Dr. Bod sah dies und das. Der Dr. (der Doktor) ...

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malschaun
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Dr. Bod sah dies und das. Der Dr. (der Doktor) ...

von malschaun (18.03.2012, 08:53)
Hallo,

Sachen gibt´s :)

Gibt es da eine feste Regel, wie man einen Doktor innerhalb eines Textes schreibt? Darf man da generell die Abkürzung "Dr." nehmen?

Beispiel:

"Dr. Bod sah den Zettel und wunderte sich. Der Dr. hatte schon viel gelesen ..."
ODER
"Der Doktor hatte schon viel gelesen ..."
?

Danke und Grüße

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SandraR
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Re:

von SandraR (18.03.2012, 10:21)
Abkürzungen in einer Geschichte würde ich als Schnippisch bezeichnen. Der Autor mag weder seine eigenen Figuren, noch liebt er seine Geschichte. Wahlweise ist der Autor einfach faul angle: Die Abkürzung verwendet man im Zusammenhang mit einem Namen. Dr. ist ein Titel und kein Alleinstellungsmerkmal. In einem Roman musst du um nicht "Bod (oder Markus etc.) hatte geschrieben" " Der Doktor hatte geschrieben verwenden"...
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Monika K.
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Re:

von Monika K. (18.03.2012, 12:22)
Text gelöscht.
Zuletzt geändert von Monika K. am 18.03.2012, 20:41, insgesamt 1-mal geändert.
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hawepe
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Re: Dr. Bod sah dies und das. Der Dr. (der Doktor) ...

von hawepe (18.03.2012, 12:33)
Hallo malschaun,

malschaun hat geschrieben:
Gibt es da eine feste Regel, wie man einen Doktor innerhalb eines Textes schreibt?


Natürlich cheezygrin

Darf man da generell die Abkürzung "Dr." nehmen?


Nein, natürlich nicht cheezygrin

"Dr. Bod sah den Zettel


In Verbindung mit dem Namen wird abgekürzt.

"Der Doktor hatte schon viel gelesen ..."


Als Gattungsbegriff wird der Titel ausgeschrieben.

Steht auch im Duden. Die genaue Regel bitte nachschauen. Oder auf Siegfried warten cheezygrin

Beste Grüße

Heinz

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Siegfried
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Re: Dr. Bod sah dies und das. Der Dr. (der Doktor) ...

von Siegfried (18.03.2012, 14:55)
hawepe hat geschrieben:
In Verbindung mit dem Namen wird abgekürzt.

[...]

Als Gattungsbegriff wird der Titel ausgeschrieben.



Was Heinz schreibt, ist absolut korrekt. Vergleiche dazu auch solche Abkürzungen in Texten wie "Mr. BoD" oder "Mrs. BoD" - hier schreibt niemand das "Mr." oder "Mrs." als "Mister" oder "Misses" aus.

Gleiches gilt für sprachübliche Abkürzungen wie etwa "USA": "Ich fliege morgen in die United States of America" - wer spricht denn so?

Einzige Grundregel, die man beachten muss:

Abkürzungen, die so gesprochen werden, wie sie geschrieben stehen, erhalten keine Abkürzungspunkte! Also:

"USA" wird als "U-S-A" gelesen und gesprochen
"UN" wird als "U-N" gelesen und gesprochen.
"GmbH" wird als "G-m-b-H" gelesen und gesprochen.

Hingegen:

"bzw." wird als "beziehungsweise" gelesen und gesprochen.
"Mr." wird als "Mister" gelesen und gesprochen.
"Mio." wird als "Million(en)" gelesen und gesprochen.

Nur bei Abkürzungen mit Punkt empfiehlt sich unter Umständen das Ausschreiben im Text.

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Claudia Kociucki
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Erfahrungsgemäß....

von Claudia Kociucki (18.03.2012, 15:33)
...stimmt es, dass die MedizinerInnen von PatientInnen mit Titel angeredet werden, von Gleichgesinnten mit Frau Kollegin/Herr Kollege. In anderen (z. B. geisteswissenschaftlichen) Fachbereichen gilt es in der Tag oftmals als profilneurotisch, den Titel zu nennen oder sich so anreden zu lassen bzw. sich gegenseitig so anzureden. In den Naturwissenschaften hingegen kann es dann teilweise durchaus wichtig werden, ob und wie viele Titel da im Spiel sind. Erkundige dich am besten von Eingeweihten oder ruf in irgendeinem Sekretariat eines Fachbereiches mal an und frag, wie das da gehandhabt wird.

