Mein eigener Roman :-)

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Candy
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Mein eigener Roman :-)

von Candy (12.01.2013, 16:04)
http://www.tredition.de/?books/ID28617/ ... ocis-Solis Dies ist der Link zu meinem Roman. Ich würde mich über Meinungen, Kritik, wertvolle Hinweise und Anregungen sehr freuen. Hier möchte ich mit anderen Autoren in Kontakt treten und Erfahrungen austauschen. :-) ich freue mich sehr auf Antworten. thumbbup
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Siegfried
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Re: Mein eigener Roman :-)

von Siegfried (12.01.2013, 17:12)
Candy hat geschrieben:
Ich würde mich über Meinungen, Kritik, wertvolle Hinweise und Anregungen sehr freuen.


Bist du dir da sicher? Ganz sicher? :wink:

Nun denn ...

Die Leseprobe beginnt mit

Candy Hecht
Träger der Hoffnung

Vocis Solis
(Stimmen der Sonne)


Alle meine Unterlagen besagen, dass der Plural des lateinischen Wortes "vox" für "Stimme" gemäß konsonantischer Deklination "voces" (also mit "e" geschrieben) lautet und nicht "vocis" mit einem "i" (das ist der Genitiv Singular). Der Untertitel "Stimmen der Sonne" müsste daher "voces solis" heißen.

So beginnt dann der Text ...

Prolog
>> Es ist ernst meine Schwestern!


Statt Anführungszeichen gibt es doppelte Größer-Zeichen. Das ist ausgesprochen unschön. Vermutlich sollten da eigentlich Guillemets (französische Anführungszeichen) stehen:

»

... das ist aber ein Sonderzeichen und muss speziell in den Text eingebaut werden ...

Im ersten Satz des Buches fehlt das Komma hinter "ernst", da der Satz hier von einer Aussage zu einer Anrede wechselt. Folglich:

Es ist ernst, meine Schwestern!

Weitere Fehler auf der ersten Textseite:

Zeile 6: Hinter "deutlich" fehlt das Komma
Zeile 15: Hinter "alle" fehlt das Komma
Zeile 15: "das" muss "dass" heißen
Zeile 16: Hinter "hast" fehlt das Komma
Zeile 19: Hinter "fürchtete" fehlt das Komma
Zeile 26: das Wort "sähen" schreibt sich "säen"

Generell: Folgt auf eine direkte Rede eine entprechende Auszeichnung (verkündete die Älteste; brachte eine der Ältesten an), steht hinter den schließenden Anführungszeichen immer ein Komma.



Probleme im Seitenlayout (siehe auch eingefügte Hardcopys):

Die ungebräuchlichen doppelten Größer-Zeichen hatte ich bereits genannt.

Bücher werden in der Regel im Blocksatz gesetzt, nicht im Flattersatz

Auslassungszeichen (die mehrfachen Punkte) haben im Layout zwei bestimmte Bedeutungen:

    a) es fehlt ein Wort bzw. mehrere Wörter am Satzende oder es wird ein Satz vollendet, der eigentlich eine Reaktion auslöst, den Satz also besonders bedeutsam macht. Hier kommt nach dem letzten Wort ein Leerzeichen, gefolgt von drei Punkten (im korrekten Layout ist das wieder ein Sonderzeichen, wird aber vielfach durch drei einzelne Punkte dargestellt). Auf keinen Fall sind das zwei oder vier oder fünf oder sieben Punkte.
    Beispiel:
    Du kannst doch nicht ...

    b) Ein Wort wird abgebrochen und ist dadurch unvollständig. Hier werden die drei Punkte direkt an das Wort gesetzt.
    Beispiel:
    Er leidet an Mukovi... Mukovis... Mukodingsbums.


Folgt auf eine direkte Rede eine entsprechende Auszeichnung (s. o.), dann steht sie im gleichen Absatz wie die direkte Rede. In einer Dialogfolge wird ein Absatz dann gesetzt, wenn der Sprecher bzw.die Erzählperspektive wechselt (sieheGrafik unten).

Vor den schließenden Anführungszeichen kein Leerzeichen (siege 2. Grafik)!


Mehr als die Titelseite und die erste Textseite habe ich nicht gelesen.

Dies ist KEINE Bewertung deiner Fähigkeiten, sondern nur eine Auflistung dessen, was mir beim ersten Lesen sofort aufgefallen ist.
Dateianhänge
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Großstadtpoet
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Re:

von Großstadtpoet (12.01.2013, 17:30)
"Halbalb" ist auf jeden Fall ein sehr witziges Wort. Ist das sowas wie ein Volltroll?
:lol: :lol: :lol:

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Isautor
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Re:

von Isautor (12.01.2013, 18:38)
Das fiel mir auch sofort auf. Ich hätte es, wenn schon, mit Bindestrich geschrieben: Halb-Alb

Da muss ich trotzdem an die Alliterationen von Bauer sucht Frau denken. Der liebevolle Lausitzer und der schöne Schweinehirt.

