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julia07
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Re:

von julia07 (21.01.2008, 20:15)
So kann man das natürlich auch sehen cheezygrin

Vielleicht wird der Autor/die Autorin ja mal so etwas wie eine Florence Foster Jenkins der Literatur und kommt zu nie verblassendem Weltruhm thumbbup
Zuletzt geändert von julia07 am 21.01.2008, 20:44, insgesamt 1-mal geändert.

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (21.01.2008, 20:16)
Auf Foren, in denen Textpassagen Wort für Wort zerrissen werden, kann ich gut verzichten. Ich kenne solches Gebaren aus Foto-Foren und die Typen, die sich anmassen, andere niederzumetzeln .....

Nee, ich hör lieber auf. Gruselig ist so etwas. Und ich boykottiere inzwischen solche Ansammlungen von selbsternannten Fachleuten.

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Gigger
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Re:

von Gigger (21.01.2008, 20:23)
Hm, kreativer Umgang? Das kann mal in einem kurzen GEdicht passen, aber einen ganzen Roman in diesem Stil zu lesen, wäre schon hart.

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hawepe
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Re:

von hawepe (21.01.2008, 20:30)
Hallo Hakket,

Hakket (Moderator) hat geschrieben:
Oh, oh, ich habe den Text jetzt nicht gelesen, aber nach den Postings hier scheint das Manusktipt ja wirklich nicht genügend überarbeitet worden zu sein.


Wenn man sehr grosszuegig ist und die zwei oder drei Dutzend Zeichensetzungsfehler und das teilweise sehr unbeholfene Deutsch ignoriert, kommt man lediglich auf 28 Fehler :-(

Wie einem das nicht peinlich sein kann, verstehe ich nicht und will ich - ehrlich gesagt - auch nicht verstehen.

Beste Gruesse,

Heinz.

Pliekolus
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Re:

von Pliekolus (21.01.2008, 21:55)
Hallo Frank,

darüber wird sich Fantasiewelt sicher sehr freuen, dass dich sein/ihr Buch so sehr begeisert hat. Mir wären leider 10,00EUR für so etwas viel zu viel und ich würde mir für das Geld lieber einen Topf bunter Farbe kaufen, um meinen Keller zu streichen.
Aber, wie überall werden ja die Prioritäten von jedem anders gesetzt.

Viel Freude weiterhin mit solchen Werken.
Jacqueline

julia07
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Re:

von julia07 (21.01.2008, 22:18)
Pliekolus hat geschrieben:
... ich würde mir für das Geld lieber einen Topf bunter Farbe kaufen, um meinen Keller zu streichen.

thumbbup LG, Julia

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Judith
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Re:

von Judith (22.01.2008, 01:30)
Frank, das war deutlich! :lol: Leider sind solche Bücher für unseren Ruf (BoD-Autoren) nicht unbedingt förderlich. dozey:

Grüßle,
Judith
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

Razorback
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Re:

von Razorback (22.01.2008, 10:31)
"Leider sind solche Bücher für unseren Ruf (BoD-Autoren) nicht unbedingt förderlich."

Hallo Judith,

das sehe ich genauso. Ich hege sogar die Befürchtung, daß ein Buch in absehbarer Zeit gar nichts Besonderes mehr darstellt und daß man vielleicht sogar eher belächelt wird, wenn man selbst eines verlegt hat.

Trotzdem: Ich sammle besonders ausgefallene Titel wie diesen. Für Hinweise (per PN) auf Extrembücher eines solchen Kalibers bin ich immer dankbar.

Der Autor hat sich als originelle Stimme der deutschen Nachkriegsliteratur und als würdiger Nachfolger von Arno Schmidt und H.C. Artmann erwiesen! :wink:

Gruß
Frank

franziska rechperg
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Endlich Autorin

von franziska rechperg (22.01.2008, 10:53)
Hallo an alle Kritiker,
sicher, Bücher sind Ansichts- und Geschmackssache. Aber eines kann man erwarten: Dass ein Manuskript auf die primitivsten Formen der Rechtsschreibung und der Grammatik geprüft und auch auf Tipp-Fehler korrigiert wird. Außerdem sollten nach Möglichkeit keine Logikfehler, oder wenigstens wenige davon vorkommen. Neulich habe ich eine Trilogie bestellt - ich möchte jetzt nicht darauf eingehen, wer der/die Autor/in ist, aber darin wimmelt es von Fehlern der geschilderten Art. Ich bin mir regelrecht veräppelt vorgekommen. Zum ersten Mal habe ich Leute verstanden, die verächtlich auf BOD-Autoren herabblicken und keine derartigen Bücher kaufen. Es ist eine Schande für die "schreibende Zunft", wenn so etwas auf den Markt kommt. Dass es für alle Autoren, die sich bemühen, gute Manuskripte abzuliefern, Ruf-schädigend ist, das ist auch klar! :( Ich gebe allen recht, die der Meinung sind, dass ein solcher Möchte-Gern-Autor(in) die einfachsten Regeln des Respekts gegenüber dem Lese-Publikum vermissen lässt. Es ist eine Qual, sich durch solche Bücher durchzukämpfen. Jetzt liegen sie bei mir auf dem Tisch, sehen vom Titelbild her schön aus und sind trotzdem ein Ärgernis! Nichts für ungut, aber ich musste mir meinen Frust von der Seele schreiben! :twisted:
Franziska Rechperg
www.franziskas-buchwelt.de

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Seshmosis
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Re:

von Seshmosis (22.01.2008, 11:00)
Razorback hat geschrieben:
Der Autor hat sich als originelle Stimme der deutschen Nachkriegsliteratur und als würdiger Nachfolger von Arno Schmidt und H.C. Artmann erwiesen!


