22:24)
Hallo,

ja stimmt die Marge für Amazon ist einfach zu groß. Das ist eher etwas für einen Kleinverleger, der ein kleines Programm im Offset-Verfahren mit enstprechend hoher Auflage druckt. Aber selbst dann wird es eng. Ich bin daher skeptisch ob das Advantage Programm langfristig Erfolg haben wird.

Gruß, MeierJ thumbbup
Kleine Checkliste für die richtige Verlagswahl

• Probedruck des Buchblocks und des Covers ist kostenlos
• Vorrat meines Buches beim Verlag im Normalfall verfügbar
• Download des Inhalts wird als Option angeboten

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (10.01.2008, 22:33)
Finger weg!

Einige Gründe wurden oben schon genannt und der Verlag, für den ich zweiseitig tätig bin, hat jetzt den Account gekündigt.

Obwohl Bücher vorhanden waren, wurden sie nicht versandt und als nicht lieferbar dem Kunden mitgeteilt. Die Bücher waren mit falschem Text gekennzeichnet und die ISBN 13 konnte trotz Eingabeaufforderung nicht angenommen werden. Es gibt noch weitere X Beispiele dafür, daß sich die 55 Prozent plus Gebühren nicht im gerinsten bezahlt machten.

So hat man beispielsweise für mein Buch alte Daten aus der VLB genommen und mit den advanced eingegeben Daten vermischt. Die Folge war eine Verbindung zwischen einem Sachautor mit wissenschaftlichen Werken, der dann angeblich mein Buch mit bösartigen Kurzgeschichten verfasst hätte. Peinlich, peinlich.

Das hat mehrere Wochen gedauert, bis dieser Zustand beseitigt war. Jetzt warten wir seit Dezember auf die mehr als 60 Bücher, die wir zurück gefordert haben. Immerhin hat man schon nach der Rücksendeadresse gefragt.

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FMJork
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Re:

von FMJork (10.01.2008, 22:38)
kagul hat geschrieben:
Wenn ein Buch sich gut verkauft (müssen aber schon über 50 im Monat sein), ordern es wohl Libri auf Vorrat und es ist ab sofort über Nacht lieferbar - auch bei Amazon. Auch ohne den besagten Amazon-Service. Sinken die Verkaufszahlen, wird das Buch aus der Bevorratung wieder heraus genommen und die Lieferzeiten werden wieder länger.....................
Amazon ist aber wirklich wichtig, die verkaufen locker die Hälfte unserer online abgesetzten Bücher - auch wenn man das ganz genau nicht erfährt.


Muß so nicht unbedingt sein. Derzeit wird mein Buch mit bis zu 3 Exemplaren bei Amazon auf Lager gemeldet und damit sofort lieferbar. Und ich habe (ich geb's zu :cry: ) noch keine 50 Stück verkauft. Daß die Bücher aus der Bevorratung aber wieder herausgenommen werden, glaube ich gern.

Peter Nimtsch
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Re:

von Peter Nimtsch (28.08.2008, 09:39)
Hallo,

ich habe eine Frage an alle, die selbst am Amazon-Advantage-Programm teilnehmen, bzw. damit Erfahrung haben.

Als Selbstverleger überlege ich, ob ich mit meinem zweiten Buch am Programm teilnehme. Vom Rabatt, den Gebühren usw. abgesehen, machen mich aber folgende Punkte in den Vertragsbedingungen stutzig:

Einerseits sollen beim Versand an Amazon "alle Artikel" "frachtfrei versichert" werden, andererseits fordert Amazon anfangs nur ein Buch an.
Die günstigste Art, ein einzelnes Buch zu versichern, kostet 2,20 (Maxibrief) plus 2,05 Versicherung plus Verpackung, was sich für mich nicht rechnen würde.

Wird das wirklich so heiß gegessen, wie's gekocht wird? Oder kann ich genauso gut per Büchersendung an Amazon schicken?

Wer hat damit (eigene) Erfahrungen gesammelt? Wie versendet Ihr einzelne Bücher an Amazon?

Gruß

Peter

lverlag
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Re:

von lverlag (28.08.2008, 09:58)
Peter Nimtsch hat geschrieben:
Hallo,

ich habe eine Frage an alle, die selbst am Amazon-Advantage-Programm teilnehmen, bzw. damit Erfahrung haben.

Als Selbstverleger überlege ich, ob ich mit meinem zweiten Buch am Programm teilnehme. Vom Rabatt, den Gebühren usw. abgesehen, machen mich aber folgende Punkte in den Vertragsbedingungen stutzig:

Einerseits sollen beim Versand an Amazon "alle Artikel" "frachtfrei versichert" werden, andererseits fordert Amazon anfangs nur ein Buch an.
Die günstigste Art, ein einzelnes Buch zu versichern, kostet 2,20 (Maxibrief) plus 2,05 Versicherung plus Verpackung, was sich für mich nicht rechnen würde.

