Der Weg aus Hartz IV

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (15.04.2012, 18:47)
Klonschaf hat geschrieben:
Ich seh die Sache mit dem Ehrenamt auch als gute Lösung an - einem Ehrenamtlichen wird man kaum etwas vorwerfen können, auch wenn er HartzIV bezieht.


Ich bin mir nicht ganz sicher (Ich bin mir nur sicher, dass ich sicherlich ganz schnell korrigiert werde, wenn ich mich irre... cheezygrin ), aber ich glaube, bei ALG I und ALG II muss man seine Arbeitskraft jeden Tag für 8 Stunden "bereithalten", damit man sofort loslegen kann, wenn sich eine Arbeit findet. Ein Ehrenamt wäre also nur in der "Freizeit" möglich. Trotzdem macht es sich gut in einer Bewerbung. Nicht nur berufliche Qualifikation ist wichtig. Auch soziale Kompetenz, Teamfähigkeit und die Bereitschaft, etwas einfach auch mal freiwillig zu tun, sind wichtige Kriterien. Und man kann sich auf diesem Weg von einer unabhängigen Institution eine Bescheinigung über Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit beschaffen.

Außerdem macht Ehrenamt einfach Spaß und gute Laune! thumbbup
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

(Übersetzung: Besser ein weiser Narr, als ein närrischer Weiser.)

Richymuc
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Re:

von Richymuc (15.04.2012, 18:51)
Ich kann Adriatic nur zustimmen, immer aktuell dranbleiben.
Es kann sich täglich etwas Neues am Arbeitsmarkt ergeben.
Eine tägliche Kontrolle der Internet Job Angebote macht durchaus Sinn.

Was vielleicht einige nicht wissen, was aber durchaus üblich ist, obwohl es offz. verboten ist...
Wenn sich jemand vorstellt, wird oft der ehemalige Chef des Vorstellers angerufen und man frägt, ob man mit dem Kandidaten eher Glück oder Pech hat. Zumindest in kleineren Firmen wird das gemacht.
Sozusagen von Dachdecker zu Dachdecker, oder Maler zu Maler.


Noch was..
Man kann auch heute noch sehr viel in ebay umsetzen und wenn es nur ein gutes Nebenbei Taschengeld ist.

Zum Training empfehle ich jedem mal mit offenen Augen durch die Wohnung oder Keller zu gehen, was 2 Jahre nicht beachtet worden ist, von dem kann man sich auch trennen.
Auch Kleinvieh macht Mist und ist ein gutes Training für größere Dinge.

Nach inzwischen 12.000 Verkäufen kenne ich mich inzwischen ein wenig
aus cheezygrin
Wer zu ebay Fragen hat, kann sich gerne melden.
Tipp 1, lasse niemals ein Angebot am Samstag Abend enden, da ist keiner Zuhause cheezygrin
Zuletzt geändert von Richymuc am 15.04.2012, 18:55, insgesamt 1-mal geändert.
www.richymuc.de
Der Satirische Kreuzfahrt-Flüsterer ISBN 978-3-8370-9816-7
Feindschaftsbuch ISBN 978-3-8370-9803-7
Das erotische Freundschaftsbuch ISBN 978-3-8391-0037-0
NEU: http://www.youtube.com/watch?v=t25CNmrKaZ4

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (15.04.2012, 18:54)
Wer die Kosten der Krankenversicherung scheut, sollte sich darum bemühen, eine Teilzeitstelle mit mindestens 402 € Vergütung zu erlangen. Dann ist die KV gesichert und die Selbständigkeit abgedeckt.

Meine KV würde mich, wegen meines Alters und meines Geschlechts, lt. aktueller Auskunft meiner favorisierter Versicherung, rund 362 € monatlich kosten. Das ist ein dicker Brocken, den ich gern vermeiden würde. Also gilt es, in Teilzeit soz.vers.pflichtig tätig zu werden.

Sollte ich den Wahnsinn wagen und meine chronisch unterbezahlte Arbeit kippen, um meinen Plan zu verwirklichen, gäbe es für mich immer Möglichkeiten, mein Leben mit legaler Arbeit zu finanzieren.

Es ist immer eine Frage, wie diszipliniert man an seiner Auslastung und letztendlich dem Kassieren der Rechnungen arbeitet. Niemand hat gesagt, auch hier nicht, dass es leicht ist, sein monatliches Einkommen zusammen zu bekommen. Allerdings lese ich hier so unendlich viele Ideen, dass wir fast schon im falschen Forum sind.