Das möchte ich bezweifeln!
Ich habe von "diesem Autor" nur die Leseprobe gelesen und die zeigt, dass er ungebildet, fantasielos und unfähig zu schreiben ist. Also das genaue Gegenteil von Arno Schmidt und H.C. Artmann. Bei aller Ironie -
man sollte die beiden nicht einmal im Scherz mit diesem Autoren in einen Topf werfen, das haben sie nicht verdient.
Und besagter Autor auch nicht.

dbs

Re:

von dbs (22.01.2008, 14:05)
Hi!

Ich habe bis eben geglaubt, ihr macht hier Witze ... dann bin ich auf die genannte Webseite gegangen ... und mich hat der Schlag getroffen: Tatsächlich, ihr macht keine Witze!

Ein kalter Sommerregen prasselte über Berlin hinweg. Mit einem heftigen Sturm von Neunzig [Zahlen jenseits der Zwölf werden normalerweise mit Ziffern geschrieben] Stunden Kilometer [in einem Wort; 'Stundenkilometer'], biegt [Tempuswechsel: jetzt Präsens, vorne noch Präteritum] sich die Vierhundert [s.o.] Jahre alte Eiche vor der Stadtbibliothek, als währe [streiche 'h'] es [falsches Pronomen; Eiche ist feminin, deshalb 'sie'] ein Gummibaum. Äste vielen [streiche 'v', setze 'f'; das Verb heißt 'fallen'] auf die Straßen, die Blätter fallen [Tempuswechsel, s.o.] von den Bäumen, als würde es plötzlich von der eine ['n' hinzufügen, also 'einen'] Minute, [Komma weg] auf die andere Herbst werden. Wie ein Bach strömte das Regenwasser die Straße entlang. Riesige Wasserblasen waren in den Fützen ['P' voranstellen; es heißt 'Pfützen'] zu sehen, als würde Luft aus den Rissen der Straße entweichen. Mit Zeitungen und Regenschirmen üben [streiche 'n', setze 'r'] denn [streiche ein 'n'] Köpfen, [Komma weg] rannten die Menschen über die Straßen [hier fehlt ein Komma] als würden sie von Geistern verfolgt werden ['werden' kann ersatzlos gestrichen werden]. Sie stürmten Restauranten [streiche 'en', setze 's'; der Plural von 'Restaurant' heißt 'Restaurants'] und Supermärkte, um den [streiche 'n', setze 'm'] Regenguss auszuweichen. Am Himmel waren auch keine Vögel mehr zu sehen, als wären sie nie da gewesen. Die meist besuchte Stadt Berlin, [Komma weg] ist ein Urlaubziel für Touristen. Man hat viele Sehenswürdigkeiten und zahlreich ['e' hinzufügen] Einkaufsmöglichkeiten in der Großstadt. Viele Touristen kommen nach Berlin [hier fehlt ein Komma] um die Spure ['n' hinzufügen] der Mauer zu entdecken.


Viel rot. Und das war nur die Rechtschreibung!
Wenn ich Wortwahl, Ausdruck, Stil etc. hinzunehme, wird es noch mehr.

LG
Siegfried
Zuletzt geändert von dbs am 22.01.2008, 14:12, insgesamt 1-mal geändert.

matthiasgerschwitz

Re:

von matthiasgerschwitz (22.01.2008, 14:11)
Hi Siegfried,

eine Frage. Ich weiß ja, dass Zahlen bis "12" in Buchstaben geschrieben werden - bin neulich aber in einem Text darüber gestolpert, einer Datumsangabe die Zahl "100" folgen zu lassen. Das sieht ausgesprochen komisch aus ...

...wurden am 12. Dezember 1981 100 Päckchen verschickt.


Darf man dann ein Zahlwort (also "hundert" oder "einhundert"?) verwenden - und wenn, würde ich es sowieso kleinschreiben - oder wie kann man das lösen?

Für die Antwort dankt
Matthias

dbs

Re:

von dbs (22.01.2008, 14:21)
matthiasgerschwitz hat geschrieben:
...wurden am 12. Dezember 1981 100 Päckchen verschickt.


Darf man dann ein Zahlwort (also "hundert" oder "einhundert"?) verwenden - und wenn, würde ich es sowieso kleinschreiben - oder wie kann man das lösen?

Für die Antwort dankt
Matthias


Glaubst du wirklich, ich falle auf den Trick rein???
Jeder kann Zahlen so schreiben, wie er es für richtig hält.

LG
Siegfried

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hawepe
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Wohnort: Berlin

Re:

von hawepe (22.01.2008, 14:38)
Hallo Matthias,

matthiasgerschwitz hat geschrieben:
Das sieht ausgesprochen komisch aus ...

...wurden am 12. Dezember 1981 100 Päckchen verschickt.


Darf man dann ein Zahlwort (also "hundert" oder "einhundert"?) verwenden - und wenn, würde ich es sowieso kleinschreiben - oder wie kann man das lösen?


Entweder wirklich ausschreiben, wenn es in den Kontext passt, oder umformulieren. Letzteres ist zugegebenermassen haeufig alles andere als einfach, aber alleine schon das Schriftbild oben jagt einem Schauer ueber den Ruecken.

Beste Gruesse,

Heinz.

Rita Hajak

Re:

von Rita Hajak (22.01.2008, 14:40)
Welch ein Text! Du meine Güte! :twisted:

Deutsch - Grammatik: Note: 6-

Wenn ich das lese, tränen mir die Augen, und das tut mir nicht gut.
Also lasse ich es lieber. Am Ende übernehme ich noch solche Fehler. thumbbup


LG, Rita

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