Interviewpartner zum Thema E-Book gesucht!

Erfahrt und diskutiert Neuigkeiten von BoD.


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Perchta
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Re:

von Perchta (05.01.2012, 18:46)
Siegfried hat geschrieben:
Mal ne Frage:
Gibt es eigentlich irgendwo verlässliche Zahlen, was den Umsatz an E-Books angeht?


Die einzige Studie, die ich gefunden habe, stammt noch aus Prä-Kindle-Zeiten: http://www.boersenblatt.net/437542/template/bb_tpl_branchenstudien/

Demnach hatten e-Books 2010 einen Anteil von 0.5% vom Buchmarkt.

Diejenigen, die am meisten auf e-Books drängen, sind verständlicherweise die Verlage. Die, die am wenigstens davon halten, ebenso verständlich, die Sortimenter (denn die stationäre Buchhandlung vor Ort wird normalerweise wenig vom e-Book-Handel mitkriegen, der sich weitgehend im Internet und direkt zwischen Verlag und Endverbraucher abspielen dürfte).

In zehn Jahren wissen wir mehr ^_^.
Mein Dilettanten-Projekt. "Dilettant" ist übrigens abgeleitet vom lateinischen "delectare" = "erfreuen".

Ulli
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Tendenz steigend

von Ulli (05.01.2012, 19:10)
Siegfried hat geschrieben:
Gibt es eigentlich irgendwo verlässliche Zahlen, was den Umsatz an E-Books angeht?


Hallo Siegfried,

meines Wissens nicht. Allerdings habe ich auf Nachfrage jetzt von einzelnen Autoren (alle Belletristik) gehört, dass sie speziell im Dezember von ihren Titeln ausweislich der bislang vorliegenden Zahlen annähernd gleich viel oder sogar mehr als Kindle- denn als Printausgabe verkauft haben.

Das ist wohlgemerkt nur eine Stichprobe über einige wenige Autoren, die ich persönlich kenne. Da der Dezember erst ein paar Tage zurückliegt und jeweils nur Teilergebnisse vorliegen, sind die Zahlen natürlich mit Vorsicht zu genießen. Aber da sich die Autoren untereinander mit einer Ausnahme nicht kennen, erscheint mir die Tendenz doch stabil. Das mit den 0,5 Prozent, die Perchta grade erwähnte, hat sich zumindest für diesen Bereich definitiv erledigt.

Beste Grüße

Ulli

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Siegfried
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Re: Tendenz steigend

von Siegfried (05.01.2012, 20:43)
Ulli hat geschrieben:
Allerdings habe ich auf Nachfrage jetzt von einzelnen Autoren (alle Belletristik) gehört, dass sie speziell im Dezember von ihren Titeln ausweislich der bislang vorliegenden Zahlen annähernd gleich viel oder sogar mehr als Kindle- denn als Printausgabe verkauft haben.


Was für Autoren waren das? Relevante Autoren?
Und wie hoch ist die verkaufte Printauflage?

Wenn jemand pro Jahr 10 Bücher verkauft und dann meldet, er hätte 50% mehr E-Books als Printausgaben verkauft, ist die Aussage vielleicht richtig, aber vom Umsatz am Markt her unbedeutend.

Bei Libri gibt es eine Pressemitteilung, dass E-Books die P-Books mengenmäßig überholt haben (Stand 23.11.2011). Wohlgemerkt: Libri - Deutschland - Buchmarkt.

Libri.de hat geschrieben:
Im Oktober 2011 waren E-Books unter www.libri.de das erste Mal das absatzstärkste Buchformat, d.h. die Anzahl der verkauften Bücher im digitalen E-Book-Format war höher als die Anzahl verkaufter physischer Bücher im Hardcover Format und höher als die Anzahl der verkauften Bücher im Taschenbuch Format.


http://www.libri.de/shop/action/magazin ... ungen.html

Das klingt jetzt sensationell, aber was versteckt sich hinter dieser Meldung? Auffallend ist: Es werden keine Zahlen genannt, weder Stückzahlen noch Umsatz. Die Frage ist auch: Bezieht sich diese Aussage auf den Sortimenter Libri oder doch nur auf den Online-Shop "libri.de"? Wenn Letzteres - welche Bedeutung im Sinne von Marktanteil hat der Online-Shop Libri.de? Alles sehr verschwommen.

Bei gedruckten Büchern werben die Verlage sogar mit der Auflagennummer bzw. der Gesamtauflage ("jetzt die 4.Auflage" ... "mehr als 100.000 Stück verkauft") - hat schon mal jemand so etwas für ein E-Book gelesen ("mehr als 100.000 mal heruntergeladen")?

