Werbung in Verkehrsmitteln

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


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Judith
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Re:

von Judith (15.01.2008, 00:49)
Ich fühle mich benachteiligt. Bei uns gibt es keine regionalen Radio- und Fernsehsender. :(

10,75 Euro für ein Plakat, das einen Monat spazierengefahren wird, finde ich recht akzeptabel.

Irgendwie kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass ich viel zu wenig Werbung mache... dozey:

Grüßle,
Judith
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ChrisK
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Re:

von ChrisK (15.01.2008, 08:56)
Judith hat geschrieben:
Ich fühle mich benachteiligt. Bei uns gibt es keine regionalen Radio- und Fernsehsender. :(

10,75 Euro für ein Plakat, das einen Monat spazierengefahren wird, finde ich recht akzeptabel.


Ein Plakat in einem U-Bahnwagen. In Berlin hängen diese Plakate neben den Türen, von denen es jeweils 3 pro Waggon gibt. Ein Plakat reicht für eine solche Aktion also bei weitem nicht aus, unter einer dreistelligen Zahl von Plakaten braucht man eigentlich gar nicht anfangen. Das sollte die relativ preiswerten Kosten "pro Plakat" etwas relativieren.
Gruß
Chris
Zuletzt geändert von ChrisK am 15.01.2008, 11:50, insgesamt 1-mal geändert.

matthiasgerschwitz

Re:

von matthiasgerschwitz (15.01.2008, 09:02)
Danke Chris. Genau das meinte ich mit "Kontaktchancen nicht so dolle". offensichtlich bin ich mal wieder in meinem Fachchinesich hängengeblieben, so dass die Aussage dahinter nicht 'rüberkam.

Unter hundert Plakaten lohnt sich in der Tat so etwas kaum. Und die Meinung "Werbung sei immer gut" möchte ich, der ich in der Branche arbeite, insofern relativieren, dass die Kosten immer in Bezug zur möglichen Wirkung gesehen werden müssen. Manche Leute trauen Werbung nämlich alles zu. Wäre das so, dann wäre es der leichteste Job der Welt...

Manchmal bringt es mehr, einen kleinen Etat für ein schönes Abendessen zu verwenden als für uneffektive Werbung aus dem Fenster zu werfen.

Beste Grüße
Matthias

- heute fast werbefrei -

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andihaller
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Re:

von andihaller (15.01.2008, 09:31)
das motiv von mirko finde ich sehr gut gemacht, aber meiner meinung nach, nicht für ein plakat geeignet. ein buchcover kann (sollte) bei einem buch sehr gut wirken, aber nicht für ein bild in derartiger größe.
schließlich sollen informationen dem "vorbeigehenden" schnell erschlossen werden, kaum ein passant bleibt vor einem plakat stehen um sich alles durchzulesen.

gruß
andi
Meine persönliche Linkempfehlung: http://www.hint-horoz.de

Mirko
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Re:

von Mirko (15.01.2008, 09:52)
Also, ich habe 15 Plakate aufhängen lassen - für 3 Monate, mehr war für meinen Etat nicht drin. Und natürlich bin ich mir bewusst, dass man für gewöhnlich vor einem Plakat nicht stehen bleibt. In einer U-Bahn haben wir aber eine andere Situation. Wenn man keine Zeitung dabei hat, lässt man den Blick streifen und liest hier und da alles durch, und wenn es die Zeitung des Nachbarn ist. Daher habe ich das Plakat so gestalten lassen wie es ist. Die Kern-Informationen sind Buchtitel und Homepage - der Rest ist das Kleingedruckte, das zum Erfassen des Inhalts nicht unbedingt erforderlich ist. In Hamburg hängen DIN A2-Innenplakate auch in den Glasscheiben zwischen den Sitzreihen - man guckt also von seinem Platz aus direkt darauf. Ich halte es für nicht völlig ausgeschlossen, dass jemand mehr als eine Ein-Zeilen-Botschaft mitnimmt.
Grüße,
Mirko

derhagen
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Re:

von derhagen (15.01.2008, 09:53)
Lieber Matthias,

Werbung ist immer gut - steht für etwas bewerben ist immer positiv, dazu muß man nicht immer die professionellen Werbemöglichkeiten nutzen.
Soweit zu deinem Einwand, es heißt doch nicht umsonst, gehst du neue Wege, hinterlässt man auch Fußspuren.

LG
__
DerHagen
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matthiasgerschwitz

Re:

von matthiasgerschwitz (15.01.2008, 10:06)
Lieber derhagen,

wäre ich der Meinung sein, Werbung sei schlecht, beraubte ich mich selber meines Berufes. Ich gebe nur zu bedenken, dass die Aussage "Werbung ist immer gut" zu Fehlinterpretationen führen kann, die da u.a. lauten, dass man mit ein bißchen Werbung schon alles klarmachen könne. Es gab in diesem Forum schon Diskussionen darüber, was alles als Werbung einzustufen sein bzw. unter diesen Oberbegriff fallen könne - da waren bereits diametral auseinanderdriftende Auffassungen zu lesen.

