Eigenes + Rezensionsexemplar - Gratis?

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Picturemaniac
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Eigenes + Rezensionsexemplar - Gratis?

von Picturemaniac (01.01.2012, 17:55)
Hallo :)

Ich habe es endlich geschafft und mein erstes Buch über BOD veröffentlicht.
Bislang habe ich nur für Verlage geschrieben (Den Roman wollte keiner, aber mit 5 Stück gleich am ersten Tag hoffe ich, bald das Gegenteil beweisen zu können), da bekam ich immer zwischen 10 und 15 kostenfreie Exemplare zugesendet. Auch Rezensionsexemplare für Blogger wurden durch den Verlag verteilt.

Nun ist mein Buch seit wenigen Tagen im Handel erhältlich und ich frage mich natürlich, wann und ob ich überhaupt 1 oder mehrere Bücher für mich erhalte?

Und wie sieht es aus, wenn Blogger Interesse zeigen, also einen Artikel schreiben möchten. Melden die sich dann bei BOD? Was müssen sie vorlegen um als "Rezensent" durchzugehen?


Hat da jemand Erfahrungen mit gemacht?

holz
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Re:

von holz (01.01.2012, 18:46)
Kostenlose Autorenexemplare gibt es nicht.

Rezensionsexemplare siehe:
http://www.bod.de/hilfe.html?cmd=SINGLE ... ensionsexe

http://www.bod.de/index.php?id=3144

Sir Adrian Fish
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Re:

von Sir Adrian Fish (01.01.2012, 18:53)
Hallo Picturemaniac.

Machmal kann es von Vorteil sein, bevor man langfristige Vertragsbindungen eingeht, sich mit der Materie und den Vertragsinhalten vertraut zu machen und sich damit auseinanderzusetzen.

Ich weiß ja nicht, welche BoD-Vertragsvariante du abgeschlossen hast. Aber ich vermute mal, dass es sich hierbei um BoD Classic handelt. Diese kostet 39,00 EUR und beinhaltet keine "Frei-Exemplare".

Bei BoD Comfort, für schlappe 399,00 EUR, ist ein Ansichtsexempar ("Bei Buchung von BoD Comfort erhalten Sie ein gedrucktes Ansichtsexemplar Ihres Buches zur Freigabe.") enthalten. Dies dient zur Überprüfung der Druckvorlage, d.h. du erhälst "vorab" ein Exemplar zur Überprüfung, welches du dann explizit zum Druck freigeben mußt.

Ich denke allerdings auch, dass man bei den relativ günstigen Preisen kaum erwarten kann, das hierin auch noch ein größere Anzahl an Exemplaren für die Eigenverwendung enthalten sind.

Du darfst BoD nicht mit einem herkömmlichen Verlag verwechseln oder gleichsetzen.

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Anke Höhl-Kayser
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Re:

von Anke Höhl-Kayser (01.01.2012, 23:06)
Die Sache mit den Rezensenten: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Gros der Leute, die überhaupt bereit sind, eine Rezension zu schreiben, vom Prozedere der Rezensionsexemplarbestellung bei BoD eher abgeschreckt werden.

Ich schreibe daher Rezensenten an, biete bei Interesse ein Buch aus eigenen Beständen an (verschicke es natürlich dann auch selbst) und ersuche BoD nach nachweislich erfolgter Rezension (Kopie des Links aus dem Internet oder Scan des Zeitungsartikels) um Erstattung.
Wenn es sich dabei um eine richtige Rezension und keine "Lesermeinung" auf Amazon oder Thalia (o.ä.) handelt, war BoD bislang auch immer sehr entgegenkommend.

LG, Anke

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Perchta
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Re:

von Perchta (02.01.2012, 03:16)
Vielleicht darf ich mich mal mit einer Frage einklinken: Wieviel Zeit vergeht denn üblicherweise zwischen der Anforderung eines Rezensionsexemplars und dem Erscheinen einer Rezension? - Ich habe unserer Lokalzeitung vor zwei Monaten (nach Anfrage) ein Buch geschickt. Reaktion kam keine; ich hab mir dann nach vier Wochen die Freiheit genommen, nachzufragen, ob das Buch überhaupt angekommen sei. Ja, doch. Seitdem Schweigen.
Mein Dilettanten-Projekt. "Dilettant" ist übrigens abgeleitet vom lateinischen "delectare" = "erfreuen".

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SandraR
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Re:

von SandraR (02.01.2012, 05:31)
Perchta, es existiert auch bei Abgabe eines Reziexemplares kein Anrecht auf eine Rezi. Dies soll jetzt nicht bedeuten, dass sie gar keine Rezi bringen.

Zeitungen können auch erst nach 6 Monaten eine Rezi bringen. Ein Anrecht darauf gibt es nicht.
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Perchta
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Re:

von Perchta (02.01.2012, 06:58)
Natürlich nicht. Aber da die Dame angekündigt hat, mir das Buch "natürlich" nach der Beurteilung zurückgeben zu wollen (wohlgemerkt, das kam von ihr, nicht von mir!), wollte ich gerne wissen, ab wann es die Höflichkeit erlaubt, mal nachzuhaken.

