Autorenvertrag - Grundlegendes

Verträge, Rechte und Pflichten: Was man als Autor beachten sollte.


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Isautor
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Re:

von Isautor (04.01.2012, 11:17)
Nur eines wird man nie finden, auch wenn manche Autoren nicht müde werden in ihren Elfenbeintürmen darüber zu greinen: Spitzenleistungen zu Discounterpreisen.


Herrlich. Zu diesem Satz hat sich sofort ein Bild in meinem Kopf manifestiert.

Ich muss sagen, dass ich immer wieder erstaunt bin, was man für die 39 Euronen des Classic-Modells hier alles bekommt.

Womit der Einzelkunde zufrieden ist, das hängt auch an der eigenen Persönlichkeit. Da ich selbst Dienstleister bin und andere Dienstleister verschiedener Branchen kenne, weiß ich, dass das eigentlich überall gleich ist.
Der Eine ist begeistert von einem Leistungspaket und legt noch Trinkgeld drauf, der Andere bekommt Gratisleistungen extra und mault rum. Ich habe sogar die Erfahrung gemacht, je mehr Service, desto maul.
Ich finde, bei 39 EuroKANN eigentlich keine Beratung mehr drin sein. Dass BOD überhaupt noch auf Mails antwortet, wenn man Probleme hat, das finde ich bei dem Preis schon toll.
Und man hat dieses Forum und kann andere fragen.

In einem anderen Thread berichtete ich von dem Mädel, das zu dem Druckkostenzuschussverlag gehen will. Sie wird jetzt übrigens doch dorthin gehen. Und dort gibt es kein Forum, in dem ihr User erklären, wie sie jetzt den Buchsatz und das ganze Layout zu machen hat. Das kostet dort richtig Asche und die Beratung kostet auch was. Und die drucken die Bücher auch on Demand und bewerben nichts. Von Eintragungen in online shops ist auch nicht die Rede.

Fazit: Bessere Konditionen als hier hab ich noch nicht gesehen. Sollte jemand welche entdecken, kann er mich gerne darauf hinweisen.

Aber so ist es eben, wenn Du mit Gläubigen zu tun hast,


Sehen heißt glauben, erhabener Prinz.
Seid gegrüßt,

Isautor

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Ulli
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Der Einfachheit halber

von Ulli (04.01.2012, 11:48)
Hallo Heinz.

Ich habe Dich ungeachtet gelegentlich auftretender Meinungsverschiedenheiten stets als einen Praktiker erlebt, der weiß, wovon er schreibt. Und ich akzeptiere Deine Haltung als Deine Haltung. Wenngleich ich sie in letzter Konsequenz weder verstehe noch für mich selbst übernehmen möchte.

Tatsächlich setze ich mich vermutlich bewusster und intensiver mit Angeboten aller Art auseinander als die meisten anderen Verbraucher. Ich treffe meine Entscheidungen auf breiterer Grundlage und rege hie und da auch mal eine Verbesserung an, wenn ich glaube, eine Chance dafür zu sehen. Aber mit Ausführungen dazu möchte ich niemanden hier langweilen.

Nun mögen zwar auch Aldi, Lidl oder sonstige Lebensmittel-Discounter im juristischen Sinn meine Vertragspartner sein, weil natürlich beim Bezahlen an der Kasse de facto stets ein Kaufvertrag zustande kommt. Trotzdem sehe ich mein Verhältnis zu diesen Händlern substantiell anders als mein Verhältnis zu meinem Vertragspartner BoD. Allein schon deshalb, weil ich mit BoD und anderen so gut wie täglich beruflich zu tun habe, und weil dies mein Fach ist. Für den Lebensmitteleinzelhandel oder die von Dir ebenfalls angesprochene Automobilfertigung dagegen gilt das nicht.

Wenn Du so willst, verhalte ich mich in diesem Zusammenhang nicht anders als einige der im positiven Sinn fortschrittlicheren Unternehmen dieses Landes, deren Vorgehensweise – zumindest aus meiner Sicht – nachahmenswert ist. Diese Unternehmen suchen laufend Chancen zur Optimierung betrieblicher Abläufe, ergründen die Ursachen von Problemen und setzen sich mit den Problemen ausdrücklich auch dann auseinander, wenn deren Ursachen im Bereich externer Partner liegen.

