Der Weg aus Hartz IV

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SandraR
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Re:

von SandraR (14.04.2012, 20:26)
thumbbup cheezygrin
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Richymuc
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Re:

von Richymuc (14.04.2012, 20:30)
Tito hat geschrieben:
http://www.youtube.com/watch?v=9vQebLXdUNE&feature=related


Toll, hättest ja gleich sagen können, dass Wolfgang Waldner in Wirklichkeit Arno Dübel ist cheezygrin
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Der Satirische Kreuzfahrt-Flüsterer ISBN 978-3-8370-9816-7
Feindschaftsbuch ISBN 978-3-8370-9803-7
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Richymuc
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Re:

von Richymuc (14.04.2012, 21:10)
Hallo hier noch ein Tipp den ich von einer alten Bekannten hier aus dem Forum per mail erhalten habe.

Vielleicht kann ja wer damit etwas anfangen. und nein, ich schmücke mich nicht mit fremden Federn cheezygrin
_______________________________________________________-


>>>>Aber ich möchte Dir eine Idee schenken, die Du gerne als Deine einbringen kannst.

Als ich noch Arbeiten durfe, habe ich viele Projekte initiiert. Damals hatte ich allerdings öffentliche Mittel zur Verfügung. Neben Spielfesten habe ich zwei Spielmobile eingerichtet. Das erste stand drei Gemeinden zur Verfügung, es ist ländlicher Bereich, daher konnte ein alter Bauwagen umgebaut werden, der mittels Trecker bewegt wurde. Bestückt war das Teil mit Spielgeräten, Fallschirm, Schminke, Bälle, Stelzen alles, was das sportliche Kinderherz begehrt. Während der Woche war dieses Gerät in Schulen im Einsatz, an Wochenenden wurde es an Nachbarschaften vermietet, die Feste ausrichten wollten.

Das zweite Spielmobil war ein alter LKW und vom Feinsten bestückt. Als Talentmobil habe ich es während der Woche für meine Fördergruppen im Tennis und Golf eingesetzt, am Wochenende wurde es wieder vermietet. Die Mobile haben sich tatsächlich selbst getragen.

Als Idee ließe sich für solche Granaten wie Isautor schon ein Anhänger entsprechend einsetzen. Natürlich müsste da erst investiert werden. Aber Nachbarschaftsfeste, Aktionstagen bei Sportvereinen etc. könnten da bestimmt Interesse zeigen, neben den üblichen Hüpfburgen.

Vielleicht sogar Schulen, Sportlehrer sind immer dankbar, wenn jemand anders mal den Unterhaltungskasperl macht.
Zur Not macht es auch ein Bollerwagen
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Isautor
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Re:

von Isautor (14.04.2012, 21:43)
So was Ähnliches versuche ich gerade. Habe mich beteiligt an einem Gemeinschaftsprojekt. Es ist ein Anhänger von einem Autohaus, der eine Hüpfburg enthält. Auf dem Anhänger bringt jeder von uns große Werbeaufkleber an. Also ich habe einen für meine Geburtstage und so drauf. Jeder Teilnehmer darf die Hüpfburg gratis für Events ausleihen und zahlt im Jahr zwischen 200 und 300 Euro für den Anhänger. Wenn ich ein Fest ausrichte, habe ich die Hüpfburg gratis, steht sie bei Fremden, kann ich durch den Veranstaltungskalender sehen, wo sie ist. Dann rufe ich an, ob ich dort gratis Kinderschminken darf für ihr Fest, wenn sie im Gegenzug meine Flyer auf der Präsentationsplattform dulden.
Das heißt, dass ich so neue Kindergruppen/Vereine kennenlerne und mein Netzwerk vergrößere.
Seid gegrüßt,

Isautor

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Richymuc
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Re:

von Richymuc (14.04.2012, 22:17)
Eine Hüpfburg ist keine schlechte Idee, bei unserem Tag der offenen Tür habe ich für Aufstellen und Aufsicht der Hüpfburg für 7 Stunden 250 Euro bezahlt.
Die Aufsicht war ein Jugendlicher mit einem Bravoheft in der Hand cheezygrin

