Preise bei E-Books

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Udo Ehrich
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Preise bei E-Books

von Udo Ehrich (16.03.2012, 19:11)
Ich habe mich heute ein wenig auf den Hilfe-Seiten bei BoD umgeschaut, weil ich nach dem Verhältnis der Preise von E-Books und Print-Bücher geschaut habe, aber entweder habe ich mich zu dumm angestellt oder aber die Information ist wirklich schwer zu finden.

Wenn man hier jetzt ein Buch als Print-Buch veröffentlicht, so habe ich das bisher verstanden, kann man kostenlos ein E-Book zubuchen, also das Print-Buch erscheint dann auch als E-Book. Aber während beim Print-Buch offensichtlich ist, an welcher Stelle man den Preis festlegt, ist es beim E-Book nicht herauszufinden, wie da die Verhältnisse bei den Preisen sind. Wird das automatisch festgelegt anhand des Preises des Print-Buchs oder wie funktioniert das?

Ich plane nämlich, mein nächstes Buch voraussichtlich im Mai oder Juni bei BoD zu veröffentlichen und überlege, ob ich es auch parallel als E-Book veröffentliche. Allerdings würde ich schon gerne vorher wissen, wie die Preise und die Margen sind.

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Daniel Fischl
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Re:

von Daniel Fischl (16.03.2012, 19:24)
Bei einer Veröffentlichung eines E-Books wird der Preis dem des Print-Books angepasst. Das heißt es wird von BOD selbst erstellt und ist günstiger als der des Print-Books. Die Konditionen kannst du dir unter www.bod.de/preiskalkulation.html nachlesen und testen. :wink:
Mit freundlichen Grüßen

Daniel Fischl

http://www.amazon.de/-/e/B00C67JR4A

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W.Waldner
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Re:

von W.Waldner (16.03.2012, 19:31)
Den Preis für das E-Book legt BoD so fest, dass es etwa 10 bis 20 Prozent billiger ist als die Holzausgabe. Das Buch kostet also zum Beispiel 5.99 und das E-Book dann nur 5.49. Bei teuren Büchern ist der Preis für das E-Book also auch ordentlich hoch.

Das machen allerdings noch alle Verlage so, was sich bald ändern wird. cheezygrin

Sonst ist der Autor nämlich gut beraten, eine eigene E-Book-Version seines Themas zu produzieren. Da kann er dann noch jede Menge Bilder reinpacken, einen Preis von unter 3 Euro machen und damit mehr verdienen, als der Verlag es ermöglicht.

Beim BoD-E-Book ist die Autorenspanne etwas höher als beim gedruckten Buch, aber den Löwenanteil bekommt immer noch der Verlag, obwohl der damit gar keinen weiteren Aufwand hat, weder Druck, noch Lagerung oder Versand.

Das ist also noch nicht optimal, wird sich aber bald von selber regeln. cheezygrin
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SandraR
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Re:

von SandraR (16.03.2012, 20:32)
WW, keine Ahnung aber Senf dazu geben. ISBN kosten Geld, Verträge mit dem Großhandel muss man auch für eBooks machen und VLB kostet auch jedes Jahr Geld...es ist natürlich eine Frechheit für einen Dienstleister dafür Geld zu nehmen.
Ohne all dies kannst du nur bei Amazon in deren ungenügendem Format mitspielen.
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

malschaun
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Re:

von malschaun (16.03.2012, 20:37)
SandraR hat geschrieben:
Ohne all dies kannst du nur bei Amazon in deren ungenügendem Format mitspielen.


Naja, die meisten E-Books werden doch über Amazon verkauft, oder? Deren Kindle-Software läuft auf dem PC, Ipad, Android ...
Wer also ohne ISBN-Kosten einen eigenen Versuch mit seinem E-Book starten will, sollte es bei Amazon mal probieren. Da bekommt man schon einen guten Eindruck, ob und wie sich das eigene E-Book behaupten kann.

Grüße

Andreas Adlon
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Re:

von Andreas Adlon (16.03.2012, 20:48)
amazon hat 80 -90 % Markanteil beim Internetverkauf, sowohl bei Büchern als auch bei ebooks.

Man braucht keine ISBN und verdient anständig (70 %). Ich sehe es so, wie W.W. Nur die dummen Autoren veröffentlichen bei Kleinverlagen oder eben Massenabietern wie AAVAA, persimplex, epub, bod usw.

Amazon greift damit aber nicht nur die Kleinst, Klein und Massenverlage sondern auch die großen Publikumsverlage an.