Natürlich lassen sich Verbesserungen unter diesen Umständen nur dann bewirken, wenn man mit externen Partnern in einen konstruktiven Dialog eintreten kann. Dass BoD einen derartigen Dialog mit wem auch immer wünscht, kann ich derzeit nicht erkennen. Aus meiner Sicht ist dies freilich einer der schwerwiegenden Fehler, durch die sich BoD mittelfristig trotz guter Ausgangsposition ins Hintertreffen bringen wird. Wer sich nicht dafür interessiert, was Partner tatsächlich wünschen, wird irgendwann am Markt vorbei produzieren.

Ich selbst äußere meine Meinung, um meinen Partnern die Chance zu bieten, darauf zu reagieren. Ob sie die Chance nutzen wollen, bleibt ihnen stets selbst überlassen.

Wie ich BoD derzeit erlebe, gebe ich mich in dieser Hinsicht keinen Illusionen hin. Allerdings wechsle ich persönlich eher ungern die Partner und fände es schade, mich demnächst aus dem Kreis der BoD-Partner verabschieden zu müssen. Erste Schritte in diese Richtung habe ich aber zugegebenermaßen schon in die Wege geleitet.

Für Dich hätte das den Vorteil, dass Du Dich nicht mehr mit meinem „einfachen Weltbild“ herumschlagen müsstest. Wobei es mich sehr freuen würde, wenn Du mir kurz erklären könntest, woran Du denn die Einfachheit meines Weltbildes erkennst. Wenn Du willst, gerne auch per PN, denn für alle anderen hier wäre das vermutlich weniger von Interesse.

Mit kollegialen Grüßen

Ulli

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hawepe
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Re: Der Einfachheit halber

von hawepe (04.01.2012, 13:12)
Hallo Ulli,

Ulli hat geschrieben:
Wenn Du so willst, verhalte ich mich in diesem Zusammenhang nicht anders als einige der im positiven Sinn fortschrittlicheren Unternehmen dieses Landes, deren Vorgehensweise – zumindest aus meiner Sicht – nachahmenswert ist. Diese Unternehmen suchen laufend Chancen zur Optimierung betrieblicher Abläufe, ergründen die Ursachen von Problemen und setzen sich mit den Problemen ausdrücklich auch dann auseinander, wenn deren Ursachen im Bereich externer Partner liegen.


Wobei vermutlich niemand außerhalb von BoD weiß, ob BoD dies nicht auch tut. Da sie bislang wirtschaftlich sehr erfolgreich agieren, gehen ich aber erst einmal davon aus.

Ob der einzelne Autor etwas davon merkt, ist dabei eine ganz andere Sache. Geht man von den insgesamt eher dürftigen Informationen aus dem Hause BoD aus, erzielen sie einen ganz erheblichen Teil ihres Umsatzes und Gewinns aus dem Geschäft mit Verlagen.

Natürlich lassen sich Verbesserungen unter diesen Umständen nur dann bewirken, wenn man mit externen Partnern in einen konstruktiven Dialog eintreten kann. Dass BoD einen derartigen Dialog mit wem auch immer wünscht, kann ich derzeit nicht erkennen.


Obwohl ich das auch nicht erkennen kann, würde ich diese Aussage doch auf die einzelnen Autoren beschränken. Würden sie sich gegenüber Verlagen genauso verhalten, sähe ihre Erfolgsbilanz wohl etwas anders aus.

Aus meiner Sicht ist dies freilich einer der schwerwiegenden Fehler, durch die sich BoD mittelfristig trotz guter Ausgangsposition ins Hintertreffen bringen wird. Wer sich nicht dafür interessiert, was Partner tatsächlich wünschen, wird irgendwann am Markt vorbei produzieren.


Bislang hat BoD allerdings noch immer das Gegenteil bewiesen. Gegenüber den einzelnen Autoren betreibt BoD ein Massengeschäft, das vor allem über den Preis und die vergleichsweise einfache Abwicklung angekurbelt wird. Auch wenn hier Autoren immer wieder mal über Probleme berichten, die Masse der Autoren sieht es offensichtlich anders.

