Ebook - ein Flop sondergleichen...

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jenne
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Re: ...

von jenne (06.06.2012, 07:13)
MichaelHA hat geschrieben:
Der GRIN-Verlag bspw. bietet seine E-books als pure PDF's ohne jeglichen Kopierschutz an. Es ist klar, dass man damit keine größeren Umsätze generieren kann, denn das kopieren einer PDF-Datei ist bekanntlich kinderleicht...


So ein PDF hatten wir auch kurzzeitig online. Finde ich völlig ungeeignet als eBook, wenn man es verkaufen möchte. Ist es überhaupt möglich, ein PDF geräteabhängig zu machen, also mit ähnlichen Schutzmechanismen wie die anderen eBook-Formate?
j.

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (06.06.2012, 20:03)
Ich habe kürzlich eine eBook-Serie mit Amazon gestartet und dabei selbstverständlich die Nutzung des DRM eingeschaltet und auch alle anderen Optionen hinzu gebucht.

Ich verkaufe derzeit im Durchschnitt täglich 3 Bücher. Auch wenn ich vermute, dass das nur ein vorübergehender Effekt ist, habe ich damit innerhalb weniger Tage mehr elektronische Artikel verkauft, als jemals zuvor durch meinen Verlag. Ich vermute, dass der Preis hier die Menge macht.

Inwieweit sich das Ausleihprogramm später finanziell bemerkbar macht, vermag ich noch nicht zu sagen. Hier erwarte ich erst in einigen Wochen eine Meldung.

Übrigens bin ich der Autorin, die mir hier den Tipp und einige wichtige Hinweise gab, bis ans Ende meiner Autorenlaufbahn dankbar dafür.
cheezygrin

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buchselstabe
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Re:

von buchselstabe (06.06.2012, 21:00)
Da ich eine Sci-Fi Fortsetzungsserie schreibe, die gedruckt als Heftchen mit ca. 60 Seiten im DIN A5-Format erscheinen müßte, was On Demand gedruckt zu teuer käme, habe ich mich für das eBock und Amazon entschieden.
Teil 1 kam Anfang Jan heraus, Teil 2 und Teil 3 jeweils knapp 2 Monate später.
Teil1 war ohne DRM, Teil 2 und Teil 3 mit DRM.
Teil 1 mit Blick ins Buch, Teil 2 ohne (war ein Versehen) und Teil 3 wieder mit Blick.
Momentan habe ich über 300 eBooks verkauft.

So wie es momentan ausschaut, kann ich mich nicht beschweren.
Sci-Fi: Serie Amazon
Autor: Twitter Facebook

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (07.06.2012, 08:06)
Respekt, buchselstabe, Respekt! thumbbup

Und Du trittst in die ehrwürdige Nachfolge der Romanhefte, die ich bei mir daheim sammele und so sehr liebe. 64 Seiten, Format etwas mehr als A5 und damals in wöchentlicher Folge erschienen.

Ich bin Sammler der ausgestorbenen SF-Serien "Terra Nova" und "Terra Astra".

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jenne
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Re:

von jenne (07.06.2012, 10:41)
Wow, 300 eBooks in 5 Monaten, nicht schlecht. Ich bin gespannt, was unser eBook bringen wird (kommt in wenigen Wochen). Vom Papierbuch "Tretrollersport" wurden seit 29.12.11 (also auch etwa 5 Monate) ca. 120 Bücher verkauft (verschenkt haben wir auch noch gut 30, vor allem für Gastbeiträge und an Verwandte). Es kann sein, dass das Papierbuch die kleine deutsche Tretrollerszene schon recht weitgehend abgedeckt hat, aber das eBook wird ja viel billiger werden (9,99 statt 24,90 €) und im August ist die Tretroller-Weltmeisterschaft erstmals in Deutschland. Die könnte auch noch einen Schub bringen :). Das Papierbuch ist immer noch günstig, wenn man bedenkt, was mich ein PDF-Ausdruck vor Veröffentlichung im Copyshop auf A4 gekostet hat (ca. 80 €, bei auch nicht mehr Farbe als im fertigen Buch).
j.

ThomasF
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Re:

von ThomasF (07.06.2012, 11:51)
Zum Thema "Kindle Direct Publishing von Amazon":

Weiß jemand, wie hoch die Mindest-Seitenanzahl ist für eine E-Book-Veröffentlichung bei Amazon?

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (07.06.2012, 12:04)
ThomasF hat geschrieben:
Weiß jemand, wie hoch die Mindestseitenzahl ist für eine E-Book-Veröffentlichung bei Amazon?


Da Amazon die Datei als .htm ("Website gefiltert, htm ..." wie es im empfohlenen WORD heißt) geliefert haben möchte, ist die Seitenzahl völlig unerheblich. Man weist nur in der Anleitung darauf hin, dass bei einem neuen Kapitel ein Seitenumbruch eingefügt werden sollte und Überschriften genutzt werden können.