Hüpfburgen gibt es um die 3000 Euro neu
http://www.ebay.de/itm/Hupfburg-Kroko-M ... 369wt_1135

Hier habe ich noch etwas interessantes gefunden, einfach mal reinsehen, allerdings braucht man Startkapital.

http://www.franchiseportal.de/franchise ... ysteme.htm

Aber man kann es sich ja mal ansehen, es ist sehr interessant welche Franchise Systeme gibt. Man findest auch viele Tipps.
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Isautor
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Re:

von Isautor (14.04.2012, 22:52)
Die Hüpfburg ist bereits unterwegs. Also ich probiere das jetzt zwei Jahre, dann sehen wir, ob es klappt und sich rentiert.
Seid gegrüßt,



Isautor



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ChrisTo
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Re:

von ChrisTo (15.04.2012, 14:54)
Liebe Leute,

24 Stunden ohne Internet und schon waren einige schneller. Trotzdem poste ich jetzt, was ich gestern zusammengeschrieben habe, auch wenn ein, zwei Dinge jetzt doppelt sind (Monika hatte es bereits angesprochen):



@ Richy

Deine Tipps unter Ziffern 1 – 11 sind sehr gut und hilfreich.

Deine Ideen zum Geldverdienen, Ziffern 1 – 8, dürften einem Hartz-IV-Empfänger, der da raus möchte, aber nicht wirklich helfen.

Von Fotos schießen und Kinder schminken kann man sicher nicht leben. Ebenso wenig vom Miet-Gemüse-Garten-Vermieten (das Konzept ist eigentlich gut, bei uns in Düsseldorf hat es genau eine Saison funktioniert, dann ging der Geschäftsgründer pleite, weil die Leute letztlich doch die Arbeit scheuten), Vater-Sohn-Wochenenden und Überlebenstraining klingt reizvoll, aber entsprechendes Gelände kann bei weitem nicht überall gepachtet werden. Und Personen, die für ein solches Wochenende zweihundert Euro zahlen, wird man wohl auch kaum jedes Wochenende finden. Und was ist, wenn es einmal wochenlang regnet?

Kindergeburtstagsangebote gibt es derart viele, da muß man schon etwas ganz Besonderes bieten. Das ist dann eine Weile interessant und "läuft", danach wenden sich Eltern wieder den dann neuen Angeboten zu. Vor allem ist hier die Aufsichtspflicht nicht zu unterschätzen und entsprechende Versicherungen müssen vorgehalten werden.

Zudem bewegt sich das alles schnell im Rahmen von Schwarzarbeit.


@Sandra

Zu Deinem Tipp mit der Hundebeaufsichtigung schreibst Du, "Da kann man flott 70 – 80 Euro pro Tag verlangen". Aber was sind schon € 80,00 am Tag?

Unterstellt, man hätte tatsächlich solche Kunden und zwar dauerhaft (die also acht Stunden pro Tag wirklich bezahlen), dann verdient man € 80 x 5 Tage, x 4,2 Wochen = € 1.680,00 im Monat. Davon sind allerdings allein knapp € 500 für die Krankenkasse fällig, denn was viele nicht wissen, seit dem 01.01.2009 herrscht in Deutschland Krankenversicherungspflicht!

Dazu kommen wahrscheinlich Fahrtkosten, Versicherungskosten (Haftpflicht braucht jeder), Telefonkosten, Beitrag IHK, Steuerberater etc. etc. etc. Und vor allen Dingen: Werbungskosten, denn das beste Konzept nützt nichts, wenn es nicht beworben wird.

Was soll von einem solchen Einkommen also noch übrig bleiben? Abgesehen davon, daß man keinen Tag Urlaub machen, noch krank sein darf, weil man dann gar keine Einkünfte hat. Natürlich gibt es auch kein Weihnachtsgeld etc. und an Rücklagen für Altersvorsorge ist gleich gar nicht zu denken.

