Frage zum Genre

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Daylight..
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Frage zum Genre

von Daylight.. (02.06.2012, 09:14)
Ich arbeite derzeit an einem Roman und stehe gerade vor einer etwas ungewöhnlichen Frage.
Die Geschichte handelt (ganz grob) von einem Klinikskandal, den eine ehemalige Mitarbeiterin im Laufe der Geschichte aufdecken wird.

Ich weiß nur nicht, in welches Genre ich meine Geschichte einordnen soll.

Medizinthriller- zu weit hergeholt, da sich die Geschichte größtenteils nicht in der Klinik abspielt

Thriller - hm ... Thriller hat für mich immer was von Agenten, Explosionen, Verschwörungen

Psychothriller - paßt auch nicht recht, da es nicht direkt um die abgründige Psyche eines z.B. Serientäters geht.

Kriminalroman - von Polizeiarbeit ist wenig die Rede. Staatsanwalt und Polizei kommen erst kurz vor Ende ins Spiel, um die Ermittlungen einzuleiten.

Es geht in erster Linie um die Hauptfigur, die nach und nach - durch bestimmte Hinweise - dem Skandal auf die Spur kommt. Dabei erlebt sie gefährliche Situationen, gerät schließlich in ernsthafte Gefahr. Natürlich mit einer überraschenden Wende. Also teilweise sehr spannend, aber auch unterhaltsam, "leicht" zu lesen.

Ich brauchte also eine Genrebezeichnung, so irgendetwas zwischen "Roman" und "Psychothriller". :?

LG Kerstin

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Isautor
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Re:

von Isautor (02.06.2012, 09:41)
HI Kerstin,

Ein Buchblogger hat meine Jugendgeschichte als Thriller bezeichnet. Wenn Sam als Thriller durchgeht (mir völlig unverständlich!), dann kannst du das auch so sagen. Es ist ja wahrscheinlich alles fiktiv, also kein Erlebnisbericht.
Schreib es doch mal fertig und lass deine Testleser ein Statement dazu abgeben, wie sie es empfinden.
Wichtig ist nur, dass die Bezeichnung nicht zuuuu hochgriffen ist. Manche Bücher sind nicht so einfach zu klassifizieren.
Mein Buch könnte als Jugendroman, Serienroman, Fantasyroman, Jugendthriller (Hä?), Novelle? oder fantastische Literatur durchgehen, ohne dass einer ankommt und sich beschwert.
Man nimmt dann halt die Info, die man am dringendsten mitteilen will, also in meinem Fall musste ich entscheiden, ob die Info Fantasy wichtiger ist oder Jugend.

Ich habe gerade einen kurzen Thriller geschrieben, für mich eindeutig Thriller, für einen Leser eindeutig Horror ...
Seid gegrüßt,

Isautor

Eines Tages ich Profi sein.
Status: Heftchenromanschreiberin im Nebenberuf.

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Siegfried
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Re: Frage zum Genre

von Siegfried (02.06.2012, 10:44)
Daylight.. hat geschrieben:
Ich brauchte also eine Genrebezeichnung, so irgendetwas zwischen "Roman" und "Psychothriller". :?


Wozu brauchst du so eine Schublade? :roll:
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Daylight..
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Re: Frage zum Genre

von Daylight.. (02.06.2012, 14:16)
Siegfried hat geschrieben:
Daylight.. hat geschrieben:
Ich brauchte also eine Genrebezeichnung, so irgendetwas zwischen "Roman" und "Psychothriller". :?


Wozu brauchst du so eine Schublade? :roll:


Ich finde es schon sehr wichtig, dass ein Buch einem Genre zugeordnet wird. Sei es bei der Vorstellung in Foren, Buchhandlungen, etc. oder einfach, wenn jemand fragt.
Bißchen blöd, dann zu sagen: "Hm ... mein Buch? Ja, einfach ein Buch."

Davon abgesehen steht bei vielen Büchern das Genre drauf. "Thriller", "Kriminalroman" oder eben einfach nur "Roman".

Ich möchte mich in Buchhandlungen nicht durch etliche Klappentexte lesen, um z.B. einen Thriller zu finden. Da ist es sinnvoll, wenn diese nach Genre sortiert sind.

Oder sehe das nur ich so? :?

LG Kerstin
Zuletzt geändert von Daylight.. am 02.06.2012, 17:15, insgesamt 1-mal geändert.