Das hat als Hintergrund, dass die Reader keine konventionellen Seiten mehr kennen, sondern bis zum Seitenumbruch scrollen lassen.

Wichtig ist nur ein aktives Inhaltsverzeichnis in der Word-Datei, die dafür sorgt, dass Links zu den jeweiligen Kapiteln gesetzt werden.

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buchselstabe
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Re:

von buchselstabe (07.06.2012, 12:40)
Ich liefere keine HTML-Datei ab.
Ich produziere ein komplettes Mobi-eBook zu Hause. Das erlaubt mir mehr Freiheiten, als Word über HTML. Wobei ich eh kein Word benutze.
Und ein Inhaltserzeichnis brauch ich auch nicht erzeugen.
Das kann alles der Mobi-Maker für mich tun.
Außerdem kann ich ohne Probleme ein großes farbiges Cover mit integrieren.
Weiß nicht, ob das über Word und HTML-Output auch geht.

Bevor ich dann ein eBook hochlade, lese ich es komplett auf meinem Kindle durch.
Soviel "Qualitässicherung" muß sein.

Was man wie abliefern kann, und was es zu beachten gibt, kann man bei KDP nachlesen.

Happy Kindleing

ThomasF
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Re:

von ThomasF (07.06.2012, 12:58)
Vielen Dank an euch beide für die schnelle Beantwortung meiner Frage.

Mir war aufgefallen, dass bei einigen Kindle-Books bei Amazon die "Seitenzahl der Print-Ausgabe" angegeben wurde, ohne das es eine Print-Ausgabe gibt.
Gut, jetzt weiß ich Bescheid.

Viele Grüße
Thomas

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Isautor
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Re:

von Isautor (07.06.2012, 13:44)
@buchselstabe: Ich weiß nicht, ob das jetzt ein Mißverständnis ist, aber es ist so gemeint, dass man natürlich die HTML seite gefiltert in den Mobi reingibt. Natürlich kann man vorher in Word auch noch Bilder einfügen. Man gibt doch nicht die HTML Seite an Amazon weiter.

@CeKaDo: das ist nur der Anfang! 3 am Tag ist nicht mal viel, warte ab. An manchen Tagen hatte ich 12- 25 Stück. Kommt natürlich auch auf den Preis an.

Hier noch ein paar Tipps von mir:

Schön Werbung am Ende einfügen! Ihr könnt am Ende eures Buches Werbung für andere Werke einfügen und auch die Cover zeigen.

Um das E-Book ein wenig netter zu gestalten, habe ich begonnen, kleine Symbole einzufügen, wenn es einen Sprung in der Geschichte gibt. das sieht gut aus und ist etwas liebevoller, als nur Text. Nicht jedes Gerät zeigt diese Bildchen an, aber man sollte es trotzdem machen. Beispiele:

Bild

Bild
Seid gegrüßt,

Isautor

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Perchta
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Re:

von Perchta (07.06.2012, 19:07)
Dann melde ich mich auch mal an der Kindle-Front. Nachdem vor allem Isa so von den Möglichkeiten für Kurzgeschichten geschwärmt hat, wollte ich's auch mal ausprobieren. Und wenn's nur ist, damit man mitreden kann ... Kürzere Texte fallen bei mir als Nebenprodukt beim Romanschreiben von selbst an.

Da ich kein Word habe, mußte ich die HTML-Datei aus Open-Office heraus erstellen, was aber prinzipiell auch kein Problem war. Nur das Zentrieren der Bilder mußte ich manuell nachbessern. Wahrscheinlich habe ich da aber nur die entsprechende Funktion in Open Office nicht gefunden.

Ein Freund von e-Books werde ich nicht mehr werden; diese Art des Lesens ist mir zutiefst suspekt. Ähnlich wie Isa hoffe ich auch eher auf einen Werbeeffekt fürs eigentliche Buch; für zwanzig Seiten Geld zu verlangen, widerstrebt mir eigentlich. Ich hab's zum Mindestpreis drin, und heute probiere ich den ersten Gratis-Download-Tag aus. Bisher ist das Interesse allerdings sehr mäßig (15 kostenlose Downloads und 1 Verkauf - keine Ahnung, wie der zustande kommt, wenn das Ding kostenlos ist. Gestern war er aber noch nicht da).
Mein Dilettanten-Projekt. "Dilettant" ist übrigens abgeleitet vom lateinischen "delectare" = "erfreuen".

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (07.06.2012, 23:14)
Perchta hat geschrieben:
15 kostenlose Downloads und 1 Verkauf


Ich hadere noch mit mir, ob ich den "Werbetag" mit kostenlosen Downloads nutze. Eine Umsatzerhöhung kann ich mir damit nicht vorstellen.

