25 dag Wahnsinn bitte, aber hauchdünn geschnitten!

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H.- P.
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Re:

von H.- P. (16.03.2012, 13:15)
20 Jahre München und Chiemgau befähigen mich zu der Feststellung: In dieser Gegend Bayerns sagt man Semmeln, nur „Preis’n“ verlangen im Bäckerladen Brötchen oder Schrippen und werden meist nicht verstanden.

cheezygrin

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (16.03.2012, 13:54)
H.- P. hat geschrieben:
20 Jahre München und Chiemgau befähigen mich zu der Feststellung: In dieser Gegend Bayerns sagt man Semmeln, nur „Preis’n“ verlangen im Bäckerladen Brötchen oder Schrippen und werden meist nicht verstanden.

cheezygrin



cheezygrin cheezygrin cheezygrin

Vorsicht! Semmel (bayr.) und Semmel (österr.) sind was Grundverschiedenes.

Eine bayerische "Semmel" ist ein Kleingebäckstück aus Brotteig, meist Weizenmehl, mitunter aber auch aus Roggen oder Sesam. Die Form der bayerischen "Semmel" variiert.

In Österreich ist die "Semmel" zwangsweise rund, eine eckige "Semmel" gibt es im Unterschied zur bayerischen "Semmel" nicht, die österreichische heißt da nämlich "Weckerl". "Brötchen" gibt es in Österreich rein namenstechnisch auch, darunter versteht man aber Canapés oder belegte Brotscheiben. Importierte Ware wie etwa Baguette-Brötchen zum Aufbacken heißen aufgrund ihrer Form in Österreich nicht Semmel, sondern Aufbackweckerl, während landeseigene Aufbackware in Rundform wieder Aufbacksemmel genannt wird. Zum völligen Chaos führte das Erscheinen von McDonald's in Österreich, da hier sowohl die runde "Semmel" als auch die längliche "Semmel" (oder sollte man hier "Weckerl" sagen?) jeweils als "Hamburger-Brötchen" bezeichnet wird - obwohl es sich eindeutig nicht um belegte Brotscheiben im Sinne von Canapés handelt.

Historiker verweisen in diesem Zusammenhang auf den bekannten "Semmel"-Krieg zwischen Österreich und Sardinien von 1859, als das österreichische Kaiserhaus versuchte, die Begriffe "Semmel" und "Weckerl" in Oberitalien zu etablieren. Als Vorbild diente der Einzug des österreichischen "Kipferls" als "Croissant" nach Frankreich (1853). Oberitalien wehrte sich gegen die Verunglimpfung des eigenen "Panino" und es kam am 24. Juni 1859 zu großen "Semmelbrösel"-Schlacht bei Solferino. Die Österreicher verloren diese Schlacht und als Folge etablierte sich der Ausdruck "Man habe etwas versemmelt"! Es gilt als Legende, dass bei Ankunft der Nachricht über diese Niederlage Kaiser Franz-Joseph I. zu seiner Sissi gesagt haben soll: "Ach, Sissi, gib mir meine Semmel zurück!" - worauf Sissi ihm eine viereckige Semmel gereicht haben soll (sie kam ja aus Bayern). Dies führte in der Nachfolge zu einem ernsten Ehekrach (Sissi: "Österreicher! Diese damischen!"). Daher behaupten die Bayern heute noch, die Österreicher "hätten einen an der Kante!".

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H.- P.
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Re:

von H.- P. (16.03.2012, 14:16)
Zur Ergänzung noch eine Anmerkung: auch Österreich "semmelt" nicht einheitlich! Wenn wir Freunde im Ötztal (Tirol) besuchen, werde ich morgens von unserer Gastgeberin "um Semmelen" geschickt. Die Bäckerei ist im Nachbarort und ihr Mann schläft gern etwas länger. smart2

ChrisTo
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Re:

von ChrisTo (16.03.2012, 14:19)
Guten Tag Lea-Christin,

auch ich wünsche Dir und Deinem Buch viel Erfolg.

Ich hoffe nur, daß nicht zu viele Kunden das Werk in die Hände bekommen und womöglich Euer Geschäft wiedererkennen. Denn die Käufer, von denen man ja immerhin lebt, als "lauter geistesgestörte Idioten" zu bezeichnen, wenngleich auch mit Ausnahmen, ist sicher für genau diese nicht sehr angenehm.

Lebte ich in Österreich und hätte das Vergnügen Dein Buch zu lesen, ich glaube, ich ginge ziemlich lange in kein Feinkostgeschäft mehr zum Einkauf.

Aber die Idee ist natürlich gut, man kann nur ahnen, was Verkäuferinnen alles durchmachen müssen.

