Autorenvertrag - Grundlegendes

Verträge, Rechte und Pflichten: Was man als Autor beachten sollte.


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WK
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Re:

von WK (04.01.2012, 18:01)
@Isautor
Gut, das sind alles Szenarien, würde wenn, könnte falls. Gibt einen bekannten Fall, wo BOD sein Vetorecht eingesetzt und zum Beispiel einer Teilveröffentlichung nicht zugestimmt hat?
Gibt es einen Fall, wo BOD in Zeitungen gegen den Willen des Autors Texte veröffentlicht hat. Tun die das in der Praxis überhaupt?

Für was ist dann der Vertrag (oder Teile davon)?
Einen Vertrag schließt man, um Streitfälle zu vermeiden oder im Vorfeld zu regeln.

Gruß
WK
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Isautor
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Re:

von Isautor (04.01.2012, 18:12)
Es gibt Verträge und es gibt das Leben. Und ich wollte wissen, wie das in der Realität gehandhabt wird. Stellt sich BOD quer oder tun sie das sowieso nicht.
Ich hatte mal einen Ausbildungsvertrag, in dem stand, dass man nach dreimaliger Abmahnung ( zum Beispiel wegen nicht erledigter Hausaufgaben) der Schule verwiesen wird.
Die Schule gibts jetzt 17 Jahre oder so. Die Schüler machen ihre Aufgaben nach wie vor nicht. Es gab in 17 Jahren keinen einzigen Schulverweis deswegen.
Also wäre das Argument: "Ich kann die Schule nicht besuchen, weil ich durch meinen Nebenjob vielleicht nicht immer die Aufgaben erledigen kann und dann rausfliege." kein echter Grund, nicht auf diese kostenpflichtige Schule zu gehen. Denn in der Praxis lassen die mit sich reden und keiner fliegt.

Also meine Frage wäre: Passiert das tatsächlich, was ihr skizziert habt? Oder könnte es nur aufgrund des Vertrages dazu kommen, tut es aber nicht, weil BOD mit sich handeln lässt?

Gibt es ein einziges Beispiel oder nicht?
Seid gegrüßt,

Isautor

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (04.01.2012, 18:24)
Zu dem hier geäußerten Verdacht der "Sittenwidrigkeit":

Der Begriff "sittenwidrig" ist im deutschen Zivilrecht sehr heftig definiert (u. a. als Gesamtwert aus der allgemeinen Rechtsordnung), und es gehört schon eine ziemliche Portion Wagemut dazu, einen Vertrag sittenwidrig auszugestalten - vor allem, weil ein sittenwidriger Vertrag sofort nichtig wird, also gar nicht existent ist.

Wäre also der BoD-Autorenvertrag sittenwidrig - wie es hier dargestellt wird -, wäre er nicht gültig im Sinne von "er ist nie abgeschlossen worden". Womit dann der Tatbestand der Urheberrechtsverletzung erfüllt wäre (Veröffentlichung fremden geistigen Eigentums ohne Erlaubnis).

Ob ein Vertrag, der für eine Seite Vorteile bringt, der Gegenseite aber nur Verpflichtungen aufbürdet, bereits den Tatbestand der Sittenwidrigkeit erfüllt, muss bezweifelt werden. Hier scheinen persönliches Rechtsempfinden und Rechtsprechung sich diametral gegenüber zu stehen. Oder in anderen Worten: Der Wunsch ist der Vater des Gedankens! cheezygrin
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SandraR
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Re:

von SandraR (04.01.2012, 19:17)
WK, nur mal angenommen, BOD würde dein Buch bei Blöd als Fortsetzung drucken (was BOD nicht tun wird, weil BOD für dein Buch keine Werbung macht). Dann gehst du vorher hin und kündigst den Vertrag gegen Ablass von 299 Euronen und BOD kann deinen Roman nicht als Fortsetzungsroman bei Blöd unterbringen.
Da das Recht am Text bei Dir liegt wird BOD dich vorab garantiert von den Plänen von Blöd orientieren.
Ganz einfach cool5
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Ulli
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Sittenwidrig?

von Ulli (04.01.2012, 19:21)
Siegfried hat geschrieben:
Ob ein Vertrag, der für eine Seite Vorteile bringt, der Gegenseite aber nur Verpflichtungen aufbürdet, bereits den Tatbestand der Sittenwidrigkeit erfüllt, muss bezweifelt werden.


