Anima

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anima19
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Anima

von anima19 (22.10.2012, 15:14)
Nun noch mal einen Beitrag an einige:

Ich komme mir hier so vor, als wenn ich im Winter auf dem Markt Maronen
verkaufen sollte.

Etwas ungewöhnlich für mich, deshalb preise ich die Maronen etwas an:

Frische Maronen, kauft Leute, sie haben einen haut góùt und kommen aus Frankreich, sie sind so fein wie Trüffel und so süß sie Honig und sie schmecken köstlich wie Venusbrüstchen. Kauft Leute!!

Dann werden immer einige kommen, die das nicht gut finden und sie sagen:

Ich esse nie auf dem Markt!
Ich habe kein Geld für so etwas !
Ich esse nur Abgepacktes!
Ich esse draußen nur im Restaurant!
Ich bin so furchtbar empfindlich beim Essen.!

Andere sagen:
Wie schön, ich liebe es draußen zu essen!.
Toll, die bekomme ich sonst nirgendwo!.
Oh, ausgesprochen günstig, so schöne Maronen!
Toll, wenn jemand etwas für mich zubereitet.
Im Winter draußen essen, ganz toll!

Die Geschmäcker sind halt verschieden.
Ich, für meinen Teil , werde in absehbarer Zeit nichts mehr einstellen, obwohl ich die lebhafte Diskussion wirklich gut finde.
Wer hier immer meckern will, der kann, ich will nicht.

Gruss von Anima.
Zuletzt geändert von anima19 am 09.11.2012, 12:55, insgesamt 2-mal geändert.

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Isautor
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Re:

von Isautor (22.10.2012, 16:14)
Hallo,

erst mal willkommen im Forum.
Deine Fragen hab ich nicht so verstanden. Willst du bei Tredition kündigen und woanders veröffentlichen?

Bücher über Krankheiten und Schicksale werden oft im Selbstverlag veröffentlicht und wenn ich so ein Buch hätte, dann würde ich zu Werbezwecken damit in Foren gehen, wo andere Leute mit dieser Krankheit sich gegenseitig helfen. Die sind im Thema drin und wahrscheinlich die interessiertesten Leser zu dem Thema.

Ganz allgemein gibt es so viele selbst verlegte Bücher über Krankheitsverläufe, dass es nicht einfach sein dürfte a) aus der Masse herauszustechen und b) Interessenten zu finden, die mit dieser Krankheit nicht konfrontiert sind.

Du sagst, bei deinen Freundinnen war das Zeigen des Buches nicht von Erfolg gekrönt. Warum nicht?

Außerdem gibt es den Buchtitel "Kopfkino" schon. Manche halten das für heikel, wegen Titelschutz. Andererseits erreicht der Titel vielleicht nicht die nötige Schöpfungshöhe.
Seid gegrüßt,

Isautor

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (22.10.2012, 19:31)
Hallo Anima,

herzlich willkommen im Forum.

So ganz verstanden habe ich deine Frage auch nicht. Ich stolpere über das Wort "Veröffentlichungsmöglichkeiten". Kann es sein, dass du damit eigentlich "Werbemöglichkeiten" meinst? Geht es dir darum, dass dein Buch in Zeitungsartikeln erwähnt/besprochen werden soll? Oder möchtest du es tatsächlich bei einem neuen Verlag veröffentlichen?

Im Übrigen sehe ich das wie Isautor: Foren und Selbsthilfegruppen von Betroffenen wären eine Werbemöglichkeit. Wobei in deinem Fall das etwas schwierig sein könnte, da es ja anscheinend um eine Fehldiagnose geht.

Gruß, Monika
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(Übersetzung: Besser ein weiser Narr, als ein närrischer Weiser.)

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Mo
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Re:

von Mo (25.10.2012, 23:34)
Hallo Anima,

wenn ich das richtig deute, willst Du hier den ultimativen Tipp haben, wie man möglichst schnell einen möglichst positiven Ruf mit möglichst vielen Buchverkäufen erreicht.