Wobei ich erlebt habe, dass in den deutschen Arbeitslosenforen solche Threads nicht gern gesehen sind. Man frage sich gern warum, ich bin deswegen dort inzwischen raus.

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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (15.04.2012, 19:09)
Monika K. hat geschrieben:
Ich bin mir nicht ganz sicher (Ich bin mir nur sicher, dass ich sicherlich ganz schnell korrigiert werde, wenn ich mich irre... cheezygrin ), aber ich glaube, bei ALG I und ALG II muss man seine Arbeitskraft jeden Tag für 8 Stunden "bereithalten", damit man sofort loslegen kann, wenn sich eine Arbeit findet.


Ächz! Danke, Monika. Das wusste ich nicht ... mein Gott, ist das alles wieder kompliziert mit diesen Regelungen etc.

Ein Arbeitslosengeldbezieher muss sein Dasein demnach im Stand by Mode fristen, sozusagen.

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SandraR
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Re:

von SandraR (15.04.2012, 19:22)
Falsch Klonschaf, der sollte einfach täglich 40 Bewerbungen raus lassen, seine Bekannten im Internet ansprechen und und und und....dann ist er auch nicht lange im ALG..standyby modus sieht bei mir anders aus. Dazwischen kann er kleine Hilfsjobs machen, der Nachbarin bei den Einkäufen helfen, weil die nicht mehr gut zu Fuss ist oder einen Nachmittag in der Woche auf die Nachbarskinder aufpassen. Dafür was verlangen aber eben moderat.
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (15.04.2012, 19:32)
Er sollte in einem gewissen Rahmen erreichbar sein, spontan zu Vorstellungsgesprächen oder zum Probearbeiten antreten können und sich auch abmelden, wenn er für ein paar Tage wegfährt. Die genaue Zahl der Urlaubswochen kenne ich nicht, aber man darf auch mal jemanden besuchen und muss dann nicht erreichbar sein.

Andere Regelungen gelten für Alleinerziehende mit kleinen Kindern oder Personen, die sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern.
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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (15.04.2012, 19:32)
SandraR hat geschrieben:
Falsch Klonschaf, der sollte einfach täglich 40 Bewerbungen raus lassen, seine Bekannten im Internet ansprechen und und und und....dann ist er auch nicht lange im ALG..standyby modus sieht bei mir anders aus. Dazwischen kann er kleine Hilfsjobs machen, der Nachbarin bei den Einkäufen helfen, weil die nicht mehr gut zu Fuss ist oder einen Nachmittag in der Woche auf die Nachbarskinder aufpassen. Dafür was verlangen aber eben moderat.




Ja, aber ein offizielles Ehrenamt darf er trotzdem nicht haben?

Dann finde ich es trotz 40 Bewerbungen rauslassen eben stand by mode.

Und ich meine, wenn er für seine Nachbarschaftsdienste Geld bekommt, ist das nicht voll die Grauzone, ich meine kann er da nicht Ärger bekommen?


Na ja, zum Glück muss ich mir da eigentlich um so was keine Gedanken drum machen ...

ChrisTo
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Re:

von ChrisTo (15.04.2012, 22:07)
@Isautor

Bitte, Friede.

Ich habe weder Deinen Beruf angegriffen, noch kenne ich Deinen Arbeitsalltag, ich habe Dir auch nicht vorgeworfen, Dich zu verzetteln.

Der Thread heißt aber nun einmal "Der Weg aus Hartz IV" und ich glaube nach wie vor nicht daran, daß genau die Bereiche, mit denen damals die Ich-AGler geködert wurden, der richtige Weg aus Hartz IV sein können.

Wenn Du mit Deiner Sache Erfolg hast, freut mich das, Deine Bilder haben ja auch eindrucksvoll bewiesen, daß Du Deine Sache sehr gut machst.

Aber mal im Ernst: Hast Du gleich zu Beginn so erfolgreich gearbeitet? Wohl eher nicht. Wenn ich alles richig gelesen habe, habt Ihr einen Ponyhof, Eure Existenz dürfte darin zu sehen sein. Ich vermute jetzt einfach mal, Ihr habt den schon länger und erst später mit Kindergeburtstagen angefangen, einfach weil es sich anbot, weil ohnehin immer viele Kinder auf einem Ponyhof sind. Ich vermute weiter, daß Ihr erst danach Euer erfolgreiches Theater aufgebaut habt. Aber eben Schritt für Schritt und wahrscheinlich nicht mit dem Zwang, allein von dieser Tätigkeit leben zu müssen. Bestimmt hast Du viel probiert und ausgetestet, bis Du Dein jetziges Konzept oder z.B. die Prinzessinnen-Party "geboren" hast.