Von einem solchen Einkommen kann ein Selbständiger nicht leben! Wer selbständig ist, muß einen Stundensatz von wenigstens € 30,00 verdienen, sonst bringt es nichts.

Aus einer Arbeitslosigkeit heraus in die Selbständigkeit ist ein gewaltiger Schritt und meistens zum Scheitern verurteilt. Vor Jahren hatte unsere Regierung geglaubt, genau damit könne man die Arbeitslosenzahl halbieren, Stichwort: Ich-AG. Genau diese oben genannten Dienstleistungen sollten die Arbeitslosen anbieten und sich damit selbständig machen. Das Konzept ist derart gräßlich gescheitert, daß es schnell wieder aufgegeben wurde. Die meisten Ich-AGler gingen schnell pleite und sind wieder Hartzler geworden, viele hatten sich dazu noch hoch verschuldet – meistens auf Privatbasis – um „ihren Laden“ irgendwie zu retten, ohne Erfolg.

Leider kenne ich keine Alternativen, eine richtige Arbeitsstelle zu finden, aber ich hätte einen Vorschlag für Menschen, die von Hartz IV leben und sich zu Hause langweilen:

Stichwort: Ehrenamt!

Geht vor die Tür und arbeitet ehrenamtlich, zum Beispiel in Altenheimen. Dort werden immer Begleiter gesucht, Vorleser, Zuhörer, Handwerker, Hilfskräfte etc. Wenn man nichts anderes hat, kann man damit zumindest ein gutes Werk vollbringen und der Allgemeinheit etwas zurückgeben. Auch Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser (Stichwort: Grüne Damen) suchen seit Wegfall der Zivis ständig ehrenamtliche Helfer.

Vor allen Dingen kann man dadurch viele neue Kontakte knüpfen. Außerdem springt garantiert ein Mittagessen und Kuchen am Nachmittag heraus, vielleicht sogar auch ein Abendessen. Das muß man dann zumindest schon einmal nicht mehr selber kaufen und hat Geld gespart. Oft gibt es auch eine Aufwandsentschädigung, die unterhalb der Zuverdienstfreigrenzen liegen dürfte. Also alles legal.

Zudem, ein wichtiger Punkt, erteilen Organisationen wie Caritas, Diakonie, Rotes Kreuz etc. auch den Ehrenamtlichen auf Wunsch ein Arbeitszeugnis. Und wenn in Bewerbungsschreiben oder –mappen auftaucht, daß man in Zeiten der Arbeitslosigkeit ehrenamtlich gearbeitet hat, wird man auch für einen künftigen Personalchef äußerst interessant.

Wer sich ehrenamtlich engagiert, fühlt sich gebraucht, ihm wird äußerst respektvoll begegnet und er hat einen strukturierten Tag (s. Richys Tipps). Wer weiß, vielleicht findet sich auf diese Weise auch ein richtiges Arbeitsangebot, das eine dann tatsächlich aus Hartz-IV herausbringt.

Jedenfalls läuft ohne Ehrenamtliche in diesem Lande nichts und sie fehlen an allen Ecken und Enden. Wenn ich arbeitslos würde, was mir Gott sei Dank nicht passieren kann, ich würde es genau so machen.

Ich rate daher, sich nicht zu verzetteln mit der Organisation von Kindergeburtstagen oder Hundeausführdiensten, von der Anpachtung von Waldgrundstücken und Äckern und solchen Dingen, von denen man letztlich nicht wird leben können, sondern auf eine richtige Arbeitsstelle zu warten und in der Zwischenzeit seine Arbeitskraft dem Wohle der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.

