Osterlesung Kinderbuch

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Engelliese
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Osterlesung Kinderbuch

von Engelliese (04.03.2012, 10:49)
Hallo,

in den nächsten 2 Wochen habe ich 4 Lesungen organisiert. Da ich absoluter Anfänger bin möchte ich euch um Tipps bitten. Tipps, wie man am besten eine Lesung hält und was ich beachten sollte, muss oder kann.
Da es ein Buch ist für Kinder im Alter zwischen 6 - 10 Jahren sollte eine gewisse Spannung vorhanden sein.

Meine Idee ist: Ich setze die Kinder um mich herum, dann sage ich ihnen, dass ich mich ungefähr gerade so fühle wie sie, wenn sie vor ihrer Klasse etwas vortragen müssen. Das könnte ich sie natürlich auch fragen. Mein Angebot wäre dann an die Kinder, sollte ich mich versprechen, bekommen sie etwas aus "der Jämantskiste" (Darin befinden sich diverse Süßigkeiten) Auch habe ich mir überlegt einen guten Leser aus der Runde mit einzubeziehen? Was meint ihr dazu?

Ich werde sehr nervös sein.

Freundliche Grüße
Heike
Ich rede zu leise ....über wichtiges. Zu laut....über banales. Zu viel.über andere. Zu selten....miteinander und zuoft ....ohne zu denken!

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (04.03.2012, 11:05)
Mit Lesungen habe ich überhaupt keine Erfahrung. Aber ich möchte Dich gerne auf das Stichwort "Regenwurm" ansprechen. Das stimmt leider nicht. An Deiner Stelle würde ich das zügig aus dem Portrait entfernen und auf keinen Fall bei der Lesung erwähnen.

Viele Grüße,
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

(Übersetzung: Besser ein weiser Narr, als ein närrischer Weiser.)

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Engelliese
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Re:

von Engelliese (04.03.2012, 11:13)
Danke für den Hinweis. Das war in meiner Kindheit so. Wir haben vieles ausprobiert und ich vergess nie, wie uns das mein Vater erklärt hat und tatsächlich sind die Würmer weiter gekrochen! Aber ich verstehe den Hintergrund deiner Mitteilung und habe auch eben nochmal gegoogelt.

Wie bekomm ich denn diesen Text nun geändert ohne wieder das "ganze" Buch neu zu erstellen?

Liebe Grüße Heike
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Cornelia
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Re: Osterlesung Kinderbuch

von Cornelia (04.03.2012, 11:16)
Engelliese hat geschrieben:
Meine Idee ist: Ich setze die Kinder um mich herum, dann sage ich ihnen, dass ich mich ungefähr gerade so fühle wie sie, wenn sie vor ihrer Klasse etwas vortragen müssen. Das könnte ich sie natürlich auch fragen. Mein Angebot wäre dann an die Kinder, sollte ich mich versprechen, bekommen sie etwas aus "der Jämantskiste" (Darin befinden sich diverse Süßigkeiten) Auch habe ich mir überlegt einen guten Leser aus der Runde mit einzubeziehen? Was meint ihr dazu?
Ich werde sehr nervös sein.


Hallo,

das würde ich persönlich nicht so machen. Einmal würde ich vorab nicht schon eine evtl. Schwäche zugeben. Solltest du dich während der Lesung ständig verhaspeln, die Stimme wegbrechen o.ä., dann würde ich den Kindern erklären, dass es daran liegt, dass du sehr nervös bist.
Es wird aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht dazu kommen, wenn du deinen Text zur Vorbereitung mehrmals laut liest.

Versprichst du Ihnen, etwas aus einer Süßigkeitenkiste bei Versprechern zu geben, kann es dir passieren, dass einzelne nicht mehr der Handlung deiner Geschichte folgen, sondern nur auf Fehler lauern, diese dann womöglich lautstark anmerken und dich im Lesefluss unterbrechen.
Wenn du Pech hast, entsteht ein heilloses Durcheinander.

Ob ein Kind aktiv als Lesender einbezogen werden kann, müsste man mit der Lehrerin besprechen.

Viele Grüße
Cornelia

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Engelliese
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Re:

von Engelliese (04.03.2012, 11:20)
Danke liebe Cornelia, sehr hilfreiche Antwort. Meine Tochter ist schon 22 und ich muss da erstmal wieder reinwachsen.

Es sind auch Lesungen in einer Kinderkrebsstation der Uni geplant. Dazu müsste ich mich auch erstmal mit einer hieseigen Kinderkrankenschwester auseinandersetzen.


Liebe Grüße
Heike
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SarahSarah
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Re:

von SarahSarah (04.03.2012, 11:24)
Cornelia ist mir zuvor gekommen! Ich hätte es auch so erklärt. Schwäche erst dann zugeben, wenn sie wirklich offensichtlich ist!

