Herauskaufen aus Vertrag noch zeitgemäß?

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FraRa
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Herauskaufen aus Vertrag noch zeitgemäß?

von FraRa (29.06.2012, 10:47)
Viele haben, wie ich auch, bei Abschluss des klassischen Bod-Vertrags die kleine Klausel sicher überlesen, dass man vor Ablauf der 5 Jahre nur mit 300 Euro aus dem Vertrag herauskommt, selbst, wenn man kaum Verkäufe hat.
Ist dies noch zeitgemäß, wenn das zB der jüngere Anbieter Createspace nicht vorsieht?
Für mich steht fest, dass ich mich nicht noch einmal so knebeln lassen werde.
Was den Abschied von BoD bedeuten würde.
Fristen muss es freilich geben zur Kündigung, aber die sollten, meine ich, nicht länger sein als bei der Kündigung einer Wohnung.
Oder was denkt ihr?
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SandraR
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Re:

von SandraR (29.06.2012, 12:40)
FRARA bei CS bist du nur bei Amazon zu haben. Keine Weiterverbreitung außer bei Amazon. Bücher für den Eigenbedarf kosten rund 19 Euro Versandkosten aus den USA. ISBN aus USA. Kein Großhandel. Wer dort publiziert kann gerade so gut nicht publizieren. Wer sein Buch keine 5 Jahre verkaufen kann, sollte sich fragen ob er dann überhaupt daraus ein Buch machen sollte.
Soviel meine 5 cent.
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

FraRa
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Re:

von FraRa (29.06.2012, 12:48)
Naja, wenn man nach zwei Jahren merkt, dass es sich gar nicht verkauft und nur jährliche Haltung kostet, überlegt man, ob man es lieber kostenlos publiziert. Ich verkaufe im amazon direct publishing schon jetzt wesentlich mehr als über BoD.
(Hängt auch mit dem Preis zusammen. Das E-Book könnte ich mindestens zum halben Preis verkaufen.)
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Manu
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Re:

von Manu (29.06.2012, 18:37)
Naja, die Haltungskosten im Jahr sind aber schon überschaubar, oder? :wink:

Sir Adrian Fish
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Re:

von Sir Adrian Fish (29.06.2012, 22:56)
Na ja, was ist den "noch zeitgemäß"? Entscheidend ist doch aber letztendlich, das jeder bei Vertragsabschlus weiß, worauf er sich einläßt, sofern er oder sie sich die Mühe macht, den Vertrag auch zu lesen.

Natürlich ist es ärgerlich, wenn ich als Autor für die Auflösung eines Vertrages eine "Ablösesummer" zahlen muss. Auf der Anderen Seite ist BoD ein gewinnorientiertes Unternehmen, das enstsprechende Kalkulationen aufstellt, um über die Runden zu kommen.

Wenn Bod mir den Vertrag kündigen würde, dann würde ich wahrscheinlich auch prüfen, ob der Grund gerechtfertigt ist und ob ich nicht ggf. auch mögliche entgangene Gewinne geltend machen kann.

FraRa
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Re:

von FraRa (29.06.2012, 23:22)
Danke, genug der Entrüstung.
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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (30.06.2012, 04:30)
Ich verstehe was Du meinst FraRa. Wenn Du meinst, dass Dein Werk bei Amazon mehr Gewinn abwirft, agiere. BoD ist BoD, Du bist der Boss und bestimmst über Dein Werk.

FraRa
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Re:

von FraRa (30.06.2012, 08:35)
Und das ist es eben. Durch den Knebelvertrag ist man nicht sein Boss.
Auch wollte ich hiermit nur mal auch anregen, dass, bitte, BoD bei Vertragsabschluss deutllicher über die Konsequenzen informiert. Natürlich kann man sagen: soll der Depp seinen Vertrag genau lesen. Wenn er unseren kleinen Fallstrick im Kleingedruckten überliest, ist er eben schön doof. Aber es gibt auch solche Kriterien wie Übersichtlichkeit und Fairness. Ich meine, dass diese Information deutlich sichtbar in die Beschreibung des Angebots gehört. (Wie übrigens auch die Konsequenzen aus einem Fun-Projekt)
Und auch mit Abstand zu meinem Posting bleibe ich dabei: 5 Jahre sind zuviel, 300 Euro Ablösesumme sind bei einem Buch, das so gut wie nicht läuft, viel zu viel.
Die Haltungskosten sind sicher nicht hoch. Aber ich hätte eben Lust, meine Sachen neu zu editieren und wesentlich preisgünstiger anzubieten. Denn ich sehe ja gerade, dass ich von einem häufig verkauften billigen e-Book wesentlich mehr habe als von einem nie verkauften teuren.
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Sir Adrian Fish
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Re:

von Sir Adrian Fish (30.06.2012, 23:51)
Sorry, aber mit solchen Beiträgen entmüdigst du dich selbst. Du kannst doch BoD nicht dafür verantwortlich machen, dass dein Buch nicht läuft.

Verträge weisen immer so ihre Tücken auf, aber ich halte gerade die Verträge von BoD für relativ überschaubau, übersichtlich und verständlich gestaltet. Was ist denn an der Formulierung:

"7) Vertragsdauer und Kündigung...
g. BoD bietet dem Vertragspartner an, diesen Buchvertrag vor Ablauf der in b) genannten Festlaufzeit vorzeitig gegen Zahlung einer Aufwandsentschädigung in Höhe von EUR 299,00 inkl. USt. zu beendigen (Vertragsaufhebung)."

undeutlich oder schlecht lesbar? Wo ist denn hier der Fallstrick im Kleingedruckten versteckt?