Du kannst aber mit der Nennung oder eben Nicht-Nennung hervorragend auf diese Weise das Selbstverständnis deines Protagonisten zum Ausdruck bringen bzw. das "Obrigkeitsdenken" bzw. den "Freigeist" der zum ihm in Verbindung stehenden Personen.

Rein formell ist richtig: In Verbindung mit dem Namen darf abgekürzt werden. (Und ich denke, auch der Lesefluss würde nicht gestört durch die Abkürzung.) Allein stehend müsste dann der Doktor ausgeschrieben werden bzw. Synonyme oder andere Berufsbezeichnungen als Abwechslung hergenommen werden.

Viele Grüße, Claudia

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Monika K.
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Re: Dr. Bod sah dies und das. Der Dr. (der Doktor) ...

von Monika K. (18.03.2012, 18:14)
Text gelöscht.
Zuletzt geändert von Monika K. am 18.03.2012, 20:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (18.03.2012, 18:35)
Anrede immer nur mit dem höchsten akademischen Titel, und zwar ohne Einzelheiten (rer. nat, rer. pol); Im Adressfeld eines Anschreibens gibt man allerdings die Einzelheiten an.
Außerdem benutzt man in der Anrede immer nur die höchste akademische Würde, z.B. Sehr geehrter Herr Professor. Im Buchtext zu schreiben "Herr Professor Dr. rer. nat, Dr. h.c., Dr. phil. Justus Meier ... " wäre absurd.

Akademiker sprechen sich (zumindest in Berlin (West) NICHT gegenseitig mit Titel an.

Haifischfrau
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (18.03.2012, 19:12)
Da sich mir inzwischen der Eindruck aufgedrängt hat, dass der Fragesteller / die Fragestellerin sich eigentlich gar nicht mehr für diesen Thread interessiert, sondern lieber um 18.12 Uhr in einem anderen Thread flotte Sprüche ablässt, ziehe ich meine Antworten, in denen ich ihm / ihr einen tiefen Einblick in mein persönliches Umfeld gewährt habe, jetzt lieber wieder zurück. Mit den anderen Diskussionsbeiträgen hat das nichts zu tun. Es tut mir sehr leid, dass einige Bezüge dadurch zerstört werden, und bitte die anderen Diskussionsteilnehmer deshalb um Entschuldigung. Ich werde in Zukunft vorsichtiger sein, damit sich das nicht wiederholt.
Zuletzt geändert von Monika K. am 18.03.2012, 20:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (18.03.2012, 19:52)
Ich will diese Diskussion ja nicht abwürgen, aber ...

... für die akademisch Anrede im tagtäglichen Schriftverkehr gibt es eine DIN, um genau zu sein: DIN 5008 - im Volksmund auch "Sekretärinnen-DIN" genannt. Da ist klar geregelt, wie man einen "Prof. Dr. rer. nat. Dr. h. c." anzuschreiben hat.

... für die akademische Anrede im persönlichen Kontakt empfiehlt sich der Blick in den Knigge.

... für die akademische Anrede in einem Buch muss man sich überlegen, ob man die "Sekretärinnen-DIN" benutzt (vermutlich bei Sachbüchern am besten geeignet), ob man Knigge zum Zuge kommen lässt (etwa bei der Dialoggestaltung) oder ob man mit einer bestimmten Art der Titulierung ein bestimmtes Bild der Figur beim Leser erzeugen will.
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PitVaCalvinII
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Re: Dr. Bod sah dies und das. Der Dr. (der Doktor) ...

von PitVaCalvinII (02.04.2012, 07:19)
Siegfried hat geschrieben:

Was Heinz schreibt, ist absolut korrekt. Vergleiche dazu auch solche Abkürzungen in Texten wie "Mr. BoD" oder "Mrs. BoD" - hier schreibt niemand das "Mr." oder "Mrs." als "Mister" oder "Misses" aus.



Die korrekte Ausschreibung von Mrs. wäre 'Mistress" als verheiratete Frau.
Bei Ms. dann 'Miss' als Fräulein, unverheiratete Frau.

Misses ist eigentlich die Mehrzahl von Miss. In der Umgangssprache und unter Slang-Bedingungen wurde allerdings auch aus Mistress ein schlampiges 'Misses' oder 'Missis', aus dem Fräulein gern mal eine 'Missie'. Die gibt es auch als Vornamen. Auch in der Form 'Missy'.

