Ausgewiesene Stückzahl der verkauften Bücher wird kleiner?

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Petra Wolff
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Re:

von Petra Wolff (18.09.2012, 20:28)
Hallo Lunasophie,

das von dir beschriebene Phänomen hatte ich vor einiger Zeit auch.
Ich hatte vermutet, dass die Zahlen einfach nur irrtümlich falsch eingegeben und später korrigiert worden sind.

Rückgabe von eBooks? Ich habe noch nie ein eBook gekauft. Deshalb muss ich mal dumm fragen: Wie soll denn eine "Rückgabe" gehen? Ist doch nur 'ne Datei, oder?

Viele Grüße
Petra
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Monika K.
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Re:

von Monika K. (18.09.2012, 20:39)
Andreas Adlon hat geschrieben:
amazon sitzt in Luxemburg (deswegen auch nur 3 % Umsatzsteuer), auch wenn sie nach D verkaufen, Klopfer.

Somit unterliegen sie auch nicht den deutschen Gesetzen. Es ist reine Kulanz, dass amazon diese eine Woche einräumt.


Amazon erwähnt die 14-Tage-Regel aber hier selbst:

http://www.amazon.de/gp/help/customer/d ... 58#Fristen

Vielleicht unterliegen sie deutschem Recht, weil sie eine .de-Adresse verwenden.


@Klopfer
Bei dem Rückgaberecht innerhalb von 14 Tagen muss die Ware aber ungebraucht und originalverpackt sein. Meiner Ansicht nach ist das bei E-Books nicht gewährleistet. Deshalb halte ich das Rückgaberecht für ungerecht. Eine DVD ohne Siegel kann ich nämlich auch nicht zurückgeben.
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

lunasophie
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Re:

von lunasophie (18.09.2012, 20:49)
Entsiegelte CDs müssen nicht zurückgenommen werden. Das würde ich bei Büchern auch begrüßen.
Ich meine die Buchpreisbindung macht keinen Sinn, wenn das geistige Gut auch kostenlos zur Verfügung gestellt wird.
Für Autoren, die von dieser Arbeit leben ist das kein Kavaliersdelikt mehr.
E-Books müssten eigentlich in die Rubrik Datenträger fallen, und versiegelt angeboten werden. Aber ich habe auch noch kein E.Book gekauft.
Herzlichst
Lunasophie

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Isautor
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Re:

von Isautor (18.09.2012, 22:17)
Amazon tut einige Dinge, die einigen Leuten fragwürdig erscheinen, nach dem Motto, wo kein Kläger ...
als Ebook Autor knirscht man mit den Zähnen und muss da durch.

Man gewöhnt sich dran.
Seid gegrüßt,

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Klopfer
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Re:

von Klopfer (19.09.2012, 01:52)
Monika K. hat geschrieben:
Bei dem Rückgaberecht innerhalb von 14 Tagen muss die Ware aber ungebraucht und originalverpackt sein. Meiner Ansicht nach ist das bei E-Books nicht gewährleistet. Deshalb halte ich das Rückgaberecht für ungerecht. Eine DVD ohne Siegel kann ich nämlich auch nicht zurückgeben.


Ich hab gerade noch einmal im BGB nachgeguckt. Es stimmt, das Rückgaberecht gilt nicht für entsiegelte Audio- und Videoaufzeichnungen sowie für Software. Allerdings ist ein Ebook ja keins von alldem...

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SandraR
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Re:

von SandraR (19.09.2012, 05:58)
Falsch, ein eBook fällt unter "App" und ist somit eine digitale Datei und ergo fällt sie unter Software. Aus dem Grunde gilt auch der verminderte Mehrwertsteuersatz für Bücher nicht für die eBooks.
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

lunasophie
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Re:

von lunasophie (19.09.2012, 06:21)
Hallo SandraR,
weißt Du vielleicht auch, ob eBooks versiegelt verkauft werden?
Ich überlege ohnehin, ob ich mein nächstes Buch überhaupt noch als eBook anbieten soll.