Wenn du dir ein Auto kaufst und nach 6 Monaten feststellst, dass du dieses eigentlich gar nicht mehr benötigst, weil der ÖPNV auch ganz gut funktioniert und ausgebaut ist, dann kommst du doch auch nicht auf die Idee, den Wagen zum vollen Preis zurückgeben zu wollen.

FraRa
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Re:

von FraRa (01.07.2012, 00:07)
Mir ist natürlich klar, dass hier nichts BoD-Kritisches mehr stehen bleiben darf, seit das Forum von BoD übernommen wurde, und dies hier ist deshalb definitiv mein letztes Posting in diesem Forum.
Denn was, um Himmels Willen, spricht dagegen, dass hier:

http://www.bod.de/bod-classic.html

...hier, wo die Kunden gefangen werden, die kleine Bemerkung steht "Mindestvertragslaufzeit 5 Jahre, Sonderkündigung kostenpflichtig"???
Das sind versteckte Kosten, bitte sehr. Verbraucherrechtlich wird das überall angemahnt, dass die Kunden über verdeckte Kosten aufgeklärt werden.
Wenn man nämlich an dieser Stelle weitermacht und klickt und pfriemelt, hat mein sein BoD-Projekt abgeschlossen, BEVOR man die Konsequenzen kennt.
Der Vergleich mit dem Auto ist nebenbei, bei allem Respekt, lächerlich.
Aber ich habe wirklich keine Lust mehr hier.
Dieses Forum ist eine BoD-PR-Maschine und am Rande vielleicht noch ein Troll-Kampfplatz.
Sobald ich Kröten dafür frei habe, kaufe ich mich hier aus den Knebelverträgen. Mein Profil in diesem Forum bitte ich zu löschen. Adieu.

Sir Adrian Fish
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Re:

von Sir Adrian Fish (01.07.2012, 00:25)
Nun benimmst du dich allerdings ein beleidigtes Kind. Hier ist sehr wohl ausreichend Raum, sich BoD gegenüber kritisch zu äußern. Allerdings muss Kritik auch berechtigt sein. Diese, so finde ich, meine ganz persönliche Meinung, ist an "diesem" Punkt nicht angebracht.

Ein wenig überheblich finde ich allerdings, dass du hier im Forum zu einem Thema kritisch äußerst, selber aber nicht bereit bist, Kritik anzunehmen bzw. dich mit anderen kritischen Meinungen auseinanderzusetzen.

Bist du mal mit deiner Kritik bzw. deinem Verbesserungsvorschlag direkt an BoD herangetreten?

Zu guter letzt: Woher willst du denn wissen, ob dein Zukünftiger Anbieter nicht auch "Fallstricke" in seine "Knebelverträge" einbaut und für dich bereithält? Auch hier wäre es ratsam, sich vor Vertragsabschluss, mit dessen Inhalten auseinanderzusetzen.

Dann wünsche ich dir alles gute und etwas mehr Erfolg auf deiner Reise in die Zukunft.

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Perchta
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Re:

von Perchta (01.07.2012, 03:29)
Da möchte ich mich Sir Adrian auf jeden Fall anschließen, FraRa. Lies den Amazon-Vertrag auf jeden Fall sehr gut und sehr genau durch. Er ist ziemlich lang und ich fand ihn teilweise wirklich nicht leicht zu verstehen.
Mein Dilettanten-Projekt. "Dilettant" ist übrigens abgeleitet vom lateinischen "delectare" = "erfreuen".

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SandraR
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Re:

von SandraR (01.07.2012, 07:00)
Oder den von Google oder Facebook angle: von einem erwachsenen Menschen der Bücher schreibt sollte man erwarten dürfen, dass er des Lesens mächtig ist. book: Der Vertrag ist kurz und übersichtlich, zudem in deutscher Sprache gehalten.
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M. Berti
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Re:

von M. Berti (01.07.2012, 09:16)
Also obwohl ich deinen Ärger zwar verstehe mit den 5 Jahren und den 300,- Euronen muss ich doch ehrlich gestehen, dass ich mich nicht überrumpelt gefühlt hab als ich mich vor Kurzem für BOD entschlossen hab denn
- wie hier schon erwähnt: Wer Lesen kann ist klar im Vorteil- und es steht doch tatsächlich gut und deutlich nachlesbar in den Vertragsklauseln :roll:
die man sich selbstverständlich- wie bei jedem anderen Vertragsabschluss- vorher gewissenhaft durchlesen sollte :wink:

liebe Grüße

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mtg
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Re:

von mtg (01.07.2012, 09:27)
Hi FraRa,

sicherlich sind die Fragen, ob das Herauskaufen aus einem Vertrag oder grundsätzlich die Festlegung auf 5 Jahre Laufzeit noch zeitgemäß sind, berechtigt. Allerdings enthalten die meisten Verträge, die man schließt, Mindestlaufzeiten ... und die »5 Jahre« müssen Dir vor Vertragsschluss bekannt gewesen sein, denn der Vertragstext ist vor dem Vertragsschluss einsehbar - und Du hast den Vertrag ja wohl höchstwahrscheinlich im Vollumfang der Geschäftsfähigkeit unterschrieben bzw. abgeschlossen.

Dass ein Buch nicht läuft, ist dem Vertrag und noch weniger dem Vertragspartner anzulasten; im umgekehrten Fall - wenn's besonders gut läuft - kannst du ja auch nicht die Marge ändern wollen, um mehr zu verdienen.

»Vertrag« kommt nun mal von »vertragen« ... und ein beidseitig geschlossener Vertrag ist die Grundlage einer verlässlichen Geschäftsbeziehung. Und wenn ich das richtig sehe, ist BoD ja nicht vertragsbrüchig geworden ... also liegt das Problem bei Deiner sicherlich nachvollziehbaren, aber vertragstechnisch unwirksamen Unzufriedenheit mit dem Buchverkauf.

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