Denn ganz ehrlich, diese Trippelschritte an die Öffentlichkeit kosten mich emotional schon genug. Okay, das können die Leute von der Zeitung natürlich nicht wissen. Aber zumindest möchte ich nicht auch noch das Buch im Papierkorb der Redaktion verschwinden sehen. Dann stifte ich es lieber wirklich der Ortsbücherei.
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SandraR
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Re:

von SandraR (02.01.2012, 10:29)
Da wäre meine Empfehlung noch 4 Monate zu warten! Wenn bis April nichts lief, dann würde ich nachhaken! Einfach weil die Dame vermutlich mehr als nur ein Buch hat was sie lesen und rezensieren soll.
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Anke Höhl-Kayser
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Re:

von Anke Höhl-Kayser (02.01.2012, 11:52)
@ Perchta: Dafür braucht man einen langen Atem. Manche Rezensenten schreiben nach sechs oder sieben Monaten erst was. Viele sind vorher so nett, darauf hinzuweisen, dass es dauern könnte (oft sind es übrigens dann genau dieselben, die am schnellsten rezensieren).

Ich hake in den seltensten Fällen nach. Erfahrungsgemäß hilft es nichts, oder der Rezensent fühlt sich gedrängt und liest dann nicht mehr wohlwollend (was mir natürlich am Herzen liegt).
Manchmal ist es tatsächlich so, dass der Rezensent mit dem Buch nicht klarkommt, und dann verzichte ich dankend auf einen Verriss (das ist auch ein Grund, weshalb ich nicht nachfrage). Wie Sandra schon schreibt, ein Anrecht auf die Rezension hat man nicht.

Gerade bei Literaturportalen im Internet existieren oft beachtliche SUBs, die die Blogger abzuarbeiten haben. Am liebsten lesen die natürlich als erstes das, was alle anderen auch rezensieren - also die publikumswirksamen Sachen. Da kommt man mit dem eigenen kleinen Buch leicht schonmal ins Hintertreffen.

Meine Empfehlung: das, was Nicolas in seiner Signatur stehen hat. Geduld ist eine Tugend (guter Spruch meiner Oma). cheezygrin

vondirke
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Re:

von vondirke (02.01.2012, 12:02)
@Perchta: Ich würde das Exemplar einfach abhaken und nach vorne schauen - wenn eine Rezi kommt schön, wenn nicht, auch gut.
Lass nicht von solchen Kleinigkeiten ein Karussel im Kopf ablaufen - gerade in deiner Situation ist es wichtig Gedankenhygiene zu betreiben.
Bild
Mein Buch: "Lebe endlich ungewöhnlich - Aktionismus mit Persönlichkeit: Ich will alles und mehr!"

www.sebastianvondirke.de

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Perchta
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Re:

von Perchta (02.01.2012, 13:17)
Danke euch allen für eure Ratschläge (und keine Angst, Sebastian, ein "Karussel" läuft nicht; das ist eher echter Geiz).

Mein eigener Beitrag ist mir gerade fürchterlich peinlich. Soeben hat mich jemand angerufen, daß tatsächlich in der heutigen Ausgabe der Zeitung ein Beitrag drin ist. Und es stimmt, ich hab's gerade online gesehen.

Während ich hier noch schimpfe und meckere, dabei sollte ich eigentlich dankbar sein. Wo ist das nächste Mauseloch? :oops:
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Grit
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Re:

von Grit (02.01.2012, 13:42)
Und wo ist der Link zur heutigen Ausgabe? *neugierig bin*

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Perchta
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Re:

von Perchta (02.01.2012, 14:24)
Für Grit: Erdinger Anzeiger. Ich hab's aber selber noch nicht gelesen (sitze noch im Büro).
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Grit
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Re:

von Grit (02.01.2012, 14:42)
Hallo Perchta,

ich habe mir den Artikel gerade durchgelesen. Gefällt mir gut, vor allem auch, dass am Schluss erklärt wird, warum ein professionelles Lektorat fehlt und wie es zu dem Preis des Buches kommt.

Eine schöne Werbung für Dich und indirekt ja auch für BoD. Ich wünsche Dir viele Verkäufe, insbesondere auf regionaler Ebene könnte das doch klappen.

Liebe Grüße, Grit

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (02.01.2012, 14:55)
Hallo Perchta,
ein sehr schöner Artikel der animiert, das Buch zu lesen. Den Hinweis auf die alte Rechtschreibung halte ich für überfllüssig (aber du lenkst ja selbst das Augenmerk darauf, indem du auf deine Website Stellung dazu nimmst).

Es gibt auch heute noch gestandene Autorinnen und Autoren, die die alte Rechtschreibung nutzen, nur kräht kein Hahn danach und sie sagen auch nichts dazu.

Was ich hier interessant und lehrreich finde ist, dass man derartige Kritikmöglichkeiten nicht von sich aus liefern sollte.

Dieses "Buch wird extra gedruckt" ist natürlich auch keine gute Erklärung für den Buchpreis. Wenn ein Buch läuft, werden auch schon mal 10, 20 oder 100 Exemplare in einem Durchgang gedruckt, ohne dass sich der VK-Preis entsprechend ändern würde.

Dies alles schmälert jedoch nicht deinen Erfolg, in der Tageszeitung positiv rezensiert worden zu sein. Ich wünsche dir zahlreiche Leser und Käufer.

Haifischfrau
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

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