Flyer

Lektorat, Coverdesign, Marketing: Stellt eure Dienstleistungen für Autoren vor.


Benutzeravatar
W.Waldner
Beiträge: 310
Registriert: 26.08.2009, 18:15
Wohnort: Kempten

Re:

von W.Waldner (16.03.2012, 18:34)
Also - ich finde den Flyer zum Hexenänneken von Thomas Becks ganz gelungen. thumbbup

Auch die Farben - schwarz und rot - passen zum Thema und erinnern an die brennenden Scheiterhaufen in der Nacht.

Jetzt würde mich mal zum Vergleich ein "professionell" gestalteter Flyer interessieren.

Für die meisten Autoren wird es auch eine Geldfrage sein, denn ein Profidruckgestalter verlangt ja wohl für sein Kunstwerk ordentlich Geld und dann ist es vielleicht gar nicht nach dem Geschmack des Autors und seiner Leser.
Trugschlüsse der Volkswirtschaftslehre

Warum die Geldpolitik 1929-33 die Weltwirtschaftskrise verursacht hat

Der preußische Regierungsagent Karl Marx

Benutzeravatar
Haifischfrau
Beiträge: 3844
Registriert: 04.02.2008, 15:07

Re:

von Haifischfrau (16.03.2012, 18:58)
Dann bemühe doch bitte mal die Suchfunktion, es gibt hier einige Beispiele für sehr gelungene und professionelle Flyer, die mtg gestaltet hat.

Dass Leute, die nicht schreiben können, Bücher veröffentlichen (können), gibt es ja :twisted:
Wo zum Teufel ist denn die "Anleitung", nach der bod-Autoren alles können? Gestalten, fotografieren, lektorieren, übersetzen?

Ich lasse lieber für gutes Geld einen Profi ran, als mich für etwas weniger, aber genauso gutes Geld mit selbst Gehäkeltem zufrieden zu geben.

Haifischfrau
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

Benutzeravatar
W.Waldner
Beiträge: 310
Registriert: 26.08.2009, 18:15
Wohnort: Kempten

Re:

von W.Waldner (16.03.2012, 19:49)
Haifischfrau hat geschrieben:
Dann bemühe doch bitte mal die Suchfunktion, es gibt hier einige Beispiele für sehr gelungene und professionelle Flyer, die mtg gestaltet hat.

Stimmt, da war mal ein gelungener Flyer mit einer Kirche auf dem Cover, wenn ich mich recht erinnere. Ich dachte jetzt aber an ein entsprechendes Thema wie das Hexenänneken.

Wirklich scheußliche und unpassende Gestaltungen kenne ich von Verlagen, von ganz großen Verlagen. Hier zum Beispiel:

http://www.amazon.de/gp/product/images/ ... l-de&img=0

Das ist halt auch immer Geschmackssache oder ist auf ein Publikum gezielt, dem das womöglich noch gefällt.

Man kann also nicht sicher sein, dass ein "Profi" einen Entwurf macht, der einen selber überzeugt.

Die deutsche Verlagsausgabe dieses Buches ist auch nicht besser:

http://www.amazon.de/Die-Herren-Geldes- ... ep_dpt_1#_

Man kann also leicht Schund von Profis bekommen, der noch viel Geld kostet.

Denen müsste man mal die Grundsätze professioneller Covergestaltung erklären:

http://www.amazon.de/Lords-Finance-Grea ... 698&sr=1-1

Die Osterei-Version. :(

Vermutlich hatten die Designer einfach keine Ader für das Thema dieses Buches.
Trugschlüsse der Volkswirtschaftslehre



Warum die Geldpolitik 1929-33 die Weltwirtschaftskrise verursacht hat



Der preußische Regierungsagent Karl Marx

Benutzeravatar
Haifischfrau
Beiträge: 3844
Registriert: 04.02.2008, 15:07

Re:

von Haifischfrau (16.03.2012, 22:29)
Als Auftraggeber habe ich das letzte Wort, wenn mir der Entwurf eines Profis nicht gefällt und der Profi mich nicht überzeugen kann, wird man eine Alternative finden müssen.
Mein Verlag (Belletristik) macht z.B. keine Flyer, er wirbt mit dem Buchcover in verschiedenen Medien. Mein Fachbuchverlag gibt mehrmals jährlich Prospekte raus und da sind die Bücher ebenfalls mit Cover und Klappentext drin.