Ich selbst äußere meine Meinung, um meinen Partnern die Chance zu bieten, darauf zu reagieren.


Du wirst sie aber garantiert nicht in Foren, also öffentlich äußern.

Allerdings wechsle ich persönlich eher ungern die Partner und fände es schade, mich demnächst aus dem Kreis der BoD-Partner verabschieden zu müssen. Erste Schritte in diese Richtung habe ich aber zugegebenermaßen schon in die Wege geleitet.


Geht das überhaupt, alles über einen Geschäftspartner abzuwickeln? Ich habe zwar meine Lieblingspartner, aber für einzelne Aufgaben oder Projekte weiche ich doch immer wieder auf Alternativen aus.

Für Dich hätte das den Vorteil, dass Du Dich nicht mehr mit meinem „einfachen Weltbild“ herumschlagen müsstest.


Das "einfache Weltbild" bezog sich erkennbar auf "die Gläubigen".

Ich habe bislang noch kein einziges Buch bei BoD veröffentlicht und dies auch nicht vor. Bislang waren andere Dienstleister immer besser zur Umsetzung meiner Projekte geeignet. Ob das auch in Zukunft immer so sein wird, kann ich heute noch nicht sagen. Die Autoren, deren Bücher ich layoutet habe, haben diese dagegen bislang immer über BoD veröffentlicht.

Beste Grüße

Heinz

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SandraR
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Re:

von SandraR (04.01.2012, 13:22)
Ulli runter kommen, durchatmen und sich nicht ganz so wichtig nehmen. Die bist einer von 100 000 Neuerscheinungen pro Jahr.
Mein Rat, auf Normgröße schrumpfen! Vermutlich kann Bod auch ganz gut ohne dich leben angle:

Edit meint noch, mit Glauben hat es nichts zu tun sondern Mitbranchenkenntnissen.
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

Ulli
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Besser werden

von Ulli (04.01.2012, 13:43)
Hallo Heinz.

Es gibt da einen Satz, der nicht von mir stammt:
Wer aufhört, besser werden zu wollen, hat aufgehört, gut zu sein.

Weil ich das ebenso sehe, äußere ich meine Meinung durchaus auch gelegentlich in Foren (etwa zu Telekom u. ä.), erste Wahl ist aber natürlich immer der jeweilige Anbieter von Waren oder Dienstleistungen. Da BoD zumindest auf diesem Ohr aber taub zu sein scheint, halte ich ein Forum wie dieses noch für die geeignetste Plattform, um mit anderen Betroffenen wenigstens Erfahrungen auszutauschen und mögliche Lösungen zu erörtern.

Immer wieder höre ich von Fällen, in denen BoD bei direktem Kontakt rasch geholfen hat. Für einzelne Fälle kann ich das bestätigen. Für andere bedauerlicherweise nicht. Meine letzte direkte Anfrage zu einem aktuellen Problem wurde beispielsweise vom BoD-Team nach zwei Wochen mit einem lapidaren, wenn auch höflich formulierten Hinweis auf eine bevorstehende Pressemitteilung beantwortet. Ich gab mich damit zufrieden und musste später sehen, dass die PM meine spezielle Frage nur streifte. Weitergeholfen hat mir die Antwort letztlich überhaupt nicht.

Im übrigen kann ich Deine Worte zur Unterscheidung zwischen Autoren und Verlagen ebenso unterschreiben wie den größten Teil deiner sonstigen Ausführungen.

In diesem Sinne
freundliche Grüße

Ulli

Ulli
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BoD ohne uns

von Ulli (04.01.2012, 13:50)
SandraR hat geschrieben:
Vermutlich kann Bod auch ganz gut ohne dich leben


Ganz sicher sogar, Sandra.

Was vermutlich für uns alle gilt.


