Der, Die, Das - Wie geht denn das?

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Valeria Vajs
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Der, Die, Das - Wie geht denn das?

von Valeria Vajs (21.11.2012, 11:27)
Titel: Der, Die, Das - Wie geht denn das?
Autor: Valeria Vajs

Verlag: BoD
ISBN: 978-3-8448-9524-7
Seiten: 348
Preis: 19,90

Der Autor über das Buch:

Das Buch „Der, Die, Das“ enthält neben dem Hauptwortverzeichnis auch eine kleine Grammatikeinführung und zur Auflockerung viele lustige Bilder und Gedichte, bei welchen die Artikel fett gedruckt sind. So macht das Lernen, oder Nachschlagen Spaß.

Hier sind einige Ausschnitte aus dem Buch:


DER, DIE, DAS
EINE KLEINE GRAMMATIKEINFÜHRUNG


DIE VIER FÄLLE DER DEUTSCHEN SPRACHE

1. WER? - NOMINATIV
2. WESSEN? - GENITIV
3. WEM? - DATIV
4. WEN? - AKKUSATIV

BEISPIELE FÜR ANTWORTEN

DER MANN
DESSEN KIND
ICH GEBE DEM MANN
ICH SEHE DEN MANN

DIE FRAU
DEREN KIND
ICH GEBE DER FRAU
ICH SEHE DIE FRAU

DAS KIND
DESSEN BALL
ICH GEBE DEM KIND
ICH SEHE DAS KIND

BEI DER FRAGE „WOHIN?“ – WIE BEIM AKKUSATIV

DER WALD - ICH GEHE IN DEN WALD
DIE KÜCHE - ICH GEHE IN DIE KÜCHE
DAS HAUS - ICH GEHE IN DAS HAUS

BEI ZUSAMMENGESETZTEN HAUPTWÖRTERN (KOMPOSITA)
RICHTET SICH DER ARTIKEL NACH DEM ENDHAUPTWORT


DER DACHBODEN - DER HAUSSCHUH - DER ANGSTHASE
DIE ZUGFAHRT - DIE HAUSFRAU - DIE SOMMERZEIT
DAS HUFEISEN - DAS MUTTERTIER - DAS FUßBALLSPIEL

****
DER WINTER KAM UND DIE KÄLTE,
AUF DEM DACH LIEGT DER SCHNEE.
DIE FLOCKEN FALLEN VON DEM HIMMEL,
DAS EIS LIEGT AUF DEM SEE.


Klappentext:

Auf die Idee ein „Der, Die, Das“ – Wörterbuch zu erstellen, kam ich beim Schreiben meiner Geschichten. Es musste etwas her, womit ich mir auf eine übersichtliche und schnelle Art Hilfe verschaffen konnte, wenn es um die deutschen Artikel ging. Da aber auch viele anderen, besonders in Deutschland lebenden Ausländer, dieses Problem mit mir teilen, entstand aus dem Hobby ein Buch. Ein Buch, das eine echte Hilfe ist, für alle, die sich mit der Frage „Der? Die? Das?“ nicht länger plagen wollen, oder die es zügig erlernen möchten. Einfach den richtigen Buchstaben aufschlagen und man hat sofort die Antwort.

Inhalt:

"Zum Erfolg gibt es keinen Lift,
wir müssen die Treppe nehmen".
Rolf H. Ruhleder

Hier ist ein kleiner Abschnitt aus dem Inhalt. Bei 348 Seiten müssten im Buch fast alle Hauptwörter vorhanden sein.