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Thomas Becks
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Re: Frage zum Genre

von Thomas Becks (02.06.2012, 15:24)
Daylight.. hat geschrieben:
Ich arbeite derzeit an einem Roman und stehe gerade vor einer etwas ungewöhnlichen Frage.
Die Geschichte handelt (ganz grob) von einem Klinikskandal, den eine ehemalige Mitarbeiterin im Laufe der Geschichte aufdecken wird.

Ich weiß nur nicht, in welches Genre ich meine Geschichte einordnen soll.

Mein Vorschlag: Enthüllungsroman
Gruß
Thomas

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Siegfried
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Re: Frage zum Genre

von Siegfried (02.06.2012, 17:20)
Daylight.. hat geschrieben:
Ich finde schon, dass es wichtig ist, dass ein Buch einem Genre zugeordnet wird. Sei es bei der Vorstellung in Foren, Buchhandlungen, etc. oder einfach, wenn jemand fragt.
Bißchen blöd, dann zu sagen: "Hm ... mein Buch? Ja, einfach ein Buch."

Davon abgesehen steht bei vielen Büchern das Genre drauf. "Thriller", "Kriminalroman" oder eben einfach nur "Roman".


Genres sind Verkaufsmittel des Buchhandels: "Hier das Regal mit den Krimis, dort das Regal mit der Fantasy, da hinten in der Ecke die Science Fiction." Ich kenne Bücher mit dem Vermerk "Krimi", die aber in Wahrheit ein Beziehungsdrama enthalten. Oder wo vorne "Science Fiction" draufsteht und innen drin ist nichts weiter als ein simpler Abenteuer-Roman.

Wenn die Bedeutung des Genres für den Autor bzw. die Autorin so wichtig ist, was macht denn dann z. B. den "Thriller" im Unterschied zum "Krimi" aus? Spielt beim Letzteren die Polizei mit, beim Ersten hingegen nicht?

Das Herumraten hier in diesem Thread zeigt doch sehr genau, wie ungenau die Vorstellungen sind, was einen "Thriller" ausmacht oder einen "Enthüllungsroman".

Wenn ich die Handlung von "Hänsel und Gretel" ins Weltall verlege und das Hexenhaus statt im Wald auf einem mysteriösen Wüstenplaneten steht, habe ich dann plötzlich "Science Fiction" oder bin ich noch immer in einem "Märchen"? Macht also das Setting das Genre aus?

Daylight.. hat geschrieben:
Ich möchte mich in Buchhandlungen nicht durch etliche Klappentexte lesen, um z.B. einen Thriller zu finden. Da ist es sinnvoll, wenn diese nach Genre sortiert sind.


Ich sagte oben ja schon: Genres sind ein Verkaufsmittel des Buchhandels. Da braucht man eben Schubladen - hier in Form von Regalen. Etiketten halt.

Aber wozu braucht das der Autor? cheezygrin
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Thomas Becks
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Re: Frage zum Genre

von Thomas Becks (02.06.2012, 17:34)
Siegfried hat geschrieben:
Aber wozu braucht das der Autor? cheezygrin

Vor der Veröffentlichung fragt BoD, welches Genre das ist.
Dann ist das Genre nicht unwichtig, wenn es um PR geht; ab und zu muss man ja für verschiedene Magazine seinen eigenen Text schreiben. Das sollte ich z.B. für 100% Buer machen. Aber auch für den Coolibri musste ich das Genre nennen, obwohl das Buch von der Redaktion gelesen wurde.

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Daylight..
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Re:

von Daylight.. (02.06.2012, 17:35)
Wozu ein Autor das braucht?

Erstens wird man hin und wieder gefragt, welche Art Buch man denn schreibt. Da sollte man dann auch eine Antwort parat haben. Ob Fantasy, Thriller oder Kinderbuch ... da gibt's halt Unterschiede. :lol:

Und sicher wird man auch beim Abklappern von Buchhandlungen nach dem Genre gefragt.
Ganz zu schweigen vom Einsenden eines Manuskripts beim Verlag (kann ich jetzt nur vermuten, habe da bislang keine Erfahrung). Die wollen doch sicher auch das Genre wissen, um zu beurteilen, ob das Buch ins Programm passt oder eben nicht.

Ist es also wirklich so unwichtig, das Buch einem Genre zuzuordnen?