Freundlichst grüßt

Christiane

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SandraR
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Re:

von SandraR (15.04.2012, 15:04)
Chris 1680 Euro (wobei bei Hunden gibt es keine 5 Tagewoche) sind noch immer mehr als vom Hartzsatz leben. Ganz abgesehen davon, dass man nicht der Allgemeinheit auf der Tasche liegt und niemandem danke sagen muss. Dazu kommt, niemand verbietet dir zusätzliches Personal einzustellen. Dann verdienst du schon deutlich mehr den als nur 1 Mann oder Frauunternehmen. Ich kenne solche Unternehmen (wenn auch nicht in Deutschland) und ich weiss, dass die sehr gut verdienen. Die haben allerdings alle ca. 10 Angestellte. Je nach Saison auch mehr.
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Isautor
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Re:

von Isautor (15.04.2012, 15:23)
@Christiane: Ich widerspreche. Die Kindergburtstagsanfragen steigen kontinuierlich. Du hast nämlich was vergessen. Die Leute haben nicht nur ein Kind. Und andere haben jüngere Kinder, die älter werden und dann auch Geburtstag feiern wollen.
Schminken kann man nicht nur auf Geburtstagen, sondern bei Sportfesten, Familienfeiern, Jahrmärkten und Festivals.
Zum Beispiel habe ich bei der WM Länderflaggen auf Gesichter geschminkt, täglich 8 Stunden im Einkaufscenter. Oder zu Weihnachten im Karstadt, um die Kids zu beschäftigen.

Ich finde es erstaunlich, wie Leute, die das gar nicht selbst machen, schon sagen, dass es nicht geht. Wenn es scheitert, dann an der eigenen Person. Eine Kinderschminkausrüstung ist schon für 60 Euro zu haben. Und dann kann man loslegen.
Seid gegrüßt,



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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (15.04.2012, 15:31)
Ja, ich seh das auch so, warum nicht mal ein Ehrenamt:

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... c366e.html


Muhaha!

cheezygrin

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Isautor
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Re:

von Isautor (15.04.2012, 15:40)
Ich sehe gerade noch, dass ich mich verzettele und das, was ich mache, keine richtige Arbeitsstelle ist. Interessante Sache, dass du meinen Alltag und meinen Beruf beurteilen kannst.

Also lieber kostenlos irgendwo arbeiten, anstatt die Zeit und die Kraft in eine Selbstständigkeit zu investieren?
Was, wenn ich dir sage, dass wir ein Theater eröffnet hatten, das ab dem ersten Stück schon schwarze Zahlen schrieb? Und zwar ohne Zuschüsse von der Stadt?
Warum lief das so gut? Weil das Stück spitze war. warum laufen die Kindergeburtstage hier? Weil sie die besten hier in der Gegend sind. Mit Mittelmäßigkeit wirst du natürlich nichts erreichen.
Seid gegrüßt,



Isautor



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Siegfried
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Re:

von Siegfried (15.04.2012, 15:49)
ChrisTo hat geschrieben:
Unterstellt, man hätte tatsächlich solche Kunden und zwar dauerhaft (die also acht Stunden pro Tag wirklich bezahlen), dann verdient man € 80 x 5 Tage, x 4,2 Wochen = € 1.680,00 im Monat. Davon sind allerdings allein knapp € 500 für die Krankenkasse fällig, denn was viele nicht wissen, seit dem 01.01.2009 herrscht in Deutschland Krankenversicherungspflicht!


Krankversicherungspflicht für alle - richtig!

500 Euro Krankenversicherung als Selbstständiger/Freiberufer - völlig falsch! Aber es macht sich immer gut, mit den 500 Euro im Monat erstmal Angst und Schrecken zu verbreiten! dozey:

Der KV-Beitrag bei der GKV orientiert sich an der Beitragsbemessungsgrenze.
Die liegt für 2012 bei einem Jahreseinkommen von 45.900 Euro. Das macht bei einem derzeitigen Versicherungssatz von 14,9% aufs Jahr gerechnet 6.839,10 Euro, oder im Monat: 569,93 Euro.

Dieser Betrag wird aber nur fällig, wenn man das entsprechende Einkommen erwirtschaftet - davon gehen die Krankenkassen bei einem Selbstständigen erst einmal aus.

