Hallo Sachbuchautoren

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


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Dorothea Minkels
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Keinen Cent pro Buch für Sachbuchautoren bei großen Verl.

von Dorothea Minkels (16.05.2012, 10:11)
Auch promovierte Autoren erhalten bei großen Velagen bei einer Auflage von 1000 Büchern keinen Cent pro Buch, nur 25 Belegexemplare, die sie dann auch noch an die entsprechenden Archive weitergeben müssen.
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Dorothea Minkels
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Textänderungen im Sinne von Verlagen

von Dorothea Minkels (16.05.2012, 10:16)
Als Mitautorin in einem Sammelband von promovierten und habilitierten Historikern wurde in meinem 50-seitigen Beitrag ein entscheidender Satz im Fazit im Sinne der politischen Richtung des Verlags geändert. Ich stehe nun mit meinem Namen für eine Ansicht, die ich nicht vertrete. Bei meinen Büchern sol mir das nicht passieren.
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (16.05.2012, 10:26)
Perchta hat geschrieben:
Da widerspreche ich entschieden. Mit der Qualität der Bücher hat das überhaupt nichts zu tun, darüber denkt bei Thalia doch gar niemand nach. Sondern über Rabatt- und Umsatzzahlen.


Ein Widerspruch dem Widerspruch! cheezygrin

BoD-Bücher sind Nischenprodukte. Und größtenteils sind es schlechte Nischenprodukte. Warum soll sich der Präsenzhandel die Regale mit Büchern vollstopfen, die sich nahezu nicht verkaufen lassen?
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Dorothea Minkels
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Dank an Monika für die Tipps

von Dorothea Minkels (16.05.2012, 10:31)
An Foren hatte ich noch nicht gedacht. Das BoD-Forum ist das erste und bislang das einzige, das ich besuche.

Übrigens hat mein Buch wegen der neuen Forschungsergebnisse Begeisterung u.a. beim Direktor eines großen Archivs ausgelöst. Es muss das Tageslicht nicht scheuen.
Bei einem Verlag habe ich keines meiner Bücher vorgestellt.
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (16.05.2012, 11:10)
Wenn ich Aussagen wie diese lese ...

Perchta hat geschrieben:
Und unter uns Krankenschwestern: die Verlage drehen zur Zeit echt am Rad.
[...]
Im Moment macht es, denke ich, den wenigsten Kollegen, die bei den großen Verlagen sitzen, wirklich Spaß.


SandraR hat geschrieben:
Mit Bod hat es gar nicht so viel zu tun, sondern mit Großverlagsmafia. Randhomhouse, Bertelsmann liegen nicht zufällig immer im Eingang von Buchhandelsketten.


... dann denke ich immer: Dann freut euch doch! Denn in gar nicht allzu ferner Zukunft wird das große Verlagssterben einsetzen - und parallel dazu das Sterben der Buchläden.

Wenn - was allgemeiner Konsens ist - dem E-Book die Zukunft ist (wegen einfacherer Herstellung, niedrigem Preis und beste Möglichkeit zur Selbstvermarktung), dann sind auch Verlagsgruppen wie Bertelsmann, Holtzbrinck oder Bonnier in ihrer Existenz gefährdet. Von unabhängigen Verlagen gar nicht zu reden (zur Ergänzung: In der Schweiz, wo es bekanntlich u. a. kein Buchpreisbindungsgesetz gibt, ist das Verlagssterben bereits deutlich weiter fortgeschritten als in Deutschland - aber die Schweiz gilt ja immer ein gutes Vorbild :twisted: )
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Isautor
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Re:

von Isautor (16.05.2012, 11:29)
Wir haben eben hier die Zusage von einem großen Sachbuchverlag für ein Sachbuch bekommen. Soll das heißen, wir müssen denen das schenken und kriegen gerade mal ein paar Belegexemplare? Ist nicht dein Ernst. Sollte das so sein, gehen wir vielleicht doch lieber zu BOD. Kann ich gar nicht glauben.
Seid gegrüßt,

Isautor

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (16.05.2012, 11:54)
Isautor hat geschrieben:
Wir haben eben hier die Zusage von einem großen Sachbuchverlag für ein Sachbuch bekommen. Soll das heißen, wir müssen denen das schenken und kriegen gerade mal ein paar Belegexemplare? Ist nicht dein Ernst. Sollte das so sein, gehen wir vielleicht doch lieber zu BOD. Kann ich gar nicht glauben.


Ganz ruhig! cheezygrin

Hinsetzen und langsam bis 20 zählen! cheezygrin

Dann einen schönen Tee aufsetzen und zweieinhalb Minuten ziehen lassen. Den Tee genießen und dabei lange in die Gartenlandschaft blicken! cheezygrin

Und sich dann einfach mal mit dem "Normvertrag des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels" befassen.

In Deutschland herrscht weitestgehend Vertragsfreiheit. Wer einen Verlagsvertrag unterschreibt, der einem nur 25 Freiexemplare gewährt, aber keine prozentuale Tantiemen ... ist entweder dumm oder veröffentlichungsgierig. Ein guter Verlag kümmert sich um seine Autoren (auch Sachbuch-Autoren), ein guter Vertrag ist für beide Seiten eine "Win-Win-Situation". Alles andere bedeutet, den Autor zu vertreiben. cheezygrin
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Monika K.
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Re: Keinen Cent pro Buch für Sachbuchautoren bei großen Verl

von Monika K. (16.05.2012, 11:59)
Dorothea Minkels hat geschrieben:
Auch promovierte Autoren erhalten bei großen Velagen bei einer Auflage von 1000 Büchern keinen Cent pro Buch, nur 25 Belegexemplare, die sie dann auch noch an die entsprechenden Archive weitergeben müssen.