Droemer Knaur versucht krampfhaft mit neobooks gegenzusteurn, bekommt aber momentan noch kein Bein an Deck.

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Meneme
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Von Senf bis Budget

von Meneme (17.03.2012, 00:24)
Von Senf bis Budget

Der Thread-Eröffner hat zunächst nach der Preispolitik für E-Books seitens BOD gefragt. Wenn es wirklich so ist, dass, wie W.Waldner es sagt, die E-Books 10 - 20 % günstiger als die Printversion angeboten werden, fragt man sich, warum geht da nicht mehr?

Der einzige Grund, warum in Deutschland E-Books, bezogen auf die geringeren Produktionskosten, so teuer sind, ist die Buchpreisbindung. Sobald diese nicht mehr greift, weil die Veröffentlichung und der Vertrieb außerhalb des ISBN-Rahmens stattfindet, brauche ich erstmal gute Gründe den E-Book-Preis in der Nähe des Druckbuches anzusiedeln. Nicht, dass Niedrigpreise gefördert werden sollten, ganz im Gegenteil, der Schöpfer eines Werkes soll für seine Mühen belohnt werden, aber man darf den Markt nicht aus den Augen verlieren und der hält sehr gern Ausschau nach möglichst geringen Preisen. Man sollte auch mal den Gedanken durchspielen, ob nicht sogar mehr verdient werden kann. Anders verhält es sich bei Namen, die dem Markt bekannt sind.

Ich kann mich SandraR in dem Sinne anschließen, dass das Hausformat von Amazon (Mobipocket) im Vergleich zum weltweit anerkannten offenen EPUB-Standard nicht viel bieten kann. Es ist hat einfach keine Ästhetik, von den technischen Mängeln mal abgesehen. ABER, der Amazon-Laden läuft gut. Daher ist es eigentlich nur verständlich, dass unabhängige Autoren und Autorinnen auch diesen Vertriebskanal günstig nutzen wollen.

AUF JEDEN FALL kann aber nur empfohlen werden, nicht nur auf Amazon zu setzen, sondern zusätzlich auf möglichst viele E-Book-Shops (z.B. Apple und dutzende weitere bekannte Shops), die auf den beliebten EPUB-Standard setzen. BOD bietet das kostenlos an. Ob die Qualität stimmt, hängt auch immer vom Budget ab.

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (21.03.2012, 13:46)
hab zum ersten mal mehr geld mit ebooks als mit printbüchern verdient ... :-))
(bei der columbo-trilogie)

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Adriatic
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E-Books teurer geworden?

von Adriatic (07.06.2012, 23:37)
Einfach mal so zur Info.

Mein erster Roman Adria-Express kostet in der Print-Version 12,90 Euro und als E-Book 9.99 Euro. Günstiger wäre mir lieber, aber damit muss ich leben.

Mein neuer Roman Coccobello kostet in der Print-Version auch 12,90 Euro und als E-Book nun aber 10,99 Euro. Der einzige Unterschied der beiden Bücher ist, dass der Coccobello vier Seiten mehr hat. Das dürfte beim E-Book aber ja gerade nichts ausmachen.

Fast identisches Buch, aber ein Euro teurer geworden. Das ist sehr schade. Bei der Konkurrenz kann man den Preis übrigens selbst festlegen.

Viele Grüße

Adriatic
Coccobello (Roman) - Eine Reise in einem alten VW-Bus durch die Toskana

Adria-Express (Roman) - Eine Reise mit der Bahn durch Italien

Autoreninformation:
www.gerritfischer.de

Ikarus
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Re:

von Ikarus (08.06.2012, 08:26)
Es ist schon erstaunlich, dass einige Autoren a) nicht lesen können und b) beharrlich an falschen Vorurteilen festhalten und c) von Ökonomie nichts verstehen wollen.

a) Das Ebook-Thema wurde hier im Forum so oft durchgekaut und immer noch findet man Behauptungen, dass "epub" ein weltweit anerkannter Standard sei, und das Amazon-Format etwas Hausgemachtes. Das ist soooo falsch ... Dabei ist es so einfach, die Suchfunktion des Forums oder Google zu benutzen. Oder verursacht Lesen Schmerzen?

b) Zunächst ist Mobipocket (der Vater des Kindle-Formats) zehn Jahre älter als epub, und zweitens beruhen beide (!) auf Dublin Core bzw. OPF bzw. XHTML (das sind Definitionen für bestimmte Sachverhalte). epub ist praktisch nur eine Erweiterung zu Mobipocket (vor zehn Jahren waren Rechner weiniger leistungsfähig, HTML wurde inzwischen erweitert). Ein weiterer Unterschied ist das Komprimierungsverfahren, RLE für mobipocket, ZIP für epub. Man kann beide Formate regulär entpacken und "reinsehen". epub wird nur deshalb als Standard angesehen, weil Adobe (ja, die stehen dahinter) sich damit auf dem Markt etablieren wollte, Stichwort: Adobe Digital Editions.

c) Verlage sind Wirtschaftsunternehmen und rechnen ganz anders als Lieschen "Ich bin BoD-Autor" Müller. Wer sich ernsthaft für ebooks interessiert und nicht nur rummosern will, lese den Blog von Thomas Knip (ich bin es nicht).