Liegt das Jahres-Einkommen unter der Beitragsbemessungsgrenze, gilt auch für die Krankenkassen der Grundsatz, dass die Monatsbeiträge der finanziellen Leistungsfähigkeit des Versicherten entsprechen müssen. Das muss der Selbstständige/Freiberufler der Krankenkasse nachweisen - z. B. durch seine Steuererklärung.

Danach gilt. dass der Versicherte 14,9% von seinem tatsächlich erwirtschafteten Jahreseinkommen für die KV bezahlt. Es gibt aber eine Untergrenze, die für Selbstständige/Freiberufler bei 1.916,25 Euro Monatseinkommen liegt, was einen Mindestbetrag für die KV in Höhe von 268,52 Euro bedeutet.

Im oben genannten Fall liegt das Monatseinkommen bei 1.680 Euro - folglich wird der Mindestbeitrag fällig. Und das sind hier keine 500 oder gar 569,93 Euro!

Ich hoffe mal, dass damit Frau Angst und Herr Schrecken zum Teufel gejagt worden sind! cheezygrin
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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (15.04.2012, 15:54)
Jetzt noch mal ernsthaft:

Ich seh die Sache mit dem Ehrenamt auch als gute Lösung an - einem Ehrenamtlichen wird man kaum etwas vorwerfen können, auch wenn er HartzIV bezieht.

Ansonsten sind "richtige" Jobs mit richtigem Arbeitsvertrag halt echt die bessere Wahl für einen Wiedereinsteiger - hab ich ja auch im anderen Faden schon geschrieben. Es ist doch wesentlich besser, wenn man weiß, wie viel man monatlich verdient und wie die Arbeitszeiten sind.

... und Kinderschminken, Geburtstage etc. passt ja auch nicht für jeden, dazu muss frau/man auch ein Händchen haben, hat nicht jeder/r das Talent dazu.


Grüße

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Adriatic
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Re:

von Adriatic (15.04.2012, 17:07)
Mein Tipp:

Wer auf seiner Qualifikationsebene nichts findet, muss halt wieder unten anfangen und sich über Helferjobs nach oben kämpfen.

Ja, dann erhält man oft die Absage mit der Begründung: "Überqualifiziert!" Die erhält man, weil Arbeitgeber vermuten, man meine es nicht ernst oder sei gar nicht mehr in der Lage, als Akademiker zuverlässig am Fließband zu stehen, im Lager zu arbeiten oder in der Gastronomie.

Daher ist wichtig:

Aussagekräftige, individuelle Bewerbungsunterlagen

Eine Bewerbung muss leben und darf nicht statisch sein. Sie muss sich immer auf das jeweilige Stellenangebot beziehen und erklären, warum man derjenige ist, der das Problem des Arbeitgebers (hat der, sonst würde er kein Personal suchen) beheben kann. Die Frage, was hat der Arbeitgeber davon, wenn er mich einstellt, steht im Fokus des gesamten Bewerbungsaufbaus.

Wer mehr zu erklären hat, als einfach nur diese Frage zu beantworten, nämlich z.B. eine Überqualifizierung aus dem Weg räumen möchte, der sollte die sogenannte "Dritte Seite" nutzen. Was das ist? Eine nicht an Formen gebundene Seite zwischen Lebenslauf und Zeugnissen. Einfach mal googlen.

Ein sympathisches Bewerbungsfoto ist unerlässlich. Da muss auch mal investiert werden. Am besten hat man drei unterschiedliche Bilder parat für unterschiedliche Stellen. Wer auffallen will, kann auch eine Bilderserie einfügen (z.B. normales Bewerbungsportraitfoto und dann zwei Bilder, die einen bei stellentypischen Tätigkeiten zeigen). Muss natürlich grafisch alles gut und unaufdringlich abgestimmt sein. So fällt man auf und die Unterlagen werden auch bei bewegten Lebensläufen nicht so einfach zur Seite gelegt.

Es ist eine Katastrophe, wie schlecht der Großteil der Bewerbungsunterlagen sind. Selbst die, die offenbar den gängigen Formen entsprechen, sind meist überhaupt nicht auf die Stelle bezogen und haben kaum individuelle Stärken.