Um mal Zahlen zu bieten: Der deutsche Buchhandel hat 2007 9,58 Mrd. Euro umgesetzt. Amazon als größter Online-Buchhändler 650 Mio. Euro, Weltbild als Nummer Zwei 198 Mio., buch.de (3.) 65 Mio; buecher.de (4.) 31 Mio. (Quelle: Börsenverein des deutschen Buchhandels).

Weltweit ist der deutsche Buchmarkt der drittgrößte (USA 17,1 Mrd Euro, Japan 14 Mrd Euro) und mit seinen 9,78 Mrd Euro Umsatz doppelt so groß wie Großbritannien (4,7 Mrd Euro), wo das E-Book angeblich deutlich populärer ist als hierzulande. Der Online-Buchhandel macht in D etwa 12 bis 13 Prozent aus und wird bis 2017 auf etwa 20 Prozent geschätzt.

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat für die Zeit bis Juli 2009 eine Verkaufszahl von 65.000 E-Books ermitteln. PriceWaterhouseCoopers meldet für 2010 für Deutschland einen E-Book-Umsatz von 29 Mio Euro (0,3% Gesamtumsatzanteil). Die Prognose für 2015 lautet 350 Mio Umsatz (6,3% Marktanteil) und ca. 3 Mio verkaufte E-Book-Reader.

Randnotiz: Das Branchenmagazin "Buchmarkt" hat das E-Book bzw. den E-Book-Reader nicht mit der leidenden Musikbranche verglichen, sondern mit den Verlagen für Straßenkarten. Seit es elektronische Navigationsgeräte gibt, die zudem in Elektronikläden verkauft werden und nicht in den Abteilungen für Kartenmaterial in den Buchläden, ist das Autokartengeschäft völlig zusammengebrochen. Interessant, oder? Es steht zu vermuten, dass der gesamte Zwischen- und Einzelhandel beim E-Book ausgeblendet wird und der Download direkt beim Verlag oder gar beim Autor selbst erfolgt. Vielleicht ist auch das einer der Gründe, warum Libri jetzt so aktiv wird - wenn der Verlag den Download bereitstellt, wird Libri im E-Book-Markt überflüssig.

Stellt sich also die Frage bei solchen Jubelsturm-Meldungen: Cui bono? Wem nützt es? Wird uns eine Szenerie suggeriert, die uns zum Aufspringen animieren soll, damit sich die Prophezeiung von selbst erfüllt?

Und wenn das E-Book tatsächlich kommt, wie stellt es sich zum althergebrachten Buch dar?

E-Book-Reader können den Markt erweitern. Wer heute lieber vor dem PC sitzt, statt ein Buch in die Hand zu nehmen, fällt für den Buchhandel als Kunde aus. Das E-Book könnte diesen Leser zurückgewinnen. Es könnte aber auch sein, dass diese Leser den Reader als technische Krücke für Raubkopien benutzen.

Das E-Book kann auch rein pragmatisch benutzt werden, weil man schneller und einfacher nachschlagen kann. Irgendwann wird das E-Book auch animationsfähig sein. Techniker könnten statt dicker Handbücher E-Books dabei haben, wo man sich problemlos durch Explosionszeichnungen arbeitet oder spezielle Fälle im Detail und Zoom anschauen kann. Genussleser werden beim gedruckten Buch bleiben.

Es kann natürlich auch sein, dass das gedruckte Buch tatsächlich verschwindet, weil die Weiterentwicklung des Displays die bereits oben genannte Animation möglich macht. Damit wäre das Kopfkino der Lektüre tot und aus einem gedruckten Werk würde eine Art Ersatz-Fernsehen.
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SandraR
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Re:

von SandraR (05.01.2012, 21:51)
Neben Kindle gibt es auch noch epub als Beispiel! Alles nur auf Amazon abzustellen ist viel zu kurz gegriffen. Sonyreader, als Beispiel, können viel viel mehr als das Kindle.
Zudem, wer zu spät kommt den bestraft das Leben!

Es gibt eReader die Animationsfähig sind Siegfried!
Zuletzt geändert von SandraR am 05.01.2012, 21:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Ulli
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Relevanz

von Ulli (05.01.2012, 21:55)
Siegfried hat geschrieben:
Was für Autoren waren das? Relevante Autoren?
Und wie hoch ist die verkaufte Printauflage?