Wie Isautor schon schreibt, würde es mich auch interessieren, warum Deine Freundinnen nichts zu dem Buch gesagt haben. Hast Du da eine Antwort?
Das Argument, dass die Zeitung keine Rezension geschrieben hat, weil Du im Selbstverlag veröffentlicht hast, glaube ich, ist nicht der Grund. Wir BoD-Autoren haben alle im Selbstverlag veröffentlicht und teilweise richtig gute Erfolge. Mir persönlich hat das noch nicht im Weg gestanden.
Und eine "Gewähr", dass gut rezensiert wird, also nach Deiner Vorstellung, gibt es nicht, denn das wäre nicht ehrlich. Entweder Dein Buch ist gut oder es ist es nicht! Gute Freundinnen un die Familie sind da sowieso der falsche Maßstab und Du selbst verlierst auch die Distanz dazu. Such Dir Blogger und biete ihnen das Buch an - rechne aber auch mit negativer Kritik! Mache Lesungen und Dir einfach mal Gedanken, wer Deine Zielgruppe ist und wie und wo Du an sie herankommst, Isautor und Monika haben da ja schon gute Tipps gegeben. Und ich würde bei anderen Autoren zu schauen, was sie alles machen. Es gibt übrigens auch Presseportale, die kostenlos Pressemeldungen veröffentlichen!

Von selbst geht am Anfang nämlich nichts!

Ich bin gespannt, ob eine Antwort von Dir kommt, denn auf die anderen Beiträge hast Du nicht reagiert.

Gruß, Moni
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ricochet
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Re:

von ricochet (26.10.2012, 07:37)
Hallo Anima,


herzlich willkommen hier. Die Hinweise, nach denen es ich drängt, wirst du nirgends kriegen. Dazu ist dein Buch zu speziell, also das Zielpublikum schmal und auf die übrigen Schwierigkeiten wurde bereits ausreichend verwiesen. Ein Buch zu veröffentlichen ist leicht, es zum Erfolg führen, darin liegt die Kunst ...

Mo hat geschrieben:
Wir BoD-Autoren haben alle im Selbstverlag veröffentlicht


BoD ist ein Fremdverlag, es sei denn, du bringst die ISBN selbst mit oder verzichtest auf eine ISBN. In diesen Fällen fungiert Bop rein als Druckerei für deinen Selbstverlag.

Wünsche dir alles Gute, anima

LG


rico
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Isautor
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Re:

von Isautor (26.10.2012, 09:24)
Auf eine Antwort warte ich auch noch.

Grundsätzlich ist zusagen, dass die ohnehin schon schwere Vermarktung bei deinem "Genre" noch schwieriger wird. Wurde ja aufgezählt, wieso. Um dagegen anzugehen, muss man sich, gerade beim Verkauf von solchen Büchern, etwas klar machen.

Krankheiten im Allgemeinen sind ein sensibles Thema. Ich formuliers mal ganz schockierend: Was, du hattest Krebs? Gut, dass du das aufgeschrieben hast! Steh ich voll hinter!
So oder ähnlich werden die Reaktionen sein, wenn jemand mit seinem Krankheitsbericht ankommt. Niemand traut sich, dir zu sagen: interessiert mich nicht. Man geht politisch korrekt damit um. Deshalb ist es noch schwerer, ehrliche Meinungen zu bekommen, als bei einem Roman.
Außerdem erschrecken Krankheiten manche Menschen und die wollen nichts davon hören.
Du sagst, du hast das Buch nicht nur für dich geschrieben. Für wen hast du es geschrieben? Das ist die Frage.
Für andere Erkrankte, für Opfer von Ärzten, für Leute, die so was nicht- schulmedizinisch heilen? Die Zielgruppe müsste abgesteckt werden. Du willst, dass die Veröffentlichung was bringt. Was soll sie bringen? Informationen, Kohle?

Ich würde mir an deiner Stelle keine großen Hoffnungen machen, dass das Buch ein Riesenrenner wird, denn dafür ist es zu speziell. Das klingt hart, aber sonst machst du dir was vor. Du müsstest da mit extrem viel "Biss" dran gehen.
Seid gegrüßt,



Isautor



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Monika K.
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Re:

von Monika K. (26.10.2012, 10:23)
Isautor hat geschrieben:
Krankheiten im Allgemeinen sind ein sensibles Thema. Ich formuliers mal ganz schockierend: Was, du hattest Krebs? Gut, dass du das aufgeschrieben hast! Steh ich voll hinter!
So oder ähnlich werden die Reaktionen sein, wenn jemand mit seinem Krankheitsbericht ankommt. Niemand traut sich, dir zu sagen: interessiert mich nicht. Man geht politisch korrekt damit um.