Jetzt im Ernst: Aller Anfang ist schwer und ich sehe schon, wie du das gemeint hast mit deiner Geschichte. Ich denke auch, dass man sie überarbeiten muss. Aber man freut sich ja schon, wenn einer mal was zu Ende bringt.
Seid gegrüßt,

Isautor

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AnGaWe
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Tip bezüglich des Preises

von AnGaWe (12.01.2013, 18:41)
Hallo,
ich hätte unabhängig von dem fehlerhaften Titel usw ( ist ja bereits alles angemerkt worden) mal ein Bedenken anzumelden, was den Preis angeht. Ja, ich weiß, on demand Anbieter geben bei einem gewissen Seitenvolumen einen gewissen Preis automatisch vor, ob wir das wollen oder nicht. Aber: zu diesem Preis wird niemand das Werk eines unerfahrenen Hobbyautors kaufen. Ich persönlich würde für 18 Euro und mehr auch keinen Roman von einem Bestsellerautor kaufen, da es einfach zu viel Geld ist. Es wäre ggf eine gute Idee, Dein seitenreiches Werk in mehrere "Portionen" aufzuteilen und als Teil1 mit diverse Nachfolgebänden anzubieten... das gäbe dem Leser Gelegenheit, Deine Schreibkunst erstmal für wenig Euro kennenzulernen und bei Gefallen dann die Nachfolgebände zu erstehen.

Viel Glück mit Deinem Buch!
http://annewerres.npage.de/

kinderleicht? Eltern werden ist nicht schwer...
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Gans Anders

Candy
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Re:

von Candy (13.01.2013, 19:09)
Ersteinmal danke ich Euch allen für die Anmerkungen zu Fehlern und andren Sachen. Ja, ich bin noch unerfahren was das Schreiben angeht, aber es kann ja nur noch besser werden. Ich denke die Geschichte an sich ist in Ordnung. Ich hatte auch nciht erwartet, dass jemand hier auf Anhieb sehr begeistert davon ist. Dennoch habe ich Hoffnung, dass es Leute gibt, die es gern lesen möchten und über den Fehler bei dem Layout hinwegsehen können. Zudem ist das Latein, welches ich in dem Buch im Allgemeinen verwende bewusst eher unrein, falls da noch Fehleranmerkungen auftreten sollten. ;-) Das war dann Absicht.

Liebe Grüße, Candy
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mtg
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Re:

von mtg (13.01.2013, 19:26)
Candy hat geschrieben:
Dennoch habe ich Hoffnung, dass es Leute gibt, die es gern lesen möchten und über den Fehler bei dem Layout hinwegsehen können.

Bei kostenlosen Büchern ist das Ansinnen ja okay (Stichwort: »geschenkter Gaul«) ... aber ebenso, wie Du hoffst, dass es Leser gibt, die darüber hinwegsehen mögen, gibt es (wesentlich mehr) Leser, die auf ein möglichst fehlerfreies Buch bestehen. Oder zumindest eines, bei dem man mindestens merkt, dass sich der Autor/die Autorin auch formell Gedanken gemacht hat.

Ich habe gerade ein Buch, dessen Geschichte mich sehr interessiert hätte, wegen mehr als acht Fehlern auf den ersten 1 1/3 Seiten wieder an Amazon zurückgeschickt - mit dem Hinweis darauf, dass es wegen mangelhaften Satzes und zu vielen Fehlern unlesbar ist. Und da reißt auch die tollste Geschichte nichts mehr 'raus ...

Candy
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Re:

von Candy (13.01.2013, 19:53)
ja, da haben Sie wohl Recht. Wie gesagt, es ist mein ersten Buch und beim Zweiten wird mir soetwas sicher nicht mehr unterlaufen. Dafür bin ich ja auch noch unerfahren. Mit den Tipps die ich hier schon bekommen habe, kann ich eine Menge besser machen. Danke
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Atlan_Gonozal
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Re:

von Atlan_Gonozal (13.01.2013, 20:24)
Ich hoffe, Du lässt jetzt den Kopf nicht hängen. Hier herrscht zuweilen ein scharfer Gegenwind und speziell Siegfried ist für seine direkte, ehrliche aber eben undiplomatische Art bekannt.

Du hast nichts anderes gemacht, wie wie viele andere hier auch, nämlich Deinen Traum gelebt und ein Buch geschrieben und veröffentlicht. Respekt. Jetzt heißt es aber, das Handwerk richtig zu lernen und besser zu werden. Und dabei hilft Dir hier jeder, wenn Du die Hilfe annimmst. Versprochen.
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Candy
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Re:

von Candy (13.01.2013, 20:50)
Danke für die netten Worte :-) Ich kann kritik auch annehmen und beherzigen und werde den Kopf nciht gleich in den Sand stecken. Ich werde an meiner Schreiberei noch so einiges zu arbeiten haben, aber ich schaff das, wenn ich wirklich will ^^
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Atlan_Gonozal
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Re:

von Atlan_Gonozal (13.01.2013, 21:04)
Candy hat geschrieben:
Danke für die netten Worte :-) Ich kann kritik auch annehmen und beherzigen und werde den Kopf nciht gleich in den Sand stecken. Ich werde an meiner Schreiberei noch so einiges zu arbeiten haben, aber ich schaff das, wenn ich wirklich will ^^


Gut so! Scheue Dich nicht, Fragen zu stellen! Viel Erfolg.
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Monika K.
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Re:

von Monika K. (13.01.2013, 21:09)
Hallo Candy,

herzlich willkommen im Forum!