Haifischfrau
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

Benutzeravatar
Thomas Becks
Beiträge: 2747
Registriert: 04.09.2007, 17:47
Wohnort: Ruhrgebiet

Re:

von Thomas Becks (17.03.2012, 07:43)
W.Waldner hat geschrieben:
Also - ich finde den Flyer zum Hexenänneken von Thomas Becks ganz gelungen. thumbbup

Danke Wolfgang!
Jetzt würde mich mal zum Vergleich ein "professionell" gestalteter Flyer interessieren.
Den würde ich auch gerne sehen. Matthias' Superflyer lagen noch nach einem halben Jahr unberührt oder berührt in einer Stellage eines Hotels in Kevelaer.

Benutzeravatar
Nicolas Fayé
Beiträge: 1480
Registriert: 15.11.2009, 15:56
Wohnort: Aix-la-Chapelle

Re:

von Nicolas Fayé (17.03.2012, 08:29)
Also ich kann persönlich über Matthias' Flyer nichts sagen. Die letzten waren, zumindest bei mir, so erfolgreich, dass die Verkaufszahlen der "Griechischen Mythologie für Anfänger" sich zumindest verfünfacht haben und seitdem auf diesem hohen Verkaufsnineau bleiben. Schlecht können sie also nicht gewesen sein. cool5
Viele Grüße von Nicolas

Geduld ist eine Tugend
http://www.romanzeit.de
---------------------------------------------------

Benutzeravatar
Monika K.
Beiträge: 3864
Registriert: 28.02.2012, 21:45

Re:

von Monika K. (17.03.2012, 10:02)
Leider bin ich keine Design-Expertin und will auch gar nicht behaupten, dass ich eine bin. Ich bin einfach nur eine begeisterte Leserin, für die die Flyer aber ja auch gemacht werden.

Mir gefällt der Flyer, den Thomas entworfen hat. Er enthält Informationen über das Buch, was bei Flyern leider nicht immer der Fall ist. Und die Farbwahl finde ich auch gelungen, denn es ist ja tatsächlich jemand gestorben. Ich finde, man kann einen Flyer über so ein Buch nicht in quietschbunten Farben gestalten. Schwarz kann übrigens sehr auffällig sein, wenn die Umgebung knallbunt ist.

Meiner Meinung nach sollte jeder Autor selbst über den Etat entscheiden und die für ihn passende Möglichkeit wählen. Der beste Flyer hilft nichts, wenn das Buch Mist ist. Umgekehrt kann ein eher unprofessioneller Flyer für ein interessantes Buch trotzdem seinen Zweck hervorragend erfüllen.
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

(Übersetzung: Besser ein weiser Narr, als ein närrischer Weiser.)

Benutzeravatar
mtg
Beiträge: 5705
Registriert: 20.01.2010, 09:59
Wohnort: Berlin

Re:

von mtg (17.03.2012, 10:11)
Thomas Becks hat geschrieben:
W.Waldner hat geschrieben:
Jetzt würde mich mal zum Vergleich ein "professionell" gestalteter Flyer interessieren.
Den würde ich auch gerne sehen. Matthias' Superflyer lagen noch nach einem halben Jahr unberührt oder berührt in einer Stellage eines Hotels in Kevelaer.


Thomas, Du hast schon welche in der Hand gehabt! Und unter »Gemeinschaftsflyer« in der Suchfunktion sind alle, die wir gemacht haben, zu finden - mit Abbildung. Falls Du Dich erinnerst (sicherlich ungerne): Als Du die erste Coveridee für das »Hexenänneken« ins Forum gestellt hast, gab es von vielen Seiten Vorbehalte. Ich hatte seinerzeit »mal eben« eine Idee zur Visualisierung meiner Vorbehalte eingestellt, die sogar von Dir für gut befunden wurde (irgendwo später fragst Du sogar an, ob Du sie verwenden dürftest): http://www.bod.de/autorenpool/ich-brauche-eure-meinung-t13631,highlight,cover+hexen%E4nneken,start,30.html

cheezygrin

Und was die (altbackenen) Flyer betrifft:

15.05.2010; 16:02 Uhr - »Gemeinschaftsflyer, die zweite ...«
Thomas Becks hat geschrieben:
Hallo Matthias,
heute sind die Flyer angekommen. Die sehen richtig gut aus thumbbup DANKE!
Die ersten werden heute Abend unters Volk gebracht.

Gruß Thomas


11.11.2010 - 15:16 Uhr - Angbeot zur Erstelliung eines neuen Gemeinschaftsflyers
Thomas Becks hat geschrieben:
Wenn ich bis Februar keinen eigenen Flyer für meine "Hexe" habe, bin ich dabei.
Gruß
Thomas


So schlecht können die also gar nicht gewesen sein cheezygrin oder Thomas Becks heißt gar nicht Thomas Becks, sondern Konrad Adenauer und schert sich nicht um sein Geschwätz von gestern.