Das hört sich aber eher nach einer Dissertation an, finde ich. Die muss man in Buchform abliefern, und der Autor sucht natürlich nach einem kostengünstigen Angebot. Daran will man aber hinterher auch nicht verdienen. Das gehört in den Bereich "Wissenschaftliche Veröffentlichung" und hat mich Sach- oder Fachbüchern nichts zu tun.

Bei diesem Thema muss man ganz klar zwischen Sachbüchern, Fachbüchern und wissenschaftlichen Veröffentlichungen unterscheiden und die Marketingstrategie an der Zielgruppe ausrichten.

Sachbuch
- für interessierte Laien

Fachbuch
- für Fachleute
- für angehende Fachleute
- für interessierte Laien mit Vorkenntnissen
- Lehrbücher gehören ebenfalls in diese Rubrik

Wissenschaftliche Veröffentlichung
- dient der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen
- darunter fallen auch Dissertationen oder Habilitationsschriften
- Dissertationen müssen i.d.R bei einem Verlag/Selbstverlag erscheinen
- andere Wege: Fachzeitschriften, Konferenzpapiere etc.

Meiner Ansicht nach ist BoD für Sachbücher und Dissertationen sehr gut geeignet. Fachbuchautoren achten meistens darauf, bei einem renommierten Verlag unterzukommen. Ob das wichtig ist, kann ich nicht beurteilen.
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

(Übersetzung: Besser ein weiser Narr, als ein närrischer Weiser.)

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (16.05.2012, 12:01)
Isautor hat geschrieben:
Wir haben eben hier die Zusage von einem großen Sachbuchverlag für ein Sachbuch bekommen. Soll das heißen, wir müssen denen das schenken und kriegen gerade mal ein paar Belegexemplare? Ist nicht dein Ernst. Sollte das so sein, gehen wir vielleicht doch lieber zu BOD. Kann ich gar nicht glauben.


Das steht in der Zusage.
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Dorothea Minkels
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608-seitige Bau und Kulturgeschichte

von Dorothea Minkels (16.05.2012, 12:14)
Bei diesem wissenschaftlichen Fachbuch eines schon Jahre zuvor promovierten Fachmannes handelt es sich um einen renomierten Verlag, der aufwendige Bücher herausgibt.
Die Lebenshaltungskosten in den vielen Jahren der Recherche und des Schreibens musste sich der Autor durch die Förderung von ... sichern.
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SandraR
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Re:

von SandraR (16.05.2012, 12:17)
Siegfried, dem kann ich nicht zustimmen. Wo ein Verlag zu macht, macht ein anderer auf. Nur goldene Nasen, ja die verdient kein Nischenverlag.
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

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Monika K.
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Re: 608-seitige Bau und Kulturgeschichte

von Monika K. (16.05.2012, 12:22)
Dorothea Minkels hat geschrieben:
Bei diesem wissenschaftlichen Fachbuch eines schon Jahre zuvor promovierten Fachmannes handelt es sich um einen renomierten Verlag, der aufwendige Bücher herausgibt.
Die Lebenshaltungskosten in den vielen Jahren der Recherche und des Schreibens musste sich der Autor durch die Förderung von ... sichern.


Den letzten Satz verstehe ich nicht.

Die meisten Autoren können von den Einnahmen aus ihren Fachbüchern nicht leben. Bei manchen ist es mehr eine Liebhaberei. Anderen geht es eher um die Ehre.

Wissenschaftliche Veröffentlichungen sind dagegen einfach nur ein Teil der beruflichen Karriere. Der Gewinn entsteht nicht durch die Veröffentlichung selbst sondern durch ihre Folgen für den Beruf.
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Isautor
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Re:

von Isautor (16.05.2012, 12:35)
@Monika: Nein, diese genauen Vereinbarungen stehen nicht in der Zusage. In unserer zumindest nicht. Wir warten jetzt ab, so schwer das auch fällt.

@Siegfried: Für den Tee hab ich leider keine Zeit, aber ich denke auch, dass es einen normalen Vertrag geben wird.
Seid gegrüßt,



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Re:

von Monika K. (16.05.2012, 12:45)
@Isa
Das finde ich sehr ungewöhnlich, denn normalerweise bekommt man genaue Informationen über die Auflagenzahl, den Ladenpreis, das Autorenhonorar und ggf. die Herausgebermarge. Eine Zusage ohne Konditionen habe ich noch nie erlebt.
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Isautor
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Re:

von Isautor (16.05.2012, 13:19)
@Monika: keine Sorge, kommt bestimmt alles noch! Morgen soll ein Gespräch stattfinden, in dem all diese Dinge dann erläutert werden. Ich fand es auch ungewöhnlich, aber es ist auch ein absolutes Ausnahmebuch. Normalerweise rufen Verlagsinhaber auch nicht bei dir zu Hause an.

Ich bin begeistert! Spannende Sache. Aber jetzt halte ich die Klappe, bis alles fertig ist.

Und falls einer sich gleich zu Wort meldet: Nein, es handelt sich NICHT um einen DKZV, sondern erstaunlicherweise um den ursprünglichen Wunschverlag. Kommt mir auch vor, wie ein Lottogewinn.
Seid gegrüßt,



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