Ich wage mal vage zu widersprechen:
Sachbücher und auch Erfahrungsberichte in Romanform über Krankheiten verkaufen sich meistens sehr gut - allerdings nicht bei Gesunden, sondern bei Kranken. Wenn eine chronische oder sogar lebensbedrohliche Krankheit diagnostiziert wird, ist das für den Patienten ein großer Schock, und bei vielen kommt eine Phase, in der sie händeringend nach Informationen über die Krankheit und Erfahrungsberichte von Mitpatienten suchen. Entsprechende Bücher werden von ihnen bei Amazon gesucht und verkaufen sich bei seltenen Themen und sinnvoll gesetzten Schlagworten auch ohne Werbung. Diese Leser sind sicherlich sogar ein sehr dankbares Publikum, das über stilistische Mängel und Rechtschreibfehler großzügig hinwegsieht, wenn der Inhalt ihren Bedürfnissen entspricht. Allerdings können sie sehr gnadenlos sein, wenn sich herausstellt, dass das Buch nicht den Vorstellungen entspricht, weil der Autor zum Beispiel absolut keine Ahnung vom Thema hat, unangenehme Wahrheiten ausspricht oder - was ich persönlich sehr verwerflich finde - mit falschen Heilsversprechungen sein inhaltsloses Geschreibsel für viel Geld an den Mann bringen will.

Ein Buch über eine Fehldiagnose spricht allerdings nicht die Patienten an, die tatsächlich an dieser Krankheit leiden, sondern höchstens Personen, die aufgrund einer Fehldiagnose falsch behandelt wurden. Da wage ich mal eine subjektive Prognose: Wenn es sich um eine Krankheit handelt, die häufig nicht erkannt und deshalb falsch behandelt wird, hat das Buch eine Chance, weil der Kreis der Betroffenen genauso groß ist wie bei einer Krankheit. Wenn es sich aber um einen sehr seltenen und ungewöhnlichen Fall handelt, sehe ich das so, wie Isautor es oben beschreiben hat: Man ist betroffen, wünscht dem Autor viel Glück mit dem Buch, aber man kauft es nicht.
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

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Isautor
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Re:

von Isautor (26.10.2012, 10:48)
@Monika: was du gesagt hast, widerspricht meinem Zitat oben ja gar nicht. Ich denke, dass es schwerer ist, für ein Krankheitsbuch eine ehrliche Kritik zu bekommen als für ein belletristisches Werk.

Aber vielleicht sollte Anima mal was dazu sagen.
Seid gegrüßt,



Isautor



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anima19
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anima

von anima19 (28.10.2012, 19:45)
Hallo Moni,
erst am vielen Dank für deine Antwort. Bei mir dauert es immer etwas länger, weil ich überall meine Passwörter verlege oder vergesse, bin schon wie ein kleiner alter Professor.
Ich will hier auch nicht den " ultimativen Tipp " sondern wollte mich erst mal nur vorstellen und dann auch mit meinem Buch.
Natürlich liest nicht der GESUNDE etwas über Kranke, aber das sollte auch nicht das Ziel sein. Einmal musste ich etwas über diese mir schrecklich erscheinende Krankheit und über die Ärzte loswerden, und ich glaube,,das ist mir auch gelungen.
Allerdings habe ich das Buch so verfasst, dass man nebenbei auch noch was von meiner Schulzeit, meinen Eltern, kurz von dem " Stall " erfährt, in dem ich groß geworden bin und habe das alles im ironischen Stil verfasst - meiner Meinung nach - und jammere nie und das ist auch nicht der Sinn.
Ich streife dabei die Multikulti - Gesellschaft und auch die Migranten-Probleme.
Also ist es ein Buch, das zeitgenössische Themen aufgreift, allerdings
recht flott.
Meine Freundinnen fanden es teils gut und fühlten sich erkannt, manche meinten es wäre mal ein Fehler darin,- weil sie teils Deutschlehrerinnen sind - , soll meinetwegen, ist auch ein Probeexemplar.
Und auf die Meinung aller meiner Freundinnen, von denen es eine ganze Menge gibt, kann ich allein nichts geben.
So, ich habe dir jetzt geschrieben, wie gesagt, ich bin manchmal doch nicht die Schnellste und ich danke schon mal im voraus all denen, die etwas zu meiner Vorstellung geschrieben haben.
Euch alles Gute von Anima