In diesem Sinne

Ulli

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WK
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Re:

von WK (04.01.2012, 15:59)
Hallo und ein gutes neues Jahr, wobei sich scheinbar nicht viel geändert hat, wenn ich diesen Thread verfolge.
Liebe Jünger der Polemik. Ich möchte dem hinkenden Vergleich noch einen Krücke geben. Aldi, Lidl und Freunde haben keine Kundenverträge. Sollte es welche geben müsste darin stehen, dass sich obige Firmen vorbehalten, für bei Ihnen gekaufte Waren jemanden vorbeischicken zu dürfen, um mitzuessen. Vergütung, ja/nein/wie viel wird individuell intern beim Lieferanten geregelt. Dies würde im BoD-Autorenvertrag der Rechteregelung entsprechen.

Aber im Ernst:
Es sollte doch erlaubt sein, über Verträge diskutieren zu dürfen, insbesonders da die BoD-Verträge keineswegs klar geregelt sind, und Aussagen seitens BoD in Mails auch den Verträgen mehrmals widersprochen haben.
Bei genauer Betrachtung könnte der Autorenvertrag, sollte BoD jemals versuchen, ihn durchzusetzen, leicht als sittenwidrig eingestuft werden, da er außer die Buch- und E-Book-Vergütung alle anderen Rechte einseitig zu Gunsten von Bod bis gar nicht für den Autor regelt. BoD: Alles kann, nichts muss. Autor: darf nichts ohne BoD. BoD nimmt sichert sich Verlagsrechte, lehnt aber Verlagspflichten ab.
Wobei man sagen muss, daß BoD seinen Vertrag scheinbar nicht all zu verbissen handhabt.
Mir ist unklar, warum strittige Passagen nicht klar geregelt, bzw. gestrichen werden.
Da davon auszugehen ist, dass BoD-Offizielle hier mitlesen, ist auch ein wiederholtes Aufgreifen des 'Problems' als sinnvoll anzusehen. So wird eventueller Handlungsbedarf vielleicht eher intern behandelt.
Ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich mit der Leistung von BoD (Fun) sehr zufrieden bin, aber mit diesem Vertrag nicht bei BoD veröffentlichen werde. Mir fehlt die klare Regelung über alles, was nicht mit dem Buchdruck zu tun hat.

@Mr. Fish
Der Vertrag ist keineswegs klar geregelt. Gehe mal Punkt für Punkt durch und spiele ihn geistig durch. Dann siehst du, dass Schritt 1 geregelt ist, alle weiteren und die Richtung aber offen sind.

Übrigens gibt es genügend Verlage, die strittige Passagen in Verträgen nötigenfalls ändern oder streichen.

Und: Auch ich muss nicht bei Aldi und BoD, aber ich nehme mir das Recht, zu sagen, was mir nicht geällt. Und dieses Recht sollten alle für sich in Anspruch nehmen dürfen.

Kopf hoch und Zähne raus
WK
Wenn mir nichts mehr einfällt, schreibe ich.
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (04.01.2012, 16:57)
WK hat geschrieben:
Bei genauer Betrachtung könnte der Autorenvertrag, sollte BoD jemals versuchen, ihn durchzusetzen, leicht als sittenwidrig eingestuft werden, da er außer die Buch- und E-Book-Vergütung alle anderen Rechte einseitig zu Gunsten von Bod bis gar nicht für den Autor regelt. BoD: Alles kann, nichts muss. Autor: darf nichts ohne BoD. BoD nimmt sichert sich Verlagsrechte, lehnt aber Verlagspflichten ab.
Wobei man sagen muss, daß BoD seinen Vertrag scheinbar nicht all zu verbissen handhabt.
Mir ist unklar, warum strittige Passagen nicht klar geregelt, bzw. gestrichen werden.


Welche der nachfolgenden Positionen sind strittig / sittenwidrig / nicht klar geregelt:

    Der Autor tritt neben der Veröffentlichung in Print-Form folgende Rechte ab:

    1.
    den ganzen oder teilweisen Vorabdruck und Nachdruck, z. B. in Zeitungen und Zeitschriften

