Ronar - Drei Ähren

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Nicolas Fayé
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Re:

von Nicolas Fayé (31.12.2012, 14:26)
Wie süß ist das denn? Ich denke, eine der ehrlichsten und von Herzen kommende Lesermeinung.

Liebe Frau Anke angle: , nimm Dir es zu Herzen und schreibe weiter solche tollen Bücher. Nicht nur die zehnjährigen Jungs wären dankbar, nein, auch die etwas älteren Jahrgänge. cool5
Viele Grüße von Nicolas

Geduld ist eine Tugend
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alfred.dworak
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Re:

von alfred.dworak (03.01.2013, 08:03)
Liebe Anke,

diese Rezi ist wirklich vom Feinsten. thumbbup

Ich freue mich für Dich von Herzen.

L.G. Alfred

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Peter-Pitsch
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Ronar

von Peter-Pitsch (05.04.2014, 15:09)
... und die Frage „Was wäre wenn?“

Gleich seinen Vorgängern präsentiert sich der abschließende Teil der Ronar-Trilogie mit einem Einband voller Symbolkraft. Die Zeichnerin Noëlle-Magali Wörheide hat die mystische Anziehungskraft des Mondes erneut als zentrales Element ihrer Darstellung gewählt. Ein Himmelsobjekt auf schwarz glänzendem Grund. „In der Nacht erscheinen die Wahrheiten aus den Tiefen unserer Gedanken und treten ins Mondlicht“, schreibt die Autorin, Schöpferin des jungen Ronar. Ihr Werk trägt die Züge eines Gleichnisses, eine Allegorie auf unsere oftmals allzu gegenwärtige Welt der Täuschungen und Manipulationen. Und auf die Schrecken der Unterdrückung. Gewiss ist: die kleinste Drehung am Rad des Schicksals ZEITIGT unermessliche Folgen. Die Erforschung dessen, welche tiefenpsychologische Auswirkungen sich aus der Frage „Was wäre wenn?“ ergeben, sprengt zwangsläufig den Rahmen konventioneller Erzählweise. Etwa ein „Naturgesetz“ der Personifizierung zu unterziehen und dieses in Interaktionen und Dialoge mit den Akteuren selbst einzubinden. Die Zeit, einst Verbündete, nun mächtigste aller Widersacherinnen in einem Spiel, dessen Regeln im Dunkeln verbleiben und in welchem alle Figuren letztlich aus dem Urhebergeist des Geschehens ihr Vertrauen schöpfen. Autorin Anke Höhl-Kayser scheint eine Gratwanderung zwischen zielstrebig ausgerichteter Handlung und intuitiv gesetzten Überraschungsmomenten auszuführen. Einen Balanceakt, der wiederum die Komplexität der durch- und ineinander wirkenden Zusammenhänge eines Daseins, eines Menschenlebens aufzeigt, und nicht nur „das Zerrbild einer kurzfristig unterbrochenen Wirklichkeit“. Anhand eines verunsicherten, mitunter gar „verhinderten“ Helden, der sich ganz plötzlich (und vorübergehend ohne bewusstes Verständnis für seine eigene Bedeutung), nochmals dort wiederfindet, wo die große Saga einst ihren Anfang nahm. Und auch jene sind nicht weit entfernt – in der ein oder anderen Form –, die den Willen der anderen, insbesondere eines magischen Naturells zu brechen suchen: es sind die Tyrannen.
Jähe Zeitsprünge und Täuschungsmanöver führen ebenso wie persönliche Verwicklungen und schicksalhafte Konfrontationen auf Umwegen zu einer wichtigen Erkenntnis. Im Epilog ihrer Trilogie lässt die Autorin Ronar ein lebensbejahendes Resümee ziehen: „Ich bin die Summer der Ereignisse meiner Vergangenheit.“
Kann es einen trefflicheren Abschluss als diese Auffassung (von Zeit) geben, die doch jeden von uns früher oder später ereilt beziehungsweise ereilen sollte? Wie tröstlich – und irgendwie auch MAGISCH – mutet es an, dereinst das eigene Selbst wahrnehmen zu können mit den Worten: Ich bin eins mit mir, eins mit allem um mich herum.

Peter Pitsch

http://www.amazon.de/product-reviews/38 ... L7X1TGK291

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Anke Höhl-Kayser
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Re:

von Anke Höhl-Kayser (05.04.2014, 15:41)
Lieber Peter,

ich bin sprachlos - einerseits angesichts deiner immer wieder aufs Neue beeindruckenden Wortgewalt, die man einfach nur still auf sich wirken lassen kann. Wahnsinn.
Und andererseits angesichts dieser unglaublichen positiven Beurteilung und der Würdigung meiner Arbeit.
Diese Kombination aus Sprachgewalt und Lob lässt mich ganz stumm werden und tiefe Freude empfinden.
In Gedanken sende ich eine feste Umarmung in den hohen Norden.
Danke.
:oops: love1
Ganz liebe Grüße!

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