Wir sind hier übrigens alle - unabhängig vom Alter - per Du.

Viele Grüße,
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

Candy
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Re:

von Candy (13.01.2013, 21:36)
Ah, ok Danke Monika K. Dann eben "Du" ^^
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (13.01.2013, 23:21)
Candy hat geschrieben:
Ersteinmal danke ich Euch allen für die Anmerkungen zu Fehlern und andren Sachen. Ja, ich bin noch unerfahren was das Schreiben angeht, aber es kann ja nur noch besser werden. Ich denke die Geschichte an sich ist in Ordnung. Ich hatte auch nciht erwartet, dass jemand hier auf Anhieb sehr begeistert davon ist.


Interessante Antwort. Weil hier niemand die Geschichte oder die Erzählweise beurteilt hat. Es ging ausschließlich um formale Fehler. Zum Beispiel die Zeichensetzungsfehler. Oder das falsche Latein.

Das "Unerfahren im Schreiben" ist ein netter Ausdruck. Aber wie passt der zu den Kommafehlern? Spätestens seit der Schulzeit sollten solche Fehler nicht mehr auftreten.

Ich persönlich bin der Auffassung, wenn jemand von sich sagt, er (oder sie) würde gerne schreiben, dann sollte er (oder sie) Sprache lieben. Sprache lieben heißt aber, sie zu beherrschen. Also Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik. Und die Fabulierkunst. Jemand, der schreibt, also wirklich die Sprache liebt, sollte wissen, dass es Unterschiede im Ausdruck gibt:

Trotz ihrer machtvollen Stimme merkten die Hexen deutlich, wie ihre Kräften begannen zu schwinden.

oder

Trotz ihrer machtvollen Stimme merkten die Hexen deutlich, wie ihre Kräfte zu schwinden begannen.

oder

Die Hexen merkten deutlich, wie die Kräfte der Alten trotz ihrer kräftigen Stimme zu schwinden begannen.

(deutliche Trennung von Satzsubjekt und Satzobjekt)

Ist der Text wirklich Satz für Satz durchdacht und ausformuliert worden? Oder ist der Text der erste Entwurf, einmal grob korrekturgelesen und dann so in Druck gegangen, weil er plötzlich Arbeit macht?

Was ich nun schreibe, betrifft nicht dich, sondern ist eine allgemeine Aussage von mir:

Ich persönlich glaube übrigens all jenen nicht, dass sie gerne schreiben, wenn sie Texte voller Fehler produzieren. Wer gerne (für die Öffentlichkeit) schreibt, versucht fehlerfrei zu schreiben. Wer gerne (für die Öffentlichkeit) bastelt, versucht fehlerfrei zu basteln. Wer gerne (für die Öffentlichkeit) singt, versucht fehlerfrei zu singen.

Wer gerne schreibt, interessiert sich für die Werkzeuge, die ihm zur Verfügung gestellt werden, und sagt nicht, dass ihm diese Werkzeuge egal sind.

Leider hat sich in unserer Gesellschaft durch das Fernsehen der Dilettantismus breit gemacht, wonach man nichts leisten (oder können) muss, um den Leuten trotzdem das Geld aus der Tasche zu ziehen - oder sogar Anerkennung zu bekommen. Sich für etwas anstrengen, gilt heute teilweise schon als peinlich.

Wer gerne schreibt und dabei fehlerhafte Texte produziert, der schreibt in Wahrheit nicht gerne. Er schreibt, weil er sich ein ganz bestimmtes Image aufbauen will: "Ich bin Roman-Autor!" Und erwartet dann viele "Oh!" und "Ah!".

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (13.01.2013, 23:23)
Atlan_Gonozal hat geschrieben:
Ich hoffe, Du lässt jetzt den Kopf nicht hängen. Hier herrscht zuweilen ein scharfer Gegenwind und speziell Siegfried ist für seine direkte, ehrliche aber eben undiplomatische Art bekannt.


Atlan, was ist undiplomatisch an einer Aussage: "Da fehlt ein Komma"?

Wenn das undiplomatisch ist, dann ist Word mit seinen roten Kringeln vermutlich das undiplomatischste Programm, das es gibt.

Soll ich es umformulieren in "Es scheint mir, als würde an dieser Stelle die amtliche deutsche Rechtschreibung ein Komma vorsehen, das du eventuell vergessen hast"?

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