Tatsache ist und bleibt: Geh lieber mit einem netten Menschen essen ud überzeuge ihn von Deinem Buch als zu versuchen, von demselben Etat Werbung zu schalten, die nutzlos verpufft. Im ersten Fall hast Du - wenn's klappt - 100% Erfolg, im andern Fall - höchstwahrscheinlich - 0% Resonanz.

Und Mirko - so schön Deine Idee ist. Aber 15 Plakate sind sehr wenig. Und wenn Dein Verhalten in der U-Bahn so sein mag (und Du bestimmt dasselbe Verhalten bei Millionen anderen Fahrgästen bemerkt haben willst) ... mach einen einfachen Test: Befrage jemand, den Du bei einem intensiven Plakatstudium beobachtet hast nach dem Aussteigen, was auf dem Plakat stand. Dann sprechen wir uns wieder.

Wie gesagt: Nix gegen Werbung als solche. Aber sie muss sich rechnen. Sonst ist es 'rausgeschmissenes Geld.

Beste Grüße
Matthias

- heute fast werbefrei -

derhagen
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Re:

von derhagen (15.01.2008, 10:12)
Lieber Matthias,

ich gebe dir Recht: Lieber essen statt Werbung schalten.
(Aber bitte sag es nicht zu laut, denn meine Lebensgrundlagen sind von der Werbung abhängig)

Im Ernst:
ich wollte es ja nur noch einmal erläutern, was ich meinte - und dein angesprochenes Essen ist ja - so gesehen - auch schon Werbung, ohne jetzt darüber diskutieren zu wollen.

Beste Werbung für mein Buch bisher: Webradiowerbung & Forenwerbung.

LG
__

DerHagen

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hawepe
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Re:

von hawepe (15.01.2008, 10:43)
Hallo Matthias,

matthiasgerschwitz hat geschrieben:
Unter hundert Plakaten lohnt sich in der Tat so etwas kaum.


Bei U-Bahn-Werbung sehe ich das auch so, aber ansonsten kommt es eben entscheidend darauf an, die Zielgruppe zu erreichen. Das ist allerdings das schwierigste.

Dir muss man das nicht sagen, das ist klar, aber viele setzen nach meinen Beobachtungen zu sehr auf Quantitaet statt Qualitaet. Nicht wieviele Menschen ein Plakat sehen, steht meiner Meinung an erster Stelle, sondern ob es die richtigen Menschen zur richtigen Zeit sind.

Welches ist meine Zielgruppe? Wie kann ich die Zielgruppe am besten ansprechen? Wo erreiche ich diese Zielgruppe? Wie kann ich kostentreibende Streuungen vermindern?

Das sind meiner Meinung nach die Fragen, mit denen man sich als allererstes beschaeftigen sollte.

Und die Meinung "Werbung sei immer gut" möchte ich, der ich in der Branche arbeite, insofern relativieren, dass die Kosten immer in Bezug zur möglichen Wirkung gesehen werden müssen.


Da muss ich dir allerdings wieder einmal vehement widersprechen ;-) Werbung ist immer gut, und wenn auch nur fuer die jeweilige Agentur, die Werbemoeglichkeiten anbietenden Unternehmen, Druckereien usw. :-)

Beste Gruesse,

Heinz.

matthiasgerschwitz

Re:

von matthiasgerschwitz (15.01.2008, 12:42)
derhagen hat geschrieben:
(Aber bitte sag es nicht zu laut, denn meine Lebensgrundlagen sind von der Werbung abhängig)

Ich darf ja hier keine Werbung machen, sonst wachen einige Rheinländer wieder auf - :P - aber Werbung ist auch mein Hauptberuf ... wie ich schon mal sagte.

Ich stehe zu der Aussage mit Essen statt Werbung (wobei sie natürlich - der geneigte Leser mag es schon längst erkannt haben - gewollt überzogen war).

Ich wäre ein schlechter Berater, wenn ich meinen Kunden empfehlen würde, sehenden Auges Geld zum Fenster rauszuwerfen. Das sollte bei Dir ähnlich sein...

Beste Grüße
Matthias

- zerknirscht etwas Werbung eingestehend -

matthiasgerschwitz

Re:

von matthiasgerschwitz (15.01.2008, 12:48)
hawepe hat geschrieben:
(...) aber ansonsten kommt es eben entscheidend darauf an, die Zielgruppe zu erreichen.