In Deutschland gibt es derzeit sehr viele Stellen, die nicht besetzt werden können. In vielen Fällen sind den den Arbeitgebern vor allem die Basics wichtig: Motivation, Lernbereitschaft, Zuverlässigkeit, Sorgfalt. Die müssen rüberkommen. Mit der "Dritten Seite" kann man erklären, warum man sich auf gering qualifizierte Stellen bewirbt, obwohl man mal weiter "oben" war. Bei der Vielzahl an halbherzigen Bewerbungen sind die Arbeitgeber froh, wenn sie Menschen finden, die 100%ig den Basics entsprechen. Daraus lässt sich in vielen Fällen dann etwas machen.

Um an Stellen zu kommen, muss man Jobbörsen durchforsten. Und zwar nicht nur nach den gewünschten Tätigkeiten, man muss alle (!) Neuzugänge sichten, um einen Überblick zu erhalten. Zum Beispiel mit Postleitzahlensuche. So kann man alle Stellen am Frankfurter Flughafen finden mit der PLZ 60549. Wer sprachbegabt ist und mit Schichtdienst kein Problem hat, der findet da die unglaublichsten Stellen. Falsch eingegebene Stellen finden die Bewerber kaum, die Anzahl der Bewerber hält sich in Grenzen. Belohnt wird, wer täglich alle Neuzugänge in seinem Gebiet (räumlich! nicht fachlich!) durchschaut.

Die Ideen, was man alles machen kann, muss man gar nicht selbst haben. Man findet sie in den Stellenangeboten.
Coccobello (Roman) - Eine Reise in einem alten VW-Bus durch die Toskana

Adria-Express (Roman) - Eine Reise mit der Bahn durch Italien

Autoreninformation:
www.gerritfischer.de

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (15.04.2012, 18:32)
Isautor hat geschrieben:
Ich sehe gerade noch, dass ich mich verzettele und das, was ich mache, keine richtige Arbeitsstelle ist. Interessante Sache, dass du meinen Alltag und meinen Beruf beurteilen kannst.

Also lieber kostenlos irgendwo arbeiten, anstatt die Zeit und die Kraft in eine Selbstständigkeit zu investieren?
Was, wenn ich dir sage, dass wir ein Theater eröffnet hatten, das ab dem ersten Stück schon schwarze Zahlen schrieb? Und zwar ohne Zuschüsse von der Stadt?
Warum lief das so gut? Weil das Stück spitze war. warum laufen die Kindergeburtstage hier? Weil sie die besten hier in der Gegend sind. Mit Mittelmäßigkeit wirst du natürlich nichts erreichen.


Mir liegen diese Fragen schon eine ganze Weile auf der Zunge, aber ich habe sie nicht gestellt, weil sie unheimlich persönlich sind. Du musst sie also nicht beantworten. Bitte sei mir auch nicht böse, dass ich sie jetzt stelle:
Bist Du selbständig oder angestellt? (Daraus ergibt sich auch die Antwort, wie Du sozialversichert bist.)
Verdienst Du selbst mit diesen Aktivitäten genug, um eine kleine Wohnung zu mieten und alles zu kaufen, was man so zum Leben braucht?
(Dabei muss man noch beachten, dass viele Kosten, wenn man sie pro Kopf betrachtet, in einem Singlehaushalt höher ausfallen als in einer Wohngemeinschaft/Familie.)

Ich denke, wenn diese Fragen geklärt sind, dann sind auch alle Zweifel ausgeräumt, und ich stimme zu, dass sich dieses Modell beliebig auf andere Personen übertragen lässt.

Dass Du fleißig und kreativ bist, will ich gar nicht in Frage stellen, aber manche Modelle funktionieren auf Dauer nur in der Gruppe, in der man sich im Notfall auch gegenseitig vertreten kann. Einer alleine geht da einfach ein zu großes Risiko ein. Das muss man dann als Einwand aber auch einfach mal so zulassen, finde ich.
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

(Übersetzung: Besser ein weiser Narr, als ein närrischer Weiser.)

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