Schlechte Rezension

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Andreas Adlon
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Re:

von Andreas Adlon (04.12.2012, 12:43)
Hardley

Du könntest in den Klappentext (über der Inhaltsangabe)... einige deiner Rückmeldungen zitieren..

Hadley
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Re:

von Hadley (04.12.2012, 14:43)
Andreas Adlon hat geschrieben:
Hardley

Du könntest in den Klappentext (über der Inhaltsangabe)... einige deiner Rückmeldungen zitieren..


Bei einer 2. Auflage könnte ich das machen, das ist eine gute Idee!
mfg
Hadley
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Andreas Adlon
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Re:

von Andreas Adlon (04.12.2012, 15:19)
da auch, aber ich meinte die Produktbeschreibung bei amazon. Das sehen doch die Interessenten als erstes.
Die kannst du jederzeit ändern.

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kasapv
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Re:

von kasapv (04.12.2012, 20:21)
Auf keinen Fall darauf antworten. Das wird nur eine Rechtfertigung, die dich in der Defensive zeigt und das ist dann noch schlimmer. Welcher erfolgreiche Schriftsteller beantwortet schon eine schlechte Rezension?

Gerechtfertigte Punkte der Kritik als Ansporn zu Verbesserungen nehmen und den Rest einfach hinnehmen. dozey:

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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (05.12.2012, 07:10)
Siegfried hat geschrieben:
Weil das - ganz böse gesagt - gesellschaftskonform ist. Ich meine, gute Arbeit einfach hinzunehmen und schlechte Arbeit sofort zu kritisieren.

Die Anerkennung einer Leistung im alltäglichen Leben tendiert gegen Null. Sich bei einer anderen Person für deren Leistung zu bedanken - in Worten, in Geld, in Taten -, ist völlig aus der Mode gekommen. Ein "Danke" oder gar ein "Vielen Dank" gibt es kaum noch. Selbst bei Bestellungen wird kaum noch "bitte" gesagt. Da heißt es nur kurz "Ein Bier" oder "Das Paar Schuhe da" oder "Den neuen Grisham". Von "Bitte" keine Spur.


Ich kann dem nur zustimmen. Wenn keine starke persönliche Bindung besteht, so ist (im gesellschaftlichen Alltag) mit einem Lob kaum zu rechnen...

Beste Grüße

MichaelHA

Hadley
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Re:

von Hadley (05.12.2012, 12:43)
Isautor hat geschrieben:
Schau dir mal die Bewertungen von Simone Kaplan an. Sie hat viele Rezis, fast alles 1 Stern. Sie kommt bei keinem Buch über 1,5 Sterne, schreibt immer weiter und hat einen recht guten Vekaufsrang von 2000 - 3000.


Ich will der guten Frau ja nicht zu nahe treten, aber das würde ich auch nicht veröffentlichen. Alleine für die Fehler in diesem ersten Absatz, von der Grammatik ganz zu schweigen, würde es eine 6 geben.
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (05.12.2012, 13:12)
Hadley hat geschrieben:
Ich will der guten Frau ja nicht zu nahe treten, aber das würde ich auch nicht veröffentlichen. Alleine für die Fehler in diesem ersten Absatz, von der Grammatik ganz zu schweigen, würde es eine 6 geben.


RAAAAAHHHH!!

Ich glaub's ja nicht. Das ist SO veröffentlicht worden?
Als Käufer hätte ich sofort mein Geld zurückverlangt!

Allein in den ersten fünf Zeilen habe ich auf Anhieb 13 Fehler gefunden. Der Text wäre bei mir so nie und nimmer an die Öffentlichkeit gegangen - nicht einmal als einfacher Forenbeitrag!