Jemand, der von Null auf Hundert raus will oder muß aus Hartz IV wird zum Austesten und Ausprobieren aber kaum zeit haben, sondern muß vom ersten Tage an davon leben können.

Deshalb glaube ich nicht daran, daß das der richtige Weg ist.

Damit habe ich weder Deine Person, noch Deine Arbeit oder Deinen Erfolg in irgendeiner Form herabgesetzt, es gibt also keinen Grund, sich angegriffen zu fühlen.

@Siegfried

So oder so, die Krankenversicherung ist ein erheblicher Posten, der nur allzu gerne in der Kalkulation vergessen wird.

Es nutzt dann auch nichts, sich über einen € 420 Job sozialversichern zu lassen, denn wenn die selbständige Tätigkeit stundenmäßig die angestellte übersteigt, muß man trotzdem den KV-Beitrag der Selbständigen zahlen (sonst würde sich jeder Selbständige, um Kosten zu senken, irgendwo für kleines Geld anstellen lassen).


Freundliche Grüße

Christiane

Richymuc
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Re:

von Richymuc (15.04.2012, 22:28)
ChrisTo hat geschrieben:
@Isautor

Bitte, Friede.

Christiane


Warum Friede?
Es ist kein Krieg in Sicht cheezygrin

Ideal ist es, wenn man einen ganz anderen Job anfängt, seine persönlichen Neigungen einzubringen.
Der stille Typ wird sicher kein Marktschreier.
Noch besser ist es, wenn man sein Hobby zum Beruf macht.

Vermutlich hat jeder eine Gabe in der er ganz gut ist, diese sollte man ausbauen. Wer nicht gerne unter Leute geht und viel redet, für den wäre eine Arbeit zuhause der Glücksfall.
Das fällt mir jetzt wieder ebay ein.
Schreibdienste, Bügelservice, Buchhaltung laufen auch in diese Richtung.

Wenn wenig Kapital erforderlich ist, kann man solche Dinge ja mal ganz unverbindlich antesten, wenn es in die Hose geht ist nicht viel verloren.

Ein Angestellter von meiner Auto Lackierwerkstätte macht nebenbei ganz irre WC Sitz Bemalung mit Air Brush.
Alles auf Bestellung und hat so ein tolles Nebeneinkommen.
Firmenlogos und Werbung werden öfter verlangt.
Erbraucht ca. 1 Stunde und bekommt 150 Euro für einen fertigen WC Sitz.

Allerdings ist der Typ ein echter Künstler.
Nur ein Beispiel, aber man sieht, man kann sogar mit einem einfachen Klodeckel zu gutem Geld kommen.
Seine Arbeit spricht sich herum und die Kunden werden immer mehr.
www.richymuc.de

Der Satirische Kreuzfahrt-Flüsterer ISBN 978-3-8370-9816-7

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NEU: http://www.youtube.com/watch?v=t25CNmrKaZ4

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Isautor
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Re:

von Isautor (15.04.2012, 22:34)
Ich bin nicht unfriedlich, aber gut.

Nein, so war es nicht. Es ging dem Hof nicht so gut, als ich dort eingestiegen bin. Ich habe dann die Werbung übernommen und mit den Geburtstagen angefangen. Ohne diese wäre es in manchem Monaten nicht gegangen. Mit den Geburtstagen habe ich so einiges finanzieren können. Und ich habe schon vorher in Berlin auf Geburtstagen geschminkt.