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SandraR
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Re:

von SandraR (04.03.2012, 11:25)
Du kannst alle Kinder miteinbeziehen. Lies eine kurze Geschichte und bitte dann die Kinder ein dazu passendes Bild zu malen. Oder lass Stoftiere die Geschichte vorlesen und frag die Kinder wie die Geschichte weiter gehen könnte.
Kurz beziehe alle Kinder mit ein und nicht ein einzelnes. Ein einzelnes Kind nur miteinbeziehen ist immer die denkbar schlechteste Idee.
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

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Cornelia
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Re:

von Cornelia (04.03.2012, 11:38)
Engelliese hat geschrieben:
Es sind auch Lesungen in einer Kinderkrebsstation der Uni geplant. Dazu müsste ich mich auch erstmal mit einer hieseigen Kinderkrankenschwester auseinandersetzen.


Hallo,

ich denke als Zuhörer werden sich die kranken Kinder kaum von den gesunden unterscheiden. Lediglich die örtliche Situation und die Möglichkeiten der Einbeziehung werden evtl. unterschiedlich sein.
Da würde ich vorab mit einer Mitarbeiterin der betreffenden Station sprechen, ob die Kinder sozusagen mobil in einer Art Spielraum betreut werden, ob zu erwarten ist, dass mehrere immobile (bettlägrige) Kinder zugegen sind. Das muss vor allem beachtet werden, wenn man die Kinder zu eigenen Aktionen motivieren will.
Aber ansonsten ist wohl wichtig, die Kinder auf der Krebsstation wie "normale" Kinder zu behandeln, die Krankheit in den Hintergrund zu schieben.

Viele Grüße
Cornelia

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (04.03.2012, 11:39)
Engelliese hat geschrieben:
Danke für den Hinweis. Das war in meiner Kindheit so. Wir haben vieles ausprobiert und ich vergess nie, wie uns das mein Vater erklärt hat und tatsächlich sind die Würmer weiter gekrochen! Aber ich verstehe den Hintergrund deiner Mitteilung und habe auch eben nochmal gegoogelt.

Wie bekomm ich denn diesen Text nun geändert ohne wieder das "ganze" Buch neu zu erstellen?

Liebe Grüße Heike


Das ist aber leider nur noch ein Reflex. Wenn Eidechsen in Panik ihren Schwanz abwerfen, zuckt dieser auch noch eine ganze Weile, um vom Tier abzulenken, lebt aber nicht separat weiter. Außerdem sterben die Regenwürmer (also das übrig gebliebene Kopfende) häufig Tage später an der Amputation. Was meinem Großvater früher beim Hühnerschlachten manchmal passiert ist, will ich lieber mal nicht näher beschreiben. Nur so viel: Nicht alles was flattert, lebt noch. Ich persönlich leite Kinder gerne dazu an, Tiere vorsichtig zu beobachten, und erkläre ihnen, das Wildtiere nicht gerne von Menschen angefasst werden wollen.

Zu Deiner Frage: Du kannst das hier ändern:
Buch vermarkten - Kostenlose Marketingservices - Autorenportrait

Ich will nicht ausschließen, dass es auch noch einen anderen Weg gibt. Aber dort habe ich meines nachträglich einstellen können. Man muss allerdings eine Weile auf die Änderung warten.
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(Übersetzung: Besser ein weiser Narr, als ein närrischer Weiser.)

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chiquitita
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Re:

von chiquitita (04.03.2012, 11:43)
ich habe schon des öfteren vor Kindern gelesen. Nicht das eigene Buch, das interessiert Kinder nicht. Nein, ich wurde von Lehrern einer Grundschule bei einer meiner "normalen" Lesungen angesprochen und mache die Kinderlesungen gern ehrenamtlich, weil es viel Freude macht. Meistens lese ich unbekannte Geschichten von Astrid Lindgren, denn Pippi kennen sie schon alle.
Wie schon von meinen Vorrednerinnen gesagt, würde ich auch nicht von vorneherein auf eventuelle "Fehler" aufmerksam machen. Wenn Du Dich verhaspelst, kannst Du immer noch kurz sagen "Oh, da habe ich mich verhaspelt" o.ä. Meine kleinen Zuhörer sind meistens so 7-9 Jahre alt. Ich lasse - wie Sandra R gesagt hat - auch immer ein Bild zu der jeweiligen Geschichte malen. Das kommt sehr gut an. Es muss natürlich gewährleistet sein, dass überhaupt Malutensilien vorhanden sind.
Und noch etwas - nicht zu lange lesen. Kinder werden nach ca. 20 Min. unruhig. Dann lieber eine Pause machen, mit den Kindern über die Geschichte reden und vielleicht noch eine weitere kleine Geschichte. Mehr nicht.
Gruß Uschi

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Anke Höhl-Kayser
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Re:

von Anke Höhl-Kayser (04.03.2012, 12:01)
Hallo Heike,

ich schließe mich meinen Vorrednern an.
Nicht auf Fehler hinweisen, sondern sie erst kommentieren und humorig überspielen, wenn sie auftreten und es dir nötig erscheint. Kinder sind da sehr tolerant.