Herzlichst
Lunasophie

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Isautor
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Re:

von Isautor (19.09.2012, 09:30)
@lunasophie: Ebooks werden runtergeladen auf dein Lesegerät/deinen PC. Das ist es, was ich kenne.

Um den Mehrwertsteuersatz von Ebooks zu umgehen, liegt die "Ebook-Zentrale" von Amazon im steuerbegünstigten Luxemburg, was den Kindle Autoren günstigere Preise ermöglicht.

Es kann sein, dass man nur reine Kindle Ebooks zurückgeben darf, also quasi die, bei denen Amazon als Verleger fungiert. Ich glaube nicht, dass man ein BOD Ebook zurückgeben kann. Oder hat davon schon mal einer gehört?
Für seine eigenen Ebooks macht Amazon eigene Gesetze, aber die müssen nicht für andere gelten.

Was du mit versiegelt verkaufen meinst, versteh ich nicht ganz.
Seid gegrüßt,



Isautor



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lunasophie
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Re:

von lunasophie (19.09.2012, 10:03)
Hallo Isautor,
z.B. versiegelte Musik-CDs.
Beim Versenden von Dateien kann z.B. ein Schutz-Code eingegeben werden, den man nur eingeben darf, wenn man das Produkt behalten möchte. Also Möglichkeiten, das geistige Eigentum zu schützen, gäbe es schon. Der Verbraucherschutz spricht allerdings dagegen. Hiernach darf der Verbraucher die Ware eingehend prüfen und darf sie bei Nichtgefallen vollständig und im überlassenen Zustand zurückgeben. Und darin liegt die Schwierigkeit. Das materielle Buch kann er zurückgeben, wie aber ist es mit dem geistigen Gut.
Zum Glück gibt es ja noch Leser, die diesen Wert zu schätzen wissen und dementsprechend handeln.
Grüsse
Lunasophie

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Isautor
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Re:

von Isautor (19.09.2012, 11:30)
Du brauchst dich nicht so verrückt zu machen. In der Realität sind die Rückgaben eher gering. Muss man mit einkalkulieren wie Diebstahl.
Zum Beispiel bei den Übergangsrückgaben, wo das Buch von der Werbeaktion zum Verkauf springt, da klicken manche versehentlich drauf, haben nicht gesehen, dass es nicht mehr gratis war, und geben es zurück, auch wenn es nur 99 Cent kostet (ätzend!!), aber das weiß man, dass die ersten Rückgaben nach der Werbeaktion die Verklicker sind. Übel wird es erst, wenn später viele Rückgaben kommen. Es sollten nicht mehr als 1 von 10 Büchern sein.
Letzten Monat hatte ich auf 250 Verkäufe 3 Rückgaben und das waren Übergangsrückgaben. Ist gar nicht so wild. Theoretisch kannst du dich bei Thalia in eine Ecke setzen, ein Buch lesen und dann wieder ins Regal stellen. Niemand wird dich daran hindern. Bei Ebooks läuft dasselbe Prinzip halt digital und so simpel, es ist so leicht, was zurückzugeben ... ist halt so.

Und man muss auch den Käufer sehen, der ein total unlektoriertes Ebook gekauft hat, was zweifelsohne vorkommt, und das will man zurückgeben dürfen. Andererseits gibt es dafür die Leseprobe zum Gratisdownload. Hat wahrscheinlich jeder seine eigene Meinung zum Thema.
Seid gegrüßt,



Isautor



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Perchta
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Re:

von Perchta (19.09.2012, 13:27)
Isautor hat geschrieben:
Theoretisch kannst du dich bei Thalia in eine Ecke setzen, ein Buch lesen und dann wieder ins Regal stellen. Niemand wird dich daran hindern.