Hallo Siegfried,

so, wie Du die Frage gestellt hast, wirst Du die Autoren vermutlich überwiegend als irrelevant einstufen. Einzige Ausnahme ist eine Autorin, die gelegentlich (!) am unteren Bestseller-Niveau kratzt und monatlich schon einige hundert Exemplare unterschiedlicher Titel absetzt. Alle anderen bewegen sich mit ihren monatlichen Verkaufszahlen je Titel eher im (teilweise auch noch niedrigen) zweistelligen Bereich.

Die verkaufte Printauflage kann ich Dir nur für einen der Autoren nennen, weil wir sie vor ein paar Monaten gemeinsam überschlagen haben: Sie liegt knapp über 200.000 (Printgesamtauflage). Bei seinen Büchern handelt es sich aber überwiegend um Backlist-Titel oder um nicht mehr erhältliche Titel, da er schon das eine oder andere Jahrzehnt im Geschäft ist. Natürlich dürftest Du ihn bei diesen Daten nie in irgendeiner „relevanten“ Bestsellerliste gefunden haben.

Bitte beachte, dass ich in meinem letzten Beitrag bewusst das Wort „Stichprobe“ verwendet habe. Eine Stichprobe erlaubt grundsätzlich keine repräsentative Aussage über die betrachtete Grundgesamtheit, sie gibt aber signifikant häufiger eine zutreffende als eine irreführende erste Orientierung.

Dass das auch in diesem Fall zutreffen könnte, deuten meines Erachtens die Daten aus der Libri-Pressemitteilung an.

Und als letzte Bemerkung meine persönliche Prognose: Nein, das gedruckte Buch wird nicht verschwinden. Es wird allerdings am Ende der Entwicklung ordentlich Federn gelassen haben, soweit das nicht schon geschehen ist. Wobei es mich nicht überraschen würde, wenn die Gesamtauflage (E-Book + Print) letztlich höher liegen würde als die bisherigen Zahlen für das Printbuch allein.

Sind Deine Nachfragen damit erschöpfend beantwortet? Es würde mich freuen.

Beste Grüße

Ulli

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SandraR
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Re:

von SandraR (05.01.2012, 22:05)
Ulli die Mwst wurde per 1.1 auf 3 Prozent beim Kindle gesenkt. Die Umsatzzahlen von mobi Kindle und epub Format sind aber identisch. Deswegen sollte man nicht den Fehler machen und nur auf Amazon zeigen.

Gerade aber für epub gilt, es darf keine Kopie eines Buchblockes sein. Den epub Leser haben Geräte mit denen sie weiter kommen als die Leute mit Kindle. Moderne Geräte können Filme und Musikdateien abspielen und manch einer benutzt grundsätzlich sein Tablet und kann direkt durch anklicken von Links sich vertiefende Erkenntnisse im Internet holen.

Zudem, noch mals die Zielgruppe sehen und formulieren! Es sind unterschiedliche Zielgruppen, dementsprechend muss man darauf auch Rücksicht nehmen. Deswegen mein plädieren, ein eBook ist nicht einfach eine Kopie eines gedruckten Buches in elektronischer Form. Das meint, das Medium nicht richtig verstanden zu haben.
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (05.01.2012, 22:08)
SandraR hat geschrieben:
Ulli die Mwst wurde per 1.1 auf 3 Prozent beim Kindle gesenkt.


Genau ... was vermutlich zu einer Abmahnwelle wegen Verstoßes gegen das Buchpreisbindungsgesetz führen wird.
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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (06.01.2012, 01:15)
Siegfried hat geschrieben:
Selbst die "Ausleihe" an einen Freund scheint unmöglich.

Wenn der Freund ein Kindle hat, schon. Vielleicht geht das auch, wenn der Freund ein anderes Gerät besitzt, ich hab's noch nicht ausprobiert. Man kann seine "Bücher" ausleihen und während dieser Zeit selber nicht lesen. Anders als bei gedruckten Büchern, kommen diese automatisch nach 14 Tagen zurück.
Du hast erwähnt, dass Deine Büchersammlung eventuell verloren gehen könnte. Ich meine, einmal bezahlte Buchdateien bleiben auch im Besitz des Käufers und können später erneut heruntergeladen werden. Das muss ich aber noch einmal nachlesen, irgendetwas war da.

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (06.01.2012, 01:34)
SandraR hat geschrieben:
Den epub Leser haben Geräte mit denen sie weiter kommen als die Leute mit Kindle. Moderne Geräte können Filme und Musikdateien abspielen und manch einer benutzt grundsätzlich sein Tablet und kann direkt durch anklicken von Links sich vertiefende Erkenntnisse im Internet holen.