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SandraR
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Re:

von SandraR (08.06.2012, 08:49)
epub3 sich als Standard gerade am durchsetzen ist, ist dir aber geläufig cheezygrin gell. Selbst Apple musste einknicken und wird inskünftig damit leben.
Richtig Amazon ist mobi, nur epub xml ist nun mal kleiner und flotter verpackt als mobi mit seinen externen Zusatzdateien. Den als Beispiel ist ops Datei im epubFormat integriert. Aber dies muss ich dir ja als Profi nicht erklären angle:
Im epub3 lassen sich auch Musik und Videodateien problemlos integrieren. Als enhanced eBook ist der epub3 Standard nun mal einfach praktischer!
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (08.06.2012, 13:42)
Danke, Ikarus!
thumbbup

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hawepe
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Re:

von hawepe (13.06.2012, 16:52)
Hallo Ikarus,

Ikarus hat geschrieben:
Dabei ist es so einfach, die Suchfunktion des Forums oder Google zu benutzen. Oder verursacht Lesen Schmerzen?


Dann versuch es doch einfach mal. Wie du so schön schreibst, es tut wirklich nicht weh cheezygrin

b) Zunächst ist Mobipocket (der Vater des Kindle-Formats) zehn Jahre älter als epub, und zweitens beruhen beide (!) auf Dublin Core bzw. OPF bzw. XHTML (das sind Definitionen für bestimmte Sachverhalte).


Mobipocket ist ein XML-Format, aber kein XHTML, was aber auch kein Wunder ist, da der Standard XHTML 1.0 erst Anfang 2000 vom W3C verabschiedet wurde.

epub ist praktisch nur eine Erweiterung zu Mobipocket (vor zehn Jahren waren Rechner weiniger leistungsfähig, HTML wurde inzwischen erweitert).


Und Mobipocket nur eine Erweiterung des viel älteren HTML. Dass das HTML (1.0) von 1992 und ebenso noch das HTML 3.2 von 1997 weniger konnten, lag keineswegs nur an der geringeren Leistungsfähigkeit der Computer, sondern an völlig anderen Konzepten.

Ein weiterer Unterschied ist das Komprimierungsverfahren, RLE für mobipocket, ZIP für epub. Man kann beide Formate regulär entpacken und "reinsehen". epub wird nur deshalb als Standard angesehen, weil Adobe (ja, die stehen dahinter) sich damit auf dem Markt etablieren wollte, Stichwort: Adobe Digital Editions.


Vielleicht solltest du dich doch mal mit der Geschichte des Epub-Konsortiums und seiner Vorgänger befassen. An Adobe Digital Editions war noch lange nicht zu denken, als in den neunziger Jahren das Open-eBook-Format entwickelt wurde.

Zum Standard wurde Epub nicht, weil sich auch Adobe beteiligte, sondern weil das Format in internationaler Kooperation entwickelt wird. Zu den Gründungsmitgliedern des International Digital Publishing Forum gehörten außer Adobe auch Microsoft, Nokia, das Gutenberg-Projekt und das DAISY-Konsortium. Die aktuelle Mitgliederliste findet sich übrigens unter http://idpf.org/membership/members

Auch wenn du versuchst, hier Märchenstunde zu halten, Entsprechendes gibt es für das Mobipocket-Format nicht. Mobipocket ist ein Format, dass man lediglich anwenden kann oder nicht, auf das aber niemand anderes als Amazon Einfluss hat.

Wenn Mobipocket so toll wäre, wie du behauptest, dann erstelle doch mal ein Fachbuch mit vielen verlinkten Fußnoten und verlinkten Stichwortverzeichnissen. Und verrate uns, warum Amazon mit dem Mobipocket-Nachfolger KF8 das Epub-3-Format weitgehend übernommen hat, wenn es doch nur eine (schlechte) Kopie von Adobe ist?

Beste Grüße

Heinz

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