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TB_Berlin
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Re: anima

von TB_Berlin (28.10.2012, 20:19)
anima19 hat geschrieben:
Meine Freundinnen fanden es teils gut und fühlten sich erkannt, manche meinten es wäre mal ein Fehler darin,- weil sie teils Deutschlehrerinnen sind - , soll meinetwegen, ist auch ein Probeexemplar.
Und auf die Meinung aller meiner Freundinnen, von denen es eine ganze Menge gibt, kann ich allein nichts geben.


Hallo,
die Deutschlehrerin als Freundin solltest du aber unbedingt als Korrektur-Leserin nutzen und ihre Hinweise einarbeiten. Genau so habe ich es bei meinem ersten Buch gemacht. Auch wenn mein Freund Mathe und Physik unterrichtet, ist er in Orthographie und Grammatik perfekt (muss er eben als Lehrer) und wir haben vermutlich ein in dieser Hinsicht fehlerloses Buch hinbekommen. Dafür habe ich ihn dann im Impressum als "Lektorat" erwähnt.

Ich habe gerade ein sehr interessantes (und auch gutes) Sachbuch gelesen, das der Autor im Selbstverlag herausgebracht hat (nicht bei BoD). Das strotzt nur so von Tipp- bzw. Schreibfehlern (gefühlt einer pro Seite). Das hat mir den an sich guten Eindruck doch sehr verleidet.

Viele Grüße
Thomas

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chiquitita
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Re: anima

von chiquitita (29.10.2012, 12:05)
Hallo anima,
zunächst auch von mir ein "herzlich willkommen" hier im Forum.
Einiges ist mir bei Deiner Vorstellung und der Vorstellung Deines Buches aufgefallen. Du schreibst von einer Autoimmunkrankheit ganz allgemein. Es gibt mehr als 80 als Autoimmunkrankheit bezeichnete Krankheiten. Welche ist es? Es gibt mit Sicherheit auch für die von Dir beschriebene Krankheit eine medizinische Bezeichnung. Ist es Hashimoto oder vielleicht das Syögren-Syndrom? (damit kenne ich mich aus!)
Du schreibst:
anima19 hat geschrieben:
Allerdings habe ich das Buch so verfasst, dass man nebenbei auch noch was von meiner Schulzeit, meinen Eltern, kurz von dem " Stall " erfährt, in dem ich groß geworden bin und habe das alles im ironischen Stil verfasst - meiner Meinung nach - und jammere nie und das ist auch nicht der Sinn.
Ich streife dabei die Multikulti - Gesellschaft und auch die Migranten-Probleme.
Also ist es ein Buch, das zeitgenössische Themen aufgreift, allerdings
recht flott.


und das ist m.E. der große Fehler. Als ich dieses Jahr bei der Buchmesse in Frankfurt auch bei der Vergabe des BoD-Awards war, hat Herr von Eichborn etwas Wichtiges für uns Schreiber gesagt. Man muss immer seine Zielkundschaft (in unserem Fall seine Leserschaft) klar im Auge haben. Die kann ich bei Dir nicht erkennen. Wenn Du sowohl von der Krankheit als auch über Multikulti-Gesellschaft und Migrantenprobleme schreibst - welche Leser willst Du damit ansprechen? Alle? Das geht bei einem Sachbuch nicht und dadurch wird die Vermarktung Deines Buches sehr schwer.
Ein paar Beispiele von Bodlern: ich persönlich hatte z.B. die Auswanderungswilligen im Visier. mtg-Matthias die HiV-Infizierten, Cornelia Oehlert die Adoptierten bzw. die Herkunftseltern etc. Ich hoffe, Du verstehst, was ich meine.
Liebe Grüße
Uschi

