Ebook - ein Flop sondergleichen...

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Isautor
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Re:

von Isautor (20.06.2012, 18:24)
@Siegfried: die meisten haben keine ISBN, sondern eine Amazon Standard Identification Number, kurz ASIN. Im Grunde sind es nur hochgeladenen Dateien, die zum Download angeboten werden. Preise darf man ändern, man darf sie auch kostenlos anbieten, wenn man am KDP Select teilnimmt. Außerdem können die E-Books im Rahmen des Programms kostenpflichtig verliehen werden.

E-Books mit ISBN unterliegen völlig anderen Kriterien. Wenn ich hier davon spreche, dann immer nur von selbst publizierten E-Books OHNE Buchcharakter, ISBN etc.

Amazon hat was dagegen, dass man zuviel in den Titel schreibt. Sie wollen einfach nur den Titel ohne Werbetexte dabei.
Dazu kommt, dass natürlich auch fragwürdige Dinge auf Amazon ablaufen. Aber wo kein Kläger ...
Jedenfalls gibt es Autoren, die Geldgewinne in Aussicht stellen, wenn man ihnen eine Rezi schreibt usw. Das halte ich für sehr dünnes Eis, auf dem naiv Schlittschuh gelaufen wird.

Im Prinzip kann sich jeder auf Amazon über die Bedingungen informieren.
Seid gegrüßt,

Isautor

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Andreas Adlon
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Re:

von Andreas Adlon (20.06.2012, 20:12)
Unglaublich, was hier rumgepupst wird. Siegfried hat mal im Gesetzbuch geblättert, toll!

Das ist ein deutsches Gesetz!

Hast du mal ins Impressum von amazon geschaut? Die sitzen in Luxemburg (die Niederlassung), daher gilt auch der Mehrwertsteuersatz von 3 % (und nicht der deutsche Mehrwertsteuersatz. Juristisch kauft der Kunde also in Luxemburg. Für Streitigkeiten gilt der Gerichtstand Seattle, Bundesstaat Washington, USA.

Folglich findet das Gesetz zur Buchpreisbindung hier keine Anwendung. Wenn dem so wäre, würde amazon fordern, dass der Preis vom Selbstverleger festgelegt wird und die nächsten 18 Monate nicht mehr zu ändern ist. Haben sie aber nicht so programmiert!

Warum wohl?

Aber vielleicht hätten die amazon Anwälte einfach mal Super Siggi fragen sollen, ne cheezygrin

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hawepe
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Re:

von hawepe (21.06.2012, 08:20)
Hallo Isautor,

Isautor hat geschrieben:
@Heinz: wir reden nicht von BOD E-Books, sondern von reinen Amazon-E-Books. Da werden die Preise ständig rauf und runter gesetzt, bzw. geändert. Zwischendurch sind die E-Books auch mal gratis.


Trotzdem unterliegen auch Amazon-E-Books der Preisbindung. Die Frage der Aufhebung der Preisbindung steht damit also nicht. Ändern darf man den Preis dagegen. Und man darf auch (preisgebundene) Bücher verschenken.

Aber man kann natürlich darüber diskutieren, ob E-Books eigentlich Bücher sind. Manche meinen, sie seien es und verbinden es mit der Forderung nach einem einheitlichen, reduzierten Mehrwertsteuersatz für alle Bücher, andere sehen in E-Books eher Multimedia-Produkte, für die der volle Mehrwertsteuersatz unstrittig ist.

Beste Grüße

Heinz

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hawepe
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Re:

von hawepe (21.06.2012, 08:26)
Hallo Siegfried,

Siegfried hat geschrieben:
Hat ein Amazon-E-Book eine ISBN?

Wenn ja, dann ...


Wenn nein, dann ebenfalls cheezygrin Die Buchpreisbindung gilt unabhängig von der ISBN.

Dass manche Selfpublishing-Autoren das ignorieren und, wenn sie in die Wirklichkeit zurückgeholt werden, über die Schlechtigkeit der Welt greinen, ändert nichts daran.

Beste Grüße

Heinz

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hawepe
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Re:

von hawepe (21.06.2012, 08:31)
Hallo Isautor,

Isautor hat geschrieben:
Dazu kommt, dass natürlich auch fragwürdige Dinge auf Amazon ablaufen. Aber wo kein Kläger ...


Genau. Und wenn man hier im Forum die zahllosen Beiträge liest, wie man Gesetze, Leser und andere Autoren am besten austrickst, dann weiß man auch, wie man vieles bei Amazon zu bewerten hat. Der Buchmarkt ist hart umkämpft. Wer da Fairness erwartet, hat schon halb verloren.

Beste Grüße

Heinz

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Isautor
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Re:

von Isautor (21.06.2012, 09:48)
Hihawepe,

Die gängige Praxis bei Amazon ist, dass Preise einfach nach Belieben geändert werden. Einzige Bedingung: die Preisänderung muss sich auf allen Angebote erstrecken, auch außerhalb von Amazon. Hat man nur ein E-Book bei KDP, dann wirkt sich die Preisänderung nur auf dieses eine Teil aus und kein anderes Angebot ist betroffen.
Ob das rechtens ist, sei dahin gestellt.
Ebenso umstritten ist es, dass die E-Books 7 Tage lang zurückgegeben werden können. Sprich, der Leser liest sie durch und bekommt die Kosten erstattet, der Autor geht leer aus. Amazon sagt hier: friss oder stirb, Autor, bei uns ist das eben so.