Naja, Siegfried,

in diesem Zusammenhang vertritt der BGH, über dessen letztinstanzliche Zuständigkeit wir uns hier sicherlich alle einig sind, eine gänzlich andere Auffassung. Seiner ständigen Rechtssprechung zufolge ist von Sittenwidrigkeit dann auszugehen, wenn ein deutliches Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung besteht, namentlich bereits dann, wenn der Wert der Leistung objektiv mindestens den doppelten Wert der Gegenleistung hat. Es gibt dazu noch die eine oder andere juristische Einschränkung, die aber im konkreten Fall die Möglichkeit der Sittenwidrigkeit keineswegs ausschließt.

Demnach müssten die abgetretenen Nebenrechte nahezu wertlos sein. Denn welchen konkreten Wert könnte wohl eine potentielle Gegenleistung für das Abtreten von Nebenrechten haben, wenn für die Nutzung der Rechte keinerlei angemessene – insbesondere personelle – Ressourcen vorgehalten werden?

Da die Rechtssprechung zur Sittenwidrigkeit vorrangig dem Schutz objektiv schwächerer Vertragspartner dienen soll, ist das häufig vorgetragene Argument, der Betreffende hätte einen ihn benachteiligenden Vertrag ja nicht unterschreiben müssen, übrigens zumindest für den BGH regelmäßig ohne Belang.

Aber das wiederum spielt natürlich nur dann eine Rolle, wenn man die Rechtssprechung des Bundesgerichtshofs auch als für BoD und seine Vertragspartner bindend ansieht.

Beste Grüße

Ulli

Sir Adrian Fish
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Re:

von Sir Adrian Fish (04.01.2012, 19:44)
WK hat geschrieben:
@Mr. Fish
Der Vertrag ist keineswegs klar geregelt. Gehe mal Punkt für Punkt durch und spiele ihn geistig durch. Dann siehst du, dass Schritt 1 geregelt ist, alle weiteren und die Richtung aber offen sind.

Übrigens gibt es genügend Verlage, die strittige Passagen in Verträgen nötigenfalls ändern oder streichen.



Wenn der Vertrag wirklich so unklar und widersprüchlich formuliert, ggf. sogar in Teilen "sittenwidrig" wäre, wie hier wiederholt dargestellt wird, verwundert es doch ein wenig, dass es bei der Vielzahl an bisweilen über BoD veröffentlichten Büchern, es bislang keinen, zumindest keinen in der Öffentlichkeit, getragenen Rechtsstreit, gegeben hat, welcher dazu geführt hätte, dass die Verträge hätten umformuliert werden müßten.

Mir ist diesbezüglich zumindest kein einziger Fall bekannt. Auch entsinne ich keinen einzigen Forenbeitrag, welcher irgendwelche Rechtsstreitigkeit mit BoD zum Inhalt gehabt hätte.

Bei der ganzen Diskussion sollte man im übrigen auch nicht vergessen, dass Bod den Autoren auch sehr viele Freiheiten bei der Buchgestaltung läßt - dies sowohl bei dem Layout, als auch bei der inhaltlichen Gestaltung (Themenwahl, Ausdrucksweisen etc.). Und auch hier fällt mir weder ein Thread ein, indem sich ein Autor darüber beklagt hätte, dass eine Zensur geübt worden wäre, noch wäre mir bekannt, das BoD eine Veröffentlichung verweigert hätte. Mir ist in diesem Zusammenhang kein anderer Verlag oder Dienstleister bekannt, der den Autoren einen solchen Freiraum läßt. Ob dies nun immer von Vorteil ist, mag dahingestellt sein.

