Süßer Wahnsinn ... und nichts ist, wie es scheint

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TV2007
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Süßer Wahnsinn ... und nichts ist, wie es scheint

von TV2007 (17.12.2010, 17:29)
Titel: Süßer Wahnsinn ... und nichts ist, wie es scheint
Autor: Danny P.

Verlag: Thomas Rüger Verlag
ISBN: 978-3-932717-36-9
Seiten: 192
Preis: 9,90 €

Der Autor über das Buch:

Mein Buch ist zwar nicht bei BoD erschienen, aber auch hier im Forum hat mich nun doch schon die eine oder andere Nachfrage bzw. Aufforderung erreicht, doch mitzuteilen, wann der Titel erhältlich ist. Jetzt!

Im Vordergrund der Geschichte steht die Liebesgeschichte zwischen der Publizistik-Studentin Marlen und Leonhard Marder, ihrem Professor. Darüber hinaus geht es aber um eine Menge mehr. Um Familie und Freundschaft, Alkoholismus und Magersucht, aber auch um Tod und Mord.


Klappentext:

Eigentlich sollte sich Marlen nicht zu Prof. Leonhard Marder hingezogen fühlen, schließlich ist sie seine Studentin. Und das Leben hat sich auch ohne ihn als kompliziert erwiesen. So fragt sich Marlen manchmal, wer sie ist und woher sie kommt. Der Vater gestorben, bevor sie geboren wurde. Die Mutter seit Jahren Alkoholikerin. Keiner scheint Marlen zu verstehen. Keiner zu lieben außer Leon. Doch die beiden müssen für ihre Gefühle teuer bezahlen. Und nicht nur sie ...
Biographin und Romanautorin
www.suesser-wahnsinn.de.vu

alfred ashiwata
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Find ich gut ...

von alfred ashiwata (19.12.2010, 11:20)
Find ich gut ... was Du machst!
Ich bewundere es immer wieder, wenn sich sehgeschädigte, bzw. Blinde mit Literatur beschäftigen. Zwar gibt es ja inzwischen Hilfsmittel (Screenreader / Braille ...), trotzdem ist es eine Menge Arbeit und Aufwand.
Also, liebe Danny P., Hut ab und erfolgreiches weiterschreiben ...
liebe Grüße AA

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (19.12.2010, 11:28)
Hallo Danny,
ich wünsche dir viel Erfolg mit deinem Buch

Haifischfrau
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

Forenwanderer
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Re:

von Forenwanderer (19.12.2010, 21:00)
Ich habe den Prolog auf deiner Homepage gelesen, (zwar schwer zu finden, aber man klickt sich so durch :D) - es war die Suche wert, gefällt mir wirklich sehr gut. Hoffentlich verkauft es sich gut!

TV2007
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Leseprobe zu Süßer Wahnsinn

von TV2007 (07.02.2012, 16:08)
Hallo zusammen,

vielen Dank dafür, dass ihr meine Nachricht gelesen bzw. teilweise ja auch kommentiert habt. Das ist nun schon wieder lange her ... Eine zeitlang war ich weit weg von diesem Forum.
Ich habe inzwischen auch einige Lesungen hinter mir, gemeinsam mit meinem Verleger Thomas Rüger und meiner Autorenkollegin Astrid Schwabe. Diese Veranstaltungen sind einfach nur phantastisch!

Und nun noch eine Leseprobe aus Süßer Wahnsinn:

Marlen hätte nicht sagen können, wann sie ihre Mutter zuletzt ohne Flasche gesehen hatte. Stets hielt sie sie wie eine Trophäe in Händen. Und an eine Entziehungskur war nicht zu denken.
„Ich bin nicht abhängig!“
Mechthild musste sich an einem Regal festhalten, um nicht zu schwanken. Aber sie war nicht abhängig!
„Ich könnte jederzeit mit dem Trinken aufhören!“, beteuerte sie und war auch noch davon überzeugt. Wie konnte sie nur so blind sein? Wie übersehen, dass ihre Wohnung einer Müllhalde glich? Das Einzige, was Mechthild noch wahrnahm, war der Alkohol.
„Willst du auch einen Schluck?“
Mechthild schob ihr die Flasche hin. Marlen sprang angewidert auf.
„Schmeckt gut!“, meinte Mechthild und schaute sie aus glasigen Augen an. Warum bemerkte Mutter nicht, dass ihre Tochter mit den Tränen kämpfte? Voller Verzweiflung griff Marlen nach dem Glas. Sie wollte es Mechthild wegnehmen, doch diese hielt es so krampfhaft fest, als zerrte Marlen an ihrer Brieftasche. „Was soll das?“
Marlen kamen die Tränen, denn Mechthild war trotz allem ihre Mutter. Sie musste ihr doch helfen! Mit einem kraftvollen Ruck zog Marlen das Glas zu sich heran. Der Wein schwappte über und bildete auf dem Tischtuch eine Spur, die rot war wie Blut.
Mechthild kreischte. Dann schlug sie Marlen mit der flachen Hand ins Gesicht.
Wie in Zeitlupe glitt Marlen das Glas aus den Händen. Sie sah zu, wie es langsam zu Boden sank, während ihre Wange brannte wie Feuer.
Mechthild sagte irgendetwas, das Marlen nicht verstand. Sie konnte ihr auch nicht antworten, sondern stürmte nur aus dem Zimmer, dann aus der Wohnung. Aber wohin sollte sie gehen? Vor der Haustür blieb sie stehen. Ihr Herz zog sich schmerzhaft zusammen.
Für wen tat sie sich das an? Nicht für ihre Mutter, so viel war klar. Denn Mechthild beklagte sich über alles. Zum Beispiel über das Essen, das die Tochter ihr kochte. Mechthild rührte die Speisen nur selten an. Und wenn Marlen bei ihrem nächsten Besuch den Müll nach draußen brachte, fand sie die Reste in den Eimern vor. Das machte sie wütend. Mechthild war auf eine Weise undankbar, die Marlen ihr nicht verzeihen konnte. Nie schenkte die Mutter ihr auch nur ein einziges freundliches Wort. Vielmehr war sie verärgert, weil Marlen solch klare Grenzen setzte und ihre Wünsche ignorierte. Und das ließ sie die Tochter auch erbarmungslos spüren.
Es dauerte lange, bis Marlens Tränen versiegten. So kraftlos, wie sie war, nahm sie sich vor, noch einmal mit Oma über Mechthild zu sprechen. Denn so konnte es nicht weitergehen.
„Hallo.“
Marlen reagierte nicht. Sie hörte die Stimme zwar, aber der Mann grüßte bestimmt nicht sie. Niemand würde innehalten, um ihr einen guten Tag zu wünschen.
„Geht es Ihnen nicht gut?“
Jetzt war er näher gekommen. Blieb direkt vor Marlen stehen. Und seine Stimme kam ihr so bekannt vor ... Widerstrebend öffnete sie die Augen. Einen Sekundenbruchteil später wünschte sich Marlen, sie hätte das nicht getan. Vor ihr stand Prof. Leonhard Marder. Wie die anderen Publizistik-Studentinnen, so hätte auch Marlen ihn unter Tausenden sofort erkannt. Ein großer, hagerer Mann. Sportlich und mit leuchtend rotem Haar, das weich sein musste wie Seide. Vor allem aber imponierte Prof. Marder mit seiner gewinnenden Art. Im Gegensatz zu manch anderen Dozenten betrachtete er die Studenten nicht als sein Arbeitswerkzeug. Leon wollte stattdessen die Menschen kennen lernen, die sich hinter den Gesichtern verbargen.
Hastig wischte sich Marlen die Tränenspuren von den Wangen. Sie war sich nicht sicher, ob Prof. Marder sie erkannte, vermutete aber, dass das nicht der Fall war.
„Brauchen Sie Hilfe?“ Seine tiefblauen Augen strahlten wie der Himmel an einem schönen Sonnentag. Wie sie das so oft taten ...
Marlen schüttelte den Kopf. „Vielen Dank. Es geht mir gut.“
Sie wollte sich bereits abwenden, denn es war ihr unangenehm, dass er sie so sah. Gleichzeitig kam es Marlen jedoch unhöflich vor, das Gespräch derart abrupt zu beenden. Sie räusperte sich verlegen. Manchmal stellte sie sich vor, wie es wohl wäre, ihm von ihren Sorgen zu erzählen. Er war so erfahren, dass er ihr sicherlich nicht einfach nur zuhören würde, wie Oma das bisweilen tat.
Marlen liebte ihre Oma. Sie war der einzige Mensch, dem sie sich rückhaltlos anvertrauen konnte. Daher kam Oma Marlen wie die Mutter vor, die sie nie gehabt hatte. Früher hatten sie zu dritt in einer Wohnung gelebt. Und es gab keine Worte, die Marlens Dankbarkeit beschreiben konnten. Oma war da, um ihre schützende Hand über das kleine Mädchen zu halten. Ohne diese Hilfe hätte Mechthild das Jugendamt geholt, davon war Marlen überzeugt. Und deswegen gab sie auch jetzt nicht auf. So erleichtert sie auch gewesen wäre, wenn sie Mutter weggeschickt hätten ... Nach Omas Auffassung hätte das bedeutet, Mechthild aufzugeben. Und das konnte sie Oma nun wirklich nicht antun.
Marlen schüttelte energisch den Kopf, um die Gedanken an die alkoholabhängige, kranke Frau daraus zu vertreiben. Jetzt sah sie wieder Prof. Marder vor sich. Er stand noch immer da, als würde er auf etwas warten. Auf seinem Gesicht lag das Lächeln, das Marlen so sehr an ihm liebte. Ein paar Sekunden lang spielte sie mit dem Gedanken, ihm von Mechthild zu erzählen. Dann schalt sie sich eine Närrin. Prof. Marder war ihr Dozent, nicht ihr Kummerkasten.
Marlen öffnete schon den Mund, um sich von ihm zu verabschieden. Doch im gleichen Augenblick huschte ein Ausdruck über sein Gesicht, der sie alarmierte.
„Sie studieren auch Publizistik.“
Das war keine Frage, sondern eine Feststellung. Marlen schoss die Hitze in die Wangen. Nun hatte er sie also doch erkannt!
Biographin und Romanautorin