Wird das wirklich so heiß gegessen, wie's gekocht wird? Oder kann ich genauso gut per Büchersendung an Amazon schicken?

Wer hat damit (eigene) Erfahrungen gesammelt? Wie versendet Ihr einzelne Bücher an Amazon?

Gruß

Peter


Mit dem versicherten Versand möchte Amazon Dir nur sagen, dass das Risiko für den Transport bei Dir liegt. Amazon übernimmt also erst ab der eigenen Haustür das Risiko.

Ob Du das ganze nun versichert oder unversichert versendest, bleibt Dir überlassen. In Deinem Falle macht eine Versicherung sicherlich keinen Sinn. Die Kosten stehen in keinem Verhältnis zur Wahrscheinlichkeit des Eintrittes eines Schadens und der Höhe eines eventuellen Verlustes.

Sofern Du einen zeitnahmen Eingang bei Amazon wünschst, solltest Du von einer Büchersendung Abstand nehmen, sondern die üblichen Postwege nutzen. Büchersenden brauchen schon gerne mal zwei drei Tage für eine Strecke, die normale Postprodukte innerhalb von 24 Stunden zurücklegen.

beste Grüße
André

Speedy
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Re:

von Speedy (29.08.2008, 13:35)
Amazon Advantage lohnt sich für den kleinen Selbstverleger eigentlich nicht wirklich.

Was die Lieferbarkeit meiner Bücher betrifft, so habe ich bei Amazon die Erfahrung gemacht, dass sich Amazon auch bei kleinen, jedoch halbwegs regelmäßigen Umsätzen sich kleine Bestände anlegt. Kurioserweise jedoch nur bei Belletristik - bei Sachbüchern tun sie sich dagegen damit schwer.

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Bücherwurm
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Re:

von Bücherwurm (11.09.2008, 22:45)
Hallo,

die meisten Onlinehändler bei amazon melden bei meinen Büchern "auf Lager". Ich frage mich nur, wann diese Bücher auf Lager genommen wurden. Das hätte ich doch an meinem Umsatz merken müssen. Oder stimmt das vielleicht garnicht? blink3

Grüße, Gabi
Titel bei BoD:
Hunger auf Leben - Ein Mädchen kämpft gegen den Krebs
Anna und das Traumland
Kinderbuch

Stefan Lamboury

Musst du nicht

von Stefan Lamboury (11.09.2008, 23:11)
amazon kauft das Buch zwar auf Vorrat, aber wenn es sich nicht verkauft und du eine Neuauflage machst, werden nicht verkaufte Exemplare wieder an den Verlag zurückgesandt. Du erhälst erst dann Geld, wenn ein Kunde dein Buch kauft nicht vorher.

Schönen Gruß

Stefan

http://stefanlamboury.de.tl/Home.htm

LOFI

Re: Musst du nicht

von LOFI (11.09.2008, 23:15)
Stefan Lamboury hat geschrieben:
amazon kauf das Buch zwar auf Vorrat, aber wenn es sich nicht verkauft und du eine Neuauflage machst, werden nicht verkaufte Exemplare wieder an den Verlag zurückgesandt. Du erhälst erst dann Geld, wenn ein Kunde dein Buch kauft nicht vorher.

Schönen Gruß

Stefan

http://stefanlamboury.de.tl/Home.htm


Das habe ich leider schon anders erlebt, oder vielmehr eine Leserin, die freute sich auf die 2. Auflage eines meiner Romane und bekam, obwohl diese schon neu bei BOD als 2.Aufl. gelistet war, noch die auf Vorrat bei Amazon liegende 1.Auflage zugeschickt. Kann sein, dass sich da was ungünstig überschnitten hatte.

G

Lorenz

LOFI

Re: Musst du nicht

von LOFI (11.09.2008, 23:17)
Stefan Lamboury hat geschrieben:
Du erhälst erst dann Geld, wenn ein Kunde dein Buch kauft nicht vorher.


Auch das kann ich nicht bestätigen.

Amazon hatte 5 Exemplare meines ersten Buches bestellt und prompt wurden 5 Exemplare bei BOD abgerechnet, die ich ziemlich sicher Amazon zurechnen konnte, weil das die einzigen 5 Exemplare in besagtem Zeitraum waren, die zeitgleich auf einmal abgerechnet wurden.

G

Lorenz

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hawepe
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Re: Musst du nicht

von hawepe (11.09.2008, 23:28)
Hallo Lorenz,

LOFI (Moderator) hat geschrieben:
Das habe ich leider schon anders erlebt, oder vielmehr eine Leserin, die freute sich auf die 2. Auflage eines meiner Romane und bekam, obwohl diese schon neu bei BOD als 2.Aufl. gelistet war, noch die auf Vorrat bei Amazon liegende 1.Auflage zugeschickt. Kann sein, dass sich da was ungünstig überschnitten hatte.


Letztlich ist es doch aber egal, welche Auflage man als Leser bekommt.

Beste Grüße,

Heinz.

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