    2.
    die Übersetzung in andere Sprachen

    3.
    die Veröffentlichung in deutscher Sprache im Ausland

    4.
    die Veröffentlichung als Sonder-, Reprint- oder Buchgemeinschaftsausgabe

    5.
    die Veröffentlichung als E-Book

    6.
    die Vervielfältigung auf Mikrokopie bzw. Fotokopie

    7.
    die Veröffentlichung als Hörbuch

    8.
    das Vortragsrecht durch Dritte

    9.
    das Recht zur Verbreitung in Massenmedien

    10.
    die Veröffentlichung im Ausland in der dortigen Sprache

    11.
    das Recht zur Bearbeitung für das Theater inkl. Aufführung

    12.
    das Recht zur Bearbeitung für Film/Fernsehen inkl. Aufführung

    13.
    das Recht zur Bearbeitung als Hörspiel inkl. Ausstrahlung

    14.
    das Recht zur Vergabe von Lizenzen für eine Veröffentlichung durch ausländische Verlage


Würde mich mal interessieren, welche Rechte nicht abzutreten wären ...
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Seshmosis
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Re:

von Seshmosis (04.01.2012, 17:14)
Ich arbeite seit 2002 immer wieder mit BoD und meine Erfahrungen sind durchaus positiv. Hier nur 3 Beispiele:

1. Ein bei BoD erschienener Roman von mir wurde in einer großen Tageszeitung als täglicher Fortsetzungsroman abgedruckt: kein Problem mit BoD und man wollte auch keine Prozente von meinem Honorar.

2. Der Heyne Verlag hat einen BoD-Roman von mir übernommen. Da ich für selbigen den BoD AutorenAward 2004 bekommen hatte, wurde ich sogar kostenfrei aus dem Vertrag entlassen. Weil BoD das auch für sich selbst als Werbung ansah, dass BoD das Sprungbrett in einen großen Publikumsverlag sein kann.

3. Ich habe bei BoD ein Theaterstück verlegt, das bereits in der 3. Spielzeit auf der Bühne ist. Da BoD mir kein Autorenhonorar bezahlt, entsteht auch kein Anspruch cvon Seiten von BoD auf eine Beteiligung an den Theatereinnahmen.

Mein Tipp:
Wenn jemand konkret etwas Tolles mit seinem Buch erreicht oder ein interessantes Angebot bekommt, dann redet mit den Leuten von BoD. Und zerbrecht Euch nicht vorher schon den Kopf über ungelegte Eier.

PS: Was nicht heißen soll, bei Vertragsunterschriften schlafmützig zu sein! Aber das gilt ja immer im Leben.

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Isautor
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Re:

von Isautor (04.01.2012, 17:20)
Das sind doch einmal ein paar gute Hinweise. Ich habe auch eben an BOD geschrieben, weil ich vorhatte ein Theaterstück zu verlegen, das bereits 11 Mal aufgeführt wurde und auch weiter laufen soll. Ich bin gespannt auf die Antwort. Und wenn die das locker sehen, das ist das doch alles nicht so ein Problem.
Seid gegrüßt,



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WK
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Re:

von WK (04.01.2012, 17:22)
@Siegfried
Das meinte ich mit Schritt 1.

Hat der Autor ein Mitspracherecht?
Was geschieht, wenn Verlag und Autor sich nicht einigen? (z. B. Autor möchte in einer gewissen Zeitschrift nicht abgedruckt werden.)
Welche Passagen dürfen bei Teilveröffentlichung erscheinen?
Wie ist die Vergütung geregelt?
Wie wird gehandhabt, wenn BoD z. B. einer Teilveröffentlichung nicht zustimmt (vielleicht wegen Honorar), der Autor dies aber trotzdem möchte, weil er sich für ein anderes Projekt einen Vorteil verspricht?
Übersetzungen - wer regelt die Abnahme der Richtigkeit? Übersetzen kann jeder anders. Sinnverschiebungen oder gar Verdrehungen ins Gegenteil sind keine Seltenheit. Was ist, wenn Autor und Verlag den Inhalt verschieden interpretieren?
usw.
Nach dem Autorenvertrag kann BoD diktieren und der Autor im Zweifelsfall nur klagen. Es ist nirgends ein Mitsprache- oder Vetorecht oder eine anrufbare Schiedsstelle erwähnt.
Es mag ja sein, dass BoD seinen Vertrag (im Augenblick) lasch handhabt. Lass aber eine neue Geschäftsführung antreten.
Du kannst kündigen, ja. Aber wie ist geregelt, wenn BoD schon vorher veröffentlicht (ect.) hat? Das Kind ist im Brunnen. BoD verpflichtet sich nirgends (in der Version meines Autorenvertrags), mich vorher zu informieren.