B

BRUTSTÄTTE----DIE
BRUTZEIT---------DIE
BUCH---------------DAS
BUCHDRUCK----DER
BUCHE-------------DIE
BÜCHEREI--------DIE
BUCHFINK--------DER
Dateianhänge
K640_Der, Die, Das - wie geht denn das 001.JPG
Der,die,das - das Bild 001.jpg
Das Bild zum Gedicht
Zuletzt geändert von Valeria Vajs am 24.11.2012, 11:41, insgesamt 8-mal geändert.
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Valeria Vajs
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Re:

von Valeria Vajs (21.11.2012, 11:58)
Ich sehe, dass bereits Einige meinen Eintrag angeschaut haben. Es war aber nicht alles so, wie es sein sollte, ich habe es inzwischen den Auszug aus dem Buch etwas ausgebessert. Es ist immer noch nicht ganz identisch mit den Abbildungen im Buch. Ich werde es noch mal kurz überrabeiten - Z. B. die Artikel "Der, Die, Das" sollen alle fett sein.

LG
Valeria Vajs
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Valeria Vajs
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Re:

von Valeria Vajs (21.11.2012, 12:28)
Leider gelingt mir nicht, hier alles so vorzustellen, wie es im Buch ist. Dort ist alles sehr genau und perfekt dargestellt. Ich schreibe gerne (siehe Belletristik), doch im Internet brauche ich noch sehr viel Übung.

Gruß
Valeria
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Oukej
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Da sehe ich 3 schlimme Fehler

von Oukej (21.11.2012, 17:02)
1.3.4. Fall sind richtig, das sind Artikel.
2. Fall ist falsch, das ist ein Pronomen zwischen drei Artikeln.
Richtig muss es sein:
Der Mann, des Mannes, dem Mann, den Mann
Die Frau, der Frau, der Frau, die Frau
Das Kind, des Kindes, dem Kind, das Kind.
Plural: Die Kinder, der Kinder, den Kindern, die Kinder
Aber dessen Kind, deren Kind, das darf hier nicht sein,
dessen und deren sind keine Artikel, sondern Pronomen.

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Siegfried
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Re: Da sehe ich 3 schlimme Fehler

von Siegfried (21.11.2012, 18:32)
Oukej hat geschrieben:
1.3.4. Fall sind richtig, das sind Artikel.
2. Fall ist falsch, das ist ein Pronomen zwischen drei Artikeln.


thumbbup thumbbup thumbbup

Valeria Vajs
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Re:

von Valeria Vajs (23.11.2012, 12:27)
Ich habe mich darüber noch mal mit einem Lehrer, der die deutsche Sprache unterrichtet, unterhalten. Er hatte das Buch auch lektoriert, außer ihm noch zwei andere Menschen, die mit der deutschen Sprache zu tun haben. Keinem war es aufgefallen, dass da etwas nicht stimmt.
Nun hat der Deutsch-Lehrer gemeint, das wäre korrekt, was hier bemängelt wird, doch, es ist ein Buch, das den Menschen ganz leicht zeigen soll, wie sie die Artikel anwenden sollen. Ich kann die Teile "der, die, das..." rausnehmen lassen, was ich hier getan habe und was auch im Buch getan wird, doch die Beispiele soll ich lassen. So wird es gesprochen. Keiner sagt auf die Frage "Wessen" - "Des Mannes das Kind", sondern man sagt "dessen Kind". Das ist nur ein Beispiel, der helfen soll.

Valeria
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (23.11.2012, 20:35)
Valeria Vajs hat geschrieben:
Nun hat der Deutsch-Lehrer gemeint, das wäre korrekt, was hier bemängelt wird, doch, es ist ein Buch, das den Menschen ganz leicht zeigen soll, wie sie die Artikel anwenden sollen. Ich kann die Teile "der, die, das..." rausnehmen lassen, was ich hier getan habe und was auch im Buch getan wird, doch die Beispiele soll ich lassen. So wird es gesprochen. Keiner sagt auf die Frage "Wessen" - "Des Mannes das Kind", sondern man sagt "dessen Kind". Das ist nur ein Beispiel, der helfen soll.


Die korrekte Antwort auf die Frage "wessen" ("Wessen Kind ist das?") wäre:

Das ist des Mannes Kind

oder

Das ist das Kind des Mannes

Ich frage mich die ganze Zeit, wie man auf die Frage "Wessen Kind ist das?" mit dem besitzanzeigenden Fürwort (Possessivpronomen) "dessen" antworten kann. Vielleicht kann mich da mal jemand in die richtige Spur bringen und eine entsprechende Frage mit "Wessen" formulieren. Ich komme immer nur auf "Wer ist das? Und wer ist das daneben?" - "Das ist der Mann. Und das ist dessen Kind." cheezygrin

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (23.11.2012, 22:58)
Artikel sind das Eine, Pronomina das Andere!