Andererseits sind Kinder durchaus kritische Zuhörer, was die Qualität des Vorgetragenen anbelangt. Sie möchten - zum Beispiel durch entsprechende Stimm-Modulation - mitgerissen und begeistert werden.

Liest man zu lange an einem Stück (ich halte 20 Minuten reines Lesen für die absolute Obergrenze, würde aus eigener Erfahrung eher 10 Minuten sagen), schläft die Konzentration ein. Dagegen hilft: zwischendurch Brückentexte, frei vorgetragen, oder eine Auflockerung durch direktes Ansprechen der Kinder. Kurz mal aus dem Vortrag rausgehen, aber in der Atmosphäre der Geschichte bleiben, und dann weiterlesen.
Dabei kann man auch die Gruppe einbeziehen, indem du Fragen zum gerade Gehörten stellst oder die Kinder kommentieren lässt.

LG, Anke

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chiquitita
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Re:

von chiquitita (04.03.2012, 12:07)
Anke Höhl-Kayser hat geschrieben:
Liest man zu lange an einem Stück (ich halte 20 Minuten reines Lesen für die absolute Obergrenze, würde aus eigener Erfahrung eher 10 Minuten sagen), schläft die Konzentration ein.
LG, Anke

Ich lese auch nicht nur stur aus dem Buch. Eine kleine Zwischenfrage und schon ist alles etwas aufgelockert. Ich habe z.B. eine Geschichte, in der ein kleiner Junge mit einem Fahrrad ohne Licht fährt. Da bietet sich dann die Frage an: "Darf man das denn?" Kinder beteiligen sich gern an solchen Diskussionen. Man muss dann bloß den Faden wieder zurückfinden.
Gruß Uschi

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Engelliese
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Re:

von Engelliese (04.03.2012, 12:11)
Ich bin begeistert über soviele gute Ratschläge. Die ganze Zeit dachte ich, es wäre besser mich nicht hier anzumelden. Da ich ja eine absolute Anfängerin bin und eigentlich mehr oder weniger ein Kinderbuch geschrieben habe aus therapeutischen Hintergründen :D !

Okay, also dann entferne ich mal den Regenwurm. Habe eben meinen 86. Vater auf den Regenwurm angesprochen. Er musste lachen und meinte nur: "Doch, doch....aber es ist wohl nur das Hinterteil des Wurms, dass sich wieder regenerieren kann." Wir haben damals den armen Wurm aber mehrmals durchgetrennt!

Tja und was die Bildermalerei der Kinder betrifft; ich finde es eine gute Idee für Lesungen im Krankenhaus, denn immerhin komme ich (so hoffe ich) ja wieder zum vorlesen. Aber Lesungen in Buchgeschäften? Das Buch ist bereits mit vielen Illustrationen versehen? Oder sollte das die Kinder erstmal nicht interessieren?

Ich hab ja garkeine Ahnung von Kindern. Alles vergessen!

Liebe Grüße
Heike
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Anke Höhl-Kayser
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Re:

von Anke Höhl-Kayser (04.03.2012, 12:35)
Engelliese hat geschrieben:
Ich hab ja garkeine Ahnung von Kindern. Alles vergessen!

Kinder - besonders in diesem Alter - sind sowas von unkompliziert, du glaubst gar nicht, wie schnell die dich vereinnahmt haben. Und wie schnell du dann wieder drin bist. cheezygrin

Bei Lesungen in Buchhandlungen bezüglich deiner schönen Illustrationen: Powerpointpräsentation. Vorher nachfragen, ob ein Beamer zur Verfügung steht, im Zweifelsfall selber einen mitbringen. (Im Notfall mittels Diaprojektor auf eine Leinwand oder nackte Wand werfen).
Publikum jeglichen Alters nimmt Auflockerungen bei einer Lesung dankbar an! :wink:

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Engelliese
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Re:

von Engelliese (04.03.2012, 13:07)
SUUUUUPER tolle Ideen habt ihr da für mich und das mit dem Beamer ist eine ganz besonders tolle Idee! ECHT SPITZE!

DANKE. Habe auch meine Vita geändert!

Grüße Heike
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