Ja, es wird viel getrickst. Aber ich bin inzwischen der Ansicht, dass Tricks nur kurzfristig helfen. Wenn die Geschichte schlecht ist, bringt man sie mit Tricks ein paar mal nach vorne, aber irgendwann ist die Luft raus. Es bleibt einem nur, was wirklich Gutes abzuliefern, damit die Kunden wiederkommen und auch weiter kaufen.
Wenn ich an den Rezis sehe, dass die nach einer Geschichte von mir die nächste gekauft haben, dann hat es gefallen und man ist auf dem richtigen Weg.
Gute Stories kann man nämlich nicht tricksen, die muss man schreiben.
Seid gegrüßt,



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Siegfried
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Re:

von Siegfried (21.06.2012, 17:56)
hawepe hat geschrieben:

Wenn nein, dann ebenfalls cheezygrin Die Buchpreisbindung gilt unabhängig von der ISBN.

Dass manche Selfpublishing-Autoren das ignorieren und, wenn sie in die Wirklichkeit zurückgeholt werden, über die Schlechtigkeit der Welt greinen, ändert nichts daran.


SHIT! ... Warum bin ich kein Abmahn-Anwalt???
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Isautor
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Re:

von Isautor (21.06.2012, 18:45)
Man müsste sich da noch mal erkundigen. Wenn man es abmahnen könnte, dann kann ich mir nicht vorstellen, warum 1. Amazon die Möglichkeit einrichtet, den Preis zu ändern und 2. warum keiner abgemahnt wurde.

Zumindest kenne ich keinen einzigen Fall. Kennt ihr einen?
Seid gegrüßt,



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holz
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Re:

von holz (21.06.2012, 19:31)
der Justiziar des Börsenvereins zur Preisbindung von eBooks:
http://phantanews.de/wp/aartikel/der-ju ... on-ebooks/

unter 1.2 heißt es:
"Ent­ge­gen ei­nem in In­ter­net­fo­ren weit ver­brei­te­ten Irr­tum ist der ge­bun­dene Preis aber – so­lange da­für ge­sorgt ist, dass er übe­r­all ein­heit­lich ver­langt wird – je­der­zeit ver­än­der­bar. Preis­bin­dung heißt also nur, dass je­des Buch min­des­tens 18 Mo­nate lang übe­r­all das­selbe kos­tet, nicht, dass es 18 Mo­nate lang den­sel­ben Preis hat."

Ist das eBook also ausschließlich bei amazon erhältlich, lässt sich der Preis somit einfach ändern.
Verkauft man über mehrere Plattformen, müsste die Preisänderung zeitgleich überall erfolgen.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (21.06.2012, 20:35)
Andreas Adlon hat geschrieben:
Unglaublich, was hier rumgepupst wird. Siegfried hat mal im Gesetzbuch geblättert, toll!


Ich pupse nicht - ich zitiere. In diesem Fall den Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Und dies auch nur im Zusammenhang mit einer deutschen ISBN.

Darf ich dich jetzt auch persönlich attackieren?

Adlon, du bist vorgemerkt ...

(Mittlerweile kann ich CeKaDo verstehen, dass er das Handtuch geworfen hat)
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Lennet

Re:

von Lennet (21.06.2012, 21:42)
Die Buchpreisbindung regelt nur die Preise einer Ausgabe. Das Taschenbuch muss also in jedem Laden gleich viel kosten, das Hardcover und das eBook ebenfalls. In jedem Laden.

Amazon-eBooks, die nur bei Amazon zu kaufen sind, können also jeden Tag einen anderen Preis haben (sofern sie nicht auf anderen Plattformen erhältlich sind). Das haben schon viele erfolgreich genutzt, indem sie ihr eBook zuerst kostenlos einstellten - und es, als es, nachdem es in der internen Bestsellerliste hoch einstieg und Aufmerksamkeit erzeugt hatte, wieder zu einem Preis anboten, mit dem sie etwas verdienten.

Mit Preisen, die BoD für ein eBook verlangt (aber nicht müsste, da ein eBook eine komplett andere Ausgabe/ Edition ist) kann man darauf gleich verzichten. Mehr als € 2,99 für eine Buchdatei zahlen nur die wenigsten. Da muss BoD nachbessern oder ist bald weg vom Markt.

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Isautor
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Re:

von Isautor (21.06.2012, 22:00)
@holz: so hatte ich das bisher auch verstanden. Es muss nur überall einheitlich sein und wenn es nur bei Amazon ist, sonst nirgends, dann ist es einheitlich.

Inzwischen wird in Foren auch verbreitet, man müsse seine komplette Adresse mit Telefonnummer ins Impressum schreiben, was man nicht mal in einem Printbuch tun muss.
Und viele Autoren kommen dem aus Angst vor angeblichen Abmahnern nach. Sogar Handynummern und Emailadressen findet man bei einigen im E-Book Impressum.
Seid gegrüßt,



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jenne
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Re:

von jenne (21.07.2012, 13:08)
Ich finde im BoD-Shop keine eBooks. Wo sind denn die?
j.

Andreas Adlon
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Re:

von Andreas Adlon (21.07.2012, 14:50)
Lennet:

Genau richtig erfasst. Dem stimmt ich 100 % zu.

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jenne
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Re:

von jenne (21.07.2012, 15:34)
Also gibt es bei BoD gar keine eBooks? Oder nur indirekt, d.h. woanders, aber von BoD erzeugt?
j.

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