Carmen Engel

Re:

von Carmen Engel (02.06.2012, 18:23)
Hallo daylight,

ich finde es nicht so unwichtig, dass Du versuchst, Dein Manuskript einem Genre zuzuordnen.
Denn egal, ob man das als Autor braucht oder nicht, die Leser und ja, auch die Verlage brauchen und wollen das. Da kann man sich meiner Meinung nach nicht dagegen wehren. Es sei denn, man will nicht unbedingt gelesen und gekauft werden. :lol:

Also, so wie Du das Manuskript beschreibst, würde ich es durchaus in den Bereich Thriller einordnen. Und dann mache Dir nicht so viele weitere Gedanken darüber, sondern schreibe lieber das Manuskript fertig. Vielleicht weißt Du am Ende noch eine genauere Einteilung. Das wird sich zeigen.

Viel Erfolg dabei wünscht Dir
Carmen

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (02.06.2012, 18:44)
Daylight.. hat geschrieben:
Wozu ein Autor das braucht?

Erstens wird man hin und wieder gefragt, welche Art Buch man denn schreibt. Da sollte man dann auch eine Antwort parat haben. Ob Fantasy, Thriller oder Kinderbuch ... da gibt's halt Unterschiede. :lol:


Dann kannst du sie ja sicher erklären und voneinander unterscheiden, oder? cheezygrin

Daylight.. hat geschrieben:
Und sicher wird man auch beim Abklappern von Buchhandlungen nach dem Genre gefragt.


Okay, ich kehre zu meiner bislang unbeantworteten Frage zurück:

Wenn ich "Hänsel und Gretel" nehme und die Geschichte ins Weltall verlege, ist es dann kein Märchen mehr, sondern Science Fiction?

Wenn ich die Handlung in die Gegenwart verlege und aus der Hexe eine "Kinderhändlerin" mache, die Kinder als Sklaven in bestimmte Länder verkauft (siehe das aktuell in den Zeitungen geschilderte Leben des 19jährigen deutschen Mädchens, das als Sklavin in Bosnien gefangen gehalten wurde), ist es dann ein "Thriller"?

Wenn ich "Hänsel und Gretel" in den Wilden Westen verlege, wo die Eltern die Kinder in der Prärie aussetzen, die dann von Indianern gefunden und verschleppt werden, ist das dann ein "Western"?

Macht also nicht die Handlung, sondern das Settin (die Umgebung) das Genre aus?

Oder generell gefragt: Was macht den Begriff "Genre" eigentlich aus? Wenn das geklärt ist, dann - und erst dann - sollte man sich Gedanken darüber machen, welche Schublade man aufmacht.

Daylight.. hat geschrieben:
Ganz zu schweigen vom Einsenden eines Manuskripts beim Verlag (kann ich jetzt nur vermuten, habe da bislang keine Erfahrung). Die wollen doch sicher auch das Genre wissen, um zu beurteilen, ob das Buch ins Programm passt oder eben nicht.


Den Verlag interessiert das Genre herzlich wenig (außer wenn ein Kochbuch-Verlag Gedichte angeboten bekommt). Was ein Verlag wissen will, sind Informationen über die Zielgruppe: Wer ist der potentielle Leser des Buches? Ob da nun "Krimi" oder "Thriller" oder "Enthüllungsroman" draufsteht, ist doch völlig egal.

Meine Meinung. Ganz nebenbei gesagt. Wer gerne in Kategorien oder Schubladen denkt ... bitte schön!

Daylight.. hat geschrieben:
Ist es also wirklich so unwichtig, das Buch einem Genre zuzuordnen?


Meiner Meinung nach: Ja!

Wenn Bod ein Genre zugeordnet bekommen will, dann schreibe ich notfalls bei einem bluttriefenden Horrorroman "Liebesgeschichte" rein. Wer will das Gegenteil beweisen? cheezygrin
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Cornelia
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Re:

von Cornelia (02.06.2012, 19:06)
Hallo,

Kerstin, ich kann dich gut verstehen, dass du für deinen Roman eine möglichst passende Schublade finden willst.
Vor allem, weil mögliche Leser, Pressevertreter usw. danach fragen.
Schau mal bei wikipedia rein, dort wird beschrieben, wie z.B. das Genre Thriller charakterisiert wird. http://de.wikipedia.org/wiki/Thriller
Auch zum Krimi steht dort etwas geschrieben. http://de.wikipedia.org/wiki/Krimi
Das Genre muss ja auch nicht unebdingt auf dem Buch benannt sein, aber ein ungefähre Zurordnung sollte man schon machen können.