Ich gebe dir aber bedingt recht, denn ich habe gerade noch mal geschaut wegen der Puppen, die ich mache etc.
Als ich mit den Puppen angefangen habe, wollte keiner die Kleider haben. Nicht mal für einen Euro. Dann habe ich weiter geübt und irgendwann einen Weihnachtsengel für damals 30 DM verkauft. Das war so eine Art Durchbruch. Die Leute boten bei ebay immer mehr für die Puppen, die natürlich auch besser wurden. Ich habe auf dem Flohmarkt die Puppen als Köder eingesetzt, da die Leute von dem bunten Kram angezogen wurden und dann was ganz anderes gekauft haben. Es hat sich entwickelt.
Ohne meine Vorkenntnisse mit Geburtstagen wäre das hier auch nicht von heute auf morgen so losgegangen. Trotzdem ist es möglich, so zu starten. Kann man ja erst mal nebenbei machen, auch als Hartz IV Bezieher. Wie viel man da dazu verdienen darf, weiß ich nicht, denn ich hatte noch nie Hartz IV.

Das Theater entstand innerhalb von 14 Tagen. Das Stück war eigentlich nur eine fixe Idee von meiner Mutter und ich kam von Berlin, um beim Schminken zu helfen. Da wurde die Schauspielerin krank und es war nur noch eine Woche Zeit, um das Stück zu retten. Sie konnte keinen Text lernen. Da hatte ich die Idee, eine Figur zu erfinden, die die Aufmerksamkeit auf sich zieht und von ihr ablenkt, damit sie aus der Schusslinie ist.
Es war die Figur auf meinem Avatar. Ein grauer Steingnom, der mit einer besonderen Stimme redet. Ich bastelte eine Perücke und nähte ein Kostüm, wir schrieben den Text für mich, ich komponierte mehrere Lieder für das Stück.
Es war der Hammer, wie gut das ankam. Der Steingnom schlug bei den Kindern wie ne Bombe ein.
Das Theater war ein Senkrechtstart. Leider ist unser Schauspieler umgezogen und wir müssen jetzt was umstellen. Aber das wird.
Wer mich erkennt, hebt die Hand : cheezygrin

Bild
Seid gegrüßt,

Isautor

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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (15.04.2012, 22:40)
@Isautor




... boah, krass, und ich denk noch so die ganze Zeit, dein Avatar wär gemalt oder ein Airbrush !!!


cheezygrin cheezygrin cheezygrin


Aber das ist ja echt!

*Kreisch!

cheezygrin blink3 cheezygrin blink3 cheezygrin

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Isautor
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Re:

von Isautor (15.04.2012, 22:50)
hihihiiii.... auf Airbrush wär ich nicht gekommen. So seh ich in hell aus:
Bild

Ich war so mal im Edeka für ne Werbeaktion. Das war irre lustig. Da sind ein paar "coole" Jugendliche ständig hinter mir her gelaufen und wollten mit mir reden. Die fanden das auch voll witzig. Ich hätte zuerst gedacht, die lachen mich aus, aber war nicht so.
Ich hab im Edeka ordentlich Kinder verarscht, wenn ich das so sagen darf. Ich habe behauptet, ich komme aus dem Wald und die Kinder wollten mich widerlegen, aber ich hatte für alles ne Erklärung. Später wurden sie dann ganz unsicher.
:lol:
Seid gegrüßt,



Isautor



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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (15.04.2012, 23:06)
@Isautor



... tolle Sache!

thumbbup

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mtg
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Re:

von mtg (15.04.2012, 23:22)
ChrisTo hat geschrieben:
Der Thread heißt aber nun einmal "Der Weg aus Hartz IV"

Das hatte ich auch gedacht ... bis Du mit dem »Ehrenamt« kamst. Sicherlich eine tolle und wichtige Sache, aber der Thread heißt nicht »Wie fülle ich 24 Stunden am Tag« ...

Die Tatsache, dass Du mit Isas Ideen nicht übereinkommst, heißt nicht, dass sie schlecht sind. Isa hat wenigstens Ideen ...

Ich habe hier überhaupt das Problem, dass alle Ideen und Vorschläge immer als »Pflicht« gesehen werden, die man genauso - ohne Ansehen von Person und Situation - umsetzen muss ... und dann vorsichtshalber mal lieber dagegen opponiert.

Spannend ist doch, DASS es Ideen gibt ... und der Aufruf, an seinem Ort, in seinem Leben, mit seinen Fähigkeiten nach Ideen zu gucken, mit denen man selbst etwas erreichen kann.

Aber das können wohl nur wenige ... oder wollen sie es vielleicht gar nicht?

cam
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Re:

von cam (15.04.2012, 23:46)
hallo zusammen,

nun gut neue kreative Tipps bringe ich jetzt keine nur ein paar Gedanken... Beim ersten lesen des Eröffnungsposts dachte ich schon juhuuu ich kann dem Richymuc ein Kränzchen winden, super Post (tu ich ja auch, ist ein super Post!!!). Aaaaber die immer gleichen laschen Negativ-Ausreden für die eigene Misere sind leider ansteckend.