Oder, ein Beispiel zu Printbüchern aus der Buchhandlung, in der ich arbeite (Fachbuch/Jura): Kunden können explizit "zur Ansicht" bestellen (soweit die Verlage RR gewähren) und bekommen das bestellte Buch (ohne Zusatzkosten) auch nach Hause geschickt. Dort können sie es 14 Tage prüfen. Es gibt sogar Kunden, die alle Neuerscheinungen zu einem abonnierten Thema, die wir am Lager haben, von uns unverbindlich und ohne Bestellung zur Ansicht geliefert kriegen, natürlich mit vollem Rückgaberecht.
Auch das könnte ausgenutzt werden. Wird es aber in der Praxis viel seltener, als man meint. So böse ist die Menschheit gar nicht :wink: .
Mein Dilettanten-Projekt. "Dilettant" ist übrigens abgeleitet vom lateinischen "delectare" = "erfreuen".

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mtg
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Re:

von mtg (19.09.2012, 13:59)
Perchta hat geschrieben:
So böse ist die Menschheit gar nicht.

Das will ich meinen. Jeder der einem Anderen etwas Böses unterstellt, gibt damit doch nur zu, dass er/sie es im Zweifelsfall auch so machen würde. :twisted:

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (19.09.2012, 19:26)
Isautor hat geschrieben:
Es kann sein, dass man nur reine Kindle Ebooks zurückgeben darf, also quasi die, bei denen Amazon als Verleger fungiert. Ich glaube nicht, dass man ein BOD Ebook zurückgeben kann. Oder hat davon schon mal einer gehört?
Für seine eigenen Ebooks macht Amazon eigene Gesetze, aber die müssen nicht für andere gelten.

Eure Diskussionen über retournierte E-Books habe ich immer mit Interesse verfolgt und mich ebenfalls gefragt, ob diese Rückgabemöglichkeit für alle Kindle-E-Books gilt. Denn die BoD-Bücher werden bei Amazon im Kindle-Format verkauft, und dem Kunden ist es in erster Linie Wurst, in welchem Verlag das E-Book erstellt wurde.


Petra Wolff hat geschrieben:
Rückgabe von eBooks? Ich habe noch nie ein eBook gekauft. Deshalb muss ich mal dumm fragen: Wie soll denn eine "Rückgabe" gehen? Ist doch nur 'ne Datei, oder?

Viele Grüße
Petra

Insgeheim hoffte ich, dass die Experten diese Frage beantworten, aber vielleicht wurde sie übersehen. Ich versuch es mal und vertraue darauf, dass man mich korrigiert, wenn ich mich irre oder falsch ausdrücke. :wink:

Man hat bei Amazon ein Konto, auf dem die gekauften E-Books abgelegt sind. Von dort kann man sie auf den Reader laden, indem man eine Verbindung zwischen Reader und Konto herstellt. Danach kann man sie nach Lust und Laune lesen. (Wenn man den Reader verliert, sind also nicht automatisch auch die Dateien weg.) Möchte man ein E-Book zurückgeben, dann kann es nur von dem Konto gelöscht werden, wenn eine Verbindung zum Reader hergestellt wird. Damit ist gewährleistet, dass es sowohl vom Konto als auch vom Reader entfernt wird.

Ein E-Book ist zwar eine Datei, aber man braucht bestimmte Hilfsmittel, um sie lesen zu können: Reader, legale Anwendung für PC oder illegale Tools, mit denen man den Code knacken und die Datei kopieren und auf Tauschbörsen anbieten kann. Letzteres finde ich viel schädlicher für die Autoren als ein paar nach dem Lesen zurückgegebene E-Books.
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joevonder
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Re:

von joevonder (20.09.2012, 07:54)
Bei mir fehlen seit heute auch zwei Print-Bücher, die im August gedruckt wurden. Sehr komisch...

lunasophie
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Re:

von lunasophie (20.09.2012, 08:34)
Ich habe inzwischen eine Anfrage an BoD geschickt.
Ich berichte, sobald ich mehr weiß.
Herzlichst
Lunasophie

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