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Kris. K.
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Re:

von Kris. K. (08.02.2012, 20:30)
Warum gibts denn dazu kein COVERBILD? cheezygrin
Dateianhänge
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Kris. K.
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Re:

von Kris. K. (06.03.2012, 21:21)
Mist jetzt wurds zu groß und unscharf- wie kann man dasn einstellen -.-

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Grit
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Re:

von Grit (06.06.2012, 11:01)
Ich habe gerade folgende Rezi bei amazon reingestellt, die dort aber leider (noch) nicht erscheint:

Keine klassische Liebesgeschichte, sondern sehr spannend

Der Klappentext dieses Buches machte mich neugierig. Die junge, blinde Autorin Danny P. schreibt in diesem Roman über die Liebe der Studentin Marlen zu ihrem Prof. Leonhard Marder. Ohne Vater und mit einer alkoholkranken Mutter führt Marlen kein einfaches Leben. Umso mehr sucht sie eben Halt in dieser Liebe, stellte ich mir vor. Doch dann kam alles ganz anders, als ich anfangs dachte. Es wurde keine Liebesgeschichte, es wurde eher immer mehr wie ein Krimi, in dem die Protagonistin so nach und nach die ganze Wahrheit aufdeckt. „Süßer Wahnsinn …“ ist ein spannendes Buch, in dem die Autorin auch die Thematik, wie ein blinder Mensch ganz normal an einer Uni studieren kann, mit eingeflochten hat.

Das Buch ist am besten direkt über den Verlag zu beziehen (http://www.thomasruegerverlag.de.vu). Eine kurze Kontaktaufnahme reichte aus, und ich bekam sofort mein Exemplar zugeschickt mit anliegender Rechnung, die ich auch erst nach Erhalt des Buches begleichen musste.

Der Autorin selbst danke ich für den netten Kontakt, den wir hatten. Ich hätte das Buch gern signiert gehabt, was aber nicht so einfach möglich war (Bestellung über Verlag und auch aufgrund des Handicaps der Autorin). Dafür versprach sie mir aber etwas viel Interessanteres, und zwar ein Verlagslesezeichen mit einer Widmung in Blindenschrift. Dank des mitgelieferten Braille-Alphabets konnte ich die Widmung dann auch entziffern. Dieses Geschenk der Autorin wertet dieses einzigartige Buch für mich noch mal mehr auf.

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