Siegfrieds Horrorgeschichte würde ich jedenfalls bei Liebesgeschichten nie finden. cheezygrin

Viele Grüße
Cornelia

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Perchta
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Re:

von Perchta (02.06.2012, 20:23)
Siegfried hat geschrieben:
Den Verlag interessiert das Genre herzlich wenig (außer wenn ein Kochbuch-Verlag Gedichte angeboten bekommt).


Wobei es m.E. eine Gelegenheit gibt, bei der gerade die Verlage mit Genre-Bezeichnungen sehr freigebig sind: bei Ausschreibungen. Da wird dann nicht einfach Science Fiction gesucht, sondern "Space Opera", "Endzeit-Dystopie" oder "Steampunk", und nicht Fantasy, sondern "Romantasy", "Urban Fantasy" oder "Phantastik".
Weiß ich nur, weil ich alle diese Begriffe dann jedes Mal googeln gehe.

lg
Petra (<-- kann Genres nicht auseinander halten und hat deshalb für ihr Buch auch das falsche gewählt)
Mein Dilettanten-Projekt. "Dilettant" ist übrigens abgeleitet vom lateinischen "delectare" = "erfreuen".

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Daylight..
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Re:

von Daylight.. (02.06.2012, 21:04)
@ Siegfried:

Sorry, aber der gerade in die Kinos kommende Film "Snowhite" (Schneewittchen) mit Charlize Theron und Kristen Steward läuft unter dem Genre "Fantasy, Action, Abenteuer" - nicht unter "Märchen" cheezygrin .

Na, wie auch immer. Soll jeder so halten, wie er will.

Ich finde es wichtig, dass ein Buch einem bestimmten Genre zugeordnet wird. Und bei mir stellt sich ja auch nicht die Frage, ob Genre oder nicht, sondern WELCHES Genre, um nicht zu dick aufzutragen bzw. völlig danebenzuliegen.

Liebe Grüße - Kerstin

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (02.06.2012, 21:51)
Daylight.. hat geschrieben:
@ Siegfried:

Sorry, aber der gerade in die Kinos kommende Film "Snowhite" (Schneewittchen) mit Charlize Theron und Kristen Steward läuft unter dem Genre "Fantasy, Action, Abenteuer" - nicht unter "Märchen" cheezygrin .


Natürlich. Die Filmleute wollen ein bestimmtes Publikum ins Kino locken. Deshalb das Etikett. cheezygrin

Daylight.. hat geschrieben:
Ich finde es wichtig, dass ein Buch einem bestimmten Genre zugeordnet wird. Und bei mir stellt sich ja auch nicht die Frage, ob Genre oder nicht, sondern WELCHES Genre, um nicht zu dick aufzutragen bzw. völlig danebenzuliegen.


Nur als Erläuterung, warum ich dieser Suche nach einem "Genre" so kritisch gegenüberstehe (bzw. ich der Auffassung bin, ein Autor sollte sich um die Geschichte kümmern und nicht um das Genre):

Ein Genre definiert sich durch eine Anzahl von Einzelexemplaren, z. B. Romane. die - zwingend! - gleiche Eigenschaften aufweisen. Je mehr Romane gleiche Eigenschaften aufweisen, desto stabiler ist die Definition des Genre. Als Folge entsteht eine Erwartungshaltung beim Konsumenten, also beim Leser (oder beim Kinobesucher). Etwas, das die Bezeichnung "Thriller" trägt, muss bestimmte Kriterien erfüllen. Folglich schreibt der Autor stereotyp. Der Autor muss stereotyp schreiben, also bestimmten Regeln folgen, um dem Etikett "Thriller" zu entsprechen. Folgt er nicht diesem Weg, betreibt er gegenüber dem Leser den berühmt-berüchtigten Etikettenschwindel. cheezygrin

Warum also soll sich der Autor beim Schreiben diesem Zwang des Stereotypen unterwerfen? Weil er im Buchladen in ein bestimmtes Regal will? Wichtig ist doch nur, dass eine gute Geschichte gut erzählt wird. In welches Regal das Buch schließlich wandert, welches Etikett das Buch erhält, das können die Werbestrategen des Verlages oder die Schildermaler des Buchladens festlegen.

Deshalb finde ich einen bluttriefenden Horrorroman, der als "Liebesgeschichte" gekennzeichnet ist, viel interessanter als einen Thriller, der dann auch "nur" ein Thriller ist. cheezygrin
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