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WK
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Re:

von WK (04.01.2012, 20:03)
Ich habe nicht geschrieben, das der Vertrag sittenwidrig ist, sondern, dass er als das ausgelgt werden könnte, was einen Rechtsstreit unnötig aufbauscht.
Ich behaupte auch nur, dass der Vertrag im günstigen Fall handwerklicher Pfusch ist.
Weil hier aufgeführte Punkte nicht geregelt sind. Deshalb könnten sie draussen bleiben. BoD will das aber nicht, bis sie wissen, was sie mit der Formulierung machen wollen.
Es geht auch nicht, ob etwas schon einmal gemacht wurde. Vor Gericht zählt, was in einem Vertrag steht.
Übrigens habe ich bei Gerichtsverhandlungen schon mehrmals (als Zuschauer) erlabt, dass ein Vertrag als sittenwidrig und deshalb nichtig erklärt wurde. Verträge, die ich nicht als sittenwidrig empfunden hätte.
Ich wollte auch nur aufzeigen, was sein kann, nicht was ist. Ich unterstelle BoD keine schlechten Absichten, ich bezeichne den Vertrag (s. o.) als handwerklich schlampig gemacht.
Bitte richtig zitieren: könnte eingestuft werden, nicht ist.

Gruß
WK
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Ulli
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Kein Verlag

von Ulli (04.01.2012, 20:28)
Sir Adrian Fish hat geschrieben:

... nicht vergessen, dass Bod den Autoren auch sehr viele Freiheiten bei der Buchgestaltung läßt ...


Etwas anderes wäre auch gar nicht denkbar, Sir Adrian. BoD ist eben gerade kein Verlag, sondern lediglich ein Druckdienstleister. Der Eintrag im Handelsregister lautet „Books on Demand GmbH“, von Verlag ist nirgendwo die Rede. Das muss auch so sein, weil BoD sonst das Prinzip der „Firmenwahrheit“ verletzen würde, was im Zweifelsfall ausgesprochen kostspielig werden kann.

Im übrigen denke ich auch nicht, dass irgend jemand hier BoD wegen mutmaßlicher Sittenwidrigkeit verklagen will. Der Thread-Ersteller hatte ganz konkret und für mich gut verständlich einige Verbesserungen angeregt, aber das ursprüngliche Anliegen ist wie so manches andere zuvor im Kreuzfeuer in Vergessenheit geraten.

Beste Grüße

Ulli

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hawepe
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Re: Sittenwidrig?

von hawepe (04.01.2012, 22:05)
Hallo Ulli,

Ulli hat geschrieben:
Da die Rechtssprechung zur Sittenwidrigkeit vorrangig dem Schutz objektiv schwächerer Vertragspartner dienen soll, ist das häufig vorgetragene Argument, der Betreffende hätte einen ihn benachteiligenden Vertrag ja nicht unterschreiben müssen, übrigens zumindest für den BGH regelmäßig ohne Belang.


Du übersiehst lediglich eine Winzigkeit: Bei diesen Urteilen geht es um den Schutz von Verbrauchern. Für Geschäftsleute gelten andere, sehr viel großzügigere Regeln.

Aber das wiederum spielt natürlich nur dann eine Rolle, wenn man die Rechtssprechung des Bundesgerichtshofs auch als für BoD und seine Vertragspartner bindend ansieht.


Natürlich gilt dessen Rechtsprechung auch für BoD. Aber bei den Autoren- und Buchverträgen handelt es sich um keine Verträge zwischen einem Unternehmen und Endverbrauchern, sondern um Verträge zwischen Geschäftsleuten.