Zum Doktor würde mich aber noch interessieren, wie man das im Fall einer laxen Erwähnung schreibt, also in einem Satz wie : "Man konnte damit rechnen, dass dieser eingebildete Uni-Schnösel auch zwei bis drei Dr. vorzuweisen hätte."
Schreibt man dann Doktortitel aus, nimmt man Doktoren, oder tut es ein Dr. bzw. sogar Dr.'s ?
A. Tschechov : "Anscheinend fühlt sich der glückliche Mensch nur deshalb wohl, weil die Unglücklichen ihre Last schweigend tragen und ohne dieses Schweigen das Glück unmöglich wäre."

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mtg
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Re: Dr. Bod sah dies und das. Der Dr. (der Doktor) ...

von mtg (02.04.2012, 07:54)
PitVaCalvinII hat geschrieben:
Zum Doktor würde mich aber noch interessieren, wie man das im Fall einer laxen Erwähnung schreibt, also in einem Satz wie : "Man konnte damit rechnen, dass dieser eingebildete Uni-Schnösel auch zwei bis drei Dr. vorzuweisen hätte."
Schreibt man dann Doktortitel aus, nimmt man Doktoren, oder tut es ein Dr. bzw. sogar Dr.'s ?


Ich schriebe an dieser Stelle (seriös) »zwei bis drei Doktortitel« oder (lax) »den zwei- oder sogar dreifachen Doktor« oder (zickig) »dass sich dieser eingebildete Unischnösel auch noch Dr. Dr. nennen dürfte«.

Es kommt auf den Zusammenhang an.

malschaun
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Re:

von malschaun (02.04.2012, 08:25)
Monika K. hat geschrieben:
Da sich mir inzwischen der Eindruck aufgedrängt hat, dass der Fragesteller / die Fragestellerin sich eigentlich gar nicht mehr für diesen Thread interessiert, sondern lieber um 18.12 Uhr in einem anderen Thread flotte Sprüche ablässt, ziehe ich meine Antworten, in denen ich ihm / ihr einen tiefen Einblick in mein persönliches Umfeld gewährt habe, jetzt lieber wieder zurück. Mit den anderen Diskussionsbeiträgen hat das nichts zu tun. Es tut mir sehr leid, dass einige Bezüge dadurch zerstört werden, und bitte die anderen Diskussionsteilnehmer deshalb um Entschuldigung. Ich werde in Zukunft vorsichtiger sein, damit sich das nicht wiederholt.


??? :shock::

Was soll das denn bitte? Um was geht es Dir?
Ich habe mich gleich im 1. Posting für die kommenden Antworten bedankt gehabt und da die Frage mehr als gut beantwortet wurde, sah ich keinen Grund, hier nochmals zu schreiben.

Natürlich hättest Du mir diese komischen Unterstellungen auch per PM mitteilen können ... oder?

Zum Thema: nochmals Danke für die Lösungen zu meiner Frage :)

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hawepe
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Re:

von hawepe (02.04.2012, 08:31)
Hallo malschaun,

malschaun hat geschrieben:
??? :shock::

Was soll das denn bitte?


Nicht aufregen :wink:

Es gab Zeiten und Forenteilnehmer mit viel mehr Löschungen von Beiträgen. Momentan geht es in der Hinsicht hier sehr moderat zu. Nicht jedem ist es gegeben, zu seinen Worten zu stehen.

Beste Grüße

Heinz

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mtg
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Re:

von mtg (02.04.2012, 08:38)
Guten Morgen, Heinz,

hawepe hat geschrieben:
Es gab Zeiten und Forenteilnehmer mit viel mehr Löschungen von Beiträgen.


Trotzdem ist die von Monika K. gewählte Variante neu; sie hat etwas von »Gefängsnisaufseherin«, die Zucht und Ordnung ins Forum bringen will ... und das schon nach drei Wochen Zugehörigkeit zum Forum. Da erscheint ihr Jammern über die bösen Umgangsformen den Neulingen gegenüber doch gleich in einem ganz anderen Licht.

Aber das Zurückziehen ihres tiefen Einblicks in ihr persönliches Umfeld hat ja auch erziehungstechnisch nichts gebracht; malschaun hat seine Antworten bekommen.
thumbbup

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