Gruß
WK
Zuletzt geändert von WK am 04.01.2012, 17:56, insgesamt 2-mal geändert.
Wenn mir nichts mehr einfällt, schreibe ich.

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Re:

von Isautor (04.01.2012, 17:35)
Gut, das sind alles Szenarien, würde wenn, könnte falls. Gibt einen bekannten Fall, wo BOD sein Vetorecht eingesetzt und zum Beispiel einer Teilveröffentlichung nicht zugestimmt hat?
Gibt es einen Fall, wo BOD in Zeitungen gegen den Willen des Autors Texte veröffentlicht hat. Tun die das in der Praxis überhaupt?
Seid gegrüßt,



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Re:

von WK (04.01.2012, 17:41)
@Seshmosis

dann redet mit den Leuten von BoD


Dies ist auch meine Meinung und sicher klappt das auch (meistens). Im Zweifelsfall hast du aber eben doch den Vertrag unterschrieben. Und unklar geregelte Verhältnisse können schnell zu Problemen führen. Selbst wenn der Autor siegt, der Zeitaufwand bleibt ihm.
Übrigens, wenn man reden kann, warum nicht schon vorher? BoD äußerte sich einmal in einer Mail an mich, Autorenverträge werden nicht geändert, auch nicht für den Einzelfall, egal ob praktikabel oder nicht.
In der nächsten Mail bekam ich in anderer Sache eine Antwort, die dem Vertrag widersprach. Was soll ich davon halten. Was zählt im Zweifelsfall?
Wenn ein Vartrag nichts im Sinne beider Parteien regelt, ist er ????. Wenn er nur eine Seite regelt, und die zum Schaden einer Vertragspartei, nennt man das sittenwidrig. Wobei der Vertrag von BoD wahrscheinlich nicht so gedacht war, er ist einfach nur schlampig gemacht und somit zumindest diskussionswürdig.

Gruß
WK
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Re:

von mtg (04.01.2012, 17:42)
Mich würde - nur mal so am Rande - interessieren, warum das Gezeter um den Vertrag meistens erst dann auftritt, wenn er schon unterschrieben ist?

Wenn es mehrere Anbieter in einem Bereich gibt, werde ich doch den wählen, der meinen Ideen und Ansprüchen am meisten entspricht. Ergo zwingt mich ja niemand dazu, einen bestimmten Anbieter auswählen zu müssen.

Hat denn mal jemand von den Kollegen, die sich hier über den Vertrag ereifern, versucht, den Vertragsschluss von Änderungen des Vertragstextes abhängig zu machen? Das Wesen eines Vertrages besteht darin, dass sich alle Beteiligen über den Inhalt des Vertrages im Klaren sind und ihm inhaltlich zustimmen. Und jetzt komme keiner und sage: »Ja, ich habe es versucht, aber BoD hat nicht geantwortet.« Wer unterschreibt, kennt den Inhalt und hat ihn verstanden. Wer den Inhalt nicht kennt oder versteht und trotzdem unterschreibt, ist es selbst schuld. Sorry, Leute - aber so ist das nun mal in der bösen Welt des Geschäftslebens.

Aber wie gesagt: Das nur am Rande ...


Übrigens: Alles, was WK hier anführt, wäre Gegenstand eines Individualvertrages. Aber den muss nicht BoD anbieten ... den muss der Autor einfordern.

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WK
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Re:

von WK (04.01.2012, 17:52)
@mtg
Übrigens: Alles, was WK hier anführt, wäre Gegenstand eines Individualvertrages. Aber den muss nicht BoD anbieten ... den muss der Autor einfordern.

Da es aber jeden betrifft, würde ich es in einen allgemeinen Vertrag schreiben. Abweichungen gehören in einen Individualvertrag, ok.
Es geht auch nicht um Sonderregelungen, sonder um Regelungen. Und diese sind im Autorenvertrag eben nicht geregelt. Punkte sind angerissen, aber nicht geregelt. Eine Regelung sollte am Ende Klarheit schaffen, nicht als ungeregelt betrachtet werden können.

Gruß
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