Beste Grüße

Heinz

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hawepe
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Re:

von hawepe (04.01.2012, 22:10)
Hallo WK,

WK hat geschrieben:
Weil hier aufgeführte Punkte nicht geregelt sind.


Kein Unternehmer ist verpflichtet, bestimmte Punkte in seine Verträge aufzunehmen. Auch wenn es manche Menschen nicht gerne hören wollen, wir haben in Deutschland glücklicherweise eine weitgehende Vertragsfreiheit, wenn es sich um Verträge zwischen Geschäftsleuten dreht.

Übrigens habe ich bei Gerichtsverhandlungen schon mehrmals (als Zuschauer) erlabt, dass ein Vertrag als sittenwidrig und deshalb nichtig erklärt wurde.


Verträge zwischen Geschäftsleuten? Darf ich das bezweifeln? In mehr als zwanzig Jahren Gerichtsberichterstattung habe ich das nicht ein einziges Mal erlebt.

Beste Grüße

Heinz

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WK
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Re:

von WK (05.01.2012, 00:04)
Hallo hawepe,

Verträge zwischen Geschäftsleuten?

Ich denke, du meinst Kaufleuten. Ein Autor ist im vorliegenden Fall sicher nicht als Kaufmann einzustufen, eher als Künstler. Und hier gibt es genügend Verträge, die gekippt worden sind, da sie einseitig waren.
Selbst unter Geschäftsleuten habe ich erlebt, wie ein Händlervertrag freiwillig zurückgezogen und durch einen neuen ersetzt wurde, da Bedenken bestanden, dass er wegen Sittenwidrigkeit für nichtig erklärt werden könnte. Es ging unter anderem um Garantieabwälzung.
Kein Unternehmer ist verpflichtet, bestimmte Punkte in seine Verträge aufzunehmen.

Es geht nicht um Pflichten der Aufnahme, es geht um aufgeführte Punkte, die keine Regelung beinhalten. Siehe Posts oben.

Gruß
WK
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (05.01.2012, 00:47)
WK hat geschrieben:
Es geht nicht um Pflichten der Aufnahme, es geht um aufgeführte Punkte, die keine Regelung beinhalten. Siehe Posts oben.


Da gibt es zwei Möglichkeiten:

a) jemand führt einen Muster-Prozess gegen das Vertragswesen von BoD und lässt richterlich klären, was in den Vertrag gehört und was nicht

b) jemand arbeitet eine konkrete Mängelliste aus, was in den Verträge von BoD falsch oder unzureichend ist, reicht dieses Mängelliste bei der Rechtsabteilung von BoD ein und verlangt entsprechende Änderungen, ansonsten Lösung a)

Wenn man mit einer Situation bzw. einem Zustand nicht einverstanden ist, muss man Änderungen herbeiführen.

Also: Wer will? cheezygrin
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Mick Baxter
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Re: Autorenvertrag - Grundlegendes

von Mick Baxter (05.01.2012, 06:59)
Siegfried hat geschrieben:
Mick Baxter hat geschrieben:
Ich weiß deshalb nicht, welche Rechte sich BoD mit dem Standardvertrag sichert. Wenn es aber tatsächlich

= Buch-Club-Ausgaben
= Übersetzungen / Auslandsausgaben
= Filmrechte
= Zeitungsabdrucke

sind, ist das sehr dubios.


Nö, das ist Standard. cheezygrin Ich habe nicht ohne Grund die beiden Rechte-Paragraphen des Verlag-Norm-Vertrages vom "Verband deutscher Schriftsteller in VerDi (VerDi::VS)" als Zitat angeführt - explizit nachzulesen unter http://vs.verdi.de/urheberrecht/mustervertraege

Vielleicht einfach mal nachlesen, was in der Branche Standard ist, bevor man es als "dubios" bezeichnet. book:

Vielleicht sollte man selber wissen, wovon man redet. BoD ist kein Verlag, sondern eine Druckerei. Deshalb laufen auch Hinweise auf Verlagsverträge ins Leere. BoD sichert sich Rechte wie ein Verlag, ohne die Gegenleistung eines Verlages zu bieten.