Diese Geräte leuchten. Ist das auf Dauer gut für die Augen? Ich bin kein Fachmann. Und der Stromverbrauch? Der Akku des Kindle hält 4! Wochen. Er verbraucht nur beim umblättern Strom.

SandraR hat geschrieben:
[...]Deswegen mein plädieren, ein eBook ist nicht einfach eine Kopie eines gedruckten Buches in elektronischer Form.

So könnte man aber den Kindle beschreiben ...

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SandraR
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Re:

von SandraR (06.01.2012, 04:49)
Thomas hier scheinen sich alle am Kindle aufzuhängen, als wenn es nichts anderes gäbe.
Ich habe ja schon geschrieben aus Erfahrung, man verkauft von epub genau so viel wie vom Kindle Format sprich mobi. Einige lesen einfach hartnäckig nicht mit cheezygrin

Siegfried eine Abmahnwelle gibt es nur dann wenn die Leute nicht hingehen und die Preise auf 3 Prozent Märchensteuer anpassen.

Die Ausleihe ist natürlich möglich und zwar dann wenn man mit weichem DRM (sog. Wasserzeichen) publiziert und nicht mit hartem DRM. Bei letzterem gebe ich dir recht.
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Änderung

von Ulli (06.01.2012, 13:58)
SandraR hat geschrieben:
die Mwst wurde per 1.1 auf 3 Prozent beim Kindle gesenkt


Danke für den nützlichen Hinweis, Sandra.

Hab's notiert.

Gruß

Ulli

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MarleneGeselle
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Re:

von MarleneGeselle (07.01.2012, 14:35)
Hallo,

kaum zwei Tage mit Fieber im Bett, da kocht hier das Forum. cheezygrin

Wie ich feststellen konnte, haben sich jetzt Leute den Kindle zugelegt, die eher klassische Leser sind. Neugier und ein kostengünstiges Geschenk waren da die Triebfeder, wie man mir freimütig gestand.

Ich denke, dass ich da bei den Zielgruppen auch etwas tut. Unterhaltungselektronik, die Geld sparen hilft, ist nun mal ein Anreiz.

Und was die Nerverei mit der Buchpreisbindung angeht, so kommt mir da gerade der leicht ketzerische Gedanke, Anbieter zu wählen, bei denen man eine EBook-Version wählen kann - und dann abwarten und gucken, ob sich die Printversion lohnt.

Liebe Grüße
Marlene
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SandraR
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Re:

von SandraR (07.01.2012, 14:43)
Ich denke Marlene der Gedanke ist nicht ketzerisch sondern vernünftig cheezygrin was sich als eBook verkauft, verkauft sich garantiert als Printversion.
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (07.01.2012, 15:04)
SandraR hat geschrieben:
Siegfried eine Abmahnwelle gibt es nur dann wenn die Leute nicht hingehen und die Preise auf 3 Prozent Märchensteuer anpassen.


Die Abmahnwelle kommt, wenn die Leute ihre E-Books nicht ausschließlich bei Amazon verkaufen.

In D gilt für Bücher - auch für E-Books - das Buchpreisbindungsgesetz. Das heißt: Jedes Buch, das in D verkauft wird, kostet überall gleich viel. Wer sein E-Book bei Amazon einstellt, überlässt Amazon die Berechnung des Brutto-Verkaufspreises. Dieser Brutto-Preis war dann auch der Preis, der für andere Online-Anieter in D galt.

Nun senkt Amazon die MWSt von 15 auf 3 Prozent, was einen anderen Bruttopreis bedeutet. Wenn der Autor nicht dafür sorgt, dass dieser niedrigere Preis auch bei den anderen E-Book-Anbietern auftaucht (oder den Nettopreis bei Amazon so weit anhebt, dass er dem Brutto-Preis bei anderen Anbietern entspricht), verstößt gegen das Buchpreisbindungsgesetz. Das ist der Punkt, auf den die Abmahnanwälte nur warten.

Wie man lesen konnte, ist der Amazon-Server für die Pflege der E-Book-Preise am 1. Januar 2012 ziemlich in die Knie gegangen und war für mehrere Stunden überlastet. cheezygrin
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Re:

von SandraR (07.01.2012, 16:04)
Siegfried wenn du meinen Post schon zitierst, dann lies ihn!!!Was steht da? Genau wenn die Leute den Preis nicht anpassen!
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