Mann, solche Leute dürfen veröffentlichen und Goethe musste sterben! :twisted:

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (05.12.2012, 13:18)
Was habt Ihr denn?
Vor dem Tor des Eichamtes wäre ich auch nervös. :roll:

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Isautor
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Re:

von Isautor (05.12.2012, 13:20)
@Siegfried: Simone Kaplan ist dafür bekannt, schreckliche Geschichten in grausamstem Deutsch bei willkürlicher Rechtschreibung zu veröffentlichen. Charakteristisch dabei ist ihre absolute Beratungsresistenz, legendär ihre 1 Sterne Rezis. Sie erhält kaum mal eine andere Bewertung.
Die Kaplan ist so schlecht, dass sie dadurch schon wieder berühmt ist. Ihr Selbstwert ist ungebrochen und sie bildet sich ein, dass sie echte Fans hat, die bei ihren pornografisch-sadistischen Texten ins Schwärmen geraten.

In dem anderen Forum, in dem ich bin, werden ihre Werke gerne mit einem "Sie hat wieder zugeschlagen!" angekündigt.

Simone K. gilt als schlechteste Autorin von ganz Amazon. Aber ganz ehrlich? Die Kaplan ist mir dann doch lieber als eine Gercke, die 30 000 Bücher verkauft, Ruhm und Ehre einheimst und in Wirklichkeit von anderen Autoren Wort für Wort abgeschrieben hat.
Bei der Kaplan sind bisher nur die Cover fragwürdig, denn die kopiert sie aus dem Netz. Es ist nicht bekannt, ob sie die überhaupt verwenden darf. Dazu nimmst sie keine Stellung.
Seid gegrüßt,

Isautor

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Atlan_Gonozal
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Re:

von Atlan_Gonozal (05.12.2012, 13:23)
Fairerweise sollte man noch erwähnen, daß die Kaplan-Bücher bei Amazon allesamt Kindle-Downloads im Preissegment 1-3 Euro sind. Möglicherweise erklärt dies die relativ guten Verkaufsränge.

Auf der anderen Seite zeigt dies eben auch, dass es nicht reicht, ein *gutes* Buch zu schreiben, ja manchmal ist eben die Qualität nicht mal das Wichtigste. Man muss sich auch verkaufen können und wer das nicht begreift, wird eben in Schöhnheit sterben, wie es so schön heißt.
Bücher sind mein Leben - http://www.karsten-heimer.de

Hadley
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Re:

von Hadley (05.12.2012, 13:26)
Ach, das war ja noch gar nichts, ich habe mich durch Ihre E-Books gequält. Nach zwei Seiten hat man echt keine Lust mehr. Dagegen sind meine Bücher wahre Meisterwerke der Literatur.
mfg
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Isautor
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Re:

von Isautor (05.12.2012, 13:27)
@AG: Ja, schon. Ich mache so viel mit Ebooks, dass ich das immer voraussetze. Natürlich erreicht man mit Printbüchern nicht so leicht dieses Rang. Aber die Kaplan hat auch nur Kurzgeschichten. Es sind keine langen Bücher.
Seid gegrüßt,



Isautor



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Siegfried
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Re:

von Siegfried (05.12.2012, 13:52)
Hab mal Korrektor für die 17 Zeilen gespielt ... und immer schön sachlich bleiben! cheezygrin

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Zeile 1:
statt zwei Punkte zwischen den Wörtern die Folge Leerzeichen, drei Punkte, Leerzeichen
Genitiv von "Irland" heißt "Irlands"
statt zwei Punkte am Ende des Satzes die Folge Leerzeichen, drei Punkte

Zeile 2:
vermutlich doppeltes Leerzeichen zwischen "ich" und "vor"
statt "Eichtor" heißt es "Eichentor"

Zeile 3:
falsches Tempus: statt "zittern" heißt es "zitterten"

Zeile 4:
statt der vielen Punkte die Folge Leerzeichen, drei Punkte, Leerzeichen
fraglich, ob wirklich "sein größter Traum" oder "mein größter Traum"
fehlendes Komma nach "Traum", da Nebensatz mit erweitertem Infinitiv und "zu"