M.E. mangelt es nicht an Grammatikwerken, und deren Autoren dürften in der Regel ausgewiesene Fachleute sein.

Den Artikel zum Substantiv findet man in jedem Duden (oder anderen Lexikon), wer eine Sprache lernt, kommt an der Grammatik nicht vorbei.

@Valeria: für welche Zielgruppe hast du dieses Buch geschrieben?

Haifischfrau
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Valeria Vajs
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Re:

von Valeria Vajs (24.11.2012, 00:52)
Es fing so an, dass ich das Artikel-Wörterbuch zuerst für mich geschrieben habe.
Ich habe vier Jahre lang bei einer Akademie Belletristikschreiben gelernt (keine Grammatik). Meine Geschichten (Schicksals- und Krimigeschichten) wurden in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht, bevor ich damit angefangen hatte, Romane zu schreiben. Doch ich hatte immer Probleme mit den Artikeln. Ausländer können das nicht wirklich erlernen, hat mir ein Engländer gesagt, der schon seit vielen Jahren in Deutschland lebt. Da gibt es keine Regeln und keine Logik. Warum ist Tür „die Tür“ und Fenster „das Fenster“. Mein englischer Bekannter hat immer „der Fenster“ gesagt (Fenster klingt ziemlich männlich, so seine Begründung).
Ich habe mehrere Jahre lang an dem Artikelmanuskript gearbeitet. Und das Buch begleitet mich nun beim Schreiben. Ich wollte unbedingt etwas haben, damit ich auf die Schnelle den passenden Artikel finde. Nichts Anderes, nur den Artikel, groß und übersichtlich. Einfach den richtigen Buchstaben aufschlagen und schon habe ich es. Da ich öfter Hilfe bei den Artikeln benötige und beim Schreiben nicht sehr geduldig bin, war mir alles Andere, was es schon gibt – wie der Duden z. B., zu unübersichtlich, oder zu kompliziert. Oder zu klein gedruckt. Das hat mir auch eine Bekannte gesagt, nämlich dass die, die Grammatikbücher schreiben, nicht an die Brillenträger denken. Alles ist so klein gedruckt. Gerade das hat mich auf die Idee gebracht, meine Sammlung an Hauptwörtern mit den passenden Artikeln als ein Buch nach meiner Vorstellung zu veröffentlichen. Ich habe dann einfach aus Spaß das Ganze mit den lustigen Gedichten und Bildern gespickt.
Es geht hier eigentlich nicht um die Grammatik, sondern nur um die Artikel. Es ist kein Buch zum Deutsch-Lernen, sondern nur eine Hilfe für alle – in erster Linie für Ausländer – die schreiben wollen oder müssen (Schüler, Studenten) und nur mit dem Artikel Probleme haben. Ich hätte die Grammatik vielleicht gar nicht einfügen sollen, oder hätte ich das Buch gleich vom Verlag lektorieren lassen sollen. Ich habe mich aber auf die Leute verlassen, die mir versichert hatten, dass sie es gut können.
Ich habe 30 Stück der Bücher drucken lassen, bevor ich es bei BoD veröffentlicht habe und habe in ca. einer Woche 29 Stück verkauft (nur ein Stück blieb für mich selbst). An Kollegen und Bekannte - Polen, Türken und an eine Französin. Die Französin hat gleich drei Stück gekauft, für ihre Kinder. Sie sagte mir, ihr Sohn, der hier studiert, lässt es nicht mehr aus der Hand. Jetzt kann er viel schneller arbeiten. In den anderen Büchern wäre zu viel Ballast drin. So habe ich es auch empfunden, beim schreiben meiner Geschichten.
Nach meiner Erfahrung beim Verkauf der Bücher, habe ich nicht vor, alles aufzugeben. Es hat sich gezeigt, dass es Menschen gibt, die es gut finden und die es brauchen können.