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anima19
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Anima

von anima19 (05.11.2012, 01:25)
Hallo liebe ISA ,
zum einen mal ganz kurz: Natürlich wollen wir doch alle irgendwie Erfolg haben und freuen uns über eine Bestätigung. Aber das kommt für mich später.
Es ist doch nicht so, dass man sich hinsetzt und ein Buch schreibt und sich vorher überlegt, welche Zielgruppe man ansprechen will. Das kann sein,, wenn man ein Sachbuch schreibt, das stimmt. Aber wenn man irgendwie etwas anderes erreichen möchte, dann ist es doch anders. Wenn man ein Buch schreibt, läuft doch auch vieles unbewusst ab. Ich weiß doch vorher nicht genau, was ich schreiben werde, so ist es jedenfalls bei mir.
Ich habe schon eine ungefähre Vorstellung , aber ich denke auch vorher nicht an den Mammon.
Deswegen ist mein Buch auch kein Sachbuch und ich überlege vorher auch nicht , wie viel Immunkrankheiten es gibt.
Ich habe eine Krankheit erlebt und darüber schreibe ich. Der Leser kann sich dann gern im Internet informieren, wie viel Krankheiten / Immunkrankheiten es gibt.
Was mich auch langsam stört, ist die Kritik, die hier schon mal durchkommt: Wenn jemand was angefertigt hat, wie und was auch immer, kommen immer ein paar andere und sehen es mit ihren Augen.
Dann sollte man aber auch was Gutes erwähnen. Finde ich.
Diesen Stil der oberflächlichen Werkbetrachtung mag ich nicht.
In diesem Sinne danke ich allen, die was Gutes fanden, alle anderen werde ich nicht danken.
Ich danke auch indirekt allen, die überhaupt etwas sagten, aber ich weise darauf hin, dass man immer das Positive auch sehen muss.
Euch allen alles Gute
von Anima
P.S. Und bitte nicht böse sein, wenn ich nicht gleich antworte, mein Leben ist sehr abwechslungsreich, im Guten wie im Bösen, deswegen schreibe ich auch darüber.

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mtg
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Re: Anima

von mtg (05.11.2012, 07:36)
Hallo anima,

anima19 hat geschrieben:
Was mich auch langsam stört, ist die Kritik, die hier schon mal durchkommt: Wenn jemand was angefertigt hat, wie und was auch immer, kommen immer ein paar andere und sehen es mit ihren Augen.
Dann sollte man aber auch was Gutes erwähnen. Finde ich.
Diesen Stil der oberflächlichen Werkbetrachtung mag ich nicht.
In diesem Sinne danke ich allen, die was Gutes fanden, alle anderen werde ich nicht danken.

Jetzt muss ich doch einmal einhaken. Mit dieser Einstellung wirst Du ausgesprochen wenig Erfolg haben, denn Du sagst nichts anderes als »Du magst jetzt mein Buch oder ich mag Dich nicht.«

Jeder - in Worten: J E D E R - sieht eine Sache, ein Buch, einen Film, einen Menschen durch die eigenen Augen, mit dem eigenen Verstand und dem eigenen Erfahrungshorizont. Du willst doch Deinen Mitmenschen nicht etwa pauschal die Intelligenz absprechen?

Hier im Thread sind - zumindest unterschwellig - viele wertvolle Hinweise gekommen, die Du pauschal ignorierst ... ja, Du nimmst Dir das Recht heraus, mit den Kritikern genau so umzugehen, wie sie es - Deiner Meinung nach ungerechtfertigterweise - mit Deinem Buch tun. Sie dürfen es nicht - aber Du darfst es? Wenn Du Kritik nicht standhalten kannst, solltest Du nicht an die Öffentlichkeit gehen.

Natürlich ist Dein Buch zunächst ein Sachbuch. Deiner kurzen Inhaltsangabe ist zu entnehmen, dass der Dreh- und Angelpunkt ... oder von mir aus auch der Ausgangspunkt eine Diagnose ist. Da es sich hier offensichtlich um eine Fehldiagnose handelte, ist Dein Buch zunächst auch ein Teil der Verarbeitung dieses Erlebnisses. Dass Du drumherum noch eine Geschichte gegossen hast, die persönliche Erfahrungen anderer Natur, allgemeine Sichtweisen und Geschehnisse der letzten 60 Jahre beinhaltet, macht das Buch zu etwas, das man nicht beschreiben kann. Es ist ein »enthält alles, aber man weiß nicht, was die Aussage sein soll«-Buch. Oder auch »Leipziger Allerlei mit Bohnen, Speck und Sauerkraut durcheinander auf totem Holz«.