Bingo - das habe ich nie bestritten. Deshalb war mein erstes Posting ja auch auf Mirkos Werbeaktion bezogen - ich halte das Thema für zu speziell, um es mit Plakaten in der U-Bahn zu vermarkten. Das bringt zu viel Streuverlust - oder einfach ausgedrückt: Es kostet viel zu viel.

hawepe hat geschrieben:
Werbung ist immer gut, und wenn auch nur fuer die jeweilige Agentur, die Werbemoeglichkeiten anbietenden Unternehmen, Druckereien usw. :-)

Ich bin erschüttert - Du wagst es, Dich als haltloser Kapitalist, nur am schnöden Mammon interessiert, zu outen? :shock:: :shock:: :shock:: :shock:: :shock::

cheezygrin

Trotzdem beste Grüße
Matthias

- jetzt wieder fast werbefrei -

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hawepe
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Re:

von hawepe (15.01.2008, 16:16)
Hallo Matthias,

matthiasgerschwitz hat geschrieben:
Ich bin erschüttert - Du wagst es, Dich als haltloser Kapitalist, nur am schnöden Mammon interessiert, zu outen? :shock:: :shock:: :shock:: :shock:: :shock::


Nun sag bloss, da kommt ein Kunde und will uuuuuunbeeeediiiingt
sein Geld gerade bei dir loswerden. Dann beraetst du ihn, wie unsinnig seine Idee ist, schleppst das eine oder andere gedruckte Werk heran, um mit hochtrabenden Zitaten noch weiter nachzuhelfen, bietest ihm die Teilhabe an deinem florienden Unternehmen ab, wenn er doch nur von seinem Vorhaben abliesse ;-) ;-) ;-)

Nein, da bin ich dann eiskalter - frier, frier - Kapitalist und erfuelle ihm seinen sehnlichsten Wunsch, sein Geld mir zu ueberlassen, auf dass mir so richtig warm :-) werde ;-) ;-) ;-)

Beste Gruesse,

Heinz.

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (15.01.2008, 17:08)
Hallo liebe Mitautoren und "Werbetreibende": Nun auch noch mein Senf: Da ich als Werbekauffrau mich auch häufiger mal mit - allerdings zumeist regionaler Mediaplanung (sprich wie wird wann wo für was geworben und natürlich bei welchen Zielgruppen und Preisen) kann ich nur zustimmen. Schaut euch das die Medium, seinen Preis, die Zielgruppe und euer Produkt genau an - setzt es in Relation und vergleicht. Dazu ist unter anderem, da wir grad beim fachsimpeln sind, der TKP, sehr sinnvoll, der eine einigermaßen vergleichbare Größe zwischen den z.T. völlig verschiedenen Medien bietet: Den Tausender-Kontakt-Preis - Wieviel muss ich bezahlen, um tausend Leute zu erreichen, wobei noch nicht geklärt ist, welche Leute und wann, sprich wie hoch wie matthias schon meinte, der Streuverlust ist. Ich kann nur einen kleinen ratgeber empfeheln,d er ganz anschaulich und relativ einfach die Grundzüge der Werbung - sowohl im kreativen als aber vor allem im marketing- und mediatechnischen Bereich erklärt: diese kleinen dünnen Heftchen für 8 EUR... (weiß den gauneun Titel grad nicht ,sorry) es lohnt sich, wirklich, da mal einen Nachmittag Studium zu investieren - dann versteht man auch di emanchmal kryptisch verschlüsselt anmutenden mediadaten der einzelnen Medien besser ;-))
Lieben Gruß, eure Babs

matthiasgerschwitz

Re:

von matthiasgerschwitz (15.01.2008, 17:11)
hawepe hat geschrieben:
Nun sag bloss, da kommt ein Kunde und will uuuuuunbeeeediiiingt sein Geld gerade bei dir loswerden.

So Kunden gibt es aber nicht in Berlin :( - aber wenn, berate ich ihn schon so, dass er das Geld loswird - und wenn er mich zum Essen einlädt! cheezygrin

Beste Grüße
Matthias

- heute fast werbefrei -

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (15.01.2008, 17:22)
lieber mirko, ich hab ganz gute erfahrungen mit postkarten gemacht - in briefkästen gesteckt und in cafes ausgelegt... hatte aber auch einen kleinen knuddeligen hund als eyecatcher drauf... und hab es aber leider nicht weiterforciert, werd ich aber beim nächsten buch wieder machen. die kosten sind relativ gering, wenn du gleich eine höhere stückzahl druckst und jemanden kennst, der dir druckunterlagen professionell aufnbereite, damit nix schief geht. radiowerbung halt ich persönlich auch für schwierig... lieber auch "bücher-affines" publikum suchen - in unis, kulturzentren etc. auslegen...

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