Valeria
Zuletzt geändert von Valeria Vajs am 25.11.2012, 17:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Valeria Vajs
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Re:

von Valeria Vajs (24.11.2012, 11:12)
Ich denke, ich werde es so lassen, wie es ist. Habe mich mit noch jemandem unterhalten (eine Chefarztsekretärin - ich war selbst jahrelang in der Krankenhausverwaltung beschäftigt ), die meint, dieses Buch ist eine große Hilfe, um mit den Artikeln leichter klar zu kommen. Und heute lese ich in meiner Zeitung - "Von Jeremie, dessen Mutter Patricia A. (47) drogenabhängig ist, fehlt seitdem jede Spur".
Mein Buch ist kein Lehrbuch für die deutsche Grammatik, es soll den Ausländern mit einfachen Worten helfen, mit den Artikeln besser zurechtzukommen. Besonders bei zusammengesetzten Worten. Wenn man z. B. den Artikel für "Glastür" nicht weiß, schaut man unter "Tür" nach, also "die". Für Deutsche, die hier geboren und aufgewachsen sind, ist das natürlich uninteressant.
Zuletzt geändert von Valeria Vajs am 25.11.2012, 17:14, insgesamt 2-mal geändert.
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (24.11.2012, 11:21)
Valeria Vajs hat geschrieben:
Es hat sich gezeigt, dass es Menschen gibt, die es gut finden und die es brauchen können.


Dass es Menschen gibt, die das Buch gut finden und es brauchen, ist für das Buch und für dich sicherlich schön. Und hoffentlich kannst du möglichst viele Exemplare verkaufen. Das Risiko, das du eingehst, liegt aber in den Fehlermöglichkeiten gegenüber den "Profi-Werken" (Duden, Wahrig), wie es hier zum Beispiel mit dem Pronomen passiert ist.

Ich selbst unterrichte auch Deutsch für Migranten und kenne daher genau diese Situation, wo Kursteilnehmer an den Artikeln verzeifeln. Wer Deutsch als Fremdsprache lernt, muss notgedrungen das Geschlecht eines Wortes mitlernen. Daran geht kein Weg vorbei.

Im Deutschen (und in manchen anderen Sprachen auch) müssen wir unterscheiden zwischen dem Sexus, also dem biologischen Geschlecht, und dem Genus, dem grammatischen Geschlecht.

Um das generische Geschlecht eines Wortes festzulegen, gibt es leider nur eine Handvoll Hinweise. Diese Hinweise bringen zwar keine Volltreffer, aber sie helfen zumindest ein Stück weit. Ausnahmen bestätigen allerdings die Regel! cheezygrin

Hier ein paar Beispiele (Endungen beziehen sich dabei immer auf das Singular!)

Genus:Männlich
männliche Personen
Tage / Monate / Jahreszeiten
Substantive mit der Endung -ling
Substantive mit der Endung -ig oder -ich
dazu: Viele Wörter, die im Singular auf -er enden

Genus: Sächlich
Buchstaben
Substantive mit der Endung -lein oder -chen
Substantive mit der Endung -um
Substantive mit der Endung -ment
Substantive mit der Endung -ma
Substantive aus Verben in der Infinitivform
Substantive aus Adjektiven

Genus: Weiblich
weibliche Personen
Zahlen
Substantive mit der Endung -ung
Substantive mit der Endung -schaft
Substantive mit der Endung -heit oder -keit
Substantive mit der Endung -tät
dazu: Viele Substantive, die im Singular auf -e oder -in enden

Das sind die "Krücken", die ich meinen Kursteilnehmer gebe, damit sie sich halbwegs durch die Welt der Artikel kämpfen können. Dazu kommt natürlich noch die Deklination der Substantive mit der Suche nach dem dann passenden Artikel.

Bei der Deklination von Substantiven bleibt es bei den Fragewörtern
"Wer?" - "Wessen?" - "Wem?" - "Wen?". Hier besteht die Gefahr, die Fragen falsch zu formulieren. Deshalb gebe ich meinen Kursteilnehmern immer nur ganz einfach Fragen vor:

Wer steht vor der Tür? - Der Mann / Die Frau / Das Kind.
Wessen Schlüssel ist das? - Das ist der Schlüssel des Mannes / der Frau / des Kindes.
Wem gehört der Schlüssel? - Der Schlüssel gehört dem Mann / der Frau / dem Kind.
Wen sehe ich vor der Tür? - ich sehe den Mann / die Frau / das Kind.

Und dann natürlich der ganze Spaß in der Mehrzahl. cheezygrin

Was das Wort "Fenster" angeht, bewegen wir uns hier im Bereich der eingedeutschten Fremdwörter ("Fenster" stammt vom lateinischen "fenestra" ab -> althochdeutsch "fenstar" -> mittelhochdeutsch "venster" -> aktuell "Fenster"). Das Geschlecht von Fremdwörtern wird im Deutschen durch Ersatz durch ein sinngleiches Wort ermittelt.

Das Geschlecht des Wortes "Souvenir" ergibt sich durch "Erinnerungsstück", also "das Souvenir". Bei "Computer" ist das sinngemäße deutsche Gegenwort "Rechner", also "der Computer". Für "E-Mail" wird auf "elektronische Post" verwiesen, also "die E-Mail" (im süddeutschen/österreichischen/Schweizer Sprachraum schreibt man auch "das E-Mail" bzw. "das Mail" - warum, ist mir nicht bekannt).

Aber letztlich bleibt doch nur: Auswendig lernen oder Nachschlagewerk zur Hand haben.

Und weil meine fremdsprachlichen Kursteilnehmer doch an den deutschen Artikeln verzweifeln, tröste ist sie immer mit dem Satz: "Machen Sie sich keine Sorgen deshalb. Nach meinen Erfahrungen beherrschen mindestens 80 Prozent der deutschen Eingeborenen ihre Muttersprache auch nicht." cheezygrin :twisted: cheezygrin

Valeria Vajs
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Re:

von Valeria Vajs (24.11.2012, 12:27)
Vielen Dank für Deine ausführlichen Erklärungen. Das ist ehrlich gemeint. Für mich als Ausländerin war es besonders interessant, dies zu lesen. Ich bin erst mit 20 Jahren nach Deutschland gekommen, vorher hatte ich in meiner Heimat (Serbien) acht Jahre Deutsch in der Schule. Und da ich eine Schreib- und Lesesüchtige bin, habe ich schnell damit angefangen, deutsche Bücher, Zeitungen und Zeitschriften zu lesen und auch selbst zu schreiben. Meine Geschichten wurden, nach meinem Belletristik-Lehrgang bei der Axel-Anderson-Akademie öfter veröffentlicht. Für meine Romane (der erste ist jetzt beim BoD) brauche ich natürlich ein professionelles Lektorat, wie das eigentlich auch üblich ist. Die deutschen Artikel werde ich nie perfekt beherrschen. Und vielleicht sollte ich noch mal damit anfangen, die Grammatik gründlich zu erlernen. Doch dafür fehlt mir die Zeit. Das Schreiben (hauptsächlich Schicksals- Krimi- Dramen) nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Und außerdem lerne ich gerne Fremdsprachen (spanisch, italienisch), doch hauptsächlich nur Dialoge, um mich in diesen Ländern gut verständigen zu können. Keine Grammatik!
Das Buch „Der, Die, Das“ war eine absolute Ausnahme. Wenn sich dieses Buch am Anfang nicht so gut verkauft hätte und wenn sich die Käufer nicht so zufrieden gezeigt hätten, dann hätte ich da nichts mehr weiter gemacht. Ich hätte das Buch nur für mich selbst genutzt.
Ich habe da auch keine unrealistischen Erwartungen. Ich schaue einfach, was passiert. Mein Metier ist auch in Zukunft allein Belletristik.
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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (24.11.2012, 15:58)
Auf jeden Fall ist das Buch eine sehr gute und sympathische Idee.
Viel Glück thumbbup

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (24.11.2012, 19:30)
Hallo Valeria,

in der Tat gehört die Grammatik zum Erlernen einer Sprache. Ich (ebenfalls nicht in D. aufgewachsen und D. nicht als Muttersprache gelernt), lerne (unter erschwerten Umständen) gerade meine 5. Fremdsprache und lerne jedes Substantiv mit dem dazugehörigen Artikel. Anders kann es gar nicht gehen, wenn man das Ziel hat, sich in einer (Fremd-)sprache unterhalten zu können, Bücher zu lesen und Gesprochenes richtig zu verstehen.

Es gibt in Deutschland Dialekte, die hin und wieder einen falschen Artikel benutzen. Z.B. DAS Schrank, DER Butter, DER Auto ... Von daher mag es zutreffen, das auch Muttersprachler ein Problem damit haben.

Ich vermute mal, dass du viel mehr Grammatik gelernt hast, als dir bewusst ist.

Und was das Lektorat betrifft: das benötigen Muttersprachler ebenfalls.
Die Leseprobe deines Romans hat mir übrigens gefallen.

Haifischfrau
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

Valeria Vajs
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Re:

von Valeria Vajs (24.11.2012, 23:51)
Hallo Haifischfrau,

danke für Deine gute Meinung über meine Leseprobe, habe mich sehr darüber gefreut.

Du hast natürlich recht, wenn man eine Sprache lernt, sollte man auch Grammatik lernen. Ich lerne Dialoge - mit dazugehörigen Artikeln selbstverständlich. Ich lerne alleine, mit einem Buch und den CD´s. So habe ich mir italienisch beigebracht und ich kann fließend italienisch sprechen. Jetzt ist spanisch dran. Ich lerne erst seit ca. zwei Monaten spanisch, bin vor zwei Wochen aus Mexiko zurück und ich konnte mich dort tatsächlich bereits einigermaßen mit den Einheimischen unterhalten. Dafür habe ich mir vor der Reise auch aus dem Internet viele nützliche Sätze übersetzt und sie auswendig gelernt.
Ich würde gerne „richtig“ lernen, mit Grammatik und Vokabeln, doch, mir läuft die Zeit ständig davon. Ich organisiere viele Treffen in einem großen Forum, fürs Schreiben meiner Romane brauche ich viele Stunden am Tag (die nächsten zwei muss ich „nur“ noch x-mal überarbeiten), und dann kommt noch der übliche Stress. Deswegen aber verzichten auf Fremdsprachen möchte ich nicht. Also mache ich es ein bisschen oberflächlich, und das funktioniert trotzdem.
Mit Deutsch ist es aber etwas Anderes. Ich schreibe meine Geschichten in Deutsch, also darf ich mir da keine Oberflächlichkeit leisten. Du hast sicher auch damit Recht, dass ich Grammatik gelernt habe, wenn auch nicht auf die übliche Art. Bei der Schreibakademie haben wir so gut wie keine Grammatik gehabt, doch, wenn man so intensiv das Handwerk des Schreibens lernt, lernt man automatisch auch Grammatik dazu. Mir ist das nie richtig bewusst gewesen, habe mir auch nie Gedanken darüber gemacht. Meine Betreuerin war aber eine sehr strenge Lehrerin, duldete keinen, noch so kleinen Fehler. Anders hätte ich nie geschafft so zu schreiben, wie ich heute schreibe. Auch wenn mir immer noch einige Fehler passieren.

Ich schreibe hier ein bisschen zu viel :roll: , aber, ich habe ja schon erwähnt, ich bin eine Schreibsüchtige und vergesse aufzuhören :? .

Ach ja, ich habe nach Deinem Roman gesucht, der hier abgebildet ist, habe ihn aber nicht gefunden. Es würde mich interessieren, um was es da geht.

Valeria
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