Ich wette mit Dir, dass Du Dir schon bei der Idee des Buches Gedanken gemacht hast, für wen Du schreibst. Nämlich für Dich selbst. Deswegen hast Du auch alles hineingepackt, was Dich persönlich interessiert, was Deinen Lebensweg begleitet und ausgemacht hat, was Dir wichtig oder zumindest interessant erscheint. Nur ... wie viele Menschen wie Dich, mit den gleichen Interessen, Prioritäten, Erfahrungen gibt es?

Wer an einer wie auch immer gearteten Krankheit erkrankt ist (und sei es eine Fehldiagnose), will etwas darüber wissen. Wie ist er/sie damit umgegangen, was hat sich im Leben geändert, wie haben Freunde/hat das Umfeld reagiert.

Wer etwas über die Nachkriegszeit wissen will, kann Geschichtsbücher lesen oder aber belletristische Werke wie »Meine Berliner Kindheit« von unserem geschätzten Forumsmitglied Barbara.

Wer etwas über Mulitkulti erfahren will, findet eine reichhaltige Auswahl passender Bücher, die von - sorry, wenn ich das so deutlich sage - kompetenter Seite geschrieben wurden. Welche Kenntnisse, neuen Ansätze zum Thema Multikulti hast Du?

Und wer etwas über Partnerschaft lesen will, findet auch in diesem Bereich viele Bücher. Wenn aber jeder, der verpartnert/verheiratet ist, ein Buch darüber schreiben wollte ... oh Gott ...

Bitte beantworte Dir selbst zunächst einmal die Frage: Was qualifiziert Dich dazu, über die einzelnen Bereiche zu schreiben ... und in welchem der genannten Bereiche hast Du etwas Neues, Eigenes, »Wertvolles« mitzuteilen? Wenn Du Dich darauf beschränkst, was Du kennst, weißt, vermitteln kannst, dann wirst Du auch den Weg zu den Lesern finden, die genau darauf gewartet haben; die einen Erfahrungsbericht aus interner Sicht benötigen, um sich mit ihrer eigenen Situation auseinanderzusetzen. Natürlich darf der auch mit allem Möglichen gewürzt sein - aber eben nur »gewürzt« - und nicht verkocht.

Chiqutita erwähnte bereits, dass ich ein Buch über meine HIV-Infektion geschrieben habe. Hier ist die Zielgruppe eigentlich riesig groß - denn diese Infektion kann theoretisch jeden treffen, der beim Sex nicht aufpasst. Oder aber: Die Zielgruppe sind 73.000 Menschen - nämlich alle, die infiziert sind in Deutschland. Oder aber: Die Zielgruppe beträgt pro Jahr 3.000 neu diagnostizierte + 3.000 Menschen aus deren Umfeld. So weit die Theorie.

Tatsächlich geht jeder mit einer Krankheit anders um - und viele wollen gar nicht wissen, wie es anderen damit gegangen ist. Andererseits gibt es aber auch viele Menschen, die sich mit meinem Buch über etwas informieren wollen, was sie nicht kennen, von dem sie aber mehr wissen wollen. Das ist die Realität.

Überlege Dir eine ganz einfache Sache: Wenn Du eine Lesung aus dem Buch veranstalten willst, wen würdest Du - unabhängig ob Du ihn/sie kennst - einladen? Und wer würde tatsächlich kommen? Das sind die Leute, die Interesse an Deinem Buch haben. Wenn Du Glück hast, sind 50% davon dann auch Käufer.

Übrigens: Dass die Lokalzeitung nicht über Dein Buch berichten wollte, weil es nicht aus einem klassischen Verlag kommt, ist eine immer wieder gerne gehörte und gelesene Ausrede, die für Belletristik gelten mag, aber nicht für ein Buch mit Deiner Grundlage. Wenn das Thema interessant ist, werden die Zeitungen darüber berichten und Dich als »Betroffenen« in den Mittelpunkt stellen. Damit wird auch Dein Buch bekannt. Nur - es muss eben ein erkennbares Zentralthema haben. Und das fehlt mir bei Deiner Vorstellung.