Vielleicht schreibe ich auch einmal etwas in dieser Richtung, nämlich über die vielen

 unmotivierten,
 unhöflichen,
 oft vollkommen inkompetenten,
 mit einem sprechen-Sie-mich-bloß-nicht-an- bzw.
 alternativ einem stören-Sie-unsere-Unterhaltung-bloß-nicht-Gesichtsausdruck versehenen,
 gelangweilten (Sie suchen was? Ganz hinten durch, dann links hinten, da müssen Sie mal gucken)
 es nie eilig habenden (sollen die doch warten, die wollen ja was von uns)
 Streß nicht gewachsenen

Verkäuferinnen,


die mir täglich beim Einkaufen begegneten (und ich ging eigentlich gerne und viel einkaufen, bin durchaus ein sehr freundlicher Mensch mit höflichen Manieren und soviel Verstand, daß ich rohes Fleisch möglichst sofort wieder einer Kühlung zuführe).

Inzwischen aber kaufe ich lieber im Internet, da ich mir dort keine flapsigen Antworten mehr anhören muß, mich nicht an Kassenschlangen anstellen muß, bei der die Kassiererin gerade mal zur "17" muß (netter Ausdruck für Toilette) und die Kasse schließt, gerade als ich dran gewesen wäre.

Im Internet werde ich freundlich und höflich bedient, man bedankt sich für jeden meiner Einkäufe und weiß es zu schätzen, gerade dieses Geschäft oder diesen Shop aus der Fülle der Angebote ausgewählt zu haben und lädt mich ein, auch zukünftig wieder Kunde zu sein, z.B. mit netten Gratisprodukten, einem überaus schnellen, kompetenten und Tag und Nacht verfügbarem Service etc. pp.

Im Internet werde ich auch nicht hinsichtlich des Preises betrogen, jedenfalls dann nicht, wenn ich alles ordentlich durchgelesen habe. Anders in meinem Lebensmittelmarkt: Da geht nahezu jeder Artikel ein kleines bißchen teurer über den Scanner, als am Regal ausgezeichnet, es sind wenige Cent, aber in der Masse. Und gerade im Lebensmittelhandel wird doch an allen Ecken und Enden geschummelt, was das Zeug hält. Sicherlich haben auch und gerade Feinkostgeschäfte an der Fleischtheke Speziallampen installiert, die das Fleisch extra frisch und rosig oder schön rot aussehen lassen, welches ohne diese Lampen eher Durchschnitt sein dürfte.

Daß Verbraucher am Ende immer die Dummen sind, hört und liest man täglich in der Presse.

Deshalb beschränke ich mein Einkaufsverhalten nach und nach immer mehr auf das Internet.

Leider bleiben viele Einzelhandelsgeschäfte dabei auf der Strecke und viele Verkäuferinnen werden arbeitslos, aber bei der Qualität des Personals – nein Danke! Der Service im Einzelhandel – zumindest in Deutschland, für Österreich kann ich das nicht beurteilen – ist m.E. unter aller S.. und wird auch nicht besser, im Gegenteil: Billigkräfte und Ungelernte etc. verschlimmern die Situation täglich mehr.

In diesem Sinne, viel Erfolg für Dein Buch. Millionen Verkäuferinnen werden begeistert sein, daß sie endlich einmal jemand versteht und es den bösen, idiotischen Kunden mal so richtig zeigt.


Nichts für ungut,

Christiane

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Lea-Christin
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Re:

von Lea-Christin (16.03.2012, 22:10)
Monika K. hat geschrieben:
Und wenn von dem Buch, das am 13.4. erschien, schon 80 Exemplare verkauft sind, was wird dann erst los sein, wenn es erst mal bei Amazon lieferbar ist. Die Kleinauflage muss ja weggehen wie warme Semmeln.


Meine bestellte "Klein"-auflage ist bisher noch unterwegs, sollte aber Ende nächster Woche angeblich endlich geliefert werden (freu!!)
Warte nun schon die 4. Woche drauf und bin schon ganz aufgeregt

Ich habe mehr als 80 vorbestellte Bücher, über 80 Leser die schon ungeduldig drauf warten und teilweise sogar schon dafür bezahlt haben

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Lea-Christin
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Re:

von Lea-Christin (16.03.2012, 22:27)
ChrisTo hat geschrieben:
bin durchaus ein sehr freundlicher Mensch mit höflichen Manieren und soviel Verstand, daß ich rohes Fleisch möglichst sofort wieder einer Kühlung zuführe).


Dann bist DU einer von jenen (Vorzeige)-Kunden, die der Grund sind, warum ich meinen Job trotzdem so GERN ( cheezygrin ) mach

Unsere Feinkost wurde im vorigen Jahr als 3. Beste vom ganzen Bundesland gekürt wo wir Punkto Kundenfreundlichkeit, Kundenservice usw. usw.
super vorbildlich abschnitten

Solche Art von Verkäufer wie du sie schilderst sind auch mir persönlich ein Graus, weshalb ich diese Spezies ebenso des Öfteren in meinem Buch erwähne

Ich führe meine Feinkost nachweislich mit Bravour und fühle mich durch deine Worte nicht angesprochen nur weil mich 1/3 unserer "Spezial"-kunden nervt, und ich nun DAS schreibe, was ich mir sonst nur denken darf... cool5

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