Es macht übrigens wenig Sinn, wenn Du zickig wirst: »Gestaltung« ist wirklich nicht zu erkennen - zu viele Schriften, Elemente, die wahllos platziert sind, keine haltenden Linien usw. usf. Leg Dein Cover oder Deinen Flyer doch mal einem Grafiker vor und berichte uns anschließend. Übrigens: Ob Hotels eine Messlatte für die Qualität eines Buchflyers sind, sei dahingestellt. Frag mal Nicolas, wo und wie er die Flyer verteilt hat. Vielleicht hat er ja eine Anregung!

Ich bleibe dabei: Die »Lobhudeleien« (»finde ich toll«, »gefällt mir gut«) sind reine »Gefallens-« oder »Geschmacksfragen« und nicht objektiv. Deshalb lassen wir sie schon - mit Recht - bei Textrezensionen nicht gelten. Warum sollten sie dann plötzlich für grafische Entwürfe gelten, die ebensolchen objektiven Grundregeln (s.o.) unterworfen sind?

Es gilt offensichtlich immer noch, dass WORD, ein mittlelmäßiger Farbdrucker und eine ausreichende Portion Selbstbewusstsein ausreichen, um grafische Meisterleistungen zu erstellen ... cheezygrin ... genau so, wie mangelnde Ortogravieh in diesem Forum schon oft zur Kunstform erhoben wurde.

Benutzeravatar
Monika K.
Beiträge: 3864
Registriert: 28.02.2012, 21:45

Re:

von Monika K. (17.03.2012, 12:43)
Eben habe ich spaßeshalber die Rechnung für einen Flyer herausgesucht, der von einer renommierten Firma aus Stuttgart entworfen wurde. Es handelte sich zwar nicht um ein Buch, aber das Objekt dürfte beim Preis ja keinen großen Unterschied machen.

Endbetrag: 899,- Euro.

Es liegt mir fern, einen Autor für geizig zu erklären, dem das zu teuer ist. In meinen Augen wäre das unverschämt. Es liegt mir auch fern, billigere Angebote von nicht so namhaften Firmen pauschal für minderwertig zu erklären.

Ich bin mir bewusst, dass sich nicht jeder für meine Meinung interessiert und mich der eine oder andere auch gerne in beleidigender Absicht pauschal für inkompetent erklärt. Jeder hat eben so seine Hobbys. Mir geht es bei manchen Antworten in diesem Forum auch so. Ich zeige es nur meistens nicht so offen. Insofern habe ich dafür in einem gewissen Rahmen Verständnis.

Wenn ein Zahnarzt ein Klassenfoto beurteilen soll, hat er auch eine andere Meinung als die zukünftigen Arbeitgeber oder Ehepartner der darauf abgebildeten Kinder. Deshalb kann ich nicht verstehen, warum hier die Meinung von Kunden und Lesern für irrelevant erklärt und lächerlich gemacht wird. Aber inzwischen ist mir klar, dass ich hier in eine reine Verkaufsveranstaltung geplatzt bin. Entschuldigung, ich habe mich in der Tür geirrt.
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

(Übersetzung: Besser ein weiser Narr, als ein närrischer Weiser.)

Benutzeravatar
mtg
Beiträge: 5705
Registriert: 20.01.2010, 09:59
Wohnort: Berlin

Re:

von mtg (17.03.2012, 12:59)
Monika K. hat geschrieben:
Eben habe ich spaßeshalber die Rechnung für einen Flyer herausgesucht, der von einer renommierten Firma aus Stuttgart entworfen wurde. Es handelte sich zwar nicht um ein Buch, aber das Objekt dürfte beim Preis ja keinen großen Unterschied machen.

Endbetrag: 899,- Euro.


Sorry - aber was sagt uns das? Welchen Umfang hatte der Flyer, waren Erwerb von Fotorechten oder umfangreiche Bildbearbeitung notwendig, waren Textarbeiten fällig, welches Material wurde verwendet und wie hoch war die Auflage usw. usw. usw.? Ohne solche Angaben sind Aussagen wie Deine oben zitierte wertlos ... und - sorry - ein Zeichen von Inkompetenz. Und das ist nicht beleidigend gemeint.

Genauso inhaltsleer wären folgende Aussagen:

Ich habe neulich ein Buch gekauft: Endbetrag € 39,80.
Ich habe neulich ein Auto gekauft: Endbetrag € 15.000,00.

cheezygrin

Ach ja ... was darf übrigens ein Flyer kosten? Fangen wir doch mal von der Seite an ...