Ein Weg aus der Arbeitslosigkeit beginnt nun mal mit einem Schritt, dann folgt ein zweiter. Warum nicht mal sich in das Sitzorgan kneifen und einfach mal eine Idee greifen und damit beginnen. Den ersten Erfolg geniessen. Ohne schon die grosse Selbstständigkeit und Ich-AG sehen zu wollen. Und dieses "das ist zu teuer, das ist Illusion, das kann ich eh nicht, bin zu alt, mich will eh keiner, find eh keinen Job..." traurig, traurig.

Eine gute Freundin von mir ist Mexikanerin, studierte in Mexiko Zahnmedizin, hatte während mehreren Jahre einen hohen Posten in einer Uniklinik in Mexiko. Die Liebe zog sie in die Schweiz. Die Schweizer lassen sehr ungerne fremde Uniabschlüsse zu, also konnte sie nicht als Zahnärztin arbeiten. Sie suchte sich einen Fliessband-Job und ging zwangsläufig nochmal zur Uni. Nach 2 Jahren konnte Sie das Studium abschliessen und hat jetzt neben ihrem mexikanischen auch einen schweizer Uniabschluss.

Als ich in der Schweiz lebte lernte ich durch die Schule meiner Kinder viele Migranten kennen. Viele machten teilweise 3 Jobs, um ihre Familie zu ernähren. Zeitungen verteilen, Fastfood-Ketten, Bauarbeit, Putzfirmen... und zuhause hatten sie eine gute Ausbildung oder gar ein Studium absolviert.

Nehmt doch den Thread einfach mal als Anlass etwas nachzudenken und mal nur einen einzigen wenn auch klitzekleinen, nämlich den ersten Schritt zu tun. Das reicht erst mal. Ohne den gehts nirgendwo hin.

Liebe Grüsse
cam

p.s. auch wenn mir das Negativ-Getue die Lust fast verdorben hat - ich lass sie mich jetzt nicht anstecken und kredenze dir einen virtuellen Kranz Richymuc thumbbup cheezygrin

nochmal ein p.s Bewerbungen, die mich langweilen lese ich bei einer Direktbewerbung nicht aufmerksam, wenn ich eine Stelle ausschreibe gar nicht. Kostet bei vielen Bewerbungseingängen einfach zuviel Zeit. Eine Bewerbung muss fesseln, muss mich ansprechen. Ich möchte, dass die Person, die sich bei mir bewirbt mein Interesse an ihr weckt. Ich möchte, sehen, dass die Person mein Unternehmen soweit kennt, dass sie richtig ist bei mir mit ihrer Bewerbung. Ich möchte, dass mir am nächsten Tag der/die Bewerber/in automatisch wieder einfällt. Sonst geht die Bewerbung zurück (oder in den Müll ohne frankierten Rückumschlag)

Der Bewerber hat mein Interesse nicht geweckt? Bewerbung zurück. Für eine Stelle als Fitnesstrainer für Fitnessgeräte ohne Zusatzqualifikationen in einem Pilates-Studio beworben? Kennt mein Unternehmen nicht, kennt die eigene Branche nicht, also zurück mit der Bewerbung... Ein Blätterwald voller Diplome und Zertifikate, aber kein Fünkchen einer Idee, was der Bewerber in meinem Unternehmen damit anfangen will? Bewerbung zurück...

Für ein Buch nehmt ihr euch schliesslich auch Zeit, es wieder und wieder zu überarbeiten (hoffentlich). Wie ist mit der Bewerbung, mit dem Unternehmen in dem ihr euch bewerben wollt? Bewirbt ihr euch oder eure Arbeitsvergangenheit? Also wenn Arbeit wichtig ist und ein Job finden wichtig ist, dann ist super gute Bewerbungen verfassen der Haupt-Job. Wenn man nicht weiss wie das geht, dann investiert man halt mal in ein Buch zum Thema 'wie man gute Bewerbungen schreibt'...

Nochmal ein P.S. Ich habe meinen Standort in der Schweiz vor 4 Jahren geschlossen und erhalte immer noch alle paar Monate Bewerbungen für Jobs, die es in meinem Unternehmen noch nie gab... :roll:

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