Schau zum Vergleich mal hier: http://www.endlich-mal-was-positives.de/presse/. Das ist der Output aus 3 Jahren - und es kommt noch mehr. Man muss allerdings auch etwas dafür tun. Ich habe ich den nächsten Woche wieder 12 Lesungen in Deutschland und Österreich. Da wird die Presse natürlich nicht außen vor gelassen ... Übrigens war auch neulich der TV-Sender arte bei mir ... die Dokumentation wird im März ausgestrahlt. Die wären nicht auf mich aufmerksam geworden, wenn ich nicht »klappern« würde.

Und zum Schluss: Sätze wie »ich kann mein wahres Alter nicht sagen, weil ich jünger aussehe« - auch wenn sie witzig gemeint sein mögen - sind pure Augenwischerei. Wem willst Du etwas beweisen? Wer gut aussieht, taugt fürs Cover. Wer etwas kann, taugt auch als Autor.

edit: 2 Fehler korrigiert
Zuletzt geändert von mtg am 05.11.2012, 08:12, insgesamt 1-mal geändert.

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (05.11.2012, 07:43)
Hallo Anima,

ich wünsche dir viel Erfolg (welcher Art auch immer) mit deinem Buch.
Es fällt mir schwer zu verstehen, was dein Anliegen in diesem Thread ist.
Möchtest du nur auf dein Buch hinweisen? Möchtest du erzählen, wie DU es gemacht hast? Warum denn "man"?
Es gibt bestimmt etliche Spontanschreiber wie du, die sich keinen Gedanken hinsichtlich der Zielgruppe, hinsichtlich des roten Fadens, der Struktur und auch des Genres ihres Buches machen. ABER so macht "man" es eben nicht.
Ein bisschen von allem kann, wer das möchte, täglich in Blättern lesen, die angeblich der Berichterstattung dienen.

Und nun noch einmal die Bitte: Was genau sind deine Fragen und Anliegen?


Haifischfrau
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

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Isautor
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Re:

von Isautor (05.11.2012, 13:38)
Hallo Anima,

ich weiß, dass ich mir nicht viele Freunde mache mit meinen ehrlichen Worten, aber das nutzt dir nichts, wenn ich so tue, als ob ich anders darüber denke.
Erst mal rein technisch: Ich mache mir vorher Gedanken über ein Buch, egal ob Sachbuch oder Roman. Ich habe einen Plan, eine Zielgruppe, ein Rezept sag ich mal. Die Drauflosschreiber, die ich kenne, scheitern in der Regel. Man kann dann nur sagen, ich hab mir eine Freude gemacht mit meinem eigenen Buch.
Das sagen auch viele, aber wenn sie ganz ehrlich sind, dann wollen sie schon Aufmerksamkeit und Erfolg. Es reicht ihnen nicht, wenn das Buch nur existiert.
Sie wollen angenommen und verstanden werden.
Aber so geht das eben nicht.
Du sagst, das Geld interessiert dich nicht, also der schnöde Mammon. In dem Fall, wenn du zum Beispiel deine Geschichte nur verbreiten willst, hätte ich das Buch als Ebook zum kostenlosen Download angeboten.
Wenn du es verkaufen willst, dann sind die von uns gegebenen Hinweise nicht zu verachten. Alles andere ist Augenwischerei und Schöngerede, wofür du dir nirgends was kaufen kannst.
Du sagst, du willst auch was Nettes hören. Also soll ich sagen, wie toll, dass du dein Buch vollendet hast oder Ähnliches. Das klingt schön, aber was hast du davon, wenn ich das toll finde?
Du kommst doch nur weiter, wenn du auf die Schwächen oder Stolperfallen rechtzeitig aufmerksam gemacht wirst.
Alles was ich schrieb war für dich gedacht und nicht gegen dich. Nur die Wahrheit hilft.
Der Rest ist Geschnatter mit Online-Freunden. Das ist schön, aber mehr auch nicht.
Seid gegrüßt,



Isautor



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