Benutzeravatar
Monika K.
Beiträge: 3864
Registriert: 28.02.2012, 21:45

Re:

von Monika K. (17.03.2012, 13:13)
mtg hat geschrieben:
Ach ja ... was darf übrigens ein Flyer kosten? Fangen wir doch mal von der Seite an ...


Diese Frage finde ich zumindest berechtigt und sinnvoll.

Wenn ich einen Flyer in Auftrag gebe, frage ich mich:
Wen will ich erreichen?
Welche Anzahl von Personen will ich erreichen?
Um welches Produkt handelt es sich?
Welchen materiellen und immateriellen Erfolg verspreche ich mir von der Aktion?

Danach setze ich den Etat für die Aktion fest. Angebote, die den finanziellen Rahmen sprengen, nehme ich nicht an und lehne freundlich ab. Bisher ist es mir noch nicht passiert, dass ein Anbieter mir anschließend öffentlich Geiz unterstellt hat.

Sehe ich aber als unbeteiligte Dritte eine abfällige Bemerkung wie "geiz ist geil" in einem Thread, dann dränge ich den Betroffenen eben meine Meinung dazu auf, ohne sie für allgemeingültig zu erklären. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen.
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

(Übersetzung: Besser ein weiser Narr, als ein närrischer Weiser.)

Benutzeravatar
mtg
Beiträge: 5705
Registriert: 20.01.2010, 09:59
Wohnort: Berlin

Re:

von mtg (17.03.2012, 13:22)
Ja und? Was darf er nun kosten - in Euro und Cent?

Benutzeravatar
Monika K.
Beiträge: 3864
Registriert: 28.02.2012, 21:45

Re:

von Monika K. (17.03.2012, 13:38)
mtg hat geschrieben:
Ja und? Was darf er nun kosten - in Euro und Cent?


Ich gehe mal davon aus, dass die Frage nicht an mich gerichtet ist, da ich hier ja als Leser und nicht als Autor geantwortet habe. Trotzdem will ich mich aus Gründen der Fairness nicht um eine Antwort drücken. Sie kann ja (wie immer) ignoriert werden, wenn sie nicht in dem Kram passt.

Bei meinem Buch würde es nämlich so aussehen:
Wen will ich erreichen?
Menschen, die sich für experimentelle Satire interessieren.
Welche Anzahl von Personen will ich erreichen?
Möglichst viele.
Um welches Produkt handelt es sich?
Ein Buch aus der Sparte "Vanity Publishing"
Welchen materiellen und immateriellen Erfolg verspreche ich mir von der Aktion?
Keinen.

Daraus folgt ein Etat von 0 Euro.

Ein professionell erstellter Flyer wäre hinausgeschmissenes Geld. Das hat nichts mit Geiz sondern mit Realitätssinn zu tun. Was mich bei der ganzen Aktion hier störte, ist, dass Amateuren pauschal ein Profiprodukt empfohlen wird. Einige Amateurbücher haben tatsächlich Profiqualität, und bei ihnen würde sich ein professionelles Marketing sicher lohnen. Aber eben nur bei diesen Büchern. Bei der Mehrzahl sieht das doch ganz anders aus. Und wenn ein BoD-Autor lieber vorsichtig kalkuliert, dann ist er in meinen Augen nicht automatisch dumm im Hirn. Ich würde eher Ausdrücke wie "übervorsichtig", "nicht wagemutig" oder "clever" verwenden.
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

(Übersetzung: Besser ein weiser Narr, als ein närrischer Weiser.)

Benutzeravatar
SandraR
Beiträge: 2674
Registriert: 25.11.2007, 07:17
Wohnort: Moskau

Re:

von SandraR (17.03.2012, 13:48)
Wir haben an Weihnachten Gemeinschaftsflyer gemacht. Um es vorweg zu nehmen ich halte Flyer als Werbemittel für Suboptimal.

In meinem Falle war ich interessiert, weil ich über einen Shop mit vielen täglichen Bestellungen die Flayer beilegen lassen konnte.

Die Idee ist, wenn auf dem Flyer 5 Autoren sind, bewirbt jeder über sein Medium alle anderen mit. Dabei kann ich tatsächlich etwas feststellen, ich habe zwei Buchtitel verkauft die sich sonst eher nicht gut verkaufen. Sog. Bleititel. Wobei dass es Bleititel sind wusste ich schon zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. angle:

Deswegen weiß ich auch garantiert, dass es einen Zusammenhang zwischen Flayer und Bleititel gibt. Übrigens die beworbenen Titel sind nicht die Bleititel gewesen. Kurz gesagt, Leute schauen sich tatsächlich weiter um und stöbern. Neben dem messbaren Wert gibt es auch noch einen nicht messbaren, Popularität. Die Welt ist nun mal manchmal verschlungener als man denkt :P
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

Benutzeravatar
mtg
Beiträge: 5705
Registriert: 20.01.2010, 09:59
Wohnort: Berlin

Re:

von mtg (17.03.2012, 14:04)
Monika,

ich muss Dich da leider ein wenig korrigieren. Die Frage, bei der ich in diesen Thread eingestiegen bin, war, ob man sich ein Grafikprogramm herunterladen solle oder gleich einen Profi beauftragen.