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Perchta
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Re:

von Perchta (08.06.2012, 04:29)
Daran glaube ich auch nicht, Carsten. Es soll wohl nur eine Methode sein, sich bekannter zu machen. Dafür hast du ja bessere Möglichkeiten. :wink:

Wobei ich auch da nicht weiß, wieviel konkret dahinter steckt. Heute Vormittag läuft der Werbetag aus; bisher waren es 57 Downloads. Im KDP-Forum haben einige Leute was von dreihundert und fünfhundert Downloads pro Gratistag erzählt.

Wenn man jetzt noch berücksichtigt, daß ein großer Teil dieser Downloads wahrscheinlich ungelesen bleibt (gibt es eigentlich schon automatisierte Bots, die bei Amazon alles abgreifen, was zur Zeit kostenlos ist? Sollte mich nicht wundern ...) oder nach kurzem Anlesen wieder gelöscht wird, läuft es wahrscheinlich auf eine ähnliche Erfolgsquote raus wie bei Werbeflugblättern.

Wovor im KDP-Forum übrigens auch gewarnt wurde: Kostenlose Downloads sollen oft sehr schlecht bewertet werden. Vielleicht, weil viele Leute erst mal wahllos alles runterladen - kost' ja nix -, nur um hinterher enttäuscht festzustellen, daß es gar nicht dem eigenen Geschmack entspricht.

Ich erstatte heut nachmittag mal Bericht, ob sich noch was getan hat.
Mein Dilettanten-Projekt. "Dilettant" ist übrigens abgeleitet vom lateinischen "delectare" = "erfreuen".

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Isautor
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Re:

von Isautor (08.06.2012, 08:24)
Ich spreche mal aus meiner Erfahrung:

Anfangs ist der kostenlose Download fast ein Muss, aber besser erst mal nur einen Tag! Ich habe bisher nur eine richtig miese Bewertung kassiert und inzwischen kann ich mit ziemlicher Sicherheit sagen, sie kam von der Dame, die auch Sam schlecht machen wollte, zählt also nicht.
Durch den Werbetag kommt man mit Glück auf Platz 1 oder 2 der Charts in einer gewählten Kathegorie. Bei mir wäre das Horror, Kurzgeschichten oder Anthologie. Auf diesen ersten Plätzen wird das Buch gesehen. Man sollte sogar versuchen bei allen Gratis E-Books, die es überhaupt gibt unter die Top 20 zu kommen.
Das ist mir bisher gelungen. Wenn sich der Zähler nach Ablauf der Werbung zurückstellt, und jetzt

ACHTUNG! Ganz wichtig! Dann steht das E-Book eine Weile kostenpflichtig (!) in den Gratis-Charts.

Das heißt, es ist noch auf Platz 1 oder 2, aber es kostet und wird gesehen! In dieser Zeit kommen die ersten Käufer! Jetzt kann Folgendes passieren: Ein Käufer klickt drauf und hat nicht gesehen, dass es schon wieder kostenpflichtig war. Dann kann es sein, dass eure Verkäufe plötzlich als Rückgaben eingetragen werden, weil die Käufer die E-Books bei voller Kostenerstattung zurückgeben dürfen.
Es heißt also NICHT, dass euer Buch zwingend so mies war, dass der Käufer es nicht wollte, er hat sich schlicht verklickt.

Um auf den ersten Plätzen zu landen, müsst ihr am Gratistag 400-800 Bücher raushauen. Bei mir sind es ca. 600 am Tag, bei meinen Topsellern einmal 1600 am Tag. Wenn eure Bücher nur 50 mal geladen werden, könnte es tatsächlich sein, dass es keinen großen Effekt hat. Dann müsst ihr gucken, warum das so ist. Was ist mit dem Cover und habt ihr die richtigen Kathegorien gewählt?
Und man muss natürlich unter Amazon.de und unter Amazon.com gucken, da wird auch gratis geladen.

Um euer Buch zu bewerben, könnt ihr euren Gratistag Bloggern ankündigen. Teilweise finden die das von selbst, aber es gibt auch Meldebögen.

Das Risiko, dass schlecht bewertet wird, ist natürlich da, keine Frage. Manche laden erst mal alles gratis, aber wie Perchta schon sagte, die lesen das nicht zwingend. Wer sich zu einer Rezi aufrafft, der will ja etwas mitteilen oder dem Autor eins reinwürgen. Das Risiko gibt es, aber man kann gegen ganz unfaires Zeug auch vorgehen.
Seid gegrüßt,



Isautor



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Re:

von Ikarus (08.06.2012, 08:31)
Perchta hat geschrieben:
Wenn man jetzt noch berücksichtigt, daß ein großer Teil dieser Downloads wahrscheinlich ungelesen bleibt.


Na und? Wer kauft sich die Bücher der Spiegel-Beststeller-Liste, nur um sie in den Schrank zu stellen? Wie viele Bücher werden verschenkt und ebenfalls nicht gelesen, sondern bei de rnächsten Gelegenheit weiter verschenkt?

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