Siegfried hat geschrieben:
WK hat geschrieben:
Bei genauer Betrachtung könnte der Autorenvertrag, sollte BoD jemals versuchen, ihn durchzusetzen, leicht als sittenwidrig eingestuft werden, da er außer die Buch- und E-Book-Vergütung alle anderen Rechte einseitig zu Gunsten von Bod bis gar nicht für den Autor regelt. BoD: Alles kann, nichts muss. Autor: darf nichts ohne BoD. BoD nimmt sichert sich Verlagsrechte, lehnt aber Verlagspflichten ab.
Wobei man sagen muss, daß BoD seinen Vertrag scheinbar nicht all zu verbissen handhabt.
Mir ist unklar, warum strittige Passagen nicht klar geregelt, bzw. gestrichen werden.


Welche der nachfolgenden Positionen sind strittig / sittenwidrig / nicht klar geregelt:

    Der Autor tritt neben der Veröffentlichung in Print-Form folgende Rechte ab:

    1.
    den ganzen oder teilweisen Vorabdruck und Nachdruck, z. B. in Zeitungen und Zeitschriften

    2.
    die Übersetzung in andere Sprachen

    3.
    die Veröffentlichung in deutscher Sprache im Ausland

    4.
    die Veröffentlichung als Sonder-, Reprint- oder Buchgemeinschaftsausgabe

    5.
    die Veröffentlichung als E-Book

    6.
    die Vervielfältigung auf Mikrokopie bzw. Fotokopie

    7.
    die Veröffentlichung als Hörbuch

    8.
    das Vortragsrecht durch Dritte

    9.
    das Recht zur Verbreitung in Massenmedien

    10.
    die Veröffentlichung im Ausland in der dortigen Sprache

    11.
    das Recht zur Bearbeitung für das Theater inkl. Aufführung

    12.
    das Recht zur Bearbeitung für Film/Fernsehen inkl. Aufführung

    13.
    das Recht zur Bearbeitung als Hörspiel inkl. Ausstrahlung

    14.
    das Recht zur Vergabe von Lizenzen für eine Veröffentlichung durch ausländische Verlage


Würde mich mal interessieren, welche Rechte nicht abzutreten wären ...

Keine dieser Positionen hat in einem Vertrag mit einer Druckerei etwas verloren.

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Perchta
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Re:

von Perchta (05.01.2012, 07:32)
Vielleicht stehe ich jetzt mal wieder auf dem Schlauch, aber wenn man BoD tatsächlich nur als Druckerei nutzt (was ja wohl möglich ist und wovon viele Verlage Gebrauch machen) und keines der verlagstypischen Angebote, die BoD macht (ISBN, Eintragung ins VLB, Listung bei den Online-Händlern und Zugang zum Barsortiment) nutzen möchte, dann würde man doch auch keinen Autoren-Vertrag unterschreiben?
Mein Dilettanten-Projekt. "Dilettant" ist übrigens abgeleitet vom lateinischen "delectare" = "erfreuen".

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hawepe
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Re:

von hawepe (05.01.2012, 07:50)
Hallo WK,

WK hat geschrieben:
Es geht nicht um Pflichten der Aufnahme, es geht um aufgeführte Punkte, die keine Regelung beinhalten. Siehe Posts oben.


Und es gibt keine Vorschriften, dass diese Punkte in einen Vertrag aufgenommen werden müssen. Müsste beim Vertragsabschluss alles bis ins letzte Detail geregelt werden, gäbe es natürlich sehr viel weniger Klagen, bloß käme solch ein Vertrag vermutlich so teuer, dass ihn niemand mehr abschließen würde.

Beste Grüße

Heinz

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