Dann kam wieder die Ausgangsfrage des Threads ins Spiel, auf die in my-hammer.de-Manier lediglich mit Druckkosten um sich geworfen wurde - nach dem Motto »je billiger, desto besser«. Die Frage lautete aber

Ich möchte einen richtig guten Flyer erstellen lassen. Ganz klar, dieser sollte auch frei von Rechtschreibfehlern und dergleichen sein.

Wer bietet diesen Service an und wie viel würde das kosten?


und wurde von niemandem inhaltlich richtig beantwortet - denn »erstellen« ist wesentlich mehr als »drucken«. Ich habe, nachdem Pia mehr über das Projekt geschrieben hat, beschlossen, mich da raus zu halten, weil ihr Thema nicht meine Baustelle ist und ich dann auch nicht unbedingt der richtige Ansprechpartner. So viel Selbstreflexion besitze ich dann doch.


Deine Analye, die Du gerade gebracht hat, ist von der Idee her völlig richtig. Allerdings habe Selbstanalysen immer den Nachteil, dass sie die Welt nur aus dem eigenen Blickwinkel betrachten. Auf diese Weise wirst Du nie erfahren, ob es vielleicht diametral entgegengesetzt in unserem schönen Lande Menschen gibt, die gerade auf DEIN Buch gewartet haben.

Das übrigens war die Idee des Gemeinschaftsflyers (bei dem die Teilnehmer für einen Betrag unter € 100 Gestaltung und Druck geliefert bekommen haben und jederzeit hätten aussteigen oder Änderungen fordern können): Wenn fünf oder sieben Autoren sich zusammentun und Flyer unters Volk bringen, wird der in Bayern ansässige Autor plötzlich auch in Schleswig-Holstein wahrgenommen und umgekehrt.

Der Fehler bei Deiner Analyse ist, dass Du sie von vorneherein für obsolet erklärst - mit dem Hinweis: Etat € 0,00. Üblicherweise steht am Ende einer solchen Analyse: Chancen: xxx Bücher. Und erst daraus errechnet sich ein möglicher Etat. Und den kann man »selbstgestrickt« verbraten - oder aber man kann jemanden zu einem festgesetzten Preis beauftragen, sich Gedanken zu machen, wie das Potenzial sogar noch vergrößert werden könnte. Oder wie man seiner Zielgruppe leichter ins Auge springt. Oder wie man es anstellt, durch einen Flyer nicht nur Kaufanreize, sondern »will-ich-haben«-Reaktionen erzeugt.

Wenn Du es selbst nicht kannst, lasse es jemanden machen, der etwas davon versteht - oder lasse die Finger davon. Nichts ist eine schlechtere Werbung als »ich habe es doch nur gut gemeint«. Aber ob die professionelle Hilfe Dir vielleicht neue Absatzkanäle, neue Kontakte, Mehrumsatz etc. gebracht hätte, wirst Du so nie erfahren. Andererseits kann Dir darauf aber auch niemand eine Garantie geben ... aber zumindest die Sicherheit, das optimal Mögliche versucht zu haben.

Das alles - und viel mehr - ist das Handwerk des Gestalters. Nicht mehr - und nicht weniger - habe ich in diesem Thread über den »Hexenänneken«-Flyer gesagt, der ansonsten nur von subjektiven Empfindungen wie »Gefallen« oder »Geschmack« geprägt war.

Der eine mag Gutedel, der andere Sancerre. Über die Qualität des Weines oder die Qualifikation des Winzers sagt das überhaupt nichts aus. Aber bei Flyern ... da kann man es wohl so machen ...
cheezygrin

Zurück zu „Freie und Dienstleister“


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

Über BoD

BoD™ ist die führende deutsche Self-Publishing-Plattform. Seit mehr als 20 Jahren sind wir die Anlaufstelle für das einfache, schnelle und verlagsunabhängige Veröffentlichen von Büchern und E-Books. Bereits mehr als 40.000 Autoren haben sich mit uns den Traum vom eigenen Buch erfüllt.