Zeile 5:
fehlendes Komma nach 1225 zum Abschluss der Parenthese
statt "ragten" muss es "rankten" heißen
Nominativ Plural von "Gerücht" heißt "Gerüchte", nicht "Gerüchten"
bei "rankten" muss es dann "um diese geheimnisvollen Klostermauern" heißen; selbst bei "ragten" kann der Satz nicht mit "hinter" fortgesetzt werden

Zeile 6:
vermutliche doppeltes Leerzeichen hinter "ich"
Streitfall "vom": "vom" ist die Zusammenziehung der Präposition "von" und des Artikels "dem"; die reine Präposition "von" ist nicht flektierbar. Der Satz " meine Empfehlung von dem Pater Nikolas" ist höchst unschön. Ein einfaches "von Pater Nikolas" hätte gereicht.
falscher Rückbezug: Der Ausdruck "las es immer wieder durch" bezieht sich mit dem "es" auf "die Empfehlung"; daher muss hier ein "sie" gesetzt werden: "las sie immer wieder durch"

Zeile 7
Leerzeichen vor dem Punkt falsch.
Fehlendes Leerzeichen nach dem Punkt
Fehlendes Komma nach "Nikolas", da Nebensatz mit erweitertem Infinitiv und "zu"

Zeile 8
Leerzeichen vor dem Punkt falsch
Fehlendes Komma nach "Wunsch", da Nebensatz mit erweiterem Infinitiv und "zu"

Zeile 9
Fehlendes Komma nach "erfuhr"
"dass" statt "das", da Nebensatzkonjunktion, die nicht mit "dieses/jenes/welches" ersetzbar ist
Fehlende Präposition "in"
Fehlendes Komma zwischen "alten" und "ehrwürdigen"

Zeile 11
statt "genauso" sollte "genau so" benutzt werden (Erläuterung: "genauso" hat die Bedeutung von "in derselben Weise, im demselben Maße", während "genau so" die "Exaktheit einer Angabe" ist)

Zeile 14
Fehlendes Komma nach "Ja"

Zeile 16
Akkusativ von "die Klippen" ist "die" und nicht "den" ("donnern" als Verb benötigt den Akkusativ, nicht den Dativ)

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (05.12.2012, 15:18)
Atlan_Gonozal hat geschrieben:
Fairerweise sollte man noch erwähnen, daß die Kaplan-Bücher bei Amazon allesamt Kindle-Downloads im Preissegment 1-3 Euro sind. Möglicherweise erklärt dies die relativ guten Verkaufsränge.

Auf der anderen Seite zeigt dies eben auch, dass es nicht reicht, ein *gutes* Buch zu schreiben, ja manchmal ist eben die Qualität nicht mal das Wichtigste. Man muss sich auch verkaufen können und wer das nicht begreift, wird eben in Schöhnheit sterben, wie es so schön heißt.


Man muss nur schrill genug sein, damit über einen geredet wird. Mit korrekter Grammatik und sinnvollen Aussagen hätten es Verona Feldbusch, Kader Loth und Daniela Katzenberger sicherlich nicht ins Fernsehen geschafft. Deshalb bin ich nicht erstaunt, dass diese Methode auch bei Indie-Autoren funktioniert. Ich werde es trotzdem nicht ausprobieren.
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

holz
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Re:

von holz (05.12.2012, 15:20)
Isautor hat geschrieben:
Bei der Kaplan sind bisher nur die Cover fragwürdig, denn die kopiert sie aus dem Netz. Es ist nicht bekannt, ob sie die überhaupt verwenden darf. Dazu nimmst sie keine Stellung.


Mit Google-Bildsuche sind die Urheber leicht zu finden.
(z.B. zu Das Kloster, Der Haikäfig, Ticket ins Grauen):

Kilmacduagh Monastery
http://www.m-klueber.de/mk/irische-geschichte
(der Fotograf: "Rechnungsstellung oder Abmahnung folgt umgehend – je nach Dreistigkeit")

Roller Coaster
http://www.flickr.com/photos/twostepsbehind/3453966366/
(kommerzielle Nutzung nicht erlaubt)

aus dem Film "Shark Night"
http